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Anguis

Hilfe, keine Mandeln?

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Anguis

Hallo,

 

 

 

Ich bin ja noch eine recht frisch gebackene Rattenmama und hab gerade gelesen, dass Ratten niemals Mandeln bekommen sollen? *schock* :eek: ich hab mein süßen öfters mal eine Mandel mit der Schale (zum knacken) angeboten. In wie fern ist das schädlich? Ich hab jetzt echt Panik, dass das gefährlich für die Nasen war?? :(

 

 

Gruß

Verena

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Schnieke

Hi,

 

in Mandeln ist Blausäure und die ist giftig. Deshalb auf keinen Fall geben.

Wieviel Ratten essen können ohne Sympome zu bekommen weiss ich aber leider nicht.

 

LG

 

Beate

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Yvonne84

Hallöchen!

 

Bitte keine Mandeln füttern. =)

 

Kerne von verschiedenen Obstsorten, wie zum Beispiel von Pflaumen, Aprikosen und Pfirsichen und Bittermandeln und viele Pflanzenarten enthalten Blausäure, bzw. Glykosid Amaygdalin und sind wegen der leicht abspaltbaren Blausäure giftig.

Obstkerne und Mandeln dürfen daher nicht an Ratten verfüttert werden.

Bei einer Ratte reicht unter Umständen bereits eine kleine Menge aus, um Vergiftungserscheinungen hervorzurufen, das geschieht innerhalb weniger Sekunden. Bei der Aufnahme von pflanzlichen Stoffen treten Vergiftungserscheinungen verzögert auf.

100 g Bittermandeln enthalten 12-500 mg Cyanid. Tödlich sind für Ratten 1-10 mg/kg Körpergewicht. Das heißt, für eine Ratte von 500 g Körpergewicht können 100 mg Bittermandeln tödlich sein!

 

Quelle

 

Daher, bitte keine Mandeln. =)

 

Grüßchen :but:

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Chibi

Hallo,

 

ich grab den Thread mal wieder aus, weil mir gerade in der Frischfutterliste aufgefallen ist, dass da Mandeln unter No-Go stehen...

Das dachte ich vor langer Zeit auch mal und habe immer alle Mandeln aus der Mischnusspackung herausgesammelt. :D

 

Allerdings ist das falsch. Süßmandeln sind sehr wertvolle Nüsse und allein ihre "Dickmachereigenschaften" beschränken die Fütterung. Ich habe den schlankeren unter meinen Nagern schon viele Mandeln verfüttert, weil sie die absolut lieben und die Schale der "Krachmandel" sogar mit etwas Arbeit selbst entfernen können, wenn man sie anknackt.

 

Giftig ist allein die Bittermandel, die tatsächlich cyanogene Glycoside enthält und eben richtig bitter schmeckt. Die Gefahr einer Verwechslung mit der Süßmandel besteht nicht... erstens ist auf Verpackungen überdeutlich (also große Schrift auf der Vorderseite) darauf hingewiesen, wenn Bittermandeln enthalten sind und dass diese keinesfalls zum rohen Verzehr geeignet sind. Zweitens führen Supermärkte i. d. R. keine Bittermandeln (gibt es in Apotheken), und wenn doch, vielleicht mal in der Weihnachtszeit in der Backabteilung.

 

Jede Mandel in einer Packung mit gemischten Nüssen, "Krachmandeln", unbehandeltes Studentenfutter etc. kann bedenkenlos verfüttert werden.

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Scilla

Hey Chibi :tongue:

 

Das finde ich mal interessant. Ich habe da mal flugs recherchiert und das scheint nicht ganz so zu stimmen: Quelle

 

Süßmandeln sind durch jahrhundertelange Zucht amygdalinfrei und können daher bedenkenlos genossen werden; allerdings liefern auch Süßmandelbäume gelegentlich einzelne bittere Mandeln (bis zu etwa 1% der gesamten Ernte), und manche Süßmandeln enthalten gerade noch merkliche Mengen Amygdalin. Lediglich die kalifornischen Mandeln können als vollständig amygdalinfrei betrachtet werden.

