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Wildratten


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95 Antworten in diesem Thema

#1 isasophie

isasophie

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Geschrieben 02 März 2008 - 15:54

Hallo,

den Thread hier setze ich ins Allgemeine, weil es immer mal wieder was gibt aus den verschiedensten Bereichen, das mich zum Thema interessiert und zu dem ich gerne mit euch diskutieren würde.

Im Vorfeld möchte ich sagen: Wildis hält man nie aus Lust und Laune - die Haltung von Wildtieren ist in unserem Lande gesetzlich eigentlich nicht erlaubt, was auch gut so ist.
Dennoch gibts immer mal wieder in den Tierheimen Wildis aus Handaufzucht, die ein Plätzle brauchen. Naja, und dafür habe ich nun ein Faible. Ich gebe zu: ich stehe absolut auf die Wildis, die meist als unvermittelbar gelten und selten ein gutes Plätzle finden.
Aktuell wohnen leider nur noch 4 Wildis aus Handaufzuchten bei mir.

Wildratten unterscheiden sich in Haltung, Aussehen und Verhalten in einigen Punkten von den Farbratten, wie ich in den letzten Jahren bemerken mussten.

Ein paar Beobachtungen ...

Entwicklung:
Alle meine Wildis haben sich langsamer entwickelt als die Farbis. Sie sind viel länger klein geblieben, aber letztendlich genauso groß wie die Farbis geworden.

Zähmung
Wildis sind grundsätzlich scheuer als Farbis und somit schwieriger zu zähmen. Meine sind alle lieb und zahm geworden, allerdings: festhalten lassen sich nur die wenigsten gerne, da ist der Fluchtinstinkt höher. Den Rechtslinks kann ich rumtragen wie die Farbis auch, aber die meisten lassen sich kraulen und schmusen, aber eben nur ungerne hochnehmen. Fremde Umgebungen mögen sie gar nicht - Tierarztbesuche sind ein Graus und Untersuchungen oft nur in Kurznarkose möglich.

Krankheiten
Leider haben von meinem letzten Wildisrudel auch einige Tumore bekommen - nicht weniger als Farbis also. Sie haben sich auch eher als anfälliger für Atemwegsinfekte erwiesen, was ich darauf zurückführe, dass sie wohl manche Haustierhaltungserreger weniger "kennen" als die Farbis (Mycos z.B.) und dagegen entwicklungsgeschichtlich weniger Abwehrkräfte entwickelt haben. Kommt mir manchmal vor wie bei den Inuit und den Indianern, die reihenweise starben, als die Weißen ins Spiel kamen.

Nagetrieb
Den Nagetrieb empfinde ich als viel viel ausgeprägter als den bei Farbratten. Eigenbauten aus Holz halte ich deshalb für Wildis als nicht geeignet.

Fell
Das Fell fühlt sich irgendwie anders an: etwas rauer und das Unterfell finde ich viel dichter als bei den Farbis

Machtkämpfe bei Böcken
Das hat mich erstaunt: ich musste noch nie einen Wildratz kastrieren lassen, weil die Hormone durchgedreht sind. Sie kämpfen im "Bockalter" wie blöde miteinander, um die Rangfolgen zu klären --- aber es gab noch nie irgendwelche Verletzungen!

Mir fällt sicher noch mehr mit der Zeit ein Alle meine Wildis sind mit Farbratten integriert worden im Babyalter und leben in Farbrattenrudeln.

Zur Zeit frage ich mich, ob es wohl möglich ist, auch erwachsene Wildige noch mit anderen Ratten zu integrieren. Mir wurde da stets davon abgeraten - allerdings habe ich zu vielen Punkten, was das Thema angeht, völlig andere Erfahrungen gemacht als das, was ich gehört hatte.

Es würde mich also freuen, wenn es hier auch User gäbe, die auch schon mal das "Glück" hatten, Wildis zu halten und sich mit mir austauschen könnten!

