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Chicco

Wie beerdigen? Einfrieren? Psychisch...

Empfohlene Beiträge

Chicco

Hallo!

 

Mir zerreist es gerade das Herz, ich hab hier zwei schwerkranke Ratten, die ich wahrscheinlich bald gehen lassen muss!

Nun weiß ich nicht, wie ich es über's Herz bringen kann, sie einzufrieren...

Wie krieg ich das hin?

Ich werde sie auf jeden Fall beerdigen...

Ist es möglich trotz der Minusgrade ein Grab zu schaufeln?

Wenn nicht, wie kann ich es über's Herz bringen, sie einzufrieren, dann lange in meinem Gefrierschrank zu haben und dann wieder aufzutauen, wenn ich sie beerdige????

Wie soll ich das schaffen?

Ich komm nicht mal mit dem Gedanken klar, dass die beiden sooo krank sind und.......

 

LG

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Zimtzicke

Hi

also bei uns wirds derzeit nichts, mit Gräber ausheben. In unserem Gefrierfach (zugegebenermaßen sehr klein) liegen öfter mal tote Ratten, in einer schönen Schachtel und in einer Tüte, neben div. Nahrungsmitteln für uns.

 

Ob das Hygienisch so toll ist, kann ich nicht sagen. Aber die einzigste andere Alternative wäre, die Tiere beim Tierarzt zu lassen, wo sie entsorgt werden oder selbst in den Abfall zu tun, und das geht beides nicht!

 

Am Anfang, bzw. als die erste Ratte im Gefrierfach lag, wars schon komisch, ich dachte immer im Karton wirds gleich mal rascheln... Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, dass es eben eine Übergangslösung ist und wir halt weniger Platz haben, für unser Zeug, dafür aber wissen wo unsere Lieben am Ende ihres Weges landen, nämlich beerdigt im Garten von Mama, oder Oma.

 

Im Winter geht das halt eher schwer...

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Scilla

Liebe Chicco,

 

Wenn es dir hilft, kannst du in die Schachtel noch schönes Papier hineinlegen und deinen Nasen ein schönes, liebevolles Grab richten. Zum Beispiel kannst du ihnen zwei-drei Haselnüsse hineinlegen, für ihre Reise zur Regenbogenbrücke.

Vielleicht klingt das komisch, aber wenn du dich darum sorgst, dass sie ehrenvoll begraben werden, fällt dir das Einfrieren vielleicht leichter.

Kopf hoch, denn dann kannst du sie begraben, wenn es draußen wieder grünt und die ersten Blümchen auftauchen. Das ist doch schöner, um sie zu begraben?

 

Viel Glück und Liebe. :62:

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SpringenderPunkt

mit einem Spaten kommt man auch durch die gefrorene Erde, grade, wenn man sich eine etwas geschütze Stelle suchen kann. Die Erde dann evtl. etwas im Haus (in einer Tüte) lagern, damit das wieder zuschütten einfacher geht.

 

einfach ist Löcher buddeln bei diesem Wetter aber nicht, das stimmt schon.

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Rosiel

Hi,

 

mit einer Spitzhacke bekommt man auch ein Loch in den Boden.

Wir mussten letzten Winter unseren Schäferhund (50kg) vergraben, wir haben ungefähr 3 Tage gebraucht, allerdings ist ab 1m Tiefe die Erde nicht mehr gefroren.

 

Bei den Ratten halte ich es allerdings auch so, dass ich sie bis zum Frühjahr im Gefrierschrank lasse. Allerdings taue ich sie nicht mehr zum Beerdigen extra auf. Es klingt jetzt hart, aber man gewöhnt sich daran.

 

Wenn es dir schwer fällt, würde ich sie gleich so herrichten, dass du sie im Frühjahr gleich beerdigen kannst.

 

Liebe Grüße,

Anja

 

PS: hier im bayrischen Hinterland ist es übrigens gar nicht sooo lang her, dass auch Menschen erst im Frühjahr beerdigt werden konnten.

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Timmi

:eek:

 

Ihr friert die ein, taut sie auf und beerdigt sie dann? :79: Nicht wahr!

 

Das könnte ich ja niemals...

