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svenja142

Extrem enttäuscht nach Rattenkauf bei “Hobbyzüchterin”

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svenja142

Hallo allerseits,

ich hoffe, dass ich für diesen Threat nicht verurteilt werde oder böse Nachrichten bekomme. Ich würde es heute auch anders machen. Nun ist es aber so dass ich nach langem hin und her überlegen, wo ich meine Ratten kaufen soll, mich dazu entschlossen habe die Tiere bei einer Hobbyzüchterin zu kaufen. Eigentlich wollte ich erwachsene Tiere aus dem Tierheim oder Tierschutz holen, habe mich aber dann doch dazu entschieden, mir Babys vom Züchter zu holen (aufgrund ihrer sowieso schon niedrigen Lebenserwartung und weil ich dachte, sie wären dann vielleicht etwas zutraulicher und besser sozialisiert.) 

Das Ende vom Lied ist, dass ich total schreckhafte, verängstigte Tiere hier habe. Insgesamt sind es 4 Böcke, 2 davon sind offenbar von Anfang an krank gewesen und müssen demnächst zum Tierarzt. Ich bin einfach super enttäuscht und rege mich über mich selber auf. Wäre ich bloß bei meiner ersten Tendenz geblieben und hätte 3-4 Tiere aus dem Tierheim adoptiert. Mit diesem Kauf habe ich letztendlich weder mir noch den Tieren einen Gefallen getan. Ich habe die Frau, welche mir die Tiere verkauft hat, bereits über ihren Zustand in Kenntnis gesetzt und ihr meinen Unmut geschildert. Als Reaktion darauf, dass die Tiere krank sind, bekam ich nur ein “ohje, das ist ja blöd”. Das Kind ist jetzt sowieso schon in den Brunnen gefallen und es ändert nichts an der Situation, aber so etwas möchte ich nicht einfach stillschweigend hinnehmen. Vielleicht überdenkt sie ihre “Zucht” ja nochmal. Ich zumindest habe meine Lehre daraus gezogen und werde mir nur noch Ratten holen, die aus dem Tierschutz kommen, gesundheitlich durchgecheckt sind und keine unseriösen Züchter mehr unterstützen. Mir ist bewusst, dass es sicher auch ein paar gute, verantwortungsvolle Zuchten gibt, aber mir hat diese eine Erfahrung gereicht.

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Hörnchen

Hallo svenja,

vor 5 Minuten schrieb svenja142:

Vielleicht überdenkt sie ihre “Zucht” ja nochmal.

Rechne lieber nicht damit, dafür ist das einfach ein viel zu lukratives Geschäft.

 

vor 5 Minuten schrieb svenja142:

meine Lehre daraus gezogen

Das ist gut. Und nein hier wird keiner zerissen, wir machen alle Fehler und wenn du deine Lehre draus gezogen hast ist das gut^^

 

Liebe Grüße Hörnchen

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Mellische

Hallo Svenja, 

 

das tut mir leid aber es zeigt auch wieder mal, dass die Tiere bei den Vermehrern nur Ware sind und sie aufgrund der Menge der Tiere keine Zeit und wahrscheinlich auch keine Lust haben, sich mit den Tieren zu beschäftigen. 

Es ist einfach viel zu leicht verdientes Geld. 

 

Ändern kann man es jetzt nicht mehr aber ich bin mir sicher, dass Du mit Geduld und Liebe tolle Kerlchen haben kannst. 

 

Von Anfang an zahm sind die wenigsten Ratten, es braucht viel Beschäftigung bis wir ihr Vertrauen und ihre Zuneigung gewonnen haben. 

 

Du wirst hier im Forum aber sehr viele Tipps zu fast allen Themen finden. Schau Dich einfach mal eingehend um und für weitere Fragen wirst Du sicher auch wieder Antworten bekommen. 😉

 

Viele Grüße 

Melanie 

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xharuhix

Hallo Svenja,

 

nur aus Fehlern kann man lernen und ich denke es ist gut, dass du deine schlechte Erfahrung hier teilst. Nur so können Anfänger erfahren, dass Zuchttiere nicht automatisch gleichzusetzen sind mit gesunden, zahmen Tieren.

