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RainbowRicarda

Auslauf Mindestgröße und Abwägungen Dauerauslauf

Empfohlene Beiträge

RainbowRicarda

Hallo,

 

ich weiß dass das Thema in vielen Threads schonmal aufgetaucht ist und es auch eine ältere Diskussion zum Thema Mindestaulsaufgröße gibt (die aber - vielleicht bewusst?- auch nicht zu einem richtigen Ergebnis kam).

 

Wir überlegen derzeit die Wohnung um zu räumen und dabei wird auch der Rattenauslauf umziehen und die Frage der Größe, ob Dauerauslauf etc. steht wieder im Raum.

 

Erstmal dazu wie es derzeit bei uns ist. Da wir damals gelesen hatten dass 6qm mindestauslaufgröße sind haben wir uns absperrungsplatten für 6qm besorgt. Letzlich ist der Auslauf aber als 5qm Auslauf aufgebaut weil uns sonst platz fehlt um unsere Wäsche auf zu hängen. Der Aulauf ist fest installiert mit kratzbäumen, vielen Verstecken, täglich Futterintelligenzspiel etc. Wenn wir abends zuhause sind setzen wir die Ratten in den Aulsuf und bevor wir ins Bett gehen kommen sie zurück in den käfig. Das sind bis zu 6 Stunden täglich. Da er ausbruchssicher ist (teilweise überdacht wo die Kratzbäume stehen) können sie auch auslauf kriegen wenn wir abends weggehen oderso. Da der Käfig in einem anderen Zimmer steht ist allerdings kein Dauerauslauf möglich. Wir hatten mal Phasenweise den Käfig im "Auslaufzimmer" und einen Dauerauslauf installiert. Die Erfahrungen damit waren gemischt. Die älteren Ratten gingen kaum noch oder garnicht mehr in den Auslauf, die jüngeren waren einmal kurz zum fressen da wenn das intelligenzspiel kam und ansonsten einzeln und kürzer unterwegs. Vermutlich weil es langweiliger war dadurch dass sie nicht alle zeitgleich dort waren und es deshalb weniger abwechslung gab. Ich selber schaffe es leider nicht jeden Tag mich länger in den Aulauf zu setzten. Momentan bin ich dann immer die Hauptattraktion, zu Zeiten des Dauerauslaufs haben sich auch dafür einige nichts aus dem käfig bemüht (bzw. ich bin mir nichtmal sicher ob sie es mitbekommen haben. Das soll jetzt nicht gegen Dauerauslauf sprechen ich bin mir nur eben nicht 100% sicher ob der wirklich besser ist als ein Auslauf in den sie "müssen".

 

Wie ist so eure Einschätzung zur Mindestgröße eines Auslaufs? Und unterscheiden sich das je nach dem ob die Ratten da 1-2 Stunden am Tag drin sind oder es ein Dauerauslauf ist? (Also persönlich würde ich z.B. sagen lieber 4qm Dauerauslauf als 6 qm für 1-2 Stunden am Tag. So vom Bauchgefühl her. Klar kommt es hier auch auf die Zeit und konkreten Größen an die verglichen werden.)

Ich denke die Frage ist auch ganz allgemein spannend. Bei der Vermittlung hier in der gegend war das z.B. nie relevant, also ich hätte vermutlich auch mit "Auslauf auf dem bett" oder 2qm Notfellchen bekommen. Generell gibt es da gefühlt deutlich weniger Standards als bei der Käfiggröße (also auch wenn ich mich allgemein auf Notfellchen Vermittlungsseiten umgucke), ich fände es aber spannend da Werte zu haben an denen man sich orientieren kann.

 

Nun zu meiner konkreten Frage. Mehr als die 5qm sind in unserer Wohnung wohl nicht drin. Der Auslauf wird jetzt in das Zimmer vom Käfig kommen, aber wegen dem blöden Schnitt des Zimmers ist es nicht möglich Auslauf und Käfig sinnvoll zu verbinden. Derzeit ist ein 1x5qm Auslauf geplant, also sehr "schlauchig". Seht ihr da Vor- oder Nachteile ggü. einem eher quadratisch 2x2,5qm auslauf der gleichen Grundfläche (so ist der Auslauf momentan)?