Und zuletzt: das hier sind nun also der Rechtslinks und der Jacques. Beide stammen aus einer Handaufzucht aus Nürnberg und sind mittlerweilen 2 Jahre alt. Jacques hat einen Schiefkopf aus einer ZNS-Problematik zurückbehalten. Rechtslinks hat einen chronischen Atmewegsinfekt, der medikamentös eingestellt ist und mit dem er soweit gut zurecht kommt. Er wurde aber auch schon zweimal an bösartigen Tumoren operiert. Beide sind übrigens Wanderratten :]

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#2 isasophie

isasophie

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Geschrieben 25 Mai 2008 - 20:22

Hallo,

zur Zeit stecke ich nun also in meiner ersten Integration mit Wildratz :D

Wer hat eigentlich behauptet, das ginge nicht???? Denn das ist etwas, was ich immer wieder gehört habe, seufz.

Trotzdem habe ich mich getraut, zu versuchen, das 2jährigen-Rudel mit dem Rechtslinks drin mit 2 anderen Farbratzen zu vergesellschaften - hatte ein gutes Gefühl dabei irgendwie. Und erstaunlicherweise ist alles friedlich. Der Rechtslinks macht kein bisserl mehr Probleme als die anderen auch - im Gegenteil: er ist sehr bemüht, Kontakt zum dicken Max aufzubauen und kuschelt sich ständig ganz lieb an den.

3 Abende Integration über jeweils eine Stunde nun ... und kein Problem! Ich werte das jetzt mal als Gerücht, dass man Wildis gar nicht integrieren kann :D

#3 LaKara

LaKara

    Schwabenrattz

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Geschrieben 25 Mai 2008 - 21:16

Hey Dagmar,

wow das ist mega interessant!

Hoffe, dass du dazu noch viel schreibst und uns auf dem Laufenden hälst!

LG + weiterhin viel Erfolg bei der Inti,
Steffi

#4 Lakes

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Geschrieben 26 Mai 2008 - 01:50

Hallo,

und was machen deine 5-6 neuen Wildis im Miniformat? Und wieviele sind es nun? Und wenn es nur 5 sind, was ist dann mit Nr. 6?

Bin doch sooo neugierig. So suesse kleine Maeuschen. Kenne zwar "nur" die Schwestern, aber die sind auch entzueckend.

LG
Lakes

#5 Mephisto

Mephisto

    Gelöscht

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Geschrieben 26 Mai 2008 - 15:29

Hallo auch,

ich oute mich mal als Fan von Dagmar-Wildis! :] Dagmars Wildratzen sind nämlich so zahm, dass sie fast schon als etwas scheuere Farbis durchgehen könnten... Sie hat da echt ein Händchen dafür.

Das mit dem Einfangen für den Tierarztbesuch durfte ich neulich live miterleben - es ist eine Katastrophe!! Das mögen Wildis nämlich wirklich mal überhaupt gar nicht!! Aber naja, welche Ratz mag das schon?! Nur sind die Wildigen, wie Dagmar ja schon geschrieben hat, deutlich wehrhafter als Farbis.

Ansonsten bin ich mal so frech und kläre auf: Dagmar hat gerade 6 Baby-Wildis, von denen aber eine® ein Wackelkandidat ist und vielleicht in den nächsten Tagen zurück nach Kölle darf/muss, falls er sich als eine sie herausstellen sollte. Aber das "Nachschauen" ist wohl echt mühselig mit den lieben Kleinen :rolleyes:

Grüßle
Jasmin

#6 isasophie

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Geschrieben 26 Mai 2008 - 16:43

Hallo,

naja, was Jasmin vergaß zu schreiben: ich musste den TA-Termin absagen, weil ich geblutet habe und der Wendelin unterm Sofa saß X(

