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ratzfratzrotti

Nachdenkliches

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ratzfratzrotti

Hallo liebe Ratteneckler

 

Nun ist es schon fast zwei Wochen her, das Lenny, mein alter Herr mich verlassen hat.

 

Ich habe es erst vor zwei Tagen geschafft den Käfig sauber zu machen, heute habe ich das Spielzeug in den Keller gebracht, aber es ist mir sehr schwer gefallen. :(

 

Ich vermisse das Gewusel sehr, das Gefiepe, wenn es Futter gibt, die kleinen kalten Näschen, das kuschelige Fell, die kleinen Kratzer an den Händen und auch der Geruch fehlt mir irgendwie, es klingt komisch, gerade weil der Duft doch manchmal sehr störend war, so merke ich jetzt, wie leer es riecht hier bei mir.

 

Ich kämpfe mit mir selber, sollen nochmal wieder rattis bei mir einziehen oder nicht, ich habe seit 2007 Ratten, es waren insgesamt 12 Stück, allesamt habe ich sie über die RBB begleitet, war Tag und Nacht für sie da, ob sie nun liebe Kuschler oder Beisser waren, ich habe mich viel um sie gekümmert, habe sie wirklich gern gehabt und nun ist alles so leer und ruhig, jedoch muss ich auch immer wieder über den Schmerz und die Trauer nachdenken, die mich immer wieder überfallen, wenn ich an meine Geliebten Kleinen denke.

 

Ich schreibe diese Zeilen, um herauszufinden, wie ihr das handhabt, gerade auch an die Notfallvermittler oder die die immer viele ratten haben, was ist der Grund warum ihr immer wieder welche aufnehmt obwohl ihr wisst, das ihr sie irgendwann wieder gehen lassen müsst.

 

Ich liebe diese kleinen Geschöpfe, vor allem weil sie so individuell und lernfähig sind, keine ist wie die andere. :]

 

Liebe Grüße und vielen Dank schonmal für eure Antworten

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Murphy

Huhu! :tongue:

Erst mal hast du mein Mitgefühl... es ist immer schrecklich, eine geliebte Nase gehen zu lassen.

Ich bin weder ein Notfallvermittler noch ein "Viele-Ratten-Besitzer" (5 sind ja hier nicht viele...); aber ich kann einfach nicht ohne die süßen Pelznasen leben. Und mein Freund mittlerweile auch nicht mehr.

Sie sind bei uns so in den Alltag mit eingebunden, man könnte schon fast sagen, sie sind wie kleine Mini-Hunde.

Ich werde mir immer wieder Ratten holen!

Die Zeit, die sie mit mir verbringen, die Liebe und die Freude, die sie in mein Leben bringen, sind all die Tränen wert! :]

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Magenta

Hallo Monique,

 

ich denke, das mußt Du gar nicht jetzt entscheiden oder Dir den Druck machen, das entscheiden zu wollen.

Gib Dir ein bißchen Zeit und Du wirst irgendwann wissen, wann und ob der Zeitpunkt gekommen ist, neue Nasen aufzunehmen =).

 

Ich persönlich glaube, das Zusammenleben mit Tieren (egal, ob Ratte oder nicht), die vielen Erfahrungen und Erinnerungen sind allen Schmerz wert, wenn sie wieder gehen. In diesem Moment überwiegt die Trauer, aber im Laufe der Zeit bekommen für mich die schönen Momente mehr Gewicht als der Schmerz. Das mußte ich gerade wieder beim Abschied eines Tieres nach 20 Jahren erfahren.

 

Aber Du wirst bestimmt noch einige Meinungen dazu hören...

 

 

Viele Grüße, Magenta

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Mellimaus

Hallo,

 

ich kann sehr gut fühlen, wie es Dir jetzt geht!

 

Vor ca. 4 Jahren habe ich ähnliches durchgemacht. Mein letztes Rattzi war gestorben und ich habe mich von allen Sachen, sogar dem Käfig getrennt.

 

Ganze 6 Wochen hielt ich es aus. Habe mir wieder alles neu gekauft und es sind wieder Mäuschen bei mir eingezogen. Es war ein unbeschreibbares Gefühl. Ich kann halt nicht ohne!

