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weaslette

Vermieterin will auf einmal Ratten verbieten

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weaslette

Hallo ihr Lieben,

 

wie lange man nicht mehr hier sein kann wenn mit den Ratties alles in Ordnung ist. 

Ich habe ein kleines Problem: Und zwar wohne ich seit 2 Jahren in einer WG, der ich beim Vorstellungsgespraech gleich gesagt hatte, dass ich Ratten habe und die meinten alle sie haben kein Problem damit. Meine jetztigen Mitbewohner (die Besetzung hat sich etwas geaendert) uebrigens auch ueberhaupt nicht. 
Meine Vermieterin will die Wohnung (eigentlich die ihres Sohnes, sie verwaltet nur) nun verkaufen und hat in dem Zuge versucht die eh schon hohe Miete noch zu erhoehen. Da sie das formell nicht mal richtig gemacht hat und die Mieterhoehung auch deutlich ueber dem Mietspiegel laege, haben wir dem widersprochen. In dem Zuge hat sie in einem sehr langen Schreiben in dem sie uns nochmal aufgefordert hat die erhoehte Miete zu zahlen auch das erste Mal erwaehnt (ich war da im Praxissemester und hatte untervermietet), dass sie mir nicht mehr gestattet die Ratten wieder mit in die Wohnung zu bringen, da im Mietvertrag die Tierhaltung grundsaetzlich verboten ist, was sie beim unterschreiben auch persoenlich mit mir besprochen haette. (Das ist unwahr, denn ich habe den Mietvertrag per Post bekommen und ihn auch wieder unterschrieben zurueck geschickt. Da gab es also ueberhaupt kein persoenliches Gespraech). Der Paragraph in meinem Mietvertrag lautet wie folgt: "Tiere, durch welche Hausbewohner belaestigt werden koennten, so wie Hunde, Katzen und Nutztiere duerfen in der Mietsache nicht gehalten werden." Oben neben der Ueberschrift "Paragraph 9 Benutzung der Mietsache, Untervermietung, Tierhaltung" ist handschriftlich mit Kuli dazu gekritzelt "WG - keine Tierhaltung!" 
Ich hatte ihr nachdem sie sich wohl bei meinem Mitbewohner beschwert hatte dass der Rattenkaefig (ohne Ratten) beim zweiten Besichtigungstermin wegen des Verkaufs wieder da stand, eine sehr lange freundliche Mail geschrieben, dass ich gehoert hatte dass sie sich daran gestoert hat und was genau denn der Grund dafuer sei und dass sie ja bestimmt selbst wisse, dass sie Kleintierhaltung nicht so ohne weiteres verbieten kann. Auf meine Mail kam 5 Wochen keine Antwort, jetzt das Schreiben:
 [Originalzitat entfernt - Briefgeheimnis]

 

Ich bin gerade so sauer, ich weiss auch dass sie ohne Begruendung schon dreimal keine Handhabe hat aber ich habe keine Lust, dass sie jetzt wenn sie das nicht durchsetzen kann den naechsten Grund sucht mich rauszuwerfen. Was wuerdet ihr denn tun? War vielleicht schonmal jemand in einer aehnlichen Situation? In der Mail habe ich auch an sie appelliert dass die Ratten nur noch ca 1 Jahr leben und ich noch 1 Jahr hier studieren muss, ich werde sie nicht in Freiburg bei meiner Oma lassen um dann wieder bei ihnen zu sein wenn sie sterben. 
Aber sie ist ja auf meine Mail ueberhaupt nicht eingegangen, witzigerweise hat sie sich in dem gleichen Gespraech mit meinem Mitbewohner darueber beschwert dass das Mieterverhaeltnis durch diese Mieterhoehung so schlecht geworden ist aber selbst geht sie hier ja ueberhaupt nicht auf mich ein oder sucht das Gespraech. Was soll ich ihr denn eurer Meinung nach (und ihrem Sohn CC, dem richtigen Vermieter der eigentlich sehr nett ist) schreiben? 

 

Viele Gruesse!

bearbeitet von Drotning
Bitte nicht aus Orginalmails, Briefen oder sonstigem öffentlich zitieren.