 

Ehrlich gesagt, würde ich sie dann beim TA lassen. Abschied genommen habe ich dann ja vorher schon und was übrig bleibt ist "nur die Hülle". Da habe ich weniger Probleme mit, als sie einzufrieren, aufzutauen *allein der Gedanke - schüttel* und ihnen dann die "letzte Ehre" zu erweisen...

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LaKara

Hallo,

 

ich lasse meine Tiere nicht beim TA. Nach dem Einschläfern nehme ich sie immer mit nach Hause und ja, sie wandern bei mir in die Gefriertruhe.

Meine Ratten werden bei meinen Eltern beerdigt und ich schaffe es zeitlich nicht immer direkt zu ihnen zu fahren. Im Sommer verhindert man mit dem Einfrieren Geruchsbildung o.ä. und im Winter "warten" die Tiere eben so lange, bis der Boden wieder ordentlich bearbeitet werden kann. Ich fand das von Anfang an weder herzlos noch eklig oder abartig.

 

Steffi

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Timmi

Hey,

 

ich find's nicht herzlos, ekelig oder gar abartig. "Unnötig" trifft es eher...

 

Vielleicht bin ich da auch härter gesotten. Mein gerade verstorbener Großvater verschrieb sich der Wissenschaft, d.h. der Körper wird eingelagert und wenn der gebraucht wird, dann werfen sie ihn - nur als Beispiel - in den Wald und gucken wann welche Tierchen kommen oder operieren an ihm herum... Deshalb...

 

Jedem das Seine.

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Ratz09

Ich musste am Dienstag auch meinen Zorro bei uns im Garten beerdigen.

Ich habe angefangen ein kleinen Loch zu buddeln, als mein Freund dann aus der Arbeit kam hat er mit einem pickel das Loch noch vertieft und gegradet, damit wir ihn schön reinlegen konnten.

Lass das einen starken Mann machen ;) Die haben doch mehr Kraft wobei ich sagen muss (bin nicht die allerstärkste) hatte eigtl kaum Probleme und mein Freund hatte den Rest dann auch ruck zuck.

Die oberste schicht is zwar schwierig aber der rest geht dann schon leichter.

Von einfrieren... hmm ka, hab das noch nie gemacht, kann mir das auch nicht so vorstellen.

Wollte ihm schnell zur seiner allerletzten Ruhe helfen ;(

Und jetz kann er Frieden ruhen und ich muss nicht die ganze zeit, bis zum Frühjahr daran denken, dass ich noch bald sooooo einen schweren Weg vor mir habe.

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Chicco

Hallo!

 

@ Timmi: Ja, jeden das seine!

 

Ich hab momentan echt keine Kraft für eine Diskussion...

Wollte eigentlich nur wissen,

a) wie kann ich das psychisch verkraften, sie einzufrieren?

oder:

B) krieg ich ein Loch zur momentanen Jahreszeit so tief, dass da irgendwann 7 Ratten reinpassen könnten?

Mir ist es sehr wichtig, dass meine Jungs zusammen sind...

 

Ein Auszug, um meine Bindung zu meinen Ratten zu verdeutlichen und damit sich manche vielleicht in die Bedeutung einer Beerdigung einfühlen können...

http://www.bilder-hochladen.net/files/gur9-1-jpg.html

http://www.bilder-hochladen.net/files/gur9-2-jpg.html

http://www.bilder-hochladen.net/files/gur9-3-jpg.html

http://www.bilder-hochladen.net/files/gur9-4-jpg.html

http://www.bilder-hochladen.net/files/gur9-5-jpg.html

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Kiki

Hallo Chicco,

 

Du kannst beim TA fragen ob er sie solange "aufbewart" bis es wieder taut, das kostet allerdings was. Das hatte ich letzten Winter überlegt, mich dann aber doch für eine Einäscherung entschieden (sprich die Ratte zum TA gebracht)... :(

 

Allerdings habe ich im Dezember noch eine Ratte unter die Erde bekommen, im März aber nicht mehr. Also wäre es eventuell eine Möglichkeit jetzt schon ein Loch zu graben, ob das geht kann ich dir nicht sagen, das musst du selber raus finden..

 

Ich wünsche dir ganz viel Kraft!!

 

LG.Kiki

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Chicco

Dankeschön!

 

Ich glaube meine TÄ macht das nicht, bin ich mir ziemlich sicher.