Jaaaa, die Kleinen sind supersüß ... nur: Fotos kann ich keine machen, weil die noch schnell wie der Blitz sind und man die eigentlich fast nie sieht. Es sind noch 6 Kleine und vorher habe ich nachgesehen und ... bei einem ist das Geschlecht immer noch unklar. Bis Mittwoch gebe ich dem kleinen süßen Etwas noch ... aber wehe, bis dahin sind keine deutlichen Eierchen sichtbar :rolleyes:

#7 Mephisto

Mephisto

    Gelöscht

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Geschrieben 26 Mai 2008 - 17:47

Hi nochmal,

stimmt, die heiklen Details hab ich dezent verschwiegen :)

ich musste den TA-Termin absagen, weil ich geblutet habe und der Wendelin unterm Sofa saß X(


Und wiiiiiiieeeeee der kleine Wendelin unterm Sofa saß!!! Der hat vielleicht ne Fresse gezogen... Nur noch genial! Echt amüsant für die Zuschauerschaft in Dagmars Wohnzimmer ;) Der Ausdruck auf Wendelins Gesicht war unmissverständlich: "Du kannst mich mal!"

Grüßle
Jasmin

#8 isasophie

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Geschrieben 26 Mai 2008 - 18:12

Hallo,

ach so, weil dies hier mein Wildi-Infos-Sammelthread ist ...

Altern bei Wildratten
Meine Wildis haben ab dem Alter von etwa 2 Jahren die Fellfarbe gewechselt teilweise - jaja, auch die Wildis werden grau :) Wie die Farbis auch im Gesichtchen und außerdem sind beim Rechtslinks die ganzen Flanken inzwischen grau geworden.


Und bevor ihr total durcheinanderkommt:
Der Rechtslinks ist der letzte der "Alten" - meinen Hering Jacques gibts leider nicht mehr :( Rechtslinks ist jetzt ziemlich genau 2 Jahre und ein Monat alt.

Dann gibts da noch den Lancelot und den Wendelin, die mit 6 Farbis zusammenleben. Die beiden sind etwa 1 Jahr alt.

Naja, und jetzt eben noch die daumengroßen Sechs, die nun 5 Wochen alt sind ... auch die leben mit Farbis zusammen, deren Mamas Ammen bei ihnen waren.

#9 isasophie

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Geschrieben 26 Mai 2008 - 18:24

Hallo,

und noch was, ehe ich es vergesse.

Alle meine Wildis hatten im Alter von etwa 5-8 Wochen einen "Beziehungsbruch". Trotz Handaufzucht sind sie plötzlich superscheu geworden. Ich beobachte das gerade leider auch bei den ganz Kleinen, seufz.
Das dauert ein paar Monate und erst danach kommen sie allmählich wieder zu einem. Der Wendelin und der Lancelot sind noch sehr scheu, aber auch da bessert es sich inzwischen deutlich: ich darf die Herren in der Voli nun streicheln und sie bleiben liegen und rennen nicht fort. Und im Auslauf traut man sich auch immer mehr in meine Nähe :D

Auseinanderhalten der Wildis
Wildis haben fast alle die gleiche Farbe und sind damit schwer zu unterscheiden. Einfärben geht leider bei der Fellfarbe kaum. Und auch Ohrentätowierungen sieht man nur schlecht. Wir sind inzwischen dazu übergegangen, abzuwarten, bis die Tiere aus irgendeinem Grund mal eine Narkose brauchen (und bei Wildis braucht man meistens schon für eine einfache Untersuchung beim TA eine, weil sie in fremden Umgebungen extrem panisch reagieren). Dann bekommen sie Schlitze ins Ohr. Ich finde das zwar irgendwie barbarisch, aber es hat sich sehr bewährt und es ist auch wichtig, wenn man mal Medikamente verteilen muss.

#10 Mephisto

Mephisto

    Gelöscht

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Geschrieben 26 Mai 2008 - 22:12

Hi nochmal,

Duhuuuu, wie lange hat denn das bei den Rechtslinksens gedauert, bis der "Beziehungsbruch" vorbei war?? Denn bei den Wendelins hält das ja nun schon ne ganze Weile an. Ab welchem Alter hört dieses Misstrauen wieder auf?? Sind die Wendelins nun Spätzünder, oder war das auch bei den anderen so lange?