Die einzige möglichkeit nen Dauerauslauf draus zu machen wäre die 1qm Voliere so hin zu stellen, dass der Auslauf entsprechend kleiner wird. Da der breiter als tief ist also knapp 4qm Dauerauslauf. (Das wäre auch ne interessante Frage, zählt bei einem Dauerauslauf die Käfigfläche mit zur Auslauffläche?). Was haltet ihr da für die bessere Option? Bis zu 6h am Tag auf 5qm oder knapp 4qm Dauerauslauf ?

 

Danke und liebe Grüße

 

RainbowRicarda

 

 

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redrat

hallo,

 

konkrete antwort zur konkreten frage,

ich denke es ist nebensächlich ob der auslauf quadratisch oder schlauchig ist.

wichtig ist die grundfläche an sich.

 

ich muss gestehen das ich da offensichtlich aber noch ziemlich desinformiert bin,

im gegensatz zu dir...respekt.

bei mir hat sich heraus gestellt das dauerauslauf eigentlich nicht so cool ist.

wenn das so zum alltag wird ist das alles nicht mehr so spannend.

mein altes rudel hatte lange zeit zugang zur kompletten wohnung,

24 hours 7 days a week.

trotzdem haben sie es genossen, nur auf eine andere art & weise.

 

bei mir ist auslauf momentan nur alle 2-3 tage.

wenn dann die türen aufgehen sind alle meist sofort dabei.

 

glg

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RainbowRicarda

Hallo,

 

täglichen Auslauf finde ich schon wichtig und das nutzen meine auch. Dauerauslauf wurde hier wie gesagt auch sehr gemischt angenommen.

 

Noch als Ergänzung: Mein Badezimmer ist auch unter 5 qm und im Flur ist zwar mehr Platz aber da ist es hygenisch nicht möglich täglich auslauf zu geben (Straßenschuhe und selbst mit normalen wischen, was ich täglich schon krass fände wäre ich mir nicht sicher alle Keime und Parasiten die ich z.B. aus dem Stall einschleppe wegzukriegen). Alle anderen Zimmer sind nicht absicherbar bzw. will mein freund das auch nciht. Wir wollen also definitiv einen festinstallierten Auslauf. Und dessen größe ist aufgrund der Wohnungsgröße begrenzt. Entweder etwas größer dafür nur einige Stunden am Tag oder etwas kleiner und mit Volierenanschluss, also als Dauerauslauf.

 

Ich habe mir jetzt noch überlegt den kleineren Dauerauslauf damit zu verbinden ihnen ab und zu zusätzlichen anderweitigen Auslauf zu geben. Das wäre aber wirklich so ein "ab und zu" Ding und würde ich deshalb nicht berücksichtigen um einen ansonsten zu kleinen Auslauf zu rechtfertigen.

 

Ich bin echt für jeden Input dankbar, auch wenn es (sehr) kritisch ist. Ich weiß dass es nicht optimal ist bei uns, ich weiß aber auch dass es bei vielen (hier) ähnlich ist und denke eine Diskussion um Auslaufmindesgröße(n) ist sinnvoll und wichtig. Was einzelne daraus machen deren Wohnung nicht mehr hergibt (so wie bei uns) ist ja nochmal eine andere Sache.

 

Liebe Grüße

 

RainbowRicarda

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nita

Huhu

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foxtrot

Huhu,

 

also täglichen Auslauf finde ich auch wichtig. Ich merke, wie sich in unserem 5er Rudel die Energie staut, wenn mal einen Abend kein Auslauf statt gefunden hat.

Allerdings hat sich bei unseren gezeigt, dass der Käfig lieger geschlossen ist, wenn Auslauf ist. Die beiden schüchternen verziehen sich nämlich sonst in den Käfi, während die jungen Wilden rein und raus sausen und die Auslaufleckerchen im Käfig bunkern.

Aus dem Grund gibt es stundenweise Auslauf, der Käfig ist in der Zeit geschlossen. Meist setzt meine Tochter sich dazu in den Auslauf, das finden die Jungs prima, kann man ja super drauf rumturnen.

 

Unsere 3 Opis wollen eigentlich gar keinen Auslauf mehr. Sie legen sich dort immer direkt in ein Haus und pennen weiter. Ich biete es immer wieder an, aber sie bewegen sich so gut wie gar nicht im Auslauf.

 

Die Größe unserer Ausläufe (haben 2) weiß ich gar nicht. Müsste ich mal ausmessen. Der Opi-Auslauf ist aber nur halb so groß wie der andere.

