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Murphy

Wielange Vollböcken (im TH) Zeit zum Vermitteln geben, bevor man kastriert?

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Murphy

Huhu! :tongue:

 

Wie einige von euch vielleicht schon gelesen haben, sitzen im TH Gießen 2 wunderbare einjährige Vollböcke.

Die Beiden sitzen dort seit knapp einem Monat (24. 3.).

 

Leider gibt es hier in der Gegend nicht viele Rattenhalter; die meisten kenne ich.

Die Vermittlungschancen stehen also so lala für die Beiden.

 

Mir stellt sich jetzt die Frage: Wielange kann man den Tieren guten Gewissens Zeit geben im TH? Wielange sollen sie auf ein neues Zuhause warten, bevor man an Kastration denkt, damit die Jungs bessere Chancen haben?

Das TH kastriert die Beiden nicht; sollte jemand die Beiden kastriert haben wollen, müsste er das selbst tun.

Mein Freund fand die beiden Jungs total super und hätte sie am liebsten gleich mitgenommen.

Nun bin ich aber gegen solche unnötigen Kastras, wie ich ja auch hier im Forum oft schon sagte. Allerdings ist das nun irgendwie eine Zwickmühle: unkastriert sitzen die Jungs vielleicht noch viele Monate (2 Degus sitzen dort auch schon seit knapp 6 Monaten), haben keinen Auslauf, relativ wenig Kontakt zu Menschen und die Tierärztliche Versorgung ist auch nicht 100 % optimal.

Kastriert könnten sie sofort bei uns einziehen und würden später mit unseren Damen zusammen wohnen.

 

Eigentlich wollten wir vorerst keine neuen Ratten aufnehmen. Würden die Jungs kastriert werden, würde es sowieso noch einige Wochen dauern, bis sie zusammen ziehen könnten - und ich habe ja nicht vor, die Beiden sofort abzuholen.

 

Also, liebe Ratteneckler, die ihr oft mit TH´s zusammen arbeitet, die ihr Pflegestellen betreibt und betreut, bitte schreibt mir eure Meinung!

Wie lange kann man es verantworten, die Jungs im TH sitzen zu lassen und ihnen die Chance auf ein "Männerleben" ermöglichen, bevor man sie kastriert, damit sie dort wegkommen?

 

Grüßlein!

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Gerrybaer

Hallo Murphy,

 

wie Du richtig erkannt hast, ist es in der Tat ein Dilemma, dass gerade unkastrierte Böcke sehr oft recht lange im TH sitzen, weil sie unkastriert kaum Chancen haben, wohingegen Kastraten recht gute Vermittlungschancen haben.

Wenn Du Platz hast, noch zwei weitere Tiere zu Dir zu nehmen, spricht m.E. nichts dagegen, die beiden Jungs kastrieren zu lassen und später, nach Ablauf der Kastrationsquarantäne, aufzunehmen , zu eigenen Tieren zu integrieren oder ggf. weiter zu vermitteln.

 

Allerdings sollte man den gesundheitlichen Zustand der Tiere mit berücksichtigen und auch bedenken, dass Kastrationen mit 30-50 € und mehr zu Buche schlagen können. Im Falle einer Weitervermittlung sind nicht alle Interessenten für Kastraten bereit und in der Lage, diese verauslagten Kosten zu erstatten. Die Unsitte, sich Kastraten von weither einfliegen zu lassen, während die Böcke im TH vor der Nase quasi verrotten , ist leider noch sehr weit verbreitet und wird mit dem gesundheitlichen Risiko begründet, obwohl oftmals finanzielle Gründe dran Schuld sind.

 

Wie lange man Böcke erst einmal im Tierheim belässt, würde ich von der dortigen Unterbringung und dem Zustand der Tiere abhängig machen.

 

 

LG Petra

bearbeitet von Gerrybaer

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Murphy

Huhu! :tongue:

 

Also, gesundheitlich sind die Beiden fit, soweit ich das sehe.

Wenn es wirklich zu einer Kastra kommt, werden wir die Jungs übernehmen und somit auch die Kosten tragen. 30-50 Euro sind ja vergleichsweise wenig, wenn ich mal überlege, was eine 0815-Tumor-OP schon kostet... :mad:

 

Den Ratten geht es dort einigermaßen gut. Der Käfig ist mehr als ausreichend, sie haben sogar 2 Sputniks. Futter gibt es eben nur Nagerfutter, kein Rattenfutter; FriFu bekommen sie täglich das Gleiche wie meine Damen. Sie scheinen dafür, dass sie mit Degus, Kaninchen und Meeris direkt "Tür an Tür" stehen, sehr entspannt und ruhig. Sie sind aufmerksam, lassen sich aber auch nicht wegen jeder Kleinigkeit aufwecken.

