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xluuuciex

Ratten als Therapie?

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xluuuciex

Huhu :)

 

Ich habe schon länger überlegt ob ich mir Ratties hole, jedoch durfte ich bisher nicht, da ich noch zu Hause bei meine Ma wohne und wir haben 3 Katzen. Die Ratten würden bei mir im Zimmer wohnen mit einem angebrachten Käfig und genug Auslauf und die Katzen dürfen nicht in mein Zimmer ohne meine Aufsicht. Wenn die Nasen Auslauf haben ist mein Zimmer komplett tabu für meine Katzen.

 

Momentan geht es mir psychisch nicht so gut. Ich bin die ganze Zeit Mega weinerlich und fange bei jeder Kleinigkeit an zu weinen und ich fühle mich einfach nur nutzlos und hab zu nix mehr einen Ansporn. Und dann kam ich auf die Idee das möglicherweise die Nasen mir wieder den Ansporn zurück geben und mir wieder eine Aufgabe geben. Ich habe mich auch in Therapie begeben und meine Therapeutin meinte es sei vllt eine gute Idee. Deshalb wollte ich hier mal fragen was ihr dazu sagt.

 

Bin dankbar für jede Meinung :)

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Kali

Hallo xluuuciex,

 

es ist und bleibt natürlich deine Entscheidung, aber ich möchte dir folgende Worte auf den Weg geben.

 

Ratten können oft und häufig krank werden. Ich bin mit meinen Sieben quasi monatlich beim Tierarzt und man muss schon viel Kraft aufbringen wenn es um eine Tumor-OP geht , die Nachversorgung und Co. Man sorgt sich oft um die Tiere.

Wenn man dabei psychisch labile Phasen hat, kann das Frustrationslevel schnell ansteigen und man fühlt sich Phasenweise durch diese Punkte zusätzlich belastet bis hin zu neuen Depressionsauslösern und Co.

 

Im Gegenzug machen die Fellnasen, wie du sagst auch unheimlich glücklich. Man hat eine Aufgabe, die Freude bereitet. Die Verantwortung die man für die Kleinen übernimmt stärken das Selbstvertrauen und Co.

 

Ich weiß nicht ob andere Nagetiere da eventuell doch die bessere Wahl sind - anfällig werden wohl alle irgendwie sein, jedoch sehe ich Ratten doch schon eher an der "Spitze" des Krankwerdens.

 

Schlaf ein wenig darüber. :)

 

Liebe Grüße

Kali

 

PS.: Können uns auch gern näher über solche Dinge via PN unterhalten.

bearbeitet von Kali
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Münchner-Notfelle

Hallo  xluuuciex (was für ein komplizierter Nick :D),

 

ich möchte Kali zustimmen und noch etwas dazu ergänzen.

 

Ratten sind sehr krankheitsanfällig, was dich eventuell noch mehr runterziehen könnte. Das ist das eine. Die andere Sache ist die, dass es möglich ist, dass du aufgrund deiner psychischen Probleme eventuell phasenweise gar nicht in der Lage bist, dich vollständig um die Tiere zu kümmern. Ich kenne deine Erkrankung und ihre Ausprägung nicht (bitte poste sie auch nicht, das ist in einem öffentlichen Forum fehl am Platz), aber wie hast du dir das vorgestellt, wenn es dir gerade selbst schlecht geht, du vielleicht schlecht Kontakt zu anderen Leuten (Tierarzt) aufnehmen kannst oder es dir schwer fällt, zwei oder drei Mal am Tag pünktlich Medikamente zu verabreichen, weil du dich einfach nicht aufraffen kannst. Wie funktioniert das, wenn die Tiere krank werden? Hältst du es für wahrscheinlich, dass du den Verlust einen geliebten Tieres gut verkraften kannst, ggf. auch die Entscheidung zu treffen, dass das Tier eingeschläfert wird, ohne danach in ein noch tieferes Loch zu fallen?

