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Gisi87

Woher kommen Notfallratten? (war:Hab da malne Frage)

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Gisi87

Ich lese hier öffters, dass einige hier Ratten aus schlechter HAltung übernehmen und vermitteln wollen. Ich frage mich dann immer, wo die her kommen und wie die Leute diesie dann aufnehmen an die Ratten kommen. Wenn die aus schlechter privathaltung kommen, dann können die Leute ja schlecht die Wohnung gestürmt haben...

Das würd mich echt mal interessieren...

 

LG Gisi

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kalessin

Hallo,

 

naja, gestohlen oder beschlagnahmt wird da von den Pflegestellen zumindest nichts. Wohl durchaus gelegentlich vom Amt, das kann passieren. Dann landen die Tiere im Tierheim zur Pflege. Der offizielle Weg ist dann ein amtliches Einziehungsverfahren, das aber häufig genug "inoffiziell" abgekürzt wird. Sprich, die Tierheime geben oft genug die Tiere so an Pflegestellen und Interessenten heraus, wohlwissend, daß sie schlimmstenfalls Schadenersatz um die 10 Euro pro Ratte befürchten müssen.

 

Andere Fälle sind überforderte Schlangenhalter oder Menschen, die selbst merken, daß sie die Ratten nicht richtig versorgen können. Die suchen dann per Kleinanzeige nach "Abnehmern" ihrer Tiere, oder fragen das örtliche Tierheim. So landen solche Tiere dann in den Vermittlungsstellen. Und dann gibt es natürlich noch die Großnotfälle, die immer wieder auch in der überregionalen Presse landen. Da Ratten wahre Meister im Vermehren sind, findet man in Wohnungen von Animalhoardern oder Menschen, die die Kontrolle verloren haben, mitunter Hunderte(!) Tiere in einer Wohnung. Dann kommt das Veterinäramt und fängt die ein, und die örtlichen Tierheime werden mit den Tieren quasi "überflutet". Kommt leider nicht so selten vor, wie man gerne hoffen würde.

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Gisi87

Erstmal danke für deine Antwort... Ich habe vor ein paar Jahren mal einen Bericht im Fernsehn darüber gesehen. Eine Besitzerin hat sich in einer Tierhandlung 2 Böcke gekauft. Später stellte sich herraus das es sich um ein Pärchen handelte. SIe hatte dann einen enormen Zuwachs in kürzester Zeit. Es waren 100te. Aufgefallen ist den NAchbarn das etwas nicht stimmte, da der Geruch der Ratten (die von ihr nicht mehr gesäubert werden konnte) aus dem Haus trat. Die bekahmen dann irgendwie herraus dass es sich bei dem Geruch um 100te Ratten handelte und schaltete das Veterinäramt ein. Schlim waren die Bilder im Fernsehn, die zeigten, dass die Käfige alle gestapelt standen. Ohne Streu oder Zeitung und auch nicht wirklich Futter oder Wasser (Die Ratten sind teilweise verendet ( :( ) oder haben sich gegenseitig gefressen.

Was ich daran nicht verstehen kann ist, dass die Halter die ein derartiges Problem haben, nicht rechtzeitig zum TA gehen und sich so hilfe holen. Für die Tiere ist das ja auch nicht gerade prickelnd.

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kalessin

Hi,

 

ja: ich kann nur sagen, daß Großnotfälle vorkommen, immer wieder passiert das. "Warum" allerdings ist mir ein Rätsel. Eine oder zwei ungeplante Vermehrun(en) aus Unwissenheit: ok. Aber dann sollte man schon lange beim Tierarzt oder -heim gewesen sein, um Hilfe zu holen. Wie gesagt, so recht begreifen tue ich Großnotfälle nie. Aber ich kapiere auch über 100 Hunde in einer Wohnung nicht, gab's aber auch schon.

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Gisi87

Ach du meine Güte... Davon habe ich allerdings noch nie etwas gehört...

Was die Ratten angeht, könntei ch natürlich jetzt sagen, dass man sich vor der Anschaffung genauestens informiert. Habe ich auch getan (mit Buch). Das bringt aber herzlichst wenig. Wenn ich nicht hier im Rattenforum gelandet wäre, hätten ich nicht gewusst, dass ich Jakob um Hendrik hätte integrieren müssen und es wäre warscheinlich zu einem Blutbad gekommen. Und ich hätte Olli nicht wirklich helfen können da ich ihn warscheinlich laut Rat des TAtes einschläfern lassen hätte.

Ich hatte damals als Jugendliche schon Ratten (Einzelhaltung :( ) In meinem tollen Buch stand damals nichts darüber, dass es quälerei ist und ich habe heute richtige Schuldgefühle den beiden Gegenüber :(. Das Problem ist einfach, dass die Zoohandlungen nur Geld machen wollen und Bücher eben nichts bringen.

