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RostockerFamilie

Ab und an Fleisch als Leckerlie?

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LaKara

Hallo,

 

Mortadella und Wienerle würde ich nicht füttern. Solche Produkte sind viel zu sehr gewürzt und das schadet den Ratten nur. Ab und an ein ungewürztes Stück Fleisch oder Fisch kann man zwar durchaus füttern, ich verzichte allerdings darauf, Gründe kann ich hier ehrlich gesagt gar keine nennen. Ich gebe meinen Ratten da lieber mal ein hartgekochtes Ei.

 

Steffi

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RostockerFamilie

Ok, danke für die ganzen Infos, damit ich nichts falsch mache wollte ich deswegen eben mal fragen wie ihr das macht.

zu meinen notfallrazen bekomme ich dann noch eine dritte, da ihr ja sagtet, 3er sind besser.

die ist allerdings vom züchter ja wirklich züchter da kauft er sich eine zuchtratte für 30 euro und si, und nie mehr als 3 würfe und nur beste futter, kein fleisch etc.

sind denn ratten vom züchter auch so tumorgefährdet oder eher nur die, die es im laden und bei vermehren gibt?

oder ist es leider bei den ratten ihr los, viel tumor zu bekommen?

unserer krebsforschung sei dank?

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Niniel

Hey,

 

Ratten neigen generell zu Tumoren aufgrund des schnellen Stoffwechsels und des unnatürlichen Alters, dass sie in Menschenobhut erreichen.

Auch wilde Wanderratten würden Tumore entwickeln, aber sie erreichen schlicht nicht das Alter. Vorher holt sie ein Beutegreifer, eine Infektion rafft sie hinweg oder der Mensch kommt mit Rattengift. Werden sie doch so alt, sieht man die Knubbel dann schon.

Und da Tumore erst nach der durchschnittlichen Lebenserwartung und vor allem nach der Reproduktionsphase kommen, hat die Natur auch nicht dagegen selektiert. Warum auch ? Die Tiere können sich genauso gut fortpflanzen mit und ohne Tumor im Alter.

Die Natur ist nicht perfekt.

 

Mit der Krebsforschung hat das auch wenig zu tun - Labortierhaltung und Heimtierhaltung entstanden parallel und da wurde wenig bis gar nichts ausgetauscht. Erst recht nicht in der nahen Vergangenheit, in der die Krebsforschung so richtig auf dem Vormarsch ist. Kein seriöser Züchter würde auch Krebstiere einkreuzen. Und die Tierschutzorganisationen, die Labortiere übernehmen, züchten erst recht nicht.

Zumal sich die Krebsforschung eher darauf konzentiert, die Tumore zu induzieren - also die Tiere zu bestrahlen oder direkt Krebszellen zu injizieren. So hat jedes Tier den gleichen Tumor und auch schön zur passenden Zeit. Da stören andere Tumore eher, weil sie das Ergebnis der Medikamentenwirkung verfälschen könnten. Deshalb kann man ja induzierten Krebs im Labor heilen - natürlichen noch nicht. Erst recht nicht am Menschen.

 

Da Krebs auf Mutationen beruht, gibt es natürlich eine gewisse genetische Komponente und es kann Familien geben, in denen gehäuft Tumore auftreten, gehäuft bestimmte Arten, gehäuft frühe Tumore. Alles möglich, aber durchschnittlich gesehen sind Tierschutzratten und "Züchter"ratten genauso anfällig. Eine richtige Selektion gegen Tumore ist bei Ratten kaum möglich - eben weil sie sich fortpflanzen, lang bevor die Tumore kommen - und das massenhaft. So lang kann kein Züchter alle Nachzuchten behalten, um dann ganze Linien einzustellen. Und weil der schnelle Stoffwechsel einfach ein erhöhtes Risiko darstellt.

 

Man kann dem ein wenig durch artgerechte Haltung und Ernährung entgegen wirken - dass Rauchen Lungenkrebs begünstigen kann ist ja auch bekannt. Und was im Billigfleisch alles an Hormonen, Antibiotika und Co. stecken kann (Dioxin *würg*), sollte langsam auch bekannt sein. Je natürlicher und je weniger Zusatzstoffe (Vitamik K3 - um mal ein Beispiel zu nennen), desto besser. Für Tier und Mensch.

Und gerade gepökeltes und sonstwie verarbeitetes Fleisch (Stichwort Wurst und Co.) stehen auch massiv in der Kritik, gesundheitlich bedenklich zu sein.

 

Ich glaube, problematisch ist nicht die Fütterung von Fleisch und Co. an sich, sondern die Art und der "Verseuchungsgrad" des Fleisches - um den Bogen zum Ausgangsthema wieder einigermassen zu schlagen :o

 

Und noch ein kleines OT am Rande :

Bitte keine Ratte einzeln aus dem Rudel reissen. Wenn der "Züchter" das zulässt, ist er keiner. Die Kleine wird dann einige Wochen bis zum Ende der Integration allein leben müssen. Eine Qual für ein Rudeltier wie die Ratte. Also bitte unbedingt mind. 2 Tiere aufnehmen (besser vom Tierschutz) oder direkt nach einem Einzeltier suchen.