 

Ich habe kürzlich drei junge Weibchen aus der Rattenhilfe NW adoptiert und könnte glücklicher nicht sein. Sie waren zwar anfangs sehr schreckhaft (das ist normal), aber sie ließen sich sofort hochnehmen und bestens händeln. Als Babies wurden sie von der Pflegestelle bereits zahmgeknuddelt. Sowas ist echt Goldwert!

 

Was deine Jungs angeht: Du kannst hier gerne ein Tagebuch für sie einstellen und uns von ihnen berichten. Oder ein Unterthema in „Gesundheit“ um dir Ratschläge für deinen ersten TA-Besuch zu holen. Nicht jeder TA ist rattenerfahren und der ein oder andere kann einen Wink in die richtige Richtung gut gebrauchen. 😉

 

Liebe Grüße

Ann-Ka

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dada

Ich kann mich meinen Vorrednern leider nicht anschließen, hoffe aber, dass ich trotzdem meine Meinung teilen darf.

 

Erstens: Deine Erkenntnis finde ich super, denn rein aus moralischen Gründen holt man Tiere aus dem Tierschutz! Ich finde auch, dass man sich nicht als richtiger Tierfreund bezeichnen kann und dann zum Züchter rennen, denn es gibt schon so viele, die auf ein Zuhause warten. Aber das weißt du ja (mittlerweile) selbst.🙂

 

Allerdings kannst du auch aus dem Tierheim kranke Tiere bekommen. Meiner Erfahrung nach werden Ratten dort eher stiefmütterlich behandelt im Gegensatz zu anderen Tieren.

Und Tierheime haben auch nicht so viel Geld. Zahm knuddeln tut sie dort niemand, wenn sie es nicht bereits sind. Zudem haben die Tiere im Tierheim eine Vergangenheit.

Ich habe Ende April zwei junge Ratten geholt, die aus einem Animal Hoarding Fall stammen. Mit der einen war ich auch schon zweimal beim Arzt, mit der anderen nur einmal.

Sie waren am Anfang auch sehr ängstlich, aber das hat sich gelegt! Grey, den ich diese Woche adoptiert habe, ist sehr aggressiv.

Das soll jetzt nicht abschrecken, doch ich finde, man sollte einfach die Wahrheit sagen. Ich habe schon gnaz tolle Tiere aus Tierheimen adoptiert - zB Typsi, der anhänglich wie ein Schoßhund war - doch die Tiere, die dort sitzen werden ja überwiegend nicht abgegeben, weil sie so ein tolles Zuhause hatten mit Menschen, die sich super gekümmert haben. Das gibt es auch, aber eher als Ausnahme. Manche sind zahm, manche sind erst sehr schüchtern, manche auch aggressiv.

 

Vom Züchter habe ich nur ein Rattenbaby geholt, da ich Typsi leider nicht mit erwachsenen Ratten integrieren konnte, da er Verhaltensdefizite hatte.

Das war eine Frau, die verschiedene Tiere hatte, mit der Rattenzüchtung aufhören wollte und nur dieses eine Baby hatte. Ich muss sagen, er ist bisher pumperlgesund, kräftig und mir gegenüber auch nicht ängstlich (bei Fremden aber schon!).

Aber ich würde aus moralischen Gründen im Normalfall kein Tier von einem Züchter kaufen.

 

Und junge Tiere findet man im Tierheim häufig. Mit 4 Monaten sind sie zwar keine Babay mehr, aber noch jung genug, um lange zu leben - und darauf hast du dann mit deiner Haltung auch viel Einfluss.

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xharuhix
vor 1 Stunde schrieb dada:

stiefmütterlich behandelt […] Zahm knuddeln tut sie dort niemand, wenn sie es nicht bereits sind.


Tut mir leid, dass deine Erfahrung so war. Ich möchte jedoch betonen, dass es einen Unterschied zwischen Tierheim (vielleicht auch eher überfordert mit artgerechter Rattenhaltung) und richtigen Rattenhilfen mit Pflegestellen gibt.