Bloß befürchte ich, dass sie sehr leiden, sollten sie mal krank werden; wie gesagt, die TA dort ist halt eher für Hund und Katze geeignet.

 

Ich hoffe, dass hier noch wenig mehr Resonanz kommt; dass von dir, Petra, Pro-Argumente kommen, hatte ich mir schon gedacht. ;)

Vielleicht hat noch jemand Contra-Argumente, damit ich mal beide Seiten beleuchten kann.

 

Grüßlein!

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Gerrybaer

Hallo Murphy,

 

ist ja von mir nicht böse gemeint, auch wenn es so rüber kommt. :D

 

Vllt. kommen sich ja die pro und contra -Seiten mittels Diskussion ein wenig näher

 

Das mit dem Krank werden im TH ist wirklich ein Problem; da schaut es für die meisten Ratten

recht mau aus. Wie dem auch sei, ich freu mich für die beiden Jungs, dass Du Dir darüber Gedanken machst

und alles sehr genau abwägst.

 

LG Petra

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RiRaRatzi

Hallo Murphy,

 

Ich finde einen Monat im TH verbringen noch nicht so schlimm. Meine persönliche Schmerzgrenze für Ratten würde ich bei drei Monaten setzen. Allerdings werden sie ja auch nicht jünger. Es ist ja aber auch nicht sooo dringend, weil sie zu zweit sind. Wären sie einzeln wärs auch nochmal ein anderes Thema.

Anscheinend haste dich ein bisschen verguckt ;) aber es gibt halt doch so viele Ratten, ob es dann unbedingt die zwei Böckchen sein müssen, denen du helfen willst musst du wissen. Ich kann dich und deinen Konflikt auf jeden Fall unheimlich gut verstehen. Ne Kastra ist sicher nicht das größte Ding....aber wenn dann echt was sein sollte wirst du dir sicher Vorwürfe machen. Ich glaube würde an deiner Stelle noch ein bisschen warten

 

LG, Natalie

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Drotning

Hallo,

 

ich möchte nur vorsorglich anmerken, dass die Fragestellung hier im Ursprung keine "Pro / Contra-Kastration" - Frage war. Wie gesagt, nur vorsorglich, da wir ja aus Erfahrung und diversen Threads wissen, wie allgemeine Diskussionen zu Kastra - ja oder nein verlaufen ;). Murphy hat einen konkreten, subjektiven Fall geschildert.

 

Grüsse

Steffi

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Murphy

Huhu! :tongue:

 

Ja, danke, Drotning; fast wäre ich selbst vom Weg abgekommen. :o

Natürlich soll das kein Pro- und Contra-Kastra werden. Ich wüsste halt gerne, wie es erfahrene Vermittler handhaben; ob es eine zeitliche Grenze gibt, wie viel Zeit sinnvoll ist.

Die Vermittlungschancen habe ich ja schon geschildert. Vielleicht habe ich ja doch Glück und es fängt jemand mit der Rattenhaltung an und holt sich die Beiden - das wäre klasse.

Aber wenn nicht, dann sollte halt ein Plan B bereit stehen.

 

Die Frage, ob die Jungs kastriert werden, wird entschieden, wenn eine gewisse Zeit vergangen ist.

1 Monat ist nicht viel Zeit, da kann durchaus noch ein perfektes Zuhause kommen. 3 Monate sind allerdings auch so wahnsinnig schnell um... irgendwie kommt mir jede Zeit ungeeignet vor. Mal ist es zu früh, mal kann es zu spät sein bzw. zu lange dauern.

2jährige Böcke möchte ich ja auch nicht mehr unbedingt kastrieren lassen...

 

Also noch mal zum Verständnis:

Pro ist in diesem Fall: so bald wie möglich kastrieren und aufnehmen

Contra ist: eine gewisse Zeit (wie lange?) warten und dann erst kastrieren - oder gar nicht kastrieren

 

In einer Gegend, wo eine Vermittlung von 2 erwachsenen Vollböcken ein Glücksfall ist - wielange "darf" man die Jungs warten lassen?