Und das wäre irgendwie auch komisch...

 

LG

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SpringenderPunkt

Also ich liebe meine Viechers auch wie nix gutes, grade auf meine Jungs lass ich gar nichts kommen... Aber in dem Moment in dem sie sterben scheint sich für mich immer etwas zu verändern. Man spürt nach einer Weile geradezu, dass der Geist nun weg ist und man nichts als den leeren Körper in den Händen hält. Es ist jedes mal wieder ein eigenartiges Gefühl. Von daher habe ich nicht so große Probleme mit dem, was nach ihrem Tod geschieht. Viele blieben beim TA. Eine wurde seziert und ich hab zugesehen, weil ich irgendwie wusste, dass es nur noch der Körper ist. Es tat nicht weh zu sehen, wie er inspizierte, was sie so gequält hatte. Ich wollte es nur wissen.

 

Aber meine Nasen werden nicht im Garten beerdigt, da es ein Mietshaus ist und der Umzug schon absehbar. Ich hab leider niemanden mit eigenem Haus und Garten zu dem ich gehen könnte.

 

Aber (verboten, ich weiß) meine Lieblingsmaus wurde im Wald beerdigt. Unter den Bäumen. Wo er frei sein konnte. Ohne Schmerzen. Ohne Tumor. Ohne Gitter.

 

Ich trage meine Nasen im Herzen mit mir weiter. Auch auch bei den Menschen gehe ich nur selten auf Friedhöfe. Ich finde dort weder Trost noch sonst irgendwas, da es nur noch Körper sind, beim Menschen wie beim Tier.

 

Ich finde es trotzdem wunderschön, wie du deinen Kleinen zurechtgemacht hast und jeder muss ja auch einen Weg finden, mit seiner Trauer umzugehen.

 

(Ich würde aber lieber die Gräber nebeneinander machen, als immer das gleiche wieder neu auszubuddeln und dann auf halb verweste Körper und Knochen zu treffen *grusel*)

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Chicco

Ja, aber nebeneinander, das ist auch grußelig...

Abgesehen davon, dass der Garten meiner Oma gehört, wenn da 10 Gräber nebeneinander sind...

Ich finde, wenn sie sich im Rudel sooooo sehr geliebt haben, dass nach jeder gestorbenen Ratte die nächste krank wurde, dann sollten sie zusätzlich symbolisch zusammenliegen können.

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isasophie

Hallo

 

Das sehe und empfinde ich wie Springender Punkt und kann dem deshalb abolsut zustimmen:

Aber in dem Moment in dem sie sterben scheint sich für mich immer etwas zu verändern. Man spürt nach einer Weile geradezu, dass der Geist nun weg ist und man nichts als den leeren Körper in den Händen hält. Es ist jedes mal wieder ein eigenartiges Gefühl. Von daher habe ich nicht so große Probleme mit dem, was nach ihrem Tod geschieht.
Wir legen auch im Sommer die Ratten erstmal ins Tiefkühl. Denn es sind Rudeltiere und dann sollen sie auch nicht alleine beerdigt werden. Normalerweise gräbt Pierre dann, wenn so etwa 5 im Tiefkühl liegen, im Garten ein sehr tiefes Loch (Minimum einen Meter tief, in der Regel sogar mehr). Gruselig war es nämlich vor einigen Jahren - da hatten wir noch nicht soooo tief beerdigt, kamen am nächsten Tag in den Schrebergarten und mussten feststellen, dass ein Hund da gegraben hatte - das war nicht schön.

 

Manche müssen auch deshalb in die Gefriere, weil ich im Nachhinein noch gerne wissen möchte, an was sie gestorben sind. Und das Sezieren fällt mir merkwürdigerweise leichter, wenn sie nicht "frisch gestorben" sind.

 

Auftauen tun wir die Rattis übrigens nicht wieder. Warum auch? Wenn dann Zeit ist, sie zu beerdigen, legen wir sie gefroren in die Erde.