Grüßle
Jasmin

#11 isasophie

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Geschrieben 27 Mai 2008 - 11:55

Hallo,

beim Huschel ging es schneller - der war schon mit einem halben Jahr wirklich superzahm. Aber alle anderen sind erst so ab einem Jahr richtig zahm geworden. Ist also alles im Rahmen :D

#12 isasophie

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Geschrieben 28 Mai 2008 - 19:22

Hallo,

die Integration mit meinem alten Wildherren Rechtslinks läuft übrigens auch weiterhin unproblematisch :D Wenn es so weitergeht, können wir am Wochenende aus dem neutralen Gebiet (Bad) wieder ins übliche Auslaufgebiet umziehen. Rechtslinks hat vom ersten Moment an meinen Dickbauchratz Max geliebt und will ständig mit dem kuscheln - macht er auch :D

#13 Aida

Aida

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Geschrieben 29 Mai 2008 - 17:45

Hi,

ich habe auch einen Wildratz (Strolch), der sich zusammen mit einer husky-farbenen Farbratte (Susi, heute ganz weiß) in das Kaninchengehege meiner Freundin geflüchtet hatte. Damals war noch nicht eindeutig klar, dass Stolchi ein Wildratz ist, da beide sehr scheu waren. Wir dachten, er wäre ein agoutifarbener Farbratz. Ich habe ihn gleich nach dem Einfangen kastrieren lassen. Er hängt sehr stark an Susi und die beiden sollten nicht lange alleine bleiben. Susi war zwar extrem abgemagert als sie zu mir kam, aber befruchtete Eizellen trug sie trotzdem in sich. Sie hat nach über einem Monat bei mir drei Babys zur Welt gebracht, von denen zwei sich gut entwickelt haben (Merlin (auch kastriert) und Marielle sowie Minusch, die ein Winzlinchen geblieben ist).

Strolch ist hoffnungslos ängstlich und auch seine drei Kinder sind nicht mal bereit, ein Dröpschen aus meiner Hand zu nehmen, obwohl ich sie, als sie noch ganz klein waren, ständig raus genommen habe. Sobald aber damals ihre Sinne erwachten, waren sie nicht mehr zu halten (panisch und ängstlich). Sie orientieren sich ganz am Papa.

Susi ist zwar auch ängstlich, aber zu den anderen vier ist das gar kein Vergleich. Wenn man vor der Voliere steht, könnte man meinen, ich hätte nur eine Ratte.

Was ich besonders schlimm finde, ist, dass ich ihnen keinen Zimmerauslauf geben kann, wo gerade Wildlinge ihn doch so sehr brauchen. Leider bekomme ich Strolchi erst nach Stunden eingefangen. Er geht nicht zum Tagesschlaf in die Voliere zurück, sondern baut sich nachts immer unter der Voliere ein Nest (dafür verarbeitet er das Tierzimmer). Er schafft es, innerhalb nur einer einzigen Nacht, die Schutzleisten von den Fliesen-Silikonfugen abzunagen und das Silikon herauszuziehen.

LG Kirstin

#14 Aida

Aida

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Geschrieben 29 Mai 2008 - 17:50

Die Bilder zeigen meine Tiere in folgender Reihenfolge:
Susi, Strolch, Marielle, Minusch, Merlin

In dieser Voliere leben die fünf Nasen (Ferplast Duetto):

#15 Aida

Aida

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Geschrieben 29 Mai 2008 - 18:10

Strolch und Merlin sind viel größer als jeder Farbrattenbock, den ich kenne. Ich schätze Strolch auf 1 kg (Wiegen ist leider nicht möglich), also so groß wie ein Meerschweinchenbock. Auf dem Foto sieht er etwas pummelig aus, zur Zeit hat er aber eine gute Figur. Insgesamt futtern die fünf Unmengen an Futter.

