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Katja19

Verantwortung für fremde Ratte?

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Katja19

Hallo,

 

ich stehe vor folgendem Problem:

 

Eine Arbeitskollegin (20 Jahre, Azubi)  meiner Mutter hat sich vor einigen Wochen zwei Ratten geholt (ich vermute mal Zoohandel) und hat diese in einem handelsüblichen Kleintierkäfig - aber darum geht es jetzt aktuell nicht, sie wollte eigentlich (vor 3 Wochen) meinen alten Käfig haben.

 

Auf jeden Fall haben sie und ihr Mann sich jetzt auch noch vor 2 Wochen einen Hundewelpen angeschafft, sie haben schon einen Hund, also jetzt 2 Hunde und die beiden Ratten.

 

Jetzt kommt noch dazu das sie schwanger geworden ist und wieder, mit Hunden und Mann, zu ihren Eltern zieht - dort dürfen die Ratten aber nicht mit.

 

Jetzt sind die natürlich überflüssig und ihr Mann meinte zu meiner Mutter, er würde sie dann halt jemanden zum Verfüttern geben oder sogar aussetzen :(

 

Ich bzw. meine Mutter kann mir nicht vorstellen dass Sabrina (die Arbeitskollegin / seine Frau) dass zu lassen würde. Aber jetzt hat sie uns angebettelt die Ratten zu nehmen..

 

Ich habe zwar noch Platz aber eigentlich sehe ich es jetzt nicht ein die Verantwortung für 2 fremde Ratten zu übernehmen die total hirnlos angeschafft wurden..

Ich wollte meinen verfügbaren Platz lieber Notfellchen / Tierheimtieren zur Verfügung stellen ...

 

Das hat wirklich was von: "Sch**** die Lebensumstände ändern sich - hauptsache weg mit den Ratten"

Ich finde halt, sie sollten sich wenigstens bemühen ein neues Zuhause zu finden - wenn das, nach wirklich ernsthafter Suche, schief gehen würde, würden wir ja auch nochmal mit uns Reden lassen aber so sehe ich es eigentlich nicht ein ...

 

Wie ist denn eure Meinung dazu?

Soll ich die beiden einfach nehmen oder standhaft bleiben?

 

Liebe Grüße,

Katja

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Murphy

Huhu!   :tongue:

 

Auf jeden Fall solltest du die beiden nehmen, bevor sie im Schlangenmagen oder im TH enden. Wenn du noch Platz hast und das auch sonst (z. B. finanziell) hinbekommst, dann nimm die Kleinen.

Notfellchen sind die Beiden in dem Moment, wo sie keiner mehr will - da brauchst du kein schlechtes Gewissen zu haben, weil du anderen Notfellchen kein Zuhause geben kannst. Die meisten Notfellchen aus dem TH usw. wurden hirnlos angeschafft oder ebenso hirnlos vermehrt.

 

Eigentlich würde ich ja sagen, sie soll erst mal selbst sehen, wohin mit den Ratten. Aber sie hat sich ja schon auf die Suche gemacht, als sie dich fragte - denn auch bei dir hätten sie ja ein neues Zuhause.

Ich an deiner Stelle würde die Nasen wahrscheinlich bald nehmen; besser, sie sind bei dir als irgendwo anders, wo sie evtl. nicht gut gehalten werden.

 

Allerdings solltest du deiner Arbeitskollegin ordentlich ins Gewissen reden. Nicht, dass sie den Hund auch noch abgibt, wenn das Baby kommt. Solche Hunde sitzen zuhauf in TH und kommen da teilweise nicht mehr raus, weil sie einen Knacks bekommen...    :( 

Ich würde dir auch raten, einen richtigen Abgabevertrag mit ihr zu machen, evtl. mit Schutzgebühr (wobei ich ihr wahrscheinlich nicht auch noch Geld dafür geben würde, dass sie ihre Ratten abgibt). Auf jeden Fall aber sollten da drin die Besitztümer genau geklärt sein - nicht dass die Dame die Ratten irgendwann wiederhaben will - gab es alles schon...

Außerdem kannst du auch noch einen gesundheitscheck von ihr verlangen - nicht, dass du dir noch ungebetene Mitbewohner ins Haus holst. Das wären dann halt noch mal Kosten, die sie tragen müsste; quasi als kleinen Denkzettel.