 

LG

fox

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Akumaline

Hallo,

 

also ich habe mich immer für einen Dauerauslauf entschieden, sowohl mit Voliere und kleinem Auslauf im Wohnzimmer und jetzt mit Dom und 6 qm in meinem ehemaligen Arbeitszimmer.

 

Während der Integration, mit allen im Badezimmer, war wesentlich mehr Aktion und alle wuselten rum, im jetzigen Auslauf sitzte ich auch schon mal allein :D - das ist der Nachteil. Natürlich ändert sich dass, wenn ich Knabbereien dabei habe ;)

 

Durch die Nutzung der Toiletten im Auslauf oder auch mal einen Blick in der Nacht ist aber klar, dass der Auslauf gerade nachts ausgiebig genutzt wird.

Wenn ich abends unterwegs bin oder keine Zeit habe, können sie trotzdem raus und ich habe kein schlechtes Gewissen.

 

In der Regel mache ich den Auslauf auf, wenn ich im Raum bin, dann können sie im ganzen Zimmer rumlaufen, auf meinen Schreibtisch klettern etc., oder auch mal mit Speed durchs Zimmer hoppeln. Das ist dann nochmal extra Spaß ...

 

Größe und Form des Auslaufs kann man nur so gestalten wie es der Raum / Wohnung hergibt, darüber würde ich mir nicht soviel Gedanken machen.

 

LG

 

Renate

 

 

 

 

 

 

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RainbowRicarda

Hallo,

 

danke für eure Antworten!

Wir haben mit dem umräumen noch etwas Zeit aber momentan tendiere ich zum 4qm Auslauf an den Käfig angeschlossen und dann wenn ich Zeit habe noch Zusatzauslauf. Ob ich den 4qm Auslauf dann als Dauerauslauf nutzen lasse oder Abends die tür auf und morgen wieder zu mache werde ich gucken wie er genutzt wird. Bzw wie foxtrot vorschlägt die Volierentür auch mal phasenweise zumachen während des Auslaufs (z.B. abends wenn es intelligenzspielzeug mit futte im auslauf gibt) damit wirklich alle den Auslauf nutzen. Meinen alten traue ich nämlich wirklich zu den auslauf komplett zu ignorieren (auch wenn der 3,2 Jährige momentan wo er "muss" noch jeden Abend den Auslauf erkundet bevor er sich schlafen legt)

 

Wir haben grade neue Ratten die vor der Inti ihren Auslauf im bad bekommen und das klappt ganz gut. Ich könnte mir also vorstellen den gesamten Trupp später auch ab und zu mit ins Bad zu nehmen damit sie etwas mehr abwechslung/Platz haben als immer die 4qm bzw. eben Zeitweise den bereich des esstischs im wohnzimmer noch als zusätzlichen stundenweisen Auslauf abzutrennen.

 

 

Wichtiger als die Größe finde ich auch die Gestaltung. Einen riesigen Auslauf ohne Beschäftigungsmöglichkeiten und passende Einrichtung fände ich schlechter als einen kleineren gut ausgestatteten Auslauf mit Spiel- und Klettermöglichkeiten...

 Das ist klar, ich gucke dass es weiterhin möglichst viel 3D Struktur (mehrere Kratzbäume, Buddelkisten/bällebad etc) , Verstecke, immer wieder umräumen, Intelligenzsspielzeug und verstecktes/freizunagendes Futter gibt aber auch eine freie Strecke zum rennen. Trotzdem lassen wir dieses Argument ja auch nicht bei Käfigen (unter Mindestmaß) gelten darum fände ich es weiterhin gut sowas wie ein Mindestmaß auch bei Ausläufen zu etablieren.(Ob unserer dann da reinfällt und was ich mache falls nicht muss ich dann sehen^^). Also falls noch wer Meinungen - allgemein oder auf unseren Auslauf bezogen- beisteuern mag freue ich mich.

 

Liebe grüße

 

RainbowRicarda

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Käthe

Hey!

 

Wenn die Möglichkeit besteht, würde ich den Auslauf IMMER an den Käfig angrenzen. Meine Nasen wechseln ständig zwischen draußen und drinnen. Mal etwas essen - rein. Spielen - raus. Ob Dauerauslauf oder nicht, bleibt ja dann jedem selbst überlassen.