 

Die Babies der Bielefelder Rattenhilfe werden ebenfalls zahmgeknuddelt.

 

Liebe Grüße

Ann-Ka

bearbeitet von xharuhix
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KerstinVanessa

Es ist auch bei den Tierheimen unterschiedlich. Manche tun alles, was sie mit begrenzten Mitteln tun können, anderen fehlt ein bisschen das Feingefühl und Wissen - oft auch die Zeit - , aber die Tierliebe und das Engagement sind immer zu spüren. So zumindest meine Erfahrung mit nunmehr 5 Tierheimen in Bayern.

 

Dass die Tiere dort aus unterschiedlichen Situationen kommen ist für mich eher der Knackpunkt, weil man eben nicht weiß, was sie vorher mitgemacht haben. Manche kommen aus einem liebevollen Zuhause und tauen recht schnell auf. Andere sind aus welchem Grund auch immer scheu und ängstlich und brauchen länger.

 

Mein erstes Rudel junger Böcke stammte aus dem Tierheim und war nicht zahm geknuddelt. Das war für mich nicht ganz so einfach, am Anfang.

 

Ich denke, ich würde rückblickend Anfängern dazu raten, die ersten Ratten aus einer Pflegestelle zu holen, da die ihre Tiere gut kennen.

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dada
vor einer Stunde schrieb KerstinVanessa:

, aber die Tierliebe und das Engagement sind immer zu spüren. So zumindest meine Erfahrung mit nunmehr 5 Tierheimen in Bayern.

 

Immer leider nicht. Einmal musste ich schon das Veterinäramt einschalten (in einem Tierheim in Bayern, aber nicht München). Aber das war (hoffentlich) ein Extremfall.

Trotzdem habe ich den Eindruck, dass Hunde und Katzen oft besser versorgt werden.

 

Die Tierpflegerin, bei der ich am Mittwoch meine Ratte abgeholt habe, war sich nicht mal ganz sicher, ob es für Ratten alleine schlimm ist. Ich habe ihr erklärt,

dass es wie für uns Menschen ist. Aus dem Käfig musste ich die Ratte auch holen, weil sie es nicht machen wollte. Gut, sie kam vielleicht aus der Hundeabteilung, keine Ahnung?

Aber ein bisschen komisch ist so etwas schon.

 

Aber wie gesagt: Den Ratten zuliebe sollte man sich trotzdem in Tierheimen umschauen! Denn die haben ein neues Zuhause besonders nötig.

bearbeitet von dada
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Anonymiss

Ich kann hier Ann-Ka nur zustimmen. Alle Ratten die ich von Rattenhilfen bezogen haben waren zahmgeknuddelt. Selbst die aus ganz schlimmen Verhältnissen waren umgänglich, recht leicht hochzuheben und nicht bissig. In den Rattenhilfen wird sich nach meiner Meinung wirklich Mühe gegeben die Ratten so weit wie möglich auf ein schönes Leben vorzubereiten. Besonders bei den Rattenhilfen wird n.m.M. auch gut beraten. Ich nehme ja z.B. auch gerne die schwierigen Fälle, während anderen erstmal anfängertaugliche Ratten nahegelegt werden. 

Auch geben die mir bekannten Rattenhilfen nur getestete und medizinisch abgeklärte Ratten ab. Das ist natürlich keine Garantie für ein langes gesundes Leben, aber besser geht es weder für Tier noch Mensch.

 

Tierheime sind ein anderes Thema, damit habe ich bisher keine Erfahrungen gesammelt, sodass ich mich dazu nicht äußern kann. Man kann beides jedenfalls nur nicht in einen Topf werfen.

 

Aber im Endeffekt wollen doch sowohl die Rattenhilfen als auch Tierheime das eine: endlich ein schönes Für-immer-Zuhause für unsere Fellnasen, die es dringend nötig haben.

 

@svenja142 Ich finde es gut, dass du deine Erfahrung hier teilst, denn daran sieht man nochmals, dass wir hier nicht umsonst von Züchter-und Zooladenkäufen abraten. Und es freut mich auch, dass du dadurch lernen konntest. Ich wünsche dir und deinen Jungs alles Gute.

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