#16 isasophie

isasophie

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Geschrieben 29 Mai 2008 - 21:05

Hallo,

danke für deinen Bericht :D

Ja, das mit dem Auslauf ist ein Problem. Aber man kann auch mit Wildratten "Rituale" einüben (meine kommen inzwischen, wenn ich "leckerlecker" rufe, weil sie wissen, es gibt dann Leckerfutter). Das ist mühsam beim Eintrainieren, aber schon machbar. Und es lohnt sich :D

Meine sind übrigens nicht größer als Farbis. Wie war das denn bei dir: sind deine auch so relativ lange klein geblieben?

Aber noch etwas zu meinem "Wackelkandidaten": es wackelt immer noch ... aaaaber eindeutig zwischen den Beinen :). Heute kann man deutlich erkennen: ein "Brötchenträger". Ich bin superfroh darüber, dass es sich nun doch als Bub erwiesen hat :D :D :D

#17 Aida

Aida

    Ratteneckler

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Geschrieben 02 Juni 2008 - 08:48

Hi,

die beiden Männekens Strolch (wilder Papa) und Merlin (Mischlingssohn) sind deutlich größer als alle Farbböcke, die ich bisher gesehen habe. Sie sind gigantisch groß. Sie entwickeln sich meiner Beobachtung nach aber tatsächlich später als Farblinge.

Wenn ich Strolch einfangen muss (wobei ich auf Stressfreiheit - soweit das möglch ist - sehr achte), um ihn z. B. zum Tierarzt zu bringen, kollabiert er mir fast. Auch die Kinder sind stark ängstlich und können nur mit dicken Schutzhandschuhen angefasst werden. Dass sie auf Leckerli-Rufe hören, daran ist gar nicht zu denken. Wenn ich mich dem Käfig nähere und sie tatsächlich sitzen bleiben, fliehen sie spätestens, wenn ich sie anspreche (woraus ich mir aber nicht viel mache).

Die Mama, Susi, ist allerdings von mir total auf Leckerlis fixiert worden. Manchmal mag sie es, wenn ich mit ihr rede, so wie ich es von Farbis kenne und manchmal ist es ihr egal. Leider lässt sie sich aber auch nicht anfassen. Das Schmusen vermisse ich schon sehr.

LG Kirstin

#18 isasophie

isasophie

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Geschrieben 02 Juni 2008 - 16:09

Hallo

wobei ich auf Stressfreiheit - soweit das möglch ist - sehr achte


X( X( X( Wie?

Also DAS ist ein Problem, definitiv: mit Wildis zum TA. Untersuchungen sind bei meinen nur in einer Kurznarkose möglich, seufz. Nur der Rechtslinks lässt sich auch so vom TA anfassen. Und fremde Umgebungen sind für Wildis eh grauenhaft, wie ich feststellen musste - da geraten alle in Panik.

#19 karpfen

karpfen

    kampfratte

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Geschrieben 02 Juni 2008 - 20:12

hallo,

da ich ja derzeit auch zwei definitive hawis (halbwilde) bei mir habe und meine "panik" bei der ich einen höheren wildanteil vermute, möchte ich jetzt auch mal berichten.

"titus" und "pluto bock" (brüder, kastriert), die beiden hawis sind am ersten september 2006 geboren, gehen jetzt also auch auf die zwei jahre zu. sie sind mit farbi - mädels, - kastraten und (!) meiner "panik" integriert. ("panik" ist auf grund ihrer geschichte ein sonderfall, dazu aber später. ich habe auch schon in einem anderen rattenforum über sie geschrieben.)

