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TheHoney

Vegane Ratten

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Chiflada

Huhu!

 

Meine Ratten leben seit einiger Zeit vegan, wobei es natürlich immer schwierig ist konkrete Aussagen zu treffen, weil sie ja nicht von Geburt an bei mir gewesen sind.

Zumindest sind aber die Ratten die sehr lange bei mir waren auch recht alt geworden (oder sind es immer noch ;)) und machten auf mich nie den Eindruck mangelernährt zu sein.

 

Wegen Supplementen: die Tropfen, die ich selbst benutze enthalten Alkohol, zwar nur wenig, so dass ich sie auch meinem Sohn gebe, aber bei Ratten wäre ich mir da unsicher. Was es bei diesen Kautabletten noch an Füllstoff oder so gibt, weiß ich nicht.

 

Ich würde da also eher die Sojajoghurt/-milch-Variante bevorzugen.

 

SSSR würde ich füttern, auch wenn es strenggenommen nicht vegan ist. Wahrscheinlich werde ich das auch bald tun, denn wenn alles gut läuft habe ich bald ein figurtechnisch sehr inhomogenes Rudel ;)

 

Lg,

Jana

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blue

Hallo! :winken:

Öh, nur Falls sich hier jemand von mir angepupt fühlt, ich wollte niemanden anmeckern. :gruppe:

Robert hatte weiter oben geschrieben, dass ihm auf Anhieb kein Rattenfutter einfiele, dem B12 zugesetzt sei - wenn das aber kein Hersteller draufschreibt, weil er es (vom Gesetzgeber her) anscheinend nicht muss, dann erfahren wir es jedenfalls nicht über die Angaben auf der Packung.

Die 0,03 Mikrogramm pro Kilo im SSSR liegen um einiges unter den Angaben aus dem Laborrattenbuch (http://www.nap.edu/openbook.php?record_id=4758&page=13 -> 50 Mikrogramm pro Kilogramm Futter), das stimmt.
Ich glaube, dass serenta_t 1-1,5 Mikrogramm pro Tag & Ratte an Bedarf errechnet hatte, über die Werte aus dem Laborrattenbuch.
Dann wäre man mit 2 Mikrogramm ja auf der sicheren Seite - aber das sind immer noch große Mengen, da geb ich Robert absolut Recht.

Wie viel Vitamin B12 in angereicherter Pflanzenmilch oder ähnlichem enthalten ist oder ob das immer ähnliche Werte sind, weiß ich gar nicht. :confused:

Achso: Meine Kautabs gehören mir! :D
Die ratties bekommen diese nicht.

Die Jungs futtern ganz gerne das Vega-Trockenfutter von Yarrah für Hunde (vegan), was ich eigentlich als Keks-Leckerchen geholt hatte.
Seit mir so ein Ding mal ins Wasser gefallen ist & es unheimlich aufquoll, gibt es die dann nur noch eingeweicht.
Laut Nachfrage sind 69,9 Mikrogramm B12 pro Kilo Futter enthalten, also 6,99 Mikrogramm auf 100g.

Das wäre mehr als in Hühnerei
[Hühnereigelb 2,0 Mikrogramm/100g (100g reines Eigelb!!! :79: )
Hühnereieiweiß 0,1 Mikrogramm/100g (Und nun findet erstmal ein 100g-Hühnerei...)],
Rindfleisch, Schweinefleisch, Käse oder Milch.
Zumindest, wenn man die Tabelle aus diesem Artikel heranzieht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine#Vorkommen

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pale

Die Jungs futtern ganz gerne das Vega-Trockenfutter von Yarrah für Hunde (vegan),

Wieviel gibst du denn davon so? Weißt du, ob das Dickmacher sind? Muss da bei meinem Cheek ja mächtig aufpassen.

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Chiflada

Huhu!

 

Wie viel Vitamin B12 in angereicherter Pflanzenmilch oder ähnlichem enthalten ist oder ob das immer ähnliche Werte sind, weiß ich gar nicht. :confused:

 

Meine Alpro-Sojamilch hat 0,38 Mikrogramm/100ml :)

Das wäre jetzt auch die einzige Pflanzenmilch, die ich kenne die B12 zugesetzt hat. Und dann halt noch die Joghurts von Alpro (allerdings enthalten die ja auch wieder Zucker).