 

Das ganze Thema hat auch ziemlich damit zu tun, wie man selbst ganz individuell mit dem Thema Tod umgeht und welche Vorstellungen man davon hat. Für mich ist es so, dass ich einfach glaube, dass man (egal ob Mensch oder Tier) nach dem Tod einfach ... naja, tot ist. Dass danach also nichts mehr kommt. Ich glaube auch nicht an eine Seele oder sowas - ich glaube, dass Mensch und Tier die Welt um sich durch ihre Wahrnehmungen und ihr Gehirn für sich selbst gestalten. Mit dem Erlöschen der Gehirnfunktionen ist es dann also für mich sozusagen vorbei.

Was das Sterben an sich angeht: ich rede auch mit frisch eingeschläferten Ratzeln noch mindestens 5-10 Minuten beruhigend und streichel sie - weil ich nicht weiß, was in der Zeit, in der das Gehirnchen noch Sauerstoff hat, noch ankommt. Erst danach ist dann Zeit dafür, dass ich weine und trauere - davor halte ich es für eine größere Pflicht, den kleinen Liebling zu beruhigen und für ihn da zu sein (ohne durch eigenes inneres Durchdrehen noch für Beunruhigung und Irritation und mehr Angst zu sorgen).

 

Chicco, wenn es dir schwer fällt, dann kannst du auch schon vorher die Ratzeln zur Beerdigung richten. Richte ihnen einen schönen Karton ein, lege ihnen alles hinein, was du mitgeben möchtest, ehe du sie einfrierst.

Und sieh es mal von der Seite: immer, wenn du was aus dem Tiefkühl nimmst, denkst du nochmal kurz an dein Liebstes - das ist sogar noch mehr Ehrerbietung und An-das-Ratti-Denken als ein "in die Erde und weg".

 

falls es aber gar nicht geht für dich, dann musst du halt doch hart arbeiten und in den gefrorenen Boden ein Loch graben. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass man die Erde mit ein paar Eimern warmem Wasser auch auftauen kann.

 

Wie dem auch sei: deine Ratte wird nie ganz tot sein, solange du noch an sie denkst - denn solange ist sie noch da in deinem Herzen.

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LaKara

Hallo,

 

Dagmar, danke für deine Worte. Das ist genau das, was ich während meinem Post gedacht habe :]

 

Mein Vater (der immer die Löcher graben muss) hat das mit dem Wasser auch schon probiert und es war dennoch sehr sehr mühsam.

 

Steffi

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HoodRat

Hey Chicco,

 

ich find es klasse von dir, dass du dir so viel Mühe gibst.

 

Vor Kurzem ist unsere süße Omi Emma gestorben und sie war damit die erste Ratte, die ich selbst beerdigt habe. Es war sehr schmerzlich, da sie für uns wirklich was ganz besonderes war und die erste Ratte unserer Bande.

 

Wir haben sie in Fleecedeckchen gepackt und in ihr lieblingshäuschen gelegt. Dann Haben wir einen Sarg aus Holz gebaut, der genau um das Häuschen gepasst hat. So haben wir sie dann begraben.

 

Als wir das Loch ausgehoben haben, lag auch schon Schnee und es war sehr kalt. Das Loch war trotzdem schnell geschippt. Mit einem großen Spaten und einer Spitzhacke ging es ganz gut. Du solltest vielleicht einfach einen relativ "warmen" Tag abwarten, dann scheit es vielleicht, aber dafür friert die Erde nicht so sehr.

 

Über die Möglichkeit die Ratte einzufrieren, habe ich noch nie nachgedacht. Für mich wäre es glaube wichtig die Sache zu Ende zu bringen, um mit der Trauer klar zu kommen. Sie einzufrieren wäre schon seltsam und ich hätte sie täglich vor Augen und weiß, dass ich ihr noch etwas schulde. Wenn es allerdings nicht anders geht, kann man es auch nicht ändern...

 

Traurige Grüße

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Chicco

Hey, das mit heißem Wasser ist gut, aber wie sind so die Erfahrungen damit?

 

Und sieh es mal von der Seite: immer, wenn du was aus dem Tiefkühl nimmst, denkst du nochmal kurz an dein Liebstes - das ist sogar noch mehr Ehrerbietung und An-das-Ratti-Denken als ein "in die Erde und weg".

 

Naja, wenn das so einfach wäre.

Ich bringe meinen kleinen bei jeden Besuch Blumen, Kerzen, ect. mit...

Und ich besuche sie nicht selten...