 

Wenn Du ganz große Trauer überwunden hast wäre es doch schön, wenn Du wieder süße Rattis bei Dir aufnehmen würdest.

 

Ich wünsche Dir, dass Du die richtige Entscheidung für Dich findest.

 

Liebe Grüße, Mellimaus

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Lea

Hallo!

Ich kann auch sehr gut mit dir Mitfühlen!

habe selber lange überlegt als meine erste ratte gestorben ist ob ich mir wieder Ratten hohle und ich habe mir wieder welche geholt!

Aber überleg was für dich das beste ist!:]

 

LG

lea:tongue:

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Ratzefummel

hallo

 

da kann hier glaube ich jeder gut mitfühlen. Auch ich war ein mal in genau dieser Situation, bevor ich eine Pause gemacht habe. Aber genau diese Gründe, die schnuffeligen Näschen, das Gewusel, Gefiepe, das Zeitung Schreddern beim Film gucken, Matschekacka auf dem Pulli :D. Ja und die Liebe die sie einem zurückgeben, das alles fehlte. Ich geniesse die Zeit mit ihnen und denke nicht darüber nach was mal sein wird.

 

Die Nasen hatten eine schöne Zeit mit mir und umgekehrt.

Ohne geht es irgendwie nicht mehr.

 

Lass Dir die Zeit die Du brauchst

 

lg

Fummel

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isasophie

Hallo du

 

Ich schreibe diese Zeilen, um herauszufinden, wie ihr das handhabt, gerade auch an die Notfallvermittler oder die die immer viele ratten haben, was ist der Grund warum ihr immer wieder welche aufnehmt obwohl ihr wisst, das ihr sie irgendwann wieder gehen lassen müsst.

 

Weißt du, es sind wunderbare Geschöpfe und ich bin froh um jedes dieser kleinen Leben, das ich so halbwegs in Ordnung bringen kann. Die Buben kommen, machen mir viel Freude (und auch manchmal viele Sorgen) - und wenn sie dann gehen, fehlt mir jeder einzelne, aber ich denke auch: "Du hast eine schöne Zeit hier haben dürfen und mehr kann man nicht machen." So ist der Lauf des Lebens!

Schwierig wird es bei Ratten, die zu lange ein besch... Leben hatten und denen nur wenig anständige Zeit blieb. Schwierig ist es auch bei denen, die zu jung gestorben sind.

 

Es gibt zwei Arten von Trauer, die immer parallel ablaufen: einmal die Trauer um den Verstorbenen und zum zweiten die Trauer, weil man selbst einen Verlust erlitten hat.

 

Ja, und dann ist es auch so: ich weiß genau, dass, würde nie einer gehen, auch nie ein anderer ein Zuhause hier finden würde. Und es sitzen immer soooo viele im TH, die bei mir vorgemerkt sind sozusagen.

 

Eine Freundin sagte mal: "Die Trauer wird nicht weniger, aber sie verändert sich im Laufe der Jahre". Und das ist tatsächlich so.

Ich hätte früher nie gedacht, dass ich damit würde leben können - und dann lebt man damit ... und es geht.

 

Ratten sind kurzlebig leider. Aber: es ist auch in gewisser Weise ein Vorteil. So ist nunmal ihre biologische Bestimmung - und ich hätte Probleme, z.B. für ein Tier Verantwortung zu übernehmen, das älter als ich werden kann, weil ich mich dann immer sorgen würde, was daraus wird, wenn ich mal nimmer bin.

 

Das klingt nun sehr nüchtern, ich weiß. Ich hab jeden einzelnen lieb und tu alles für die Buben.

Aber man muss einen Weg finden, für sich damit umzugehen - sonst kann man das nicht machen.

 

 

Nun ist mein Garbin, der olle dicke Schmuser, alt geworden - und er altert sichtlich, Tag für Tag. Ich weiß, dass wir uns in den nächsten Wochen trennen müssen und er wird mir schrecklich fehlen.

Aber er hatte ein gutes Leben hier (denke ich zumindest), obwohl es für ihn woanders schlimm angefangen hatte.