 

Und zum Abschluss noch mal an Petra: Ich wusste, dass das nicht böse gemeint ist. Mittlerweile kenne ich deine Einstellung und hatte einfach mit dieser Meinung gerechnet. Das ist völlig wertfrei - ich möchte ja alle Seiten hören, weil es mir ja so schwer fällt. :(

 

Grüßlein!

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Judith_München

Hi

 

Wir hatten ja schon kurz geschrieben.

 

Vermittlung von 1jährigen Böcken ist überall Glückssache. Hier genauso. Wir haben grad zwei Buben wie die in ne Pflegestelle gebracht, damit sie die vielen Monate Wartezeit wenigstens gut versorgt sind ;) Manchmal kriegt man die schon vermittelt im großen Tierheim, aber dafür gibts auch mehr davon. Wir hatten ja auch schon Böcke über 1 Jahr lang dort sitzen, nach den größeren Notfällen vor allem sind immer ein paar unglückliche übrig geblieben, die nach vielen Monaten immer noch nicht unter waren. Da hätte ich auch kein Problem mehr gehabt, wenn jemand da zwei davon genommen und selber kastriert hätte. Das TH macht das bei Gruppen ja (Gott sei Dank...) nicht. Aber sowas gibts nie, die Leute wollen fertige Kastraten haben, keiner käm auf die Idee, Böcke zu nehmen und dann gleichmal soviel Geld auszugeben. Das hab ich in der ganzen Zeit glaubich erst einmal bei einem Bock miterlebt... Von demher kann ich da nicht wirklich Erfahrungswerte wiedergeben.

 

Es hängt einfach sehr von den Gegebenheiten ab, wie ist die Vermittlungschance in dem Tierheim/der Region und wie sind sie untergebracht. Es gibt Tierheime, auch hier in der Gegend, da müssen die Ratten unbedingt sofort raus, so schnell wie möglich und wenns auf Kosten einer Kastration ist - auch gut. Das sind aber die wenigsten.

Aber es gibt schon einige Tierheime hier, grad Richtung Niederbayern rüber, wenn da jemand nen Bock rausholen und kastrieren würde... selbst ich, die totaler Gegner von Kastrationen ist... naja gut, die Ratten sitzen da immer viele Monate und sterben da auch mal ohne eine Chance gehabt zu haben.. was hilfts, die Vermittlungschance ist einfach gleich null, für nen Vollbock eh. Das ist nicht schön, aber wenn es nur ein Kastrat sein darf, dann solls halt so sein, seufz seufz...

 

In Tierheimen, wo sie einigermaßen gut sitzen und schon immer wieder Ratteninteressenten auftauchen und auch einige Rattenhalter in der Region bekannt sind, da kann man aber schon etwas warten. Wenn sie mit der Situation vorort gut umgehen können, nicht gestresst wirken und stabil gesund sind etc., dann können sie schonmal 2-3 Monate warten. Grad wenn sie in Gruppen sitzen, bei Einzelratten natürlich nochmal was andres. Aber hier kann man schon mal schön die Werbetrommel rühren für die Süßen.

Wenn trotz viel Werbung sich niemand dafür findet, dann sollte dem guten Gewissen aber Genüge getan sein ;)

 

Letzten Endes ist es ein Risiko und es kann mächtig in die Hose gehen und das wäre schrecklich. Egal wie lang man gewartet hat. Das ist nie gut und nie zu empfehlen, aber bei Notfallratten ticken die Uhren etwas anders...

 

Ich bin aber kein Fan davon, da vorschnell zu handeln. Einerseits wegen dem Risiko, das evtl unnötig ist. Andererseits mag ichs auch nicht, wenn in Tierheimen pauschal kastriert wird und dann gar keine Böcke mehr da sind. Wenn wir hier junge Buben reinkriegen und die sind lieb, besteht durchaus die Chance, dass ein Anfänger kommt und sich verliebt und die als Buben aufnimmt. Das wäre perfekt und die ganze Welt kann erfahren, dass man Böcke halten kann und die sich nicht gegenseitig zerfleischen, Stinkbomben sind oder sonstwelche Abartigkeiten haben. Die Schweiz hat Unrecht und je mehr Böckehalter hier in Deutschland das Gegenteil beweisen, desto besser ;)

Ich finds also sehr wichtig, dass nette Böcke die Chance haben, als Böcke in die Vermittlung hinaus zu gehen.

 

Wie die Vermittlungschancen in deiner Region aussehen kann aber kaum jemand hier beurteilen :) Aber immerhin scheinen sie ja wirklich ganz gut zu sitzen und damit zurecht zu kommen erstmal.

 

LG

Judith

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