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Münchner-Notfelle

Hallo,

 

im Grunde hast du eine recht überschaubare Anzahl an Handlungsmöglichkeiten:

a ) ausziehen und Ärger aus dem Weg gehen

b ) in der Wohnung bleiben und eine neue Bleibe für die Ratten suchen - auch Ärger aus dem Weg gehen

c ) in der Wohnung bleiben, die Ratten behalten und es darauf ankommen lassen - mitten in den Ärger reinlaufen

d ) in der Wohnung bleiben, die Ratten behalten und einen Fachanwalt für Mietrecht aufsuchen - Krieg anzetteln

 

Ich könnte jetzt auch aufzählen, dass du weiterhin das Gespräch suchen kannst, aber ich glaube nicht, dass das noch viel bringt. (ich = Pessimistin - merkt man das? :D)

 

Grundsätzlich dürfte das Vertrauensverhältnis auf beiden Seiten ohnehin erledigt sein, stellt sich eben die Frage, ob du das aushalten möchtest oder ob du lieber ausziehst.

bearbeitet von Münchner-Notfelle

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Drotning

Hallo,

 

ich kann da nur zustimmen.

Gefühlsmässig würde ich sagen, dass Du rechtlich auf der sicheren Seite sein müsstest. Falls Du Lust und Nerven hast, würde ich es daher schon auf einen Kampf ankommen lassen. Bist du Mitglied im Mieterschutzbund? Die können da helfen. Aber wenn ich mich richtig entsinne, nutzt es nichts, jetzt erst bei einem akuten Fall einzutreten.

Ansonsten bleibt Dir nur, einen Anwalt einzuschalten oder klein beizugeben.

 

Ich persönlich würde grundsätzlich nicht in einer Wohnung wohnen wollen, mit deren Eigentümer ich per Anwalt kommuniziere. Egal, wie meine Chancen sind. Aber das liegt in Deinem Ermessen. Ich drücke Daumen, dass sich eine Lösung findet.

 

Grüße

Steffi

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Münchner-Notfelle

Bist du Mitglied im Mieterschutzbund? Die können da helfen. Aber wenn ich mich richtig entsinne, nutzt es nichts, jetzt erst bei einem akuten Fall einzutreten.

In meinem Mieterverein ist das so:

Beratung bekommt man auch, wenn man erst im Fall der Fälle eintritt. Geht es aber vor Gericht, greift die Prozesskostenversicherung, die im Mitgliedsbeitrag enthalten ist, nicht.

bearbeitet von Münchner-Notfelle
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Felanchen

Hey, eine Freundin hatte auch letztens so einen Fall. Da wollte der Vermieter auch die Miete erhöhen und als das nicht klappte - ging sogar vor Gericht - hat er dann auch alles mögliche versucht um sie raus zubekommen. Er wollte ihnen vorschreiben wann sie z.B zu lüften haben und hat sie dann angefangen abzumahnen wenn sie nicht so lüften wie er das will. Wenn du Student bist kannst du zur Uni gehen und dich da kostenlos  beraten lassen - bei ihr hat die Uni das sogar ganz übernommen alles...k.A ob das an allen üblich ist-. Die kennen sich ganz gut in Sachen Mietfragen aus.

 

Ich muss zu geben das ich z.B äußerst "streitbar" bin und ich würde weder die Tiere hergeben noch ausziehen, vor allem wenn ich da nur noch 1 Jahr wohnen würde. 

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Chiflada

Huhu!

 

Es ist ja immer schwieriger eine vermietete Wohnung zu verkaufen. Gut, eine Studenten-WG ist wohl weniger dramatisch als ein Rentner-Paar, dass seit Ewigkeiten darin wohnt, aber es senkt ja trotzdem den Wert der Wohnung, da ein neuer Käufer sie nicht sofort so nutzen kann wie er vielleicht will und bei einem Studenten, der sich vielleicht sogar gerade in der Abschlussphase seines Studiums befindet auch keine guten Karten hat was eine Eigenbedarfskündigung anbelangt.

 

Das wird der Vermietermutter vermutlich auch klar sein und sie versucht durch die Mieterhöhung den Wert der Wohnung wieder zu steigern und es ist ihr egal wenn ihr alle abhaut, da das ja auch besser wäre für den Verkauf.