 

Lg,

Jana

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kalessin

Huhu,

 

Dann wäre man mit 2 Mikrogramm ja auf der sicheren Seite - aber das sind immer noch große Mengen, da geb ich Robert absolut Recht.

 

genau davon spreche ich. :) Ein Mensch mit 75kg Gewicht hat je nach Quelle einen Tagesbedarf von 1-3 Mikrogramm. Wichtig ist B12 für Blutbildung, Zellteilung und so weiter, und ärmer dran als der Mensch kann man eigentlich in puncto B12 gar nicht sein, da wir es komplett aus der Nahrung aufnehmen müssen. Wenn es aber für die Zellteilung wichtig ist, muss es meiner Meinung nach in erster Linie mit der Körpermasse skalieren. Selbst wenn wir für den erhöhten Stoffwechsel der kleinen Wusels mal einen Sicherheitsfaktor von 2-3 einrechnen, kann eine Ratte eigentlich nicht mehr B12 brauchen als ein theoretischer 1kg-Mensch: und dann wären wir bei ca. 40 Nanogramm pro Tag und Tier, oder 0.04 Mikrogramm. Wenn wir weiter annehmen, dass die Ratz 25g Futter pro Tag verputzt, wären das 1.6 Mikrogramm auf 1kg Futter, wenn ich richtig rechne.

 

Eine noch konservativere Schätzung erhalten wir, wenn wir den Energiebedarf betrachten. Ein Mensch benötigt runde 2000 kcal/Tag, eher mehr. Das sind so grob 1kg Vollkornbrot. Wenn wir das mal mit dem Körnerfutter der Ratten gleichsetzen, kämen wir als konservativste Schätzung auf 3 Mikrogramm pro kg Futter oder rund 80 Nanogramm B12 pro Ratte und Tag. Das sind Werte, die ich für glaubwürdig halten würde. Wenn es mal eine richtige Untersuchung zum B12-Bedarf von Ratten geben sollte und dabei deutlich mehr rauskäme, fände ich das zumindest ziemlich überraschend. Ich würde es aber weiter nicht für unwahrscheinlich halten, dass eine gesunde Ratte, die zumindest gerade nicht säugt oder trächtig ist, vermutlich gar kein B12 direkt in der Nahrung benötigt, denn der evolutionäre "Konstruktionsfehler" im menschlichen Darm ist schon relativ speziell, finde ich. :schulter:

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Chiflada

Huhu!

 

Ich würde es aber weiter nicht für unwahrscheinlich halten, dass eine gesunde Ratte, die zumindest gerade nicht säugt oder trächtig ist, vermutlich gar kein B12 direkt in der Nahrung benötigt, denn der evolutionäre "Konstruktionsfehler" im menschlichen Darm ist schon relativ speziell, finde ich. :schulter:

 

Entweder das oder es ist aufgrund der unterschiedlichen Hygienesituation vielleicht auch natürliches B12 vorhanden. Das wird ja von Mikroorganismen produziert und da unsere Nahrungsmittel so steril hergestellt/verpackt werden haben wir da also keine B12 "Verunreinigungen" mehr. In anderen Ländern kann man dann zum Beispiel auch "zufällig" natürliches B12 mit pflanzlicher Nahrung aufnehmen und Menschen, die in ein Industrieland ziehen haben dann plötzlich einen Mangel.

Wie diese Mikroorganismen entstehen und was sie für Lebensbedingungen benötigen weiß ich allerdings nicht, vielleicht können die Biologen hier ja etwas dazu sagen? :) Ich könnte mir aber vorstellen, dass sie in einem Rattenkäfig ein schöneres Leben haben als in unserem Kühlschrank ;)

 

Danke für's Ausrechnen, Robert :) Ich hätte mich da schon tausendmal vertan :mad:

Dann lässt sich die Alpromilch ja ganz gut dosieren, wenn man diese Zahlen zugrunde legt.