 

Fazit: Nimm die Kleinen, aber gib deiner Kollegin einen Ar...tritt!   ;)

 

Grüßlein!

bearbeitet von Murphy
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Katja19

Hallo,

 

danke für die Antwort =)

 

Ich stehe da in einem "kleinen Gewissenskonflikt da ich eigentlich schon 3 Notfellchen ins Auge gefasst habe.. und insgesamt nochmal 5 gehen auf gar keinen Fall..

 

Auf der anderen Seite will ich natürlich auf keinen Fall das die anderen beiden ausgesetzt oder verfüttert werden aber eigentlich (auch wenn es sich total blöd anhört) geht es mich ja nichts an ... Schließlich haben die sich die Tiere ohne nachzudenken angeschafft, dann sollen sie sich auch um ein neues zuhause kümmern und sich nicht aus der Verantwortung ziehen..

Das ist wirklich total nervig, ich hab ja schon überlegt die beiden zu nehmen und dann weiter zu vermitteln aber so wie ich mich (und meine Mutter) kenne, würden sie dann im Endeffekt wohl doch bleiben..

 

Die Dame ist sowieso sehr wankelmütig - da könnte ich mir tatsächlich vorstellen dass sie die Tiere plötzlich wieder haben will.

 

Ich werde nochmal mit ihr reden, vllt. hat ihr Mann auch nur übertrieben oder sie haben das mit den Eltern geklärt..

 

Auf jeden Fall schon mal vielen Dank für deine Meinung!

 

Liebe Grüße

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Chiflada

Huhu!

 

Ich finde Murphys Vorschlag gut.

 

Ein Vertrag wäre sehr sinnvoll und daran, dass die momentane Besitzerin sich finanziell beteiligen sollte habe ich beim Lesen auch sofort gedacht. Und wenn es nur deshalb ist damit du dich nicht zu sehr ausgenutzt fühlst und sie dann zumindest finanziell etwas Verantwortung übernehmen kann.

 

Aber dann wirklich im Sinne von "bitte gib mit x € Schutzgebühr und y € für einen ersten Tierarzt-Checkup" und nicht "wenn die Ratten mal krank werden kannst du ja was beisteuern". Bei letzterem gibt es bestimmt irgendwann Stress.

 

Du solltest auch bedenken wie du das mit der Inti machen willst. Momentan ist sie ja noch nicht abgeschlossen. Vielleicht wäre es sinnvoll dann schnell weitere Ratten zu holen und die Inti mit ihnen zu verlängern. Wenn du die anderen Ratten jetzt zusammenziehen lässt und dann in einem Monat oder so die nächste Inti startest kann das das Rudel im schlimmsten Fall auseinanderbringen.

Aber frag da vielleicht am besten noch mal erfahrenere Intiprofis :)

 

Immer wieder traurig wie gedanklos viele Menschen mit ihren Tieren umgehen... :(

 

Lg,

Jana

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Serena-t

Hallo,

 

leider ist das, was Du da erlebst eine recht typische Situation: Die Leute schaffen sich Tiere an und dann müssen sie wegen einer Änderung der Lebenssituation oder aus Zeitmangel oder weil man sich vorher nicht genug informiert hat, was für ein Aufwand die Tiere sind, wieder weg - und das am liebsten schon vorgestern.

 

Was sagen sie dazu, die Ratten ins Tierheim zu bringen?

Das ist schließlich immer noch besser als verfüttern oder aussetzen (Letzeres ist übrigens strafbar, das kannst Du ihr ruhig auch sagen!).

 

Du könntest die beiden auch einfach erstmal zu Dir nehmen und von Dir aus weitervermitteln.

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Katja19

Hallo,

 

das mit der Kostenbeteiligung wäre wirkich eine gute Idee allerdings werden sie sich darauf ziemlich sicher nicht einlassen..

 

Eigentlich ist sie wirklich vernünftig und eig. auch verantwortungsbewusst aber er  ist ein totaler A****   Sie möchte die Tiere ja wirklich in gute Hände abgeben aber er will sie einfach nur so schnell wie möglich los werden. Und sie möchte sie auch nicht ins Tierheim geben, aber bevor er sie aussetzt oder umbringt ...