Fragen zur Integration dann bitte im Integrationsforum, dort findest du auch eine Anleitung.

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79616363

Hallo,

 

es gibt tatsächlich Labortierstämme denen gezielt Anfälligkeiten angezüchtet wurden. Das hin zu bekommen ist aber ne elende Fummelei und erfordert mal richtig Kenntnisse über Genetik. Da müssen die Elterntiere schon wirklich ganz genau ausgesucht werden, damit diese gewollte Schwäche auch da ist.

 

Dieser Genfehler verwächst sich aber innerhalb nur sehr weniger Generationen wieder völlig und ist nicht mehr spürbar.

 

Nun ja, Tiere aus Massenvermehrung (meist Tierhandel) oder aus Unfällen bergen immer ein gewisses Risiko. Es gibt tatsächlich unglückliche Verpaarungen, die eine sehr hohe Lethalität aufweisen - as stellt sich aber dann meistens schon in den ersten Wochen raus.

 

Wenn da jemand schon Gott spielen will, dann sollt er sich wirklich über Genetik und Risikofaktoren schlau machen, denn ne gesunde Ratte baut man garantiert nicht, indem man wahllos zwei Tiere zusammen setzt, weil die ja so schön sind.

 

Einen wirklich signifikanten Unterschied bei der Tumorbildung gibt es zwischen Massenuchten, Privatzuchten, Unglücksfällen oder so nicht.

Eklatante Fehler sortiert (s grausam es klingt)  die Evolution da schon in den ersten Lebenswochen aus.

 

Auch Notfalltiere stammen letztendlich aus solchen Quellen und sind im Gegensatz zu ihren Zooladenkollegen meist schon von nem TA kontrolliert wurden. Im Zooladen kriegste eh nur Überraschungstüten.

 

Die Untersuchungen über die Häufung sind aber auch eher privat organisiert und man hat einfach keine Zahlen, die wirklich groß genug sind um daraus Schlüsse zu ziehen. Dennoch, etliche hundert Daten sind es schon und da zeigen sich keine größeren Abweichungen. Wenn es da Abweichungen gibt, dann können die nicht groß sein.

 

Lediglich bei einigen Laborstämmen gibt es auffällige Abweichungen, aber es hat schon nen Grund, weshalb die Tiere nicht in die Freiheit sollen! Da wird der Tierschutzgedanke nämlich oft missverstanden und es käm wohl keiner auf die Idee den Insassen einer Anstalt für gefährlicher Psychopathen die Freiheit zu schenken :confused:

 

 

Lange Rede kurzer Sinn, Ratten haben ein kurzes Leben und in der kurzen Spanne nehmen die alles mit, für das wir ein ganzes Leben brauchen. Leider sind das dann auch Tumore und wenn einer behauptet seine Tiere seien davon gefeit, hat nicht Recht. Entweder lügt er oder er hatte nur verdammtes Glück!

 

Trotzdem, überleg es dir wirklich gut ob Du wirklich Nasen von nem Züchter willst oder ob Du nicht besser Tieren ne Chance gibst, die schon auf's Abstellgleis geschoben wurden.

 

Und mach deine Überlegungen wirklich nicht am Rattenpreis fest, denn teuer heißt nicht gut! Nimm einfach möglichst unverzüchtete Standardratzen in Standardfarben und so. Bei denen sind die Gefahren am geringsten. Ich müsst das eigentlich noch was zu speziellen Zuscvhten sagen, aber das  wär so missverständlich, dass ich das lieber lasse. Quintessenz ist leider die, dass viele "Züchter" gar nicht wissen was sie da anmischen.

 

Viele Grüße,

 

Uli

.

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Chiflada

Huhu!

 

Bitte bleibt doch hier beim Ernährungsthema :)

 

Wir haben hier auch einen Thread in dem es unter anderem auch um die Tumorentstehung bei Ratten geht: http://www.ratteneck.eu/topic/15470-alterungsprozess-bei-ratten/

 

Lg,

Jana

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RostockerFamilie

Ja ok, fiel mir nur so ein.

Naja ich wollte einfach eine junge ratte oder von mir aus zwei das die sich besser integrieren lassen, notfallratten hat man ja doch selten mit jungem alter und in mienem imkreis gibts auch keine notfallratten und mit unserem tierheim bin ich auf kriegsfuß weswegen ich dort keine nehmen möchte.

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Niniel

Hey,

 

ein letztes OT; weil man das nicht so stehen lassen kann :

Es gibt massiv viele Jungtiere im Tierschutz - gerade gab es wieder einen Notfall, bei dem Ratten beschlagnahmt wurden und nun auf Pflegestellen ihre Jungen bekommen und gross ziehen.

Und gerade der Norddeutsche Raum ist extrem mies, was die Vermittlungschancen angehen. Da warten selbst Babies monate- bis lebenslang auf ein endgültiges Zuhause.

 

Was das Alter und die Integrations"einfachheit" angeht, frag doch bitte im Integrationsforum nach Erfahrungswerten.

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RostockerFamilie

wie gesagt dann sage mir mal bitte diese pflegestellen ich kenne heir keine einzige....

leider nur alles privatleute.

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