 

Lg,

Jana

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kalessin

Huhu,
 
nicht zu vergessen, dass man in einzelnen Quellen auch findet, dass Ratten angeblich Caecotrophie praktizieren (können) sollen. Falls da was dran ist, braucht man sich wohl sowieso keine Sorgen zu machen. Und falls da was dran ist, dürfen mich meine Mausinen nie wieder küssen. :kotz:

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blue

Hey,

 

für pale (und alle anderen, die es interessiert) nochmal zu den Yarrah Vega Brocken:

Wie viel nehme ich da? So um die 20-50g Trockenware vielleicht (ich wiege das nicht ab...), mal mehr, mal weniger, dann geb ich warmes Wasser drüber und warte, bis alles gequollen ist. Was sie nicht auffuttern, kommt weg (wie beim Frischfutter auch) - normalerweise futtern sie es nicht ganz auf.
Wie oft bekommen sie das? Im Durchschnitt wohl so (2-3 mal) eher 3 mal pro Woche.

zooplus sagt:
"Zusammensetzung:
Getreide* (Weizen*, Mais*), pflanzliche Nebenerzeugnisse* (Sonnenblumenkerne*, Weizengrieß*), Sojabohnen*, Hefe, Mineralstoffe.
* = aus kontrolliertem biologischem Anbau, Skal 1301"
(http://www.zooplus.de/shop/hunde/hundefutter_trockenfutter/yarrah/7161)
(Die Hefe wird auf der yarrah-Seite als "brewers yeast", also als Bierhefe angegeben)

Unsere Jungs sind schon gut dabei (muss mal wieder wiegen...), aber ich weiß nicht, ob das an diesem Futter liegt.....

(Vielleicht eher am Kokos..... ;) )

Auf der Verpackung gibt es eine Menge Siegel, unter anderem die Veganblume und das Anti-Tierversuchs-Häschen.
Und das Zeug ist bio, also ohne Gentechnik. Pretty cool.

Ah, so ist das mit dem Zusatz bei V-Milch & Co..
Ich benutze das Biozeug, da ist kein B12 zugesetzt deshalb hab ich keine Ahnung. :D

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pale

Danke für die Infos blue =)

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RainbowRicarda

Hallo,

 

ich hoffe es ist ok, dass ich diesen Thread wiederbelebe.

 

Ich beschäftige mich nun schon länger damit ob/wie Ratten am besten vegan ernährt werden können und habe mich hier mit der Forensuche schon durch entsprechende Threads gewühlt und auch sonst alles gelesen was sich so ergoogeln lässt, aber noch keine wirklich zufriedenstellende Lösung gefunden. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich nicht super viel Ahnung von Ernährungsphysiologie habe und mir das jetzt auch nur (hier) angelesen habe.

 

Zunächst ist SSSR wohl rein Pflanzlich, aber mit Vitaminzusätzen die aus Gelatine gewonnen werden und wird hier, soweit ich das bisher herauslesen konnte, als ein Futter angegeben zu dem man nicht unbedingt tierisches zufüttern muss. Es ist nicht so prickelnd wie die Vitamine in dem Fall gewonnen werden aber es scheint zumindest möglich ein Vollwertiges Futter ohne tierische Produkte her zu stellen (die Zusätze könnten ja alternativ auch ohne tierische Stoffe gewonnen werden).

 

Von dem was ich bisher so rauslesen konnte scheinen die Veganer*innen entweder SSSR zu verfüttern oder Selbermischungen die auf die eine oder andere Art supplementiert werden (meist wird da nur B12 diskutiert, wenn ihr doch mehr macht würden mich infos sehr freuen), wie vollwertig das dann ist kann ich nicht beurteilen... Wenn jemand ein Veganes Futter (+ supplemente) durchgerechnet hat und die Närwerte stimmen würden sich hier sicher einige über das Rezept freuen. :)

 

Wie beim Mensch scheint B12 und außerdem u.a. die essentiellen Aminosäuren Methionin und Lysin kritische Punkte beim veganen Rattenfutter zu sein. Ersteres lässt sich wohl leicht supplementieren, zu den Aminosäuren habe ich bisher keine Ahnung.

 

Persönlich füttere ich derzeit SSSR mit einem Körnerfutter gemischt bin damit aber nicht so glücklich, da ich mir beim Körnerfutter unsicher bin wie gut es wirklich ist und mich beim SSSR sowohl stört dass es eben nicht wirklich vegan ist als auch die Pelletform. Wünschen würde ich mir ein veganes (selbst)Mischfutter, dass keine zufütterung von tierischen Produkten benötigt, inhaltlich also dem SSSR ähnelt aber mit vegan gewonnenen Vitaminen.