 

Wie dem auch sei: deine Ratte wird nie ganz tot sein, solange du noch an sie denkst - denn solange ist sie noch da in deinem Herzen.

Jaaaa, und das schmerzt... brutal... :-(

 

---------- Nachtrag 18.12.2010 um 15:30 ----------

 

Hey Chicco,

Über die Möglichkeit die Ratte einzufrieren, habe ich noch nie nachgedacht. Für mich wäre es glaube wichtig die Sache zu Ende zu bringen, um mit der Trauer klar zu kommen. Sie einzufrieren wäre schon seltsam und ich hätte sie täglich vor Augen und weiß, dass ich ihr noch etwas schulde. Wenn es allerdings nicht anders geht, kann man es auch nicht ändern...

Traurige Grüße

 

Meine Gedanken...

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isasophie

Ja, es schmerzt - aber man hat auch schöne Erinnerungen. Und ich finde, dass ich das meinen Tieren schuldig bin, dass ich sie nicht vergesse.

 

Meine Oma sagt immer: "Jeder stirbt zweimal - einmal, wenn er stirbt und das zweite Mal, wenn der letzte stirbt, der einen noch gekannt hat."

 

Wegen dem heißen Wasser: wir hatten das mal probiert - aber wie Steffi schon schrieb: es war dennoch sehr mühsam.

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Serena-t

Hallo,

 

erst mal Chicco: Die Bilder sind wunderschön! Echt toll, dass Du Dir solche Mühe machst. Das würde ich auch gerne (geht aber mangels eigenem Garten nicht).

 

Ich würde meine Tiere niemals beim TA lassen können. Da bin ich beim Einschläfern immer bis zum Schluss dabei und dann gebe ich ihren Körper einfach weg? Das könnte ich nicht.

 

Ich glaube an eine Seele. Ich glaube auch an Widergeburt.

Der tote Körper meiner Rattis ist nur eine leere Hülle, dennoch ist es mir wichtig, dass sie ordentlich beerdigt werden.

Sie werden in ein schönes Tuch oder ähnliches gewickelt und werden auf etwas Streu gebettet, etwas Trockenfutter und ein Stück Frischfutter daneben.

 

Ich lege Ratten darum auch immer ins Gefrierfach (im Winter wegen gefrorenem Boden oder falls ich im Sommer nicht sofort beerdigen kann).

Ich muss mich auch mit dem Gedanken im Moment beschäftigen, da ich gerade zwei ältere Omas hier habe, die langsam abbauen. Sollte eine von ihnen über Weihnachten, wo ich bei meinen Eltern bin (die zwar einen Garten haben), sterben, werde ich sie dort einfrieren und sie mit hierher zurückbringen. Denn hier liegen an einer Stelle jeweils ihre Schwestern beerdigt und ich möchte sie gerne neben ihnen beerdigen.

 

Das erste Mal fand ich es auch gruselig, eine Ratte einfach so ins Gefrierfach zu legen, aber es ist für mich das kleinere Übel als wenn ich sie nicht richtig beerdigen könnte und beim TA lassen müsste.

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Zimtzicke

Hi

also ich taue keine Tiere zum Beerdigen auf. Die wandern in eine Iso-Tasche und damit ab ind den Garten. Vorm Verbuddeln natürlich raus...

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SunnyDarling

Ohje...ich traue mich schon fast gar nicht das zu sagen, aber ich musste meine selbst entsorgen...also im Müll...es war furchtbar...da finde ich Gefrierfach wesentlich angenehmer...ich hatte so ein unglaublich schlechtes Gewissen...

Der WG-Kühlschrank kam nur leider nicht in Frage und zum Tierarzt konnte ich auch nicht...und ich wollte nicht so lange warten...=(eine Nacht in meinem Zimmer war schon schlimm für mich, dann hab ichs nicht mehr ausgehalten...:-(

Ich fühle mich so unglaublich schlecht...aber mit Grab schaufeln ist bei den momentanen Temperaturen einfach nichts...=(

Ehrlich: Lieber einfrieren und dann beerdigen!!!