 

Ich finde sowas einfach nur absolut unmöglich :(

 

Mir ist gerade noch eine Idee gekommen wo ich die beiden gut unterbringen könnte. Eine Freundin von mir hatte jahrelang Ratten und als die alle gestorben sind hat sie die Haltung aufgegeben. Allerdings war sie neulich bei mir zu Besuch und fand meine Fellnasen so ansprechend das sie wieder drüber nachgedacht hat sich welche zu holen.

Ich werde da auf jeden Fall ein Auge drauf werfen und auch darauf achten das den Tieren nicht schlimmes passiert und gleich mal meine Freundin anrufen was sie davon halten würde die beiden aufzunehmen.

 

Euch schon mal vielen Dank!

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Polarlicht

Hallo, 

 

dann wäre es vielleicht doch wirklich das Beste, wenn du sie aufnimmst mit dem Vertrag und du sie dann einfach von dir aus vermittelst, oder? So hast du keinen Zeitdruck, den Ratten geht´s gut und sie sind sicher aufgehoben und du kannst in ruhe ein schönes Zuhause für sie finden.

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Katja19

Hallo,

 

grundsätzlich schon allerdings hat es bisher noch nie ein Pflegetier (egal ob Meerschweinchen, Katze oder Hund) wieder in die Vermittlung geschafft :mad:

Die wurden nach allerspätestens 3 Tagen fest "adoptiert"

 

Liebe Grüße,

Katja

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Polarlicht

Wenn sie dir gefallen und an´s Herz gewachsen sind, du Zeit, Geld etc. hast dann spricht doch auch nichts dagegen sie selber zu behalten. Hauptsache die Nasen kommen in gute Hände.  ;)

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Katja19

Hallo =)

 

aktueller Stand der Dinge: meine Freundin wird die beiden höchstwahrscheinlich nehmen, sie schaut sich die Ratten am kommenden Wochenende an aber es sieht gut aus =)

Und ich hab Platz für meine Notfellchen .. da sind alle Parteien zufrieden: die Arbeitskollegin weil sie die Tiere los ist , meine Freundin weil sie wieder Ratten hat und ich weil ich mir meine Ratten selbst aussuchen ;)

 

Trotzdem ärgere ich mich nach wie vor über so viel Dummheit ...

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Serena-t

Hallo, 

 

wichtig wäre dann, wenn Deine Freundin sie nimmt, dass sie noch 1-2 Ratten dazu integriert, damit sie ein richtiges Rudel sind. =) 

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Katja19

Das weiß meine Freundin auch  ; )

 

Wahrscheinlich wird sie auch mal im Tierheim schauen oder ich lege ihr mal das Forum hier ans Herz ;)

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Wisp

Ich weiß nicht, ob ich das jetzt gut oder schlecht finden soll. Einerseits natürlich schön, dass die Tierchen ein neues Zuhause bekommen, andererseits aber lernen die Leute so nur, dass sich immer ein Dummer findet, der vor lauter Tierliebe alles i-wie möglich macht. Deshalb werden die auch vor der nächsten Anschaffung nicht großartig nachdenken.

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Fjarrlin

Huhu,

 

schön, dass die Ratten bald unter sind.

 

@Wisp Ich finde du hast natürlich in Teilen recht, aber ich denke vielen (nicht allen.. wohl auch nicht der Arbeitskollegin hier im Thread, wohl aber dem Freund(?)) die ihre Tiere "loshaben" wollen ist es letztendlich egal, ob sie ausgesetzt, verfüttert ect. oder von jemandem mitgenommen werden. Besonders bei so kleinen Nagetieren ist wohl leider die Hemmschwelle noch geringer, da es immer Menschen gibt die kleinere Lebewesen als Spielzeug betrachten. Somit werden sie so oder so von einer späteren Wiederanschaffung nicht zurück schrecken... Damit will ich sagen das man öfter gar nix bewirken kann bei der Person, dementsprechend ist es egal was man macht... dann nimmt man wenigstens das Tier, denn damit bewirkt man wenigstens was Gutes für den Einzelnen... auch wenn die Situation traurig ist.

 

LG

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isasophie

Hallo

 

Natürlich haben beide Seiten auf eine gewisse Weise  Recht.