 

Vielleicht gibt es hier ja noch Futterexpertinnen die da Tipps haben. :) 

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Isha

Ob eine Ratte am Ende Fleisch benötigt oder nicht, kann ich sicherlich nicht sagen. Aber ich finde es furchbar wenn Menschen meinen, ihren Lifestyle auf ihre Tiere übertragen zu müssen. Ein Tier ist ein Tier. Und die Natur ist nun einmal grausam. Was soll denn so nen Mist wie "vegange Ernährung für Ratten"? Mir vollkommen unverständlich. (obwohl ich persönlich auch möglichst wenig Fleisch versuche zu essen)

bearbeitet von Isha
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Tenoa

Daaanke Isha, du sprichst mir aus der Seele (:

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Münchner-Notfelle

Hi,

 

zunächst einmal ist Veganismus mich persönlich kein Lifestyle.

Weiter hoffe ich, dass du Isha so konsequent bist und lebenswichtige Medikamente ablehnst, solltest du einmal ernsthaft erkranken  - Natur ist schließlich grausam.

 

Ich ernähre meine Ratten übrigens derzeit nicht vegan, schließe das aber für die Zukunft nicht aus. Anders sieht die Lage bei meinen Hunden aus, denn einem Carni-Omnivoren eine vegane Ernährung aufzuzwingen, lehne ich für mich ab.

 

Jedem seine Meinung, die Art und Weise wie du diese zum Ausdruck bringst, finde ich aber völlig daneben.

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Tenoa

Hi

 

Ratten sind doch auch Carni-Omnivoren, oder einfacher gesagt Allesfresser.

Wieso unterscheidest du da wzischen Hund und Ratte?

 

Liebe Grüße

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Münchner-Notfelle

Hi,

 

für mich besteht ein Unterschied zwischen einem Omnivoren (Ratte), einem Carni-Omnivoren (Hund) und einem reinen Carnivoren (Katze), ja.

Für mich ist aus diesem Grund bei einer Ratte eine vegane Ernährung denkbar, da ich aber selbst im Moment nicht den Nerv habe mich hinzusetzen und wochenlang an einer geeigneten Rationszusammenstellung zu basteln, füttere ich derzeit nicht so.

Bei einem Hund ist unabhängig von ethischen Fragen eine bedarfsdeckende pescetarische Ernährung möglich, bei einer Katze nicht.

Weil ich persönlich beim Hund (hätte ich Katzen da schon gar nicht) nicht hinter einer veganen oder vegetarischen Ernährung stehe, füttere ich meine Hunde weder vegan, noch pescetarisch, noch vegetarisch - weder jetzt noch in Zukunft.

 

Ratten haben im Vergleich zu Hunden und Katzen einen längeren Darm, der die Verdauung schwer verdaulicher Pflanzenstoffe ermöglicht.

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Isha

Hi,

 

zunächst einmal ist Veganismus mich persönlich kein Lifestyle.

 

 

Was ist es denn dann?

Weiter hoffe ich, dass du Isha so konsequent bist und lebenswichtige Medikamente ablehnst, solltest du einmal ernsthaft erkranken  - Natur ist schließlich grausam.

 

Die Argumentationslinie ist nicht wirklich stringent. Ich habe es KEINEM Menschen abgesprochen zu leben wie er mag!  Ich finde es nur unverantwortlich wenn Menschen glauben ihren Tieren ihre Lebensweise aufzudrängen zu müssen, die absolut nicht ihrer Natur entspricht! Das Tier kann - im Gegensatz zu dir (!) - nicht frei entscheiden. Genauso verantwortungslos halte ich das von Eltern, die ihre Kinder meinen vegan ernähren zu müssen.

 

Und last but not least: Wo ist mein Ausdruck daneben? Habe ich dich persönlich angegriffen? Ich sehe keinen Ausdruck der "daneben" ist....

bearbeitet von Isha
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Judith_München

Hi

 

Wenn ich mir ein Haustier halte, dann bin ich dafür verantwortlich, seine Interessen so gut es geht zu vertreten. Das Interesse eines Tieres besteht darin, möglichst seiner Art entsprechend gehalten und ernährt zu werden.