 

Mein Auslauf ist wie oben beschrieben und die Nasen haben luxeriöserweise das ganze Zimmer zur Verfügung. Als Dauerauslauf habe ich es nicht eingerichtet, aber sie dürfen raus, sobald einer von uns zu Hause ist (Es sei denn ich muss an den PC. Das lässt sich nicht kombinieren, da ich Rättchen mit dem Stuhl überfahren würde und sie mich auch nicht 2 Minuten arbeiten lassen würden ... ). 2 von den Pappnasen schaffen es auch wehleidig am Türchen zu sitzen und in die Weite des Zimmers zu starren, wenn es denn mal zu ist. Ansonsten habe ich auch immer wieder Kandidaten dabei, die es lieben, im Auslauf zu schlafen. Aktuell ist es die Graue, die ich sehr häufig im Kratzschloss finde ...

 

LG

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RainbowRicarda

Huhu,

 

Danke! Auslauf an den Käfig angeschlossen geht hier halt nur wenn der Auslauf dafür etwas kleiner wird (um die 120cm  Breite des Käfigs) aber ich denke ihr habt mich überzeugt dass das die bessere Lösung ist.^^ (Und ich muss dann halt schauen wie gut ich es schaffe noch darüber hinaus Zusatzauslauf zu geben).

 

LG

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Niniel

Hey

 

darum fände ich es weiterhin gut sowas wie ein Mindestmaß auch bei Ausläufen zu etablieren.

 

Es gibt da sogar schon konkret vorgeschlagene Zahlen, nämlich mindestens 6 bis 10 Quadratmeter.

Da aber viele diese nicht einhalten können, werden sie leider nicht wirklich angenommen. Das ist generell ein Problem bei den Ratten. Während Mäuse schon lang auf 100 x 50 Käfiggrundfläche waren, mussten die Ratten noch hart darum kämpfen ..

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foxtrot

Huhu,

also unser 5er Auslauf hat ca 4qm. Der soll noch erweitert werden, wenn wir dann irgendwann nur noch ein Rudel haben.

Der Opi-Auslauf hat nur knapp 2qm, aber die bewegen sich auch kaum noch.

Beide Ausläufe stehen in meinem Arbeitszimmer, wo auch beide Käfige stehen. Wenn der Tower mal nicht mehr mit den Opis hier steht, dann kann ich auch den Auslauf der 5er vergrößern. Aber so gibt das Zimmer einfach mehr Platz nicht her.

Ich denke, das ist eben das Problem, dass die Räumlichkeiten oft nicht mehr hergeben.

Dafür wohnen die 5er im Schrankumbau, viel Lauffläche, viel Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Ich denke, wenn man das alles irgendwie durch Beschäftigung etc auffängt...

 

Es gibt halt auch Leute, für die ist ein Jumbokäfig riesig, wenn sie den sehen. Und ich hab ein schlechtes Gewissen, wenn darin während der Intizeit 3 Böcke wohnen.

 

Klar, besser geht es immer. Aber schlechter nun einmal auch.

 

LG
fox

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RainbowRicarda

Hallo,

 

 


Es gibt da sogar schon konkret vorgeschlagene Zahlen, nämlich mindestens 6 bis 10 Quadratmeter.

Da aber viele diese nicht einhalten können, werden sie leider nicht wirklich angenommen. Das ist generell ein Problem bei den Ratten. Während Mäuse schon lang auf 100 x 50 Käfiggrundfläche waren, mussten die Ratten noch hart darum kämpfen ..

 

das ist mir durchaus bewusst und ich hatte auch versucht das rausklingen zu lassen dass es dieses Wiederstreben gegen mindestmaße bzw. deren etablierung gibt. Aber da die Ratten nicht selber drum "kämpfen" können wie du es so schön formulierst müssen wir das ja und welche optionen außer sowas immer wieder in Kontexten wie diesem tierschutzorientierten Forum anzuregen gibt es denn da?