 

Für mich persönlich habe ich solche inneren Kämpfe aber recht einfach gelöst:

Im Tierschutz fühle ich mich in erster Linie und an vorderster Front den Tieren verpflichtet. Wenn man daneben pädagogisch etwas erreichen kann: gut. Aber wenn nicht, habe ich dennoch den ersten Blick aufs Tier.

 

Und wenn Menschen ans Aussetzen denken, ist es eh fraglich, wieviel wir pädagogisch überhaupt noch erreichen können - da fehlen dann wesentliche menschliche Grundelemente, die man nicht so einfach mal kurz hinerziehen kann.

bearbeitet von isasophie
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Gerrybaer

Hallo,

 

es ist immer eine Gradwanderung; einerseits tun einem die Tiere leid und man will helfen, andererseits unterstützt man damit die Leichtfertigkeit bestimmter verantwortungsloser Leute. Die richtige Entscheidung muss da wohl jeder mit sich selbst ausmachen. 

 

Tips und Ratschläge Außenstehender können nützlich sein. Sie sollten aber nicht ausarten und denjenigen,  der helfen will, sogar noch unter Druck setzen. In tierschutzorientierten Foren tun sich die User da hin und wieder schwer, die eigentliche Entscheidung denen vor Ort zu überlassen.

 

 

LG Petra

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Wisp

Eben das meine ich ja. Hab auch mal Ratten von einer Schulkameradin übernommen, weil deren Eltern (laut ihrer Aussage) die Haltung nicht mehr erlauben und die Tiere lieber sofort aussetzen möchten.

 

Ende vom Lied war, dass, 2 Tage nachdem ich die Ratten genommen habe sie 2 Hasen bekommen hat, weil die Eltern nur gesagt haben, Hasen gibts erst, wenn die Ratten nicht mehr sind. Und das war nunmal der leichteste Weg für sie und ich Blöde hab mich belabern lassen und schon in den ersten Wochen mehr als 200 (damals noch Mark) TA-Rechnung gehabt, weil die Kleinen nicht nur Parasiten hatten, sondern auch schon Tumore.

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Gerrybaer

Hallo Wisp,

 

solche Situationen habe ich ähnlich auch schon erlebt. Es waren damels keine Hasen, sondern Minischweine, wegen denen die Ratten weg mussten.

 

Ich kann Dir da nur sagen, willkommen in der Welt des Tierschutzes. In kaum einer Arztpraxis haben so viele Leute plötzlich eine Allergie wie am Telefon diverser Tierheime.

Und kaum einer hat weniger Zeit, Lust  oder Geld wie jemand, der seine Tiere los werden will.

 

 

LG Petra

bearbeitet von Gerrybaer
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Katja19

Hallo =)

 

leider gibt es scheinbar immer wieder Leute, die sich ohne zu denken einfach Tiere anschaffen.

Schaut mal was ich hier wieder gefunden habe *kopfschüttel*

 

Leider funktioniert der Link scheinbar nicht, aber geht doch bitte mal auf www.ebay-kleinanzeigen.de und gebt folgendes ins "Suche"-Feld ein 143832842

 

Da wird die nächste arme Ratte ein trauriges Schicksal fristen :(

 

Ich habe ja sogar der Person eine Nachricht geschrieben, in der drin stand sie solle sich doch bitte vorher informieren und habe folgende Antwort bekommen:

" Habe schon sehr viel Erfahrung mit wüstenspringmäuse gesammelt die ich auch gezähmt habe.
Aber danke für die Info "

 

Ich bin einfach nur sprachlos :/

bearbeitet von Katja19

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Drotning

Hallo Katja19,

 

ich verstehe Deinen Ärger, aber Dein Beitrag gehört hier eigentlich nicht her. Dieser Thread hier hatte ursprünglich ein konkretes Anliegen der Threaderstellerin zum Thema ;)

 

Grüße

Steffi

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isasophie

Hallo

 

Ja, das ist wohl wahr, was Petra da schrieb:
 

In kaum einer Arztpraxis haben so viele Leute plötzlich eine Allergie wie am Telefon diverser Tierheime.

Und kaum einer hat weniger Zeit, Lust  oder Geld wie jemand, der seine Tiere los werden will.