Mehr kann man nicht für die Rattis tun - und damit muss man sich irgendwie abfinden.

Wenn er dann gehen wird, werde ich weinen und traurig sein - aber die zwei alten Binos, die schon über ein Jahr lang im TH versauern, die werden ein besseres Leben bekommen.

 

Vielleicht hat sich die Einstellung einfach geändert, als ich begonnen habe, nicht mehr primär für mich Ratten zu halten, sondern für die Ratten Ratten zu halten? Ich weiß es nicht. (Natürlich tu ich es auch für mich - nicht dass du das falsch verstehst)

 

Und ganz von all dem abgesehen: ein Leben ohne Näschen kann ich mir schon lange nicht mehr vorstellen. Dazu habe ich schon zu lange welche - ohne ist einfach undenkbar und unvorstellbar, da wäre ich nicht vollständig sozusagen. Das ist auch eine Sache, die niemals für mich zur Debatte stand.

 

Nimm dir alle Zeit zum Trauern, die du brauchst.

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pieper

Hallo,

 

als unsere Pieper mit nur einem halben Jahr über die Regenbogenbrücke ging war ich am Ende und wollte nach diesem Rudel nie wieder Ratten, weil ich dachte den Schmerz nicht immer wieder und wieder ertragen zu können. Damals waren es dann noch 3 Ratten und dabei blieb es nicht, heute sind es 18 (Samstag zog kurzfristig ein besonderer Schatz ein). :D

 

Es gibt so viele Notfellchen die ein schönes zu Hause brauchen und auch wenn der Schmerz ihres Verlustes jedes Mal wieder groß ist und ich am Boden bin, wenn ich die Möglichkeit habe einer Ratte ein schönes Leben zu bescheren, dann tue ich das. Die Freude die sie einem machen, all der Unsinn den sie bauen, die Liebe die sie geben, die Spuren die sie in meinem Herzen hinterlassen und so viel mehr sind Dinge, die mich diese Trauer ertragen lassen.

 

Ein Leben ohne Ratten wird es für mich nicht mehr geben - zu viele suchen ein zu Hause und für mich gibt es nicht schöneres als ein glücklich gewordenes Notfellchen.

 

Du hast ja alle Zeit der Welt und davon solltest Du Dir nehmen soviel Du brauchst!

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Petra

Huhu

 

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen:

 

Die Ratzeln tippeln dir mit ihren kleinen Füßchen mitten durchs Herz und hinterlassen dabei ganz viele kleine Spuren...:o

 

Der Tod gehört zum Leben dazu, leider wird er nur in unserer Gesellschaft so arg tabuisiert, dass viele Menschen gar nicht mehr gelernt haben, damit umzugehen. Ich stimme Isasophie zu, man kann Trauer lernen, mit jeder Nase, die einen verlässt, lernt man ein bisschen, den Lauf des Lebens zu akzeptieren. Bei dem ersten Hund, der mir gestorben ist, hatte ich das Gefühl, dass ich nie wieder glücklich sein kann. Im Lauf der Jahre habe ich gelernt, damit umzugehen, auch die Trauerphase zu akzeptieren und alles, auch den Tod, von zwei Seiten zu betrachten. Wenn eines meiner Tiere stirbt, dann bin ich sehr traurig. Aber ich kann nach einiger Zeit auch wieder sehen, dass ein anderes Tier mich braucht und den Platz, den ich ihm bieten kann.

Ich halte es mit dem Testament eines Hundes:

 

"Wenn Menschen sterben machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles, was sie haben denen zu hinterlassen, die sie lieben.

Ich würde auch solch ein Testament machen, wenn ich schreiben könnte. Einem armen einsamen Streuner würde ich mein Zuhause hinterlassen. Meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme, den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte, die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird, gehalten im liebendem Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag bitte nicht: nie wieder werde ich ein Tier haben, der Verlust tut zu weh!

Such dir einen einsamen Hund aus und gib ihm meinen Platz.

Das ist mein Erbe.

Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles, was ich geben kann."

 

Lass dir Zeit.

Liebe Grüße

Petra

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