Es gibt das ja auch bei anderen Tierarten wo das "offizielle Mindesmaß" vom "idealen Mindestmaß" abweicht aufgrund dessen was praktikabel ist. Mir fallen da Hamster ein bei denen es ja sogar wissenschaftliche Studien gibt dass Gehege/Käfig mindestens einen quadratmeter Grundfläche haben sollte, als mindestmaß wird aber üblicherweise (auch von fast allen tierschutzorientierten pflegestellen) 0,5 quadratmeter angegeben, weil 1 qm nicht durchsetzbar zu sein scheint bzw. es da keine wirklichen Kaufkäfige mehr gibt. Klar könnte man jetzt sagen dann "ruhen sich die leute drauf aus wenn sie ein 0,5qm gehege haben" aber den eindruck habe ich nicht, eher dass viele Hamster davon profitieren und so nichtmehr in 0,3-0,4 qm oder noch kleiner wohnen müssen.(immer vorrausgesetzt die Leute wollen dass es ihrem tier gut geht, Leute denen das alles egal ist gibt es immer). Also ich habe schon das Gefühl, dass ein Standard der in der ganzen "tierschutzszene" der jeweiligen Tierart etabliert ist den tieren hilft, selbst wenn er unter dem "idealen Mindestmaß" ist. Und sowas gibt es für Ratten Ausläufe halt garnicht. Ich sehe hier im Forum tolle und hochengagierte Pflegestellen die in Ausläufe unter 4 qm vermitteln und auch viele Leute die selber unter den 6 qm (um mal den niedrigeren Wert zu nehmen) sind, auch von denen die sehr stark im Tierschutz engagiert sind.(da meine ich jetzt nicht für Vermittlungstiere sondern eigene Rudel). Ich hätte alle meine Notfellchen wohl auch vermittelt bekommen wenn es bei mir nur 1 stunde täglich auslauf auf 2qm gäbe und ich das so gesagt hätte, deshalb habe ich da auch kein superschlechtes Gewissen wie es ihnen bei mir geht. Wenn es da allerdings nen sehr stark verbreiteten Standard gäbe würde sich das vermutlich auch bei vielen die Vermitteln (Tierheim, Pflegestellen etc.) ändern und Leute würden stärker zum nachdenken angeregt werden.  Bei Kaninchen setzt sich langsam Wohnungshaltung durch, aber ich bin mir sicher dass viele der früheren Kaninchenhalter_innen das damals nicht für umsetzbar hielten. Jetzt wo das langsam standard ist müssen die die selber tierschutzorientiert sind eben entscheiden ob sie das doch irgendwie umgesetzt bekommen oder mit der Haltung aufhören. Wenn es bei Ratten da standards gäbe die ich nciht erfüllen könnte müsste ich mir das auch überlegen. Und ja klar wollen wir keine Standards die dazu führen dass alle Tierheime überlaufen weil sich kaum noch jemand von der Wohnsituation her Ratten leisten kann. Aber ein realistischer Standard, der versucht wird zu etablieren und an dem sich z.B. auch neuhalter_innen orientieren können würde denke ich schonn Sinn machen.

Wenn ich sage wir müssen auf den Wohnzimmertisch verzichten damit die Ratten über 6qm Auslauf haben wird mein Freund sofort nein sagen, lachen und drei Beispiele von Pflegestellen(!) aufzählen können wo die Ratten(eigene Rudel) weniger Auslauf kriegen. Wenn ich sage dass ist der etablierte Standard, die meisten machen das so und von den meisten würde wir darunter garkeine Ratten vermittelt bekommen dann würde mindestens eine ernsthafte Diskussion stattfinden wie wir das hinkriegen könnten. Und ich denke ich/wir sind da nciht die einzigen die sich an sowas orientieren. Aber bei miener suche nach mindestmaß für Auslauf habe ich 2,3,4,6 und 10 qm gefunden. Meiner Meinung nach nicht sehr aussagekräftig und dann "naja nehmen wir die mitte" das kriegen wir vom Platz her hin als Argument kann ich schon verstehen. Bei Käfigmaßen findet man überall (im tierschutzorientierten bereich) den selben wert (und selbst die veralteten 50x80 waren ja auch nicht sooo weit davon entfernt, nicht um Größenordnungen wie beim Auslauf). Aber ob da wirklich von der breiten Masse der tierschutzorientierten Rattenhalter_innen Interesse besteht sowas zu etablieren, in der Gefahr das selbst nicht erfüllen zu können(geht mir ja auch so; ich wäre trotzdem dafür) weiß ich nicht.

 

Liebe Grüße

 

RainbowRicarda

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dada

Hallo,

 

ich würde wahrscheinlich den kleineren Dauerauslauf mit Verbindung zum Käfig wählen, da die Tiere dann selbstbestimmt agieren können und der Größenunterschied mir doch nicht sooo relevant erscheint. Auch mein Dauerauslauf ist zu klein, was aber an meiner Wohnung liegt. In der großen Dreizimmer-Wohnung mit meinem Exfreund hatten die Ratten 12qm, jetzt sind es 3,5. Ich hab auch noch Degus und irgendwo muss ich ja auch noch wohnen (sowas wie ein Sofa hab ich eh schon nicht:)).