 

 

Man ärgert sich da oft, wirklich! Aber leider ändern wir diese Menschen nur in den seltensten Fällen und dier Leidtragenden sind letztendlich die Ratten, die dann irgendwo im Wald oder so landen. Denn wenn wir diese Tiere nicht nehmen, wird der besitzer eben leider nicht denken: "Oh, dann behalte ich sie und kümmere mich liebevoll darum.", sondern der "entsorgt" sie dann halt andersweitig.

 

Ich versuche immer, die Abgeber dazu zu bringen, die Tiere selbst im TH abzugeben und die Abgabegebühr zu bezahlen. Aber wenn sie das partout nicht wollen, geht es leider nur auf Kosten der betroffenen Tiere, wenn sie dann niemand übernimmt. Das ist traurig, aber leider eben die Wahrheit :( Wer so mit Lebewesen umgeht, hat grundlegende charakterliche Mängel, die wir nur in den seltensten Fällen ändern können (man versucht es natürlich trotzdem) - da stimmt die Einstellung zum Leben an sich dann einfach nicht.

 

Deshalb auch meine Aussage, dass ich mich dann letztendlich den Tieren verpflichtet fühle und diese in den Vordergrund stelle - denn die können nichts dafür und um die geht es im Tierschutz.

 

Damals beim Stuttgarter Großnotfall kam die Debatte auch schon auf. Da haben uns mehrere NFV Hilfe verweigert mit der Aussage, es wäre besser, die freilaufenden Tiere in der Wohnung der Besitzerin (unkontrollierte Vermehrung) halt vom Kammerjäger töten zu lassen, damit die Halterin was für die Zukunft lernt. Das war für uns damals keine Option und wäre es auch heute nicht. Was hätte die Besitzerin gelernt? Nichts, weil sie nichts lernen wollte (und auch nicht konnte in dem Fall, aber das ist ein anderes Thema). Die Tiere wäre sie so oder so los geworden - aber eben dann auf Kosten der Ratten, die hätten sterben müssen.

Ich nehme dann aber mitunter das VetAmt mit dazu in der Hoffnung, dass diese  Menschen irgendwann ein Tierhalteverbot bekommen. Wenn es eben besonders krasse Fälle sind bzw. "Wiederholungstäter".

 

Man muss immer sehr genau abwägen, was man tut, wie gut auf welchem Weg die Chancen sind usw. Aber letztendlich bleiben eben grundsätzlich zunächst die Tiere als Leidtragende in meinem Fokus.

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Chiflada

Huhu!

 

@Katja: Wie ist das denn ausgegangen, hattest du die vorherigen Besitzer denn dann nach einer Kostenbeteiligung gefragt? Das finde ich nach wie vor sinnvoll, damit zumindest irgendwie Folgen beim Abgeber zu spüren sind und wenn es nur ein paar Euro sind.

 

Dagmars Vorschlag mit dem eigenständigen Abgeben im Tierheim fände ich in solchen Fällen auch gut. Selbst wenn man sie dann letztendlich selbst aufnimmt, dann mussten die ehemaligen Besitzer zumindest etwas dafür gerade stehen und das Tierheim wird durch Abgabe- und Schutzgebühr unterstützt.

Dass viele da nicht mit sich reden lassen kann ich mir gut vorstellen, aber ansprechen und versuchen würde ich es trotzdem.

 

Lg,

Jana

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Katja19

Hallo Jana,

 

so wie du es schreibst, fände ich es auch in Ordnung.

Bisher leben die beiden Ratten noch bei ihren "alten" Besitzern.

Eine Kostenbeteiligung kommt für die aber nicht in Frage... (schließlich, so der Freund "wäre das aussetzen ja auch kostenlos und warum dann noch Geld zahlen?")

Eher möchte ER noch Geld für die beiden HABEN, aber was drauf zahlen - niemals :(

 

Ich bin jetzt auch mal gespannt wie sich das ganze weiterentwickelt. Meine Freundin hatte sich jetzt nicht mehr bei mir gemeldet.

Der letzte Stand war, sie wollte sich die Tiere anschauen.

 

Liebe Grüße

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Chiflada

Oh je, bei solchen Leuten ist wahrscheinlich wirklich nicht viel zu machen :( Echt traurig :(

Hoffentlich klappt das mit deiner Freundin dann auch.

 

Lg,

Jana

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Katja19

Das hoffe ich allerdings auch ..

 

Liebe Grüße

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