 

Allerdings ist das mit den kalifornischen Mandeln auch fraglich, da sie mehrere Arten Mandeln produzieren: Quelle

 

Kalifornische Sorten:

 

Nonpareil: 50 % der Produktion, weichschalig, flach geformt

Nr. 49: dünnschalige Krachmandel

Peerless: Krachmandel

Drake: mitteldickschalig

Mission: dickschalig, rundlich, faltige, dunkle Haut, aromatisch

Jorlando: dünnschalig

 

und hier: Quelle

 

Die Süß- oder Steinmandel P. dulcis var. dulcis hat nur geringe Gehalte an Amygdalin und ist deshalb für den Verzehr geeignet. Typisch sind eine harte Schale und ein süßer Samen. Beispiele: `Kleine vollkernige Süßmandel`, `Ferragnes` etc..

Die Krach- oder Knackmandel P. dulcis var. fragilis ist eine weitere Unterart der Süßmandel mit dünner Schale, die mit den Fingern zerdrückt werden kann. Die Namensgebung fragilis (lat.) = zerbrechlich gibt hier einen deutlichen Hinweis. Beispiele: `Große Prinzessmandel`, `Dürkheimer Krachmandel` etc..

Ebenfalls von Bedeutung sind die Hybriden (Kreuzungen) zwischen Mandel und Pfirsich mit dem Namen Mandelpfirsich Prunus x amygdalopersica. Beispiel: `Perle der Weinstrasse`, eine der schönsten Ziermandeln.

 

Wenn man nicht genau weiß, wieviel Amygdalin es in welchen Mandeln gibt, sollte man das Risiko nicht eingehen, finde ich.

 

Liebe Grüße,

Scilla.

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Chibi

Hallo,

 

bestünde tatsächlich ein reales Risiko, wäre der Verzehr von Süßmandeln nicht so beschränkungslos erlaubt. Ich bin einfach über diese Mandelpanik gestolpert, weil im Ratteneck (im Gegensatz zu anderen Tierforen in denen ich reinlese) generell vor allen Mandeln gewarnt wird.

Deine erste Quelle halte ich für etwas fraglich, weil in keiner der vom Autor verlinkten Referenzen etwas über einen Anteil von Bittermandeln in Süßmandelbäumen erwähnt wird. (Ich esse selber gern Mandeln, und habe mein ganzes Leben und nach geschätzten mehreren hundert Mandeln noch nie eine Bittermandel erwischt). =)

Selbst wenn es denn so wäre und die Mandeln zufällig alle die höchste natürlich mögliche Amygdalinkonzentration enthielten, brauchte es etwa 8 Bittermandeln (auf einmal), um eine Ratte umzubringen. Bei einer Wahrscheinlichkeit von 1 %, dass die Mandeln Bittermandeln sind, würde man höchstens vielleicht mal eine erwischen... das täte der Ratte nix (und würde wohl nicht mal gegessen werden, wie jeder schon festgestellt hat, der seinen Nasen bittere Medizin verabreichen durfte).

 

Aber mal realistisch betrachtet: Man kann Süßmandeln bedenkenlos verfüttern, wie es von vielen Haustierhaltern auch praktiziert wird.

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Scilla

Hallo Chibi, =)

 

Natürlich hast du im Großen und Ganzen recht, aber Ratten sind nunmal etwas kleiner als Menschen und vertragen weit weniger Blausäure.

Und ich glaube auch nicht, dass du eine Bittermandel erwischt haben würdest. 1% sind doch recht wenig - und wahrscheinlich werden sie sowieso ausgelesen. :D

 

Aber ich wollte nur anmerken, dass man Süßmandeln nicht ganz freisprechen kann, insbesondere wo doch die Blausäure bei Kleintieren viel giftiger ist. ;)

Aber ich gebe dir da recht, eine mäßige Verfütterung von Süßmandeln wird höchstwahrscheinlich nicht schaden.

 

 

Liebe Grüße,

Scilla.

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Chibi

Hey,

 

da sind wir uns ja einig, dass ab und zu eine Mandel nichts schadet (sind ja auch recht fettig und deswegen i. d. R. eher als "Bonbon" zu betrachten).

Die Anzahl der Mandeln war übrigens wirklich auf Ratten bezogen... hab lethale Dosis und Amydalingehalt gegoogelt, selbst Mandeln gewogen und daraus die tödliche Anzahl von Mandeln berechnet. (Und bekam gerade aus der Küche von meinem Freund zugerufen, was denn die ganzen Mandeln und die Küchenwaage da machen und ob er das gleich ans Hörnchen verfüttern kann... :D )

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