=(

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Rowennah

Hallo Chicco,

 

ich verstehe Dich gut und kann diese enge Bindung zu den Tieren total nachvollziehen. :(

Wie Du das psychisch überwinden kannst, kann Dir niemand sagen. Wir kennen weder Dich noch Deine Tiere persönlich, können Dir nur mit Trost und Anteilnahme helfen sowie mit eigenen Erfahrungen, auf die Du vielleicht bauen kannst.

 

Mittlerweile habe ich 17 verstorbene Ratten - für manchen Rattenhalter klingt das nach viel, einige Notfallvermittler hingegen mussten schon mehr als das Zehnfache an Tieren unter die Erde bringen. Aus der jetzigen Sicht kann ich sagen: Die Beerdigungen waren nicht immer die selbe, sondern auch für mich eine Entwicklung. Man wächst mit der Zeit daran - das bedeutet nicht, dass es weniger traurig wird, aber man findet mit jedem Tod mehr seinen persönlichen Weg, um damit umzugehen.

 

Die meisten meiner Tiere habe ich so ähnlich beerdigt wie Du.

Ein einziges Mal habe ich eine Ratte nach dem Einschläfern nicht wieder mitgenommen, mein damaliger Freund war der festen Überzeugung, das sei alles Humbug, der tote Körper sei nur noch eine Hülle und darum müsse man kein Brimborium machen. Meine Güte, hat mir das im Nachhinein Leid getan, ich bereue es bis heute. (Habe Monate später dann ein Foto von ihr im Sarg begraben, um ihr so wenigstens eine Beerdigung zu geben - klingt vielleicht albern und hat ihr ja auch nicht mehr genutzt, aber hat mir geholfen.)

Und letztens musste ich auch eine Ratte beim TA lassen, dieses Mal war es leider wirklich nötig, weil sie obduziert werden musste. Aus Gründen des Seuchenschutzes gibt die Pathologie hier dann obduzierte Tiere nicht mehr zurück, leider.

Die anderen wurden immer in einem Karton als Sarg aufgebahrt, in ihre Lieblingshängematte oder ein Stück Fleecedecke eingewickelt, auf Streu und Zeitungsschnipsel (ihr Nistmaterial), mit schönen Blumen, Leckerchen und Trockenfutter "für den Weg" und einem Drops zwischen den Pfötchen.

Ich habe meine Tiere auch nie sofort beerdigt, sondern immer noch 2-3 Tage aufgebahrt stehen lassen, neben einer großen Kerze, die ununterbrochen gebrannt hat.

 

Früher habe ich so ähnlich gedacht wie einige hier: Einfrieren? Um Gottes Willen, wie makaber!

Doch dann kam ich notgedrungen vor 1,5 Jahren in die Situation. Ich hatte eine Ratte aufgenommen, die die letzte ihres Rudels war und deren Vorbesitzer sich keine neuen mehr anschaffen und der Kleinen noch einen schönen Lebensabend in einer Grupper ermöglichen wollten. Ich hatte der Familie hoch und heilig versprechen müssen, dass sie die Kleine nach ihrem Tod irgendwann aber zurückholen und bei sich im Garten beerdigen würden, wo auch die anderen Rudelmitglieder schon lagen.

Leider lebte das Näschen bei mir nur einige Monate und starb dann an Lungenversagen. Und ich konnte die Familie nicht erreichen. 1 Tag, 2 Tage, 3 Tage... und es war Spätsommer! So langsam fing die Kleine an zu riechen. DAS wollte ich ihr nun am allerwenigsten antun, auf meinem Küchentisch verrotten! Also packte ich sie - mitsamt Sarg - in eine Plastiktüte und schob sie in meiner Not ins Gefrierfach. Ich fand das total seltsam und irgendwie "falsch". Aber ich hatte es der Familie nun mal versprochen. Als ich die dann endlich erreichte (sie konnten nichts dafür), holten sie die Kleine ab und waren mir sehr dankbar für's "Aufbewahren".

Als ich das nächste Mal in eine ähnliche Lage geriet (Letztes Jahr Winter, alles zugefroren) fiel mir der Schritt schon etwas leichter.

 

Momentan haben wir 3 tote Ratten im Tiefkühlschrank. Das ist komisch für jemanden, der das nicht kennt, aber für uns fast schon normal. Es ist manchmal leider unumgänglich.