 

LG

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Serena-t

Hallo,

 

Ratten vermehren sich eben sehr schnell: werden sehr früh geschlechtsreif, haben eine kurze Tragezeit, man kann frühestens kurz vor der Geburt feststellen, dass ein Weibchen schwanger ist, sie haben große Würfe und die Weibchen können direkt nach der Geburt wieder gedeckt werden. Da braucht es manchmal gar nicht so viel, um schon ziemlich viele Ratten zu haben.

Es reicht ein falsch sortiertes Böckchen, das dann bei mehreren Weibchen sitzt. Oder oft wird eine Schwangerschaft nicht bemerkt, sondern erst wenn die Babys da sind. Wenn dann der Bock noch mit drin sitzt, kann man schon mal direkt von einem Folgewurf ausgehen.

 

Ich habe hier einen Notfall erlebt, wo die Frau tierlieb war und es gut meinte, aber unglücklicherweise ein trächtiges Weibchen erwischt hat (und das nicht aus dem Zooladen, sondern eigentlich woher, wo sie dachte, sie kann sicher sein, dass es nicht so ist). Dann hat sie die Babys falsch nach Geschlechtern getrennt. Folge: weitere Würfe. Sie ist dann zur Sicherheit zum TA zum trennen, ist aber an einen geraten, der keine Ahnung hatte und der hat dann auch falsch getrennt. Ende waren 49 Ratten in ihrer Wohnung, die sie - da wenig Geld - einfach nicht mehr ausreichend versorgen konnte. 49 Ratten fressen ja unglaublich viel und machen Dreck und müssen erstmal irgendwo untergebracht werden.

Aber klar, meist sollten sich die Leute viel früher professionelle Hilfe holen, wenn was aus dem Ruder läuft.

 

Oft heißt aus schlechter Haltung, dass es keine größeren Notfälle sind, sondern dass Leute ihre Ratten abgeben, die vorher keine Ahnung (und z. T. auch kein Interesse) hatten, wie man Ratten artgerecht hält. Das ist ja leider bei vielen Kleintieren ein großes Problem, dass viel Wald-und-Wiesen-Wissen von anno-dazumal kursiert, dass Zooläden falsch beraten und sich die Leute nicht, falsch oder nicht ausreichend selbst informieren.

Dann haben sie entweder selber eh schon eingesehen, dass sie die Ratten loswerden wollen oder man versucht sie dazu zu bringen, die Tiere herzugeben, sofern sie nichts ändern an ihrer Haltung.

 

Da kann es einerseits sein, dass man über Dritte davon hört, dass da bei wem Ratten sitzen, die es aber nicht gut haben und man da dann versucht, was zu machen. Oder in Kleinanzeigen stößt man z. B. öfter auf solche Fälle, wo dann wegen Allergie, Umzug, keine Zeit und Lust mehr oder weil einem die Ratten über den Kopf wachsen, Ratten ein zu Hause suchen, den Leuten aber völlig egal ist, wohin die Ratten kommen und wie es ihnen im neuen zu Hause geht.

Da versuche ich auch öfter Kontakt aufzunehmen, ihnen was zu Rattenhaltung zu erklären und im Zweifel die Ratten da wegholen und selbst weitervermitteln.

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SpringenderPunkt

Hallo

 

Ich mache das wie Tanja. Die aktuellen Notfellchen hier sind auch aus Kleinanzeigen. Eine Mama mit 8 grade mal 2 Tagen alten Babys und 4 fünf Wochen alten Kindern und ein Bock. Da waren die Futtertiere der Schlange und den Haltern über den Kopf gewachsen. Das Ergebnis wird von Tanja und mir nun vermittelt und gesund gepflegt, da sie anfangs heftigsten Milbenbefall hatten.

Dann noch 2 schon zweijährige Weibchen die ihr ganzes bisheriges Leben in einem 40x30 Hamsterknast leben mussten, kaum groß genug, sich auszustrecken, geschweigedenn zu klettern oder sich richtig zu bewegen mit keinerlei wirklicher Einrichtung, nur ein Häuschen und ein Teller auf dem es Futter gab. Sie kennen kaum Frischfutter und hatten niemals Auslauf. Und die Leute waren einfach nur froh sie loszuwerden.

 

Und sowas passiert ständig, die meisten der Notfellchen hier kamen aus derartigen Quellen. Oder es waren Fundtiere. Oft sind die Tiere leider auch krank und man investiert immer mehr Geld hinein, als die Vermittlung wieder einbringt ;) Darum muss man mit dem Herzen echt dabei sein und bereit sein vie zu opfern.

 

VG

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Wisp

Viele meinens mit den Tieren ja auch gut und glauben, dass sie ihnen was Gutes tun. Das ist dann schon krank sein. Ansonsten könnte ich mir auch vorstellen, dass sie sich schämen, weil es in solchen Wohnungen meistens ja auch nicht gerade sauber ist.

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Murphy

Huhu! :tongue:

 

Meist sind Notfälle auch wirkliche Notfälle, wie bisher schon beschrieben.