Sind deine Eltern bereit, dich dort zusätzlich zu unterstützen, zum Tierarzt zu fahren, wenn du es vielleicht nicht kannst, dich zu "treten", wenn Medikamente verabreicht werden müssen, die Tiere sauber gemacht werden müssen etc. pp.?

 

Falls ein Klinikaufenthalt denkbar ist, ist die Betreuung der Tiere sichergestellt?

 

Gibt es andere Tiere, für die du dich begeistern kannst? Eventuell würde es dir ja schon helfen, eine Tätigkeit zu übernehmen, wo du dich einbringen kannst, du aber nicht die letztendliche Verantwortung für das Tier trägst. Vielleicht gibt es einen Nachbarn, der sich freut, wenn du seinen Hund Gassi führst oder in der Nähe ein Tierheim, wo du auch mal mit anpacken kannst?

 

Alles Gute für dich!

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Münchner-Notfelle

Noch etwas:

Der Threadtitel "Ratten als Therapie?" signalisiert, dass Ratten dich vielleicht therapieren können. Das können sie aber nicht. Ratten können eine Aufgabe für dich sein, bei der es im Vorfeld einiges abzuwägen und zu überlegen gibt, aber sie können nicht als Therapeuten fungieren. 

Ratten sind Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen. Es ist deine Aufgabe, ihre Bedürfnisse zu erfüllen, nicht ihre Aufgabe, dich zu "therapieren" oder dafür zu sorgen, dass du dich besser fühlst (<--- sorry, das hört sich jetzt irgendwie fies an, auch wenn es gar nicht böse gemeint ist).

 

=)

bearbeitet von Münchner-Notfelle
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farouchatte

Hallo!

Du hast doch 3 Katzen? Die halte ich als Therapietiere für wesentlich besser.

Mit ihnen kann man auch spielen, kuscheln, das Schnurren hat nachweislich Heilwirkung. Außerdem sind sie deutlich weniger anfällig für Krankheiten und leben lang. Wenn Du mal einen schlechten Tag hast können sie sich auch selber beschäftigen.

 

Wie schon geschrieben wurde: Ratten sind sehr krankheitsanfällig, egal wo sie herkommen. Auch wenn man junge gesunde Tiere nimmt, mit 1-2 Jahren fangen oft schon Tumore etc. an.

Daher verbrauchen Ratten eher die Nerven als daß sie sie stärken. Ich bin hier oft am Limit, wenn ich wieder mehrere zu pflegen habe oder mehrere kurz aufeinander sterben. Das braucht wahnsinnig viel Kraft. Sicher, Du wirst kaum primär alte und kranke Tiere aufnehmen, doch wie gesagt, sie sind auch sehr schnell ein Pflegefall und brauchen Dich mit guten Nerven und viel Energie.

 

Kannst Du Dir vorstellen nächtelang aufzubleiben um eine alte Ratte in den Tod zu begleiten, wenn sie ausnahmsweise nicht eingeschläfert werden muß weil sie eine schreckliche Krankheit hat?

 

Auch wenn Du das Therapie Thema als praktische Ausrede siehst Deine Mutter für Ratten zu begeistern halte ich es für unfair. Unfair gegenüber Deiner Mutter, an der evtl. die Arbeit hängen bleibt. Unfair gegenüber den Katzen die auch Liebe und Aufmerksamkeit brauchen soviel sie kriegen können. Unfair gegenüber den Ratten, die vielleicht nicht richtig versorgt werden können wenn Du nicht fit bist und die oft schon Panik bekommen wenn sie Katzen nur riechen. Und unfair gegenüber Dir selbst, da Du vermutlich nicht weißt, auf was Du Dich einlässt und Dir so noch mehr Kraft abhanden kommt.

 

Vielleicht kannst Du den Vorschlag von Münchner Notfelle aufnehmen in einem Tierheim mitzuhelfen. Da wirst Du auch gebraucht und bekommst Bestätigung von den Tieren und Menschen-und wenn es Dir mal nicht gut geht, werden sie trotzdem gut versorgt.:-)

 

Liebe Grüße

farouchatte

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