Wenn ich meiner Ivy letztens dabei zugesehen habe, wie begeistert sie eine versehendlich ausgebüchste Babyschabe erlegt und verputzt hat (wer weiß was sie sonst schon für Käfer und Spinnen gefunden haben) und wenn ich mich erinnere, wie selbstverständlich Ratten auf die Jagd nach Hamstern, Wellensittichen, Mäusen und anderen Tieren gegangen sind, steht für mich außer Frage, dass das in Ratten ein tief verwurzeltes Bedürfnis ist. Ich kompensiere das durch Futter mit tierischem Eiweißanteil und dem Federpuschel statt dem Wellensittich und handle damit sicherlich im Interesse meiner Tiere. Nun da Ernährungswerttabellen zu wälzen, um ihr Futter krampfhaft auf eine andere Linie zu pressen, wäre mein eigenes Interesse, das ich ihnen aufzwänge. Möglich, dass es bei Ratten in dem Fall eventuell sogar soweit klappt, dass sie in der kurzen Lebenszeit, die sie haben, keine extrem auffälligen Mängel entwickeln. Ich würde es persönlich nicht versuchen.

 

Das Argument, das Veganer und andere gerne anbringen, um ihre "unnatürliche" Fütterungsweise zu rechtfertigen geht etwas am Ziel vorbei. Natürlich ist es für die Ratte, sich auch von Fleisch und anderem zu ernähren. Es ist NICHT natürlich für die Ratte, krank zu werden und gefressen zu werden. Die Interessen einer Ratte, die ich hier vertrete, beinhalten Unterkunft, Futter, Leben und Gesund sein. Dafür habe ich als Halter eine Verpflichtung übernommen und diese Bedürfnisse muss ich schon von Gesetz wegen unterstützen. Also auch Medikamente geben. In der freien Natur kollidiert diese natürliche Lebensweise der Ratte mit den Bedürfnissen anderer Tiere. Die natürliche Lebensweise einer Katze ist es, ab und zu eine Maus zu fangen und zu fressen - damit ist es aber noch nicht natürlich für die Maus, sich von einer Katze fressen zu lassen. Dadurch lässt sich nichts in irgendeine Richtung begründen.

Natürlich muss ich meine Ratte in der Genesung unterstützen, wenn ihr Interesse gesund zu bleiben mit den Interessen von fiesen Bakterien kollidiert ;)

 

Jede Ratte würde ein Stück Fleisch fressen wenn sie es vor die Nase kriegt. Bei den Beobachtungen an den Wilden auch hier zuhause, sehe ich das deutlich, die waren auch nur mit deftigen Fleischbreis zu locken und nicht mit süßer Zuckerpampe oder Drops. Diese Vorlieben haben sie sich erst im Zuge des langen Zusammenlebens mit verfressenen Farbratten abgeguckt. Letzten Endes wollen sie es haben und es ist unsere Entscheidung, ob wir ihnen ihren Wunsch erfüllen oder nicht. Sonst wären sie eh bald alle dick und fett, wenn sie nur kriegen würden, was sie wollen ;) Ich hab einem Bock auch schon die tierischen Sachen aus dem Futter geklaubt, weil er immer wieder Gichtanfälle (wahrsch.) hatte und er ist nun nicht dran gestorben. Letzten Endes sind die ordentlichen Futtersorten schon ohne diese Sachen (siehe SSSR) soviel besser als früher, dass es noch deutlich besser ist als der Mist, den sie anderswo leider immernoch zu Hauf vorgesetzt bekommen und trotzdem irgendwie einigermaßen durchkommen.

 

Würd cih aber nie tun, ich halt Pellets in jeglicher Hinsicht anormal und außer in schwerwiegenden medizinischen Notfällen in keinster Weise als Alleinfutter artgerecht. ^^ Aber das ist ja ganz ein anderes Thema.

 

Liebe Grüße

Judith

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Thask

Genauso verantwortungslos halte ich das von Eltern, die ihre Kinder meinen vegan ernähren zu müssen.

Wieso unverantwortlich? Wenn man es richtig angeht, ist vegan eine der gesündesten Lebensweisen... auch für Kinder.

Mit einer Mangelernährung hat das rein garnichts zu tun...

bearbeitet von Thask
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Tenoa

Hey,

 

unverantwortlich, weil das Kind nicht selbst entscheiden kann.