Unsere Nasen kommen seit 3 Jahren auch nur noch aus Notfällen, aber bei 5 von 7 Nasen hatten wir richtiges Glück.

Das waren zwar auch Unfallwürfe, aber bezüglich der Haltung keine wirklichen Notfälle. Klar werden die Käfige irgendwann etwas zu klein, aber auch da hatte ich schon viel schlimmeres gesehen.

 

Es gibt also oft auch Notfälle, die eigentlich eher Unfälle sind. Wenn man Ratten aus so etwas "herausholt", hat man oft superzahme und nette Näschen, die höchstens einen kleinen Schnupfen vor Aufregung bekommen haben. ;)

 

Grüßlein!

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Poldi

Huhu!

Nun ich seh es genau wie die anderen, daher muss ich eigentlich nicht mehr viel ergänzen ;)

 

Ich hatte/habe nun in meiner Zeit als Rattenmami 25 wunderbare Ratten, davon 22 Notfalltiere.

Die ersten Abby, Slaya und Yuna kamen aus einer Zoohandlung, weil ichs einfach nicht besser wusste. Foster und Eduardo waren Fundtiere in Wolfenbüttel und wurden übers TH vermittelt. Rikku, Evey und Manta kamen aus einem Tiermessi Großnotfall aus der Nähe von Erfurt. Charlie und Nanuq kamen aus einer Wohnungsräumung bei Gotha. Amy, Leela, Schoko und Brownie wurden in einer kleinen Transportbox bei meiner Tierärztin vor der Haustür abgestellt. Fiona kam aus Liebenburg zu mir, da plötzlich und unerwartet ihre beiden Partnerinnen gestorben sind. Tami, Tila, Lightning und Skinny hab ich von einem Mädel aus Stendal übernommen, die sich auf Grund von Ausbildungsstress nicht mehr genug um die Tiere kümmern konnte. Muh-Kuh und Coco kommen aus dem Tierheim Hildesheim. Emma, Peanut, Carly und Sinij habe ich von einem Mädel aus Hildesheim übernommen, welche nach der Scheidung der Eltern die Ratten in der neuen Wohnung auf Grund der Allergie der Mutter und der Schwester nicht mehr halten konnte.

 

Ein Notfall kann also vieles sein ;)

 

Viele Grüße

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kalessin

Hi,

 

Ein Notfall kann also vieles sein ;)

 

mein derzeitiges Rudel ist mit ihren (drei?) Brüdern zusammen in Schuhkartons vor dem örtlichen Tierheim ausgesetzt worden. Dort sind die Babies großgezogen worden, und ein paar Wochen später habe ich dann die fünf Mädchen dort entdeckt, mich sofort verliebt und sie geschlossen eingepackt, obwohl ich eigentlich zu dem Zeitpunkt noch gar nicht wieder Ratten aufnehmen wollte. Von daher: ja, "den" Notfall gibt es nicht.

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LaKara

Hallo,

 

für mich sind im Prinzip alle Ratten Notfallratten, die irgendwo dringend raus müssen. Sei es nun ein Tierheim, bei dem ja die unterschiedlichsten Abgabegründe vorliegen können, Wohnungsräumungen oder private Haushalte, in denen sie aus den verschiedensten Gründen nicht mehr bleiben können. In der Regel bekam ich meine Tiere bisher immer direkt über das TH vermittelt, über Notfallorganisationen oder von privaten Notfallvermittlern.

 

Steffi

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Yvonne84

Hallöchen!

 

Ich empfinde auch alles als Notfellchen, was nicht vom Züchter oder aus Zoohandlungen kommt. Wenn Ratten, da wo sie sind, nicht mehr gehalten werden können und / oder wegmüssen, dann zähle ich das schon als Notfall. Die meisten meiner Tiere habe ich von Privat. Ein paar aus dem Tierheim. Und, ja, auch ich hatte mal Zooladentiere ...

 

Grüßchen :but:

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HoodRat

Huhu!

 

Jap, ich finde auch alle Ratten, die nicht direkt vom Züchter oder aus dem Zooladen kommen, sind mehr oder weniger Notfall-Tiere. Aus schlechter Haltung müssen sie ja nicht zwangsläufig sein, manchmal kann die Haltung auch top sein und trotzdem müssen sie wegen Allergie etc. abgegeben werden, auch dann suchen sie ja dringend ein Zuhause.

 

Es gibt immer mehr als genug Notfalltiere, sodass es gar nicht schwer ist ausschließlich Notfellchen zu halten. Hier im Forum ist eigentlich die beste Adresse für Anfragen, wenn man kein Tierheim mit Ratten um die Ecke hat. Hier gibt es sehr viele Notfallvermittler, die darauf angewiesen sind, die Tiere, die sie aufnehmen auch wieder in gute Hände abgeben zu können und außerdem werden sehr viele Tierheime betreut. Transporte werden auch meist schnell auf die Beine gestellt.

 

LG Ronja

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