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Sylvia

Starke Allergie, Überlegung zur Abgabe

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Sylvia

Hi

 

Eigentlich bin ich allergisch gegen Ratten bzw gegen den Urin.

Bisher hats immer gereicht, wenn ich den Käfig ausgewischt und 2x die Woche alle Tücher ausgetauscht habe.

 

Meine 6 Jungs jetzt pinkeln den ganzen Käfig (Etagen, Tücher, Leitern, einfach alles) so an, das meine bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen.

Mittlerweile bekomme ich auch Hustenanfälle :/

 

Ich bin wieder auf Rattima und SSSR umgestiegen. (Vom Rattima musste ich sonst auch husten und niesen, daher wirds nicht umgefüllt/geschüttet, dann staubt es auch nicht und ich reagiere nicht).

Die Jungs bunkern auch nichts vom Futter so das sich Staub im Fell absetzen könnte.

 

Ich bin mittlerweile etwas verzweifelt.

 

Hinzu kommt, das sich einer -Emil- immer mit den anderen rumkloppt und den Stinkstiefel raushängen lässt :/

Remy benimmt sich auch nicht sonderlich gruppenkonform.

 

Ich überlege nun meine Gruppe zu verkleinern. Weniger Ratten, weniger Urin, weniger Probleme ...soweit die Theorie.

 

Hat jemand ein ähnliches Problem ? Hat jemand Ideen oder Ratschläge ?

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Berggeist
Hallo,

 

ich habe seit Jahren genau das gleiche Problem. Bei mir ist es immerhin so schlimm, daß ich seinerzeit 2mal mit Erstickungsanfällen in der Notaufnahme gelandet bin.  

 

Zunächst einmal: wer gegen Ratten oder deren Ausscheidungen allergisch ist, sollte vom Standpunkt der Vernunft keine halten. Ich bin aber unvernünftig. Daher will ich meine Methode auch nicht weiterempfehlen. Ich mache das, was ich selbst für mich für verantwortbar halte.

 

Laut Allergietest bin ich nicht gegen Ratten allergisch. Was da überhaupt getestet wurde, weiß ich nicht. Aber ich bin sicher, daß ich hauptsächlich gegen den Urin allergisch bin. 

 

Meine Maßnahmen sind durchaus kostenintensiv. Ich habe 2000 € für Kaskadendöme ausgegeben und eine Villa Casa 3 verschrottet, weil ich das Ding nicht mehr putzen wollte. Die Reinigungsarbeiten habe ich soweit wie möglich optimiert. Holzeinrichtung putze ich gar nicht, die schmeiße ich weg und kaufe neue. Ich habe einen extra Staubsauger und einen Dampfreiniger für die Käfige gekauft. Ich mache auch keine Komplettreinigung, sondern immer nur 1 - 2 Module am Tag. Außerdem achte ich dabei auf gute Belüftung, d. h. alle Fenster und Türen auf Durchzug. Im Winter etwas unangenehm, aber jetzt wird es ja erst einmal Sommer. 

 

Ich muß dazu sagen, daß ich keine Probleme beim Umgang mit Ratten habe. Die allergischen Reaktionen passieren nur beim Saubermachen. Inzwischen bin ich auch in der glücklichen Situation, daß meine Ratten ein eigenes Zimmer haben. Im Gegensatz zu vorher halte ich mich also längst nicht mehr so viel in deren Ausdünstungen auf. Und ich hätte jederzeit jemanden, der mir bei Reinigungsarbeiten hilft.

 

Was Du bereits erwähnt hast, gilt auch für mich. Die Anzahl der Tiere sollte ein gewisses Maß nicht überschreiten. 

 

Ich muß Dich aber ausdrücklich warnen: Hustenanfälle sind kein gutes Zeichen und könnten schon bald in Erstickungsanfällen enden. Und das kann ich Dir aus Erfahrung sagen, es ist kein schönes Gefühl. Beim ersten Mal habe ich es noch aus eigener Kraft zum Krankenhaus geschafft, beim zweiten Mal musste mich der Rettungswagen abholen. 

 

Wie oben erwähnt, daß seit Jahren trotzdem Ratten bei mir wohnen, ist meiner Unvernunft zuzuschreiben und den Maßnahmen um die Sache so leicht wie möglich zu machen. Und bisher komme ich so gut zurecht.

 

Ich hoffe, etwas helfen zu können.