Wenn sie alle vier endlich mal integriert sind, dürfen sie bestimmt auch mal einen Ausflug nach "draußen" machen, aber eben nicht regelmäßig.

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Niniel

Hey

 

weil 1 qm nicht durchsetzbar zu sein scheint bzw. es da keine wirklichen Kaufkäfige mehr gibt.

 

 

Da fängt ja auch schon wieder die Bequemlichkeit an. Bei den Degus ist das zum Glück nicht so, da hat sich ein Mindestmass etabliert, obwohl es eigentlich gar keine Käfige fix-fertig zu kaufen gibt, die das erfüllen. 

Und gerade weil viele schlicht nicht den Platz haben - oder den Tieren einfach so zugestehen wollen - wird es für Ratten wohl keine Mindestmasse für den Auslauf geben, die den Tieren am Ende auch gerecht werden. Wenn ich sehe, wie meine Zwerge durchs ganze Zimmer wuseln, will ich mir nicht vorstellen, sie auf 4 qm oder weniger einsperren zu müssen. Ist schon immer schwer genug bei den Integrationen.

 

Für mich sind im Übrigen die 10 qm ideal - die 6 der Kompromiss.

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nita

Huhu...

 

Ich finde nicht, dass man Pflegestellen mit "normalen" Rattenhaltern gleichsetzen sollte. Wenn dort für jedes Rudel ein Käfig und ein Auslauf weit über Mindestmaß verlangt würde, könnte das wohl niemand mehr schaffen.

Ich finde es auch nicht gut Neuhaltern gleich riesige Mindestmaße für den Auslauf vor den Kopf zu werfen. Leider verlassen die meisten Leute dann das Forum wieder und halten ihre Tiere dann fernab von guter Haltung.

Mir persönlich ging es selber so , dass ich während der Haltung automatisch versucht habe alles immer mehr zu vergrößern und zu verbessern... Mein erster Auslauf hatte nur 2 m2 und es hat für meine alten Notfellchen scheinbar gereicht. Aber Stück für Stück hab ich dann erweitert und würde meine Jungs nie wieder in 2 m2 einsperren.

Gleich 10 m2 als Minimum anzusetzen fände ich persönlich nicht so realistisch, da das eher abschreckend wirkt.

Ich finde einen Wert von min. 5 m2 gut... natürlich ist größer besser aber leider kann nicht jeder ein ganzes Zimmer zur Verfügung stellen.

Ich selber hab nur eine 2-Zimmer-Wohnung und könnte da kein Zimmer komplett hergeben. Meine Jungs dürfen meistens über die ganze Nacht den Auslauf (ca. 6 m2) nutzen und tagsüber oft noch zusätzlich einige Stunden.

Ein Dauerauslauf ist im Flur leider nicht möglich :o ab und zu muss ich da auch voll bepackt durch...

 

LG

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RainbowRicarda

Huhu,

weil 1 qm nicht durchsetzbar zu sein scheint bzw. es da keine wirklichen Kaufkäfige mehr gibt.

Da fängt ja auch schon wieder die Bequemlichkeit an. Bei den Degus ist das zum Glück nicht so, da hat sich ein Mindestmass etabliert, obwohl es eigentlich gar keine Käfige fix-fertig zu kaufen gibt, die das erfüllen.

 

Wessen Bequemlichkeit meinst du? Die der Pflegestellen/der Leute die das Mindestmaß "festlegen" (die meiner erfahrung nach meist deutlich größere gehege als mindesmaß haben für ihre eigenen Tiere) oder die der 0815 Halter_innen auf deren "Bedürfnisse" sich eingestellt wird damit weiterhin Tiere vermittelt werden können und nicht ewig auf den pflegestellen festsitzen( die dann anderen Tieren aus noch viiiiel schlechteren Verhältnissen nicht helfen können weil sie voll sind). Weißt du denn was bei den Degus geholfen hat, dass sich diese Maße durchsetzen konnten? Vielleicht kann man damit ja bei Ratten auch etwas bewirken.

 

 

Ich finde nicht, dass man Pflegestellen mit "normalen" Rattenhaltern gleichsetzen sollte.