Sobald im Frühling der Boden wieder erweicht und die ersten Blümchen kommen, kriegen alle eine anständige und schöne Beerdigung, wie sie es verdient haben (allerdings auch ohne erneutes Auftauen... brrr!)

 

Was glaubst Du, wie man das mit Menschen macht/gemacht hat? Beerdigungen im Winter waren da noch schwerer (da größeres Loch nötig), leblose Körper wurden auch tiefgefroren und das Begräbnis aufs Frühjahr verschoben. (Weiß nicht, ob das heute noch so gehandhabt wird.)

 

 

Es gibt kein Patentrezept. Ich wünsche Dir, dass Du es schaffst, würdevoll und in für Dich angemessener Weise Abschied zu nehmen.

 

Fühl Dich gedrückt...

 

 

Rowe

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Chenoa

Hallo,

also erstmal muss ich mich wundern, wie viele soooo mit der Beerdigung umgehen.

Damit meine ich zB. einfrieren bis der nächste stirbt - weil sie Rudeltiere sind.

Ich will hier nicht Diskutieren, aber das finde ich krass und auch eher unnötig.

Die Ratten treffen sich meiner Meinung im Regenbogenland wieder und nicht unter der Erde. Also ich würde es vom Kopf her garnicht aushalten, meine Ratten für eine gewissen Zeit wegen so einem Grunde einzufrieren, weil für mich ist diese Beerdigung der letzte Weg, ihn zur Ruhe zu Begleiten und erst unter der Erde finden sie doch ihre letzte Ruhe und ich stell mir das in einer Gefriertruhe eher schwierig vor.

Durch meinen Beruf habe ich häufiger Kontakt mit verstorbenen und da finde ich es genauso grausam, diese Menschen mit dem nackten Rücken und Po auf der kalten Barre zu legen, Zettel um Zeh ab in den Gefrierschrank und Tür zu. Es ist da dunkel und kalt... Für mich ein schlimmer Gedanke, das macht es mir auch so schwer, eine Ratte in der Gerfriertruhe zu haben. Dazu würde ich niemals ein Grab wieder aufbuddeln um die "nächste" herein zu legen, damit störe ich doch die Ruhe. Aber das ist mein empfinden. Trotzdem respektiere ich eure Art und bewundere sie auf einer Weise, finde sie dann doch wieder total krass.

 

Wenn ich nun eine Ratte einschläfern müsste, wüsste ich nicht was ich machen sollte, ich hätte ein schlechtes Gewissen, das sie sich von mir im Stich gelassen fühlt, andersrum kann ich mich mit dem Gedanken in der Gefriertruhe nicht anfreunden... Aber ich denke ich würde sie mitnehmen und irgendwie ein Loch buddeln um ihr die letzte Ruhemöglichkeit bei mir zu ermöglichen..

Bei meinen Pferden habe ich auch keine andere Wahl. Meine Kleintiere könnte ich beim TA lassen,es ist wesentlich angenehme

weil ich das ganze Spiel nicht mit bekomme, meine ehemaligen Pferde wurden mitm Trecker aus der Box oder von der Weide gezogen,manchmal sogar per Hand diese werden am Straßenrand gelegt, Plane drüber und warten bis die Menschen von der Tierseuchenkasse kommen und es abholen. Was teilweise bis zu drei Tagen dauern kann. Das schlimmste ist, ich versuch es immer wieder die Halfter der Pferde umzulassen, weil die gehören denen! Und die werden immer eiskalt abgemacht und irgendwo hingeschmissen... Das ist immer die letzte Situation was mir mein Herz zereißt...

 

Ich schweif schon wieder total vom Thema ab :mad:

 

Nimmt mir meine Meinung nicht übel :rolleyes:

 

Liebe Grüße

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Judith_München

Hi

 

Was ist an ner Gefriertruhe weniger ruhig, als unter der Erde? Überspitzt gefragt.

Die "letzte Ruhe" hat eine Ratte in dem Moment gefunden, wo sie tot ist. Ob sie dann unter der Erde liegt, in nem Gefrierschrank, verbrannt wird oder präpariert wird für alle Ewigkeit, ändert an der "Ruhe" der Ratte nichts mehr. Makaber aber wahr, sie wird davon schon nicht aufwachen. Und wenn du sagst, sie treffen sich im "Regenbogenland" wieder, dann kann ihnen das "unten" Auf der Erde ziemlich egal sein.