angefangen hat die hawi-ära bei mir im herbst 2004, als ich "mickey" und ihre schwester vom tierhausi (www.k-ratworking.de) übernommen habe.
mickeys schwester verstarb leider kurze zeit später. aber zumindest "mickey"konnte ich zwei jahre lang ein zu hause bieten. ich habe sie damals, sobald sie alt genug war zu meinen damaligen farbis integriert und auch noch weitere integrationen in ihr rudel (sie war selbstverständlich "chefin" geworden) durchgeführt. ich mußte sie aufgrund einer bösen und nicht mehr behandelbaren zahngeschichte im september 2006 gehen lassen. "mickey" hat beim ta nie irgendwelche probleme gemacht. ihr "lieblingshobby" war das nagen und das randalieren mit der futterschale, am liebsten zu nachtschlafender zeit.

kurz nach mickey´s tod zog dann "panik" bei mir ein. sie war zu diesem zeitpunkt geschätzte neun wochen alt und alleine! sie wurde in einem berliner hausflur im zarten alter von 3 - 4 wochen schwerkrank gefunden und nur dank vieler glücklicher umstände gerettet. so kam sie dann, als sie wieder gesund war zu mir.
"panik" hat keinerlei sozialverhalten erlernt. sie hat nach wie vor angst vor ihren artgenossen und es ist daher sehr schwierig integrationen mit ihr durchzuführen. (NUR FÜR SEHR ERFAHRENE HALTER ZUR NACHAHMUNG EMPFOHLEN!)
"panik" und ich, wir haben uns miteinander arrangiert. da sie sich nirendwohin traut, wo sich bereits andere rudelmitglieder aufhalten, hat sie ihr eigenes nest und wird von mir komplett extra gefüttert und bekommt zusätzlich brei (so nimmt sie auch genug flüssigkeit auf). sie ist die einzie bei mir, die nicht in den freilauf geht. wenn die anderen draußen sind, ist für "panik" breifütterungszeit. ansonsten ist "panik" eine absolute papier-schredderratte! allerdings an plastik oder holz geht sie gar nicht ran - erstaunlicherweise!
hätte ich "panik" damals nicht integriert, würde sie heute definitiv nicht mehr leben! denn trotz ihrer angst vor den anderen so merke ich doch, wie sehr sie die zumindest mittelbare nähe der anderen braucht.

"titus" und "pluto bock" sind zwei ordentliche hawi-kerle, (anständige speckschwarten) und äußerst dominant. beide lassen sich nur in ganz bestimmten situationen von mir anfassen. "titus" ist der perfekte schulterratz. allerdings möchte er natürlich, wie es sich für einen hawi-bock gehört, selbst bestimmen wann er auf mamas schulter krabbelt. da er aufrund einer herzgeschichte jeden tag medikamente bekommen muß, fordert er jeden abend seine schulterklettertouren ein. anfassen darf ich ihn währenddessen nicht!
"pluto", sein bruder ist ewas scheuer, aber trotzdem noch gut händelbar für mich. wenn er auf dem großen rattenschrank sitzt, darf ich ihn auch anfassen.
seit ich die beiden zusammen mit "glubchie" zu anderen farbis und "panik" integriert habe, wird erstaunlicherweise nicht mehr genagt, weder am holz noch am plastik - interessant!

#20 Aida

Aida

    Ratteneckler

  • Ratteneckler
  • 75 Beiträge

Geschrieben 04 Juni 2008 - 15:39

Meine halbwilden Mischlingsratten, die drei Kinder von Susi und Strolch, wären wahrscheinlich etwas zugänglicher, wenn sie nur mit der Farbi-Mutti Susi und nicht noch mit dem Wildling Strolchi zusammen leben würden. Aber sie würden auch dann bestimmt nicht auf meine Schulter wollen. Das will auch Susi nicht.

Ich stelle in letzter Zeit eine Entfremdung zwischen meinen Wildlingen und Susi fest. Susi schläft immer oben und alleine. Die anderen schlafen alle unten in der Voliere in einer Riesenburg. Das macht mir Sorgen.

LG Kirstin




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