Weil das Kind bei einer Tagesmutter/Kindergarten sich ungerecht behandelt fühlt, wenn er nicht das essen kann was alle essen, weil es im schlimmsten Fall anfängt zu weinen, wenn er was zu essen sieht (z.B. Süßigkeiten die andere Kinder haben) und es nicht essen darf, weil die Eltern dem Kind ihren Lebenstil aufdrängen.

Menschen sind Allesfresser. Jeder kann selbst entscheiden wie er sich ernähren möchte, aber soll es bitte lassen anderen Lebewesen, die es eben nicht entscheiden können, Sachen aufzudrängen die so unnatürlich sind.

 

"Niemand hat das Recht sich zum Herrscher über andere aufzuschwingen-

und schon gar nicht über die unzähmbaren Kräfter der Natur."

 

Passt ganz gut gerade.

 

Liebe Grüße :tongue:

 

P.S.: Das Beispiel bei einer Tagesmutter ist nicht ausgedacht, hab ich im FSj mit einem Kind was Vegan ernährt werden sollte selbst miterlebt. Armes Kind. Täglich beim Mittagessen geweine und gequengel, weil wir ihm jah nichts anders geben durften.

bearbeitet von Tenoa

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Thask

"Niemand hat das Recht sich zum Herrscher über andere aufzuschwingen-

und schon gar nicht über die unzähmbaren Kräfter der Natur."

 

Tolle Rechtfertigung die in sich schon nicht stimmig ist. Für mich klingt der Spruch sehr absurd. Wenn Niemand das Recht hat sich über andere zu stellen, warum tut es dann der Mensch beim Tier?

Und inwiefern sind die Kräfte der Natur in der Fleisch- und Milchindustrie nicht zähmbar?

 

Das mit den quängelnden Kindern ist nachvollziehbar, allerdings gehe ich davon aus, dass die Kinder selbst enscheiden dürfen was sie essen wollen. Die wenigsten Veganer möchten anderen ihren Lebensstil aufzwängen, freuen sich aber natürlich, wenn jemand seine Augen öffnet.

Was ich bisher so gehört habe, kriegen die Kinder von Veganern zu Hause natürlich vegan, dürften aber auch Tierprodukte essen, wie z.B. Auswärts, wenn sie es wollten.

Und selbst wenn manche so radikal sind und es ihren KIndern vorschreiben... (frei nach dem Motto "Es wird gegessen was auf dem Tisch kommt.") gibt es doch auch veganisierte Süßigkeiten und Nahrung im allgemeinen, weshalb das doch wohl eher ein Problem der FSj ist und nicht die der Lebenseinstellung sein sollte...

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Isha

Tolle Rechtfertigung die in sich schon nicht stimmig ist. Für mich klingt der Spruch sehr absurd. Wenn Niemand das Recht hat sich über andere zu stellen, warum tut es dann der Mensch beim Tier?

Und inwiefern sind die Kräfte der Natur in der Fleisch- und Milchindustrie nicht zähmbar?

 

Das mit den quängelnden Kindern ist nachvollziehbar, allerdings gehe ich davon aus, dass die Kinder selbst enscheiden dürfen was sie essen wollen. Die wenigsten Veganer möchten anderen ihren Lebensstil aufzwängen, freuen sich aber natürlich, wenn jemand seine Augen öffnet.

Was ich bisher so gehört habe, kriegen die Kinder von Veganern zu Hause natürlich vegan, dürften aber auch Tierprodukte essen, wie z.B. Auswärts, wenn sie es wollten.

Und selbst wenn manche so radikal sind und es ihren KIndern vorschreiben... (frei nach dem Motto "Es wird gegessen was auf dem Tisch kommt.") gibt es doch auch veganisierte Süßigkeiten und Nahrung im allgemeinen, weshalb das doch wohl eher ein Problem der FSj ist und nicht die der Lebenseinstellung sein sollte...