 

VG

 

Christoph

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Kali

Hey Sylvia,

 

ich habe im Februar mit der Rattenhaltung aufhören müssen, aus selbigen gesundheitlichen Gründen die der Berggeist hat. Via Bluttest wurde das auch beim Allergologen rausgefunden.(Wobei es vorher schon unterbewusst klar war, man wollt es nur nicht wahr haben)

Erstickungsanfälle und schwere asthmatische Schübe waren am Ende Tagesordnung. Meine Allergie wurd schnell schlimmer, war es im November noch "nur" ein Hautjucken, wurd es im Dezember viel Niesen und tränende Augen....und im Januar ging der Husten los...im Februar war Ende. (Lungen dicht, Husten bis zum brechen, Erstickungsanfälle - Dinge die nur mit Medikamenten in den Griff zu bekommen waren)

 

Wie du dich letztendlich entscheidest ist natürlich ganz und gar deine Sache....

 

Ich selbst wollte dir hier nur sagen: Ja es tut weh keine Ratten mehr zu haben, ja es bricht einem das Herz (ich hatte sicher 1-2 Monate totale Depressionen danach, solangsam gehts bergauf)...ABER niemals vergessen sollte man was man langfristig körperlich kaputt machen kann. Sobald es auf die Atemwege geht kann schnell ein chronischer Schaden erfolgen... ich finde man sollte sich gerade was langfristige, nicht reparable Schäden angeht, sehr genau Informieren wenn man vor dieser Entscheidung steht.

Ich hab mich damals dazu entschieden, dass ich die Haltung aufgebe weil ich selbst gemerkt habe, dass auch die eine Stunde auf zwei am Tag mehr und mehr unmöglich wurden für mich. Ich mied es irgendwann Unterbewusst ausgiebig mit den Mädels zu kuscheln, das haben sie so nicht verdient. Außerdem... ich wollt mir nicht in 20 Jahren in den Spiegel gucken und mir selbst sagen "Jo Kali, wolltest dein letztes Rudel ja noch bis zum Ende haben. War ne einigermaßen schöne Zeit, bis auf die gesundheitlichen Probleme.... nur scheiße das dein Lungenvolumen nun kleiner wurd oder du nun chronisch Asthma davon getragen hast" (variabel jede gesundheitliche Folge einsetzbar die man haben kann - nicht muss)

 

 

Viel blabla von mir. Vielleicht auch garnicht so interessant.

Letztendlich nur der Rat: Achte sehr genau auf die körperlichen Signale die du bekommst, auch wenn du weiterhin Ratten hälst und pass gut auf dich auf. Du hast nämlich nur den einen Körper.

 

Edit:

Zur Haltung hat Berggeist ja ausreichend Tipps gegeben. Kärcher, Dom und immer neues Holzzeug waren bei uns auch gang und gebe - mein Freund hat am Ende den Käfigputz sogar allein gemacht. Ich konnte in den Stunden zuletzt nicht mal mehr in der Wohnung sein. Eine Zeitlang gingen diese Vorkehrungen bei mir also, nur leider ist es kein Garant das es so bleibt.

bearbeitet von Kali

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Sylvia

Hi

 

Asthma habe ich schon länger. Bestätigt aber erst seit Februar diesen Jahres.

 

Die Allergie gegen die Ratten habe ich schon lange. Seit knapp 16 Jahren hab ich Ratten ...anfangs habe ich juckende Quaddeln bekommen, wenn sie mich gekratzt haben.

Bei meinem letzten Rudel bis Anfang letzten Jahres habe ich Kopfschmerzen und kratzen im Hals bekommen, wenn die Viel Urin verteilt haben. Da hat eben tägliches Abwischen gereicht.

 

Ich musste vor 2 Jahren auch meine Farbmäuse abgeben, weil ich da richtig heftige Hustenanfälle bekam.

Sie dann später noch im Urlaub zu betreuen ging auch nicht mehr.

Und Mäuse bepinkeln auch richtig heftig ihren Käfig.

 

So wie meine Jungs jetzt auch :/ Da sehe ich schon eine Verbindung.

 

 

Ich muss sagen, ihr habt völlig Recht. Die eigene Gesundheit geht vor. Selbst rate ich auch immer dazu ...aber wenn man dann selbst vor dieser Entscheidung steht, wirds unglaublich schwer.

 

 

Holzsachen haben sie fast gar nicht. Häuser sind aus Plastik, die Etagen mit DCFIX beklebt ...aber die pinkeln alles nass. Von den Etagen muss ich sogar richtige Flecken abschreiben :/

 

Geputzt wird auch grundsätzlich mit Waschlappen ...immer 2 pro Etage ...die dann direkt in die WaMa wandern.

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