 

Der einzige Unterschied, den es macht, macht es für den Menschen, der ihn besessen hat. Und letzten Endes muss man doch sagen: Jeder soll seine Rituale so verfolgen, wie er sie braucht, um für SICH Abschied zu nehmen, solange kein Tier drunter leiden muss (unnötig langwierige Euthanasien), geltende Rechtsnormen eingehalten werden und niemand anderes sich dadurch gestört fühlt (nicht jeder Partner möchte tote Tiere neben seinen Schnitzeln eingefroren wissen). Genauso soll jeder an das glauben, was er will, und wenn jemand wirklich an diese Regenbogenbrücken-Geschichte glauben sollte, dann tut das ja wenigstens keinem weh. Solangs hilft...

 

Man sollte sich da aber nie zu etwas genötigt fühlen und sich schlecht fühlen müssen, weil man andere oder gar keine Rituale braucht, wie andre. Was tote Tiere angeht, bin ich ein arg emotionsloser Mensch. Ein Tier Tot zu sehen ist etwas befremdliches und auch tote Menschen waren irgendwie gruslig und machen nachdenklich, weil man ja irgendwann genauso daliegen wird. Aber mit einem Toten Körper irgendetwas zu machen, bringt mir gar nichts. Außer Wissensgewinn, wenn ich sie obduzieren lasse.

Am Anfang meiner Rattenhaltung fühlte ich mich tatsächlich noch dazu genötigt, meine Ratten richtig zu beerdigen. Also bin ich in den Wald gefahren, einer hielt die Taschenlampe und ich hab um mein Leben gegraben, damit uns blos keiner entdeckt. Das war anstrengend und wirklich gruselig und einmal bin ich wieder an den Wald rausgefahren, wo wir zuvor drei tote Ratten zusammen beerdigt hatten (zwei ausm Frierfach) und sie alle waren in der Zwischenzeit wahrscheinlich von einem Fuchs ausgegraben und verspeist worden. Das war mir unangenehm und ich war froh, dass keiner dabei war, der da am Ende emotionale Probleme deswegen gekriegt hätte. Ich hatte mir eher Gedanken gemacht, ob es strafbar gewesen war, tote Ratten in nem Wasserschutzgebiet zu vergraben und von Füchsen fressen zu lassen, die damit gleich noch nen tollen Medikamentencocktail aus Antibiotika, Cortison und Schmerzmitteln geschluckt haben...

Aber immernoch das schlechte Gewissen, was würden die Leute sagen, wenn ich meine Ratten nicht richtig beerdige?

Also weiter eingefroren und gesammelt, bis ich sie zu den Eltern heim mitnehmen konnte und da begraben im alten Garten. Zugfahren mit drei gefrorenen Ratten im Schlepptau ist auch nicht romantisch, das Verbuddeln auch nicht und überhaupt befriedigt das niemanden, schon gar nicht meine Ratten. Die sind eh "befriedigt".. für immer.

 

Ja, einmal ist eine Ratte dann tatsächlich im Müll gelandet. Ging einfach nicht anders. Fühlte sich sehr unwürdig an, zumal man das eigentlich nicht darf. Wegen Geruchsbelästigung und so.

 

Nun bin ich sehr dankbar, dass sie bei meiner Tierärztin in der Gefriertruhe landen können und dann irgendwann verbrannt werden. Das ist die sauberste Lösung.

Ja, ich bin unromantisch. Ist halt so. Ich erfreu mich an einer Blume nicht mehr, blos weil eine tote Ratte drunter verwest.

Darum liebe ich meine Ratten aber nicht weniger und betrauere ihren Tod weniger. Aber ich brauche einfach keine Rituale, weil die mich eh nicht trösten würden. Ein toter Körper hat nichts mehr, was viel mit der Ratte zu tun hat, um die ich trauere. Nach ihrem Äußeren hab ich sie nie bewertet und mehr bleibt nicht.

 

Wer seine Ratte einfrieren will, soll sie doppelt verpacken und sich die Hände Waschen und das Gefrierfach regelmäßig abtauen und saubermachen. Aber sonst ist das vollkommen in Ordnung.

 

Unromantische Grüße

Judith

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