Hallo,
ich habe vor gut 4 Wochen zwei Rattenjungs (unkastriert) übernommen. Die Tiere sind bereits über 2 Jahre alt, das erste Jahr lebten sie in schlechter Massentierhaltung, wurden vom VetAmt beschlagnahmd und saßen dann ein weiteres Jahr in einem Tierheim.
Unter Abrsprache mit dem Tierheim sind die Tiere bei mir auch nur übergangsmässig - ich versuche von hier aus, die Tiere zu vermitteln da es im TH so garnicht geklappt hat.
Die Tiere sind es nicht gewohnt, näheren Menschenkontakt zu haben. Zu Beginn waren beide extrem scheu. Nach und nach wurde einer der beiden immer mutiger und kam dann auch immer angelaufen, wenn es Fressen gab. Der Zweite rennt zwar nicht mehr in Panik weg, aber bleibt lieber auf Distanz.
Inzwischen ist es jedoch so, daß der Mutige nicht nur einfach neugierig angelaufen kommt sondern er attackiert sofort. Er beisst zu, sobald er blanke Haut sieht. Geht richtig drauf los. Wasser wechseln, Futternäpfe rein und raus stellen, Toi sauber machen geht seit einigen Tagen garnicht mehr ohne Handschuhe.
Was ist nur plötzlich los mit dem Kerl? Warum wurde aus Neugier solch eine Aggression?
Dann das zweite Problem: der Käfig steht auf einem recht hohen Regalbrett in einem Zimmer, in dem meine Kaninchen frei rum laufen. D.h., den Käfig mal eben runter hiefen (er wiegt schon einiges durch die Volletage) und Törchen auf machen, geht nicht.
Ich habe mir viel Zeit genommen und oft eine Transportbox ans Törchen gehalten. Die Tiere sollten lernen, da rein zu gehen damit ich sie ins Bad tragen kann, damit sie dort Auslauf bekommen können. Es hat drei Wochen gedauert bis die erste Ratten in die TB gegangen ist. Der schüchterne kommt auch nach 4 Wochen nicht alleine. Auch mit Käse, Maltpaste ect. ist er nicht zu locken. Also buchsiere ich ihn in die Weidenröhre und heben ihn damit raus. Wobei er dabei quieckt, als wenn ich ihm was antun möchte Nur für Mitglieder
Wenn die Beiden im Auslauf sind, sind sie zwar schreckhaft, aber auch neugierig und wenn ich mich ruhig verhalte, schnüffeln sie auch mal etwas genauer an mir rum. Gebissen wurde ich dabei noch von keinem.
Aber sie wieder dazu zu bewegen in die TB zu gehen, damit es wieder zurück in den Käfig gehen kann, ist die Hölle. Und geht garnicht. Stan, der Schüchterne verkricht sich in eine Ecke und stellt sich tot - wenn ich ihm die Röhre hin halte und ihn anstubse, damit er rein geht, quieckt der wie verrückt. Hochnehmen geht garnicht, da fängt er sogar an zu beissen. Und ich will ihn ja auch nicht noch mehr in Angst und Schrecken versetzen.
Und Olli, den Mutigen, wieder einzufangen... gestern hat es 2 Stunden gedauert bis ich ihn soweit hatte, in die Röhre zu gehen. Und diese konnte ich dann auch nur mit Handtuch rechts und links zushalten. Denn er fand das nicht lustig. Er hat seine Zähne richtig in das Handtuch gehauen und dran rum gezerrt.
Es ist verzwickt... ich möchten den Jungs gerne täglich Auslauf gönnen.. aber unter der Woche ist so ein Drama nicht drin. Wenn die Einfangaktion 2 Stunden dauert, kann ich nach einer Stunden "normalen" Auslauf beginnen, die Tiere zu überreden irgendwie in die TB oder Röhre zu gehen. Und das geht zeitlich garnicht. Es ist jetzt auch keine Tendenz, daß es besser wird - eher wird es immer schlimmer... Nur für Mitglieder
Die beiden sind so süß - aber inzwischen habe ich etwas muffen vor denen.
Weiss wer Rat? Was mache ich falsch? Ich versuche immer, mit ganz viel Ruhe den Tieren ggü. zu treten. Mache keine hektische Bewegungen und versuche so wenig, wie es geht, die Tiere zu bedrängen...
Wenn das Verhalten weiterhin so bleibt, wird es mit Sicherheit auch extrem schwierig, sie weiter zu vermitteln... Ach menno.. ich wollte denen doch nur Gutes tun Nur für Mitglieder
Das sind sie übrigens:
Nur für Mitglieder
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LG
Annika


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