Hmm dann habe ich das wohl missverständlich ausgedrückt obwohl ich eigentlich versucht hatte zu betonen dass es mir um die eigenen(!)/nicht zu vermittelnden Rudel der Pflegestellen ging, nicht um die Vermittlungstiere.(und eben darum welche Kriterien Pflegestellen und Tierheime bei der Vermittlung anlegen bezüglich Auslauf). Da haben die in meinen Augen schon eine Vorbildfunktion bzw. formen mit ihren Kriterien das Bild davon was artgerechte Haltung bedeutet.

 

Liebe Grüße,

 

RainbowRicarda

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Niniel

Hey

 

die der 0815 Halter_innen auf deren "Bedürfnisse" sich eingestellt wird 

 

Genau diese.

Die sorgte auch dafür, dass es sehr dauerte, dass man endlich von Paarhaltung auf Rudelhaltung wechselte (mind. 3 Tiere). Das ist noch gar nicht so lang her.

Da waren die Mäuse beispielsweise schon lang bei mind. 4-er Gruppen.

 

Weißt du denn was bei den Degus geholfen hat, dass sich diese Maße durchsetzen konnten? 

 

Ich nehme an, einfach Hartnäckigkeit. In Verbindung mit vorbildlichen Haltern, die aufzeigen konnten, dass die Tiere den Platz nutzen und brauchen.

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RainbowRicarda

Hallo,

 

diese Woche war bei uns die Nachkontrolle von den 4 Nasen die wir Ostern aus dem Tierheim geholt haben. Die Nachkontrolleurin war total begeistert von unserer Haltung und fand sie vorbildlich (5qm Auslauf...). Ich habe sie auch nach mindestmaßen für den Auslauf gefragt (hatte sie keine Antwort, nur mehr als bloß auf dem Sofa soll es sein und min 1 Stunde am Tag bzw. auch dass struktur wichtig(er als größe)ist)und ob sie es problematisch fände wenn unser Auslauf etwas kleiner wird und dafür dauerauslauf (fand sie unproblematisch bzw. immer noch super). Und ich denke so eine konsequente Nachkontrolle aller vermittelten Kleintiere machen vermutlich die wenigsten Tierheime. Ich habe generell das Gefühl das Berliner Tierheim hat einen sehr hohen Standard im vergleich zu anderen (ist vermutlich auch das größte und bestfinanzierteste in Deutschland). Und solange dort (genauso wie in sämtlichen Pflegestellen mit denen ich persöhnlich Erfahrungen habe) 5qm (bzw. noch weniger) noch total super und "vorbildlich" sind, fürchte ich dass sich in der breiten Masse der Rattenhalter_innen nichts an der Auslaufgröße ändern wird.

 

Ich denke weiterhin viel über das Thema nach. Einerseits wie man da allgemein ein Umdenken anregen kann, aber auch was ich als Einzelperson für Konsequenzen daraus ziehe in meiner Tierhaltung.

Wären 6 (oder 10)qm allgemeines Mindesmaß hätte ich wohl nicht nochmal (Notfall)ratten bei mir aufgenommen weil ich das in meiner Wohnsituation einfach nciht sinnvoll bieten kann. So lange aber die Ratten wenn ich sie nicht nehme irgendwo landen wo sie vermutlich ähnlich wenig bzw. noch weniger (und kürzer) Auslauf kriegen finde ich es besser wenn sie hier den Platz haben den ich eben bieten kann. (Die Nachkontrolleurin vom Tierheim macht alle Rattennachkontrollen und meinte bei uns sei eine der besten Haltungen die sie so gesehen hat. Das schreibe ich nciht zum angeben sondern weil es leider zeigt wie niedrig scheinbar der Standard ist wenn ich mit meinem zu kleinen Auslauf schon darüber liege). In der Labori-Diskussion kam ja neulich auch auf dass es schon nicht geschafft wird alle regulären Notnasen irgendwie sinnvoll zu vermitteln sondern immer eine gewisser (großer? :( ) Teil irgendwo sitzt und leidet, unter Bedingungen die weit weg von der Frage sind ob 5 oder 10qm aulsauf, sondern eben ganz ohne. Da ist dann wieder die Frage ob es besser wäre mehr Tieren mit nicht optimalen aber okayen Bedingungen zu helfen oder weniger(wenn die Standarts steigen sinkt ja automatisch die Anzahl an Menchen die sie erfüllen können und somit Notnasen aufnehmen könnten) aber dafür denen so dass sie wirklich artgerecht glücklich werden können. Ich finde das wirklich schwierig abzuwägen und grüble viel darüber nach...