 

Ich denke ich würde es auch drauf ankommen lassen.

Wenn sie die Wohnung verkaufen wollen (und vielleicht ja auch schnell Geld brauchen) haben sie hoffentlich keine Lust sich vorher noch vor Gericht über Mieterhöhungen zu streiten.

 

Und wenn etwas passieren würde müsste das ja auch über den Sohn gehen und wenn du schon sagst, dass der netter ist sieht er die Situation ja vielleicht auch anders.

 

Lg,

Jana

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Sylvia

Morgen

 

Kleintiere dürfen nicht generell verboten werden, nur Hunde und Katzen (und auch da gab es letztens ein Urteil, dass auch das unzulässig war, denn Tiere gehören zur persönlichen Entfaltung).

Hat sie dir einen triftigen Grund genannt, warum die Ratten weg sollen? Denn nur so kann sie das durchsetzen. Einfach ein "weil ich das will" funktioniert nicht ;-)

Sowas wie eine Lärmbelestigung, eine Allergie oÄ.

 

Was ich in der Situation machen würde, die Tante erst gar nicht in die Wohnung lassen, denn darauf hat sie kein Recht (oder wenn deine Mitbewohner sie reinlassen, dein Zimmer verschlossen halten) und mit ihr über dieses Thema kein Wort mehr verlieren. Du bist zwar rein rechtlich auf der sicheren Seite, aber den Stress muss man sich ja nicht antun. Und es ist ja nur noch ein Jahr.

 

Du könntest sonst zum Mieterbund gehen und von einerm der Rechtsanwältedort ein Antwortschreiben formulieren lassen. Dazu muss man dort aber Mitglied werden. Ein Anwalt für Mietrecht wird vermutlich genau so viel kosten.

bearbeitet von Sylvia

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weaslette

Hey,

 

Mitglied im Mieterschutzbund bin ich nicht, der Vater von meinem Freund ist allerdings Anwalt. 
Das mit dem Ausziehen wuerde ich sofort tun, WENN ich nicht eh nur noch ein Jahr hier haette und danach definitiv nicht mehr in Stuttgart bleiben wollen wuerde. Ein Umzug bringt immense Kosten mit sich, das ist der Grund warum es sich fuer das eine Jahr einfach nicht lohnt. Einen Grund hat sie nicht genannt, ich hatte sie ja bereits nach dem 2. Besichtigungstermin bei dem ich nicht anwesend war aber gehoert hatte sie habe sich wegen des Kaefigs (leer weil Ratten in Urlaubsbetreuung) gestoert selbststaendig angeschrieben und nach einem Grund fuer das gefragt. Da kam eben keine Antwort nur das schreiben in dem steht dass ich bis in 2 Wochen die Ratten hier raushaben soll. 
Sie hat von Mietrecht keinerlei Ahnung und ich habe sie auch in der Mail bereits auf das geltende Recht verwiesen dass man Kleintiere nicht ohne weiteres verbieten darf. 
Die Mieterhoehung hatte sie ja eh aufgegeben weil ihr das auch schon zu viel Aufwand war nochmal ein formal korrektes Schreiben zu schicken ueberhaupt. Sprich, sie scheut Kosten fuer Anwalt, Berater etc. Damit koennte ich sie also schon ganz gut einschuechtern, ich fuerchte nur dass ihr dann in naechster Zeit einfach wieder etwas anderes einfaellt womit sie versucht mich zu schikanieren. 
Sie bedenkt bei der ganzen Sache auch offensichtlich nicht wie wir den Verkauf der Wohnung auch behindern koennen indem wir den Leuten sehr offen erzaehlen was halt alles kaputt ist etc. und wie lange das Bad wegen nicht definierbarer Gestanksquelle renoviert werden musste etc. 

Das kotzt mich einfach alles nur an, koennte grad echt heulen dass ich mich mit so einem Schwachsinn rumschlagen muss. 

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blue

Hallo!

 

Gibt es hier Neuigkeiten, hoffentlich zum Guten hin für Dich?

 

:winken:

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