 

Ein Kind ist ja nicht wirklich frei im Willen - sondern wird in seinen jungen Jahren stark von seinen Eltern "geformt". Und in diesem Rahmen kann ein Kind auch nicht "frei" über Veganismus/oder nicht entscheiden. Meine Erfahrung mit Veganer deckt sich übrigens nicht mit deiner. Es gibt schon sehr viele militante, die meinen sie haben die einzig richtige Lebensform gewählt. Bei mir hört halt der Spaß dabei auf, wenn Kinder oder Tiere im Spiel sind. Sonst soll halt jeder machen was er wil.

bearbeitet von Isha
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Niniel

Hey,

 

ihr könnt Veganismus bei Menschen insbesondere Kindern gern in der Smalltalk-Ecke besprechen, hier sind wir im Ernährungsbereich für Ratten, da hat ein quengelndes Kind rein gar nichts verloren.

 

Also back to topic, danke.

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Käthe

Hey!

 

Ich kann nicht genau sagen, was für Vitamine und Stoffe Ratten genau brauchen. Vegetarisch scheint für mich auf den ersten Blick kein Problem zu sein, bei veganer Ernährung sieht es m.M. nach schon etwas anders aus. Gänzlich auf tierische Produkte zu verzichten finde ich etwas schwierig. Ob das möglich ist, kann ich nicht beurteilen, da ich mich damit nicht beschäftigt habe - es kommt für mich auch nicht in Frage.

 

Schlimm finde ich, wenn man seine Tiere vegetarisch, oder noch schlimmer, vegan ernährt, die Fleisch benötigen. Da finde ich das Argument mit dem "Aufzwingen" wollen auch absolut treffend. Wenn man es mal ganz radikal sieht, dürften wir alle dann gar keine Tiere in Käfigen etc. halten, weil es nicht artgerecht ist. Reiten fällt da ebenfalls drunter. Was speziell die Fütterung von Hunden und Katzen betrifft, würde ich da auch nicht auf das gepanschte Fertigfutter zurückgreifen, sondern barfen. Da kann ich selber kontrollieren, welche Produkte ich verarbeite und kombiniere. Super Sache, wie ich finde.

 

Ich finde, dass jeder Mensch so leben sollte, wie er es für sich vertreten kann, aber auch andere tolerieren sollte, wenn sie einen anderen Weg einschlagen (also auf "normale" Sachen bezogen und Fanatismus etc. außen vor gelassen). Ebenfalls sollte man seinen Lebensstil niemandem aufzwängen, schon gar keinem Lebewesen, welches sich nicht selbst dafür oder dagegen entscheiden kann (davon ausgegangen es benötigt die entsprechenden Nährstoffe etc.).

 

LG

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Chiflada

Huhu!

 

Ich finde, dass jeder Mensch so leben sollte, wie er es für sich vertreten kann, aber auch andere tolerieren sollte, wenn sie einen anderen Weg einschlagen (also auf "normale" Sachen bezogen und Fanatismus etc. außen vor gelassen). Ebenfalls sollte man seinen Lebensstil niemandem aufzwängen, schon gar keinem Lebewesen, welches sich nicht selbst dafür oder dagegen entscheiden kann (davon ausgegangen es benötigt die entsprechenden Nährstoffe etc.).

 

Leider zwingt man mit einer omnivoren Ernährung ja Unmengen Tieren einen "Lebensstil" auf, der wohl kaum ihren Vorstellungen entspricht. Kein Lebewesen würde sich dazu entscheiden eingesperrt zu werden und getötet zu werden.

 

Als Veganer sieht man nun mal gerade dort den Fanatismus und wägt ab, ob die eigenen Ernährungsvorstellungen nicht vielleicht weniger wichtig sind als das Leben der "Nutztiere".

 

Bei Ratten sehe ich da kein Problem. Ich vertraue Serena-t's Kenntnissen und füttere gerne ihre Futtermischung. Bezüglich der Zufütterung von B12 kann man sicherlich streiten, da hatten wir hier ja auch schon mal einen Thread wo es darum ging inwiefern Ratten dieses Vitamin denn brauchen. Da scheint die Wissenschaftslage auch nicht eindeutig zu sein.

 

Aus meiner Perspektive sind dann gerade die meisten Veganer eher diejenigen, die sich viel in Toleranz üben müssen. Ich selbst akzeptiere es ja auch, dass es hier viele Leute gibt, die ihren Ratten lieber tierische Produkte geben möchten und verurteile sie nicht.

Aber die intoleranten Veganer (von denen ich selbst eigentlich keine kenne) brennen sich vermutlich besser ins Gedächtnis ein...

 

Lg,

Jana

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