 

Liebe Grüße

 

RainbowRicarda

 

 

 

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Godspeed

Huhu,

weil irgendwo sitzt und leidet, unter Bedingungen die weit weg von der Frage sind ob 5 oder 10qm aulsauf, sondern eben ganz ohne. Da ist dann wieder die Frage ob es besser wäre mehr Tieren mit nicht optimalen aber okayen Bedingungen zu helfen oder weniger

 

 

ich finde es problematisch in diese Richtung zu denken, weil das zu einem Stillstand oder gar "downgrading" in der eigenen Haltung führen kann.

In der Beratung trifft man übrigens auch oft auf Halter, die ihre wirklich unzureichenden Haltungsbedingungen damit zu legitimieren versuchen - denn schlimmer geht schließlich immer. Ich mag diese Argumentation deshalb nicht so besonders, erliege ihr aber natürlich auch ab und zu. Wenn ich in die Nähe eines solchen Gedankenganges komme wie "besser bei mir, woanders könnten sie es schlechter haben", ergänze ich immer "oder besser".... Das beendet meinen Gedankengang auf diesem Pfad dann ganz schnell.

Insgesamt verbessern sich die Haltungsstandards, wenn auch sehr langsam. Auffällig ist, dass jüngere Halter (bezogen auf die Halterjahre, nicht Lebensjahre) oft progressiver sind als alte. Und das Haltungsverbesserungen bei klassischen Heimtieren langsamer gehen als bei "weniger üblichen" (siehe Degus oder sog. Exoten). Viele Halter bilden eine träge Masse, die sich nur schlecht in Bewegung setzt  hinsichtlich Käfigmindestgrößen und Auslaufmindestgrößen.

Die 6 m² bei Ratten habe ich mal vor einigen Jahren initiiert. Grundlage war eine "Diskussion" auf einer Plattform, deren Resonanz praktisch 0 war. Das Thema mögen viele Halter garnicht. Konsens undenkbar, und auf meiner HP und anderen Plattformen habe ich das dann einfach kolportiert. Warum auch nicht. Halter - besonders Einsteiger - benötigen Orientierungswerte. Die gab es bis dato schlichtweg nicht.
Während Käfigmindestmaße keinen "Beleg" oder sonstige Begründung haben (die erste Käfigmindestgrundfläche die ich kenne war 70x40 und die wurde schlicht ausgedacht), wurde und wird das von den Auslaufmindestmaßen gefordert. Ein herrliches Thema - es bleibt spannend :)

Viele Grüße,

Katharina
 

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Kai

...  5qm (bzw. noch weniger) noch total super und "vorbildlich" sind, fürchte ich dass sich in der breiten Masse der Rattenhalter_innen nichts an der Auslaufgröße ändern wird.

.

.

 Ich finde das wirklich schwierig abzuwägen und grüble viel darüber nach...

 

Hi

 

Da wird sich in der Praxis auch nicht viel ändern weil, sie entweder nicht gewillt sind etwas zu ändern, oder sie haben auf Grund der Wohnsituation gar nicht die Möglichkeit dazu. Natürlich könnte die Bundesregierung oder unsere heißgeliebten EU-Vertreter entsprechende Richtlinien erlassen wenn sie wollten. Aber 1. wer soll es kontrollieren ?, 2. was wenn es Wohnraum bedingt nicht einhaltbar ist ? Auch für mich wäre es ein Problem 10m² Auslauffläche zu Verfügung zu stellen. Das ginge nur über mehrere Ecken und Räume. Daraus ergibt sich dann noch ein weiteres Problem und zwar die Absperrungen. Je verwinkelter und schlauchartiger das Ganze wird, desto mehr Absperrungen benötigt man und diese müssen nach Gebrauch ja auch wieder verstaut, also gelagert werden, was wiederum Platz benötigt und nicht gerade wenig. Da beißt sich nicht selten die Katze selbst in den Schwanz. Deshalb sind Kompromisslösungen immer noch besser als starre Vorgaben die unterm Licht betrachtet von vielen kaum bis gar nicht einzuhalten wären.

Natürlich sollte es gewisse Mindeststandards geben, aber da haben wir wieder Problem Nr. 1  Wenn kontrolliert wird, dann nur bei Tierheim-Vermittlungen, beim klassischen Zoohandlungskauf, Pustekuchen !

 

Es ist ein schwieriges Thema und man kann darüber grübeln wie man will, letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, was kann ich, was will ich.

 

Liebe Grüße, Kai

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