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Wildratten


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95 Antworten in diesem Thema

#41 Judith_München

Judith_München
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Geschrieben 09 April 2009 - 23:12

Hallo

Isa hat mir (glaubich ;) ) diesen Thread empfohlen in der Hoffnung, dass ich da brauchbares für meinen Problemfall finde. So recht ist das aber leider nicht so. Aber immerhin die Hoffnung, dass es ein paar Leute hier gibt, die Tipps zu dem Thema geben sollen.

Ich hab hier ja eine Ratte gerade sitzen, der wir den Titel "3/4-Wilde" verliehen haben.
Wir wissens nicht 100%. Grund seht ihr da:
Eingefügtes Bild
Penny ist wirklich Hundertpro eine Wildratte, wenn da nicht das doofe Weiß wäre!

Ihre Geschichte lief so, dass sie eines Tages, bereits ausgewachsen und schwerst unterkühlt in einem Keller (glaubich, oder Treppenhaus..) gefunden wurde. Der Finder konnte sie schön nehmen, kaum war sie wärmer geworden, hat sie ihn ordentlich zerbissen und landete schließlich im Tierheim.
Von da hat sie eine unser erfahrensten Rattenhalterinnen aufgenommen und sich sicher ein viertel Jahr lang extrem um sie bemüht. Aber sie war wirklich nur zu sehen, wenn man ihr (wie auf dem Foto) zwangsweise das Haus abdeckte, im besten Fall hat Penny die Flucht ergriffen, aber sehr häufig ging sie auch unvermittelt in den Angriff über und hat sich einfach nur verbissen. Nach ein paar Wochen - um endlich mal das Geschlecht festzustellen - musste sie einmal festgehalten werden, da hat sie sich in den Bauch verbissen! Es wurde sogar extra eine superfriedliche Rattendame für sie gesucht, um sie zu integrieren, aber der Versuch lief nach einiger Zeit der Schreckensstarre darauf hinaus, dass Penny je mit Anlauf aus der Badewanne gesprungen ist und die Ärmste durch das Badezimmer zu verfolgen (da wär ich gern dabei gewesen, wie sie auf der Wanne stand, kreischend, und unten die Penny nach ihr hüpft :) ).

Irgendwann hat sie es aufgegeben, mittlerweile lebt Penny seit fast nem Jahr sicher schon in Gefangenschaft, traurigerweise auch alleine, aber nach wie vor ist da nichts zu machen! Sie zeigt ihr Leben nur dadurch, dass morgens weniger Futter im Käfig ist und Kontrollen durch Öffnen vom Haus oder Tunnel sind nur mit dicken Handschuhen möglich.

Nachdem ich letztens ja nen extremst bissigen Bock hier gezähmt hab, dachte ich, ich kann ja dasselbe nochmal versuchen. Mehr als Scheitern geht ja nicht.
Aber die ersten drei Tage waren echt Horror, aus meinem Kranken-Zähmungs-Käfig hat sie sich gleich mal am ersten Tag einen schönen Ausgang rausgefressen, nach der Absicherung am nächsten Tag eben den zweiten gebaut und jetzt sitzt sie in ner schönen Voliere, die ihr zwar gefällt, aber mein Zähmungs-Latein ist damit schon so ziemlich am Ende.

Ich würde mir sehr hoffen, einer von euch hätte eine Idee, wie wir wenigstens an die ganze Sache herangehen können, wie unsere ersten Aufeinandertreffen aussehen können. Das ist nicht wie bei Farbratten, wo man den ganzen Tag davor sitzt, leise mit der Ratte redet und irgendwann kommt sie schon. Das wurde jetzt fast ein Jahr lang versucht und die gute Penny wäre lieber verhungert, als sich auch nur einen Millimeter zu rühren, solang ein Mensch in der Nähe ist.

Wenn man den Käfig aufmacht und ihr den Deckel vom Haus nimmt, flitzt sie Minutenlang in einem Affenzahn durch die Gegend und man kann nur schauen, dass man möglichst schnell die Hand aus ihrer Reichweite nimmt und die Tür zumacht. Würe sie es darauf anlegen könnte ich wohl kaum verhindern, dass sie abhaut, so schnell bin ich nicht...

Halbwild ist sie wohl nicht, man sagt ja, da können keine Hoodeds dabei sein. Aber wenn da die Verpaarungen weitergingen, soll es das schon einmal geben, in zweiter Generation scheint das möglich. Vom Verhalten ist da aber gar nichts anderes drin, auch wenn man ihr Gesicht anschaut hat sie irgendwie gar nichts von einer Farbratte. Die Augen sind anders, die Nase ist spitzer, das Fell ist ganz anders und sie verhält sich sowieso absolut wild.

Es tut uns allen sehr leid um sie. Das Ganze konnte keiner ahnen, wer tut das schon, wenn er eine Hooded aufnimmt? Vermutlich wäre es für SIE am besten gewesen, sie gar nicht erst einzufangen. Aussetzen wäre ja rein rechtlich schon nie in Frage gekommen. Und dass sie alleine leben muss ist wirklich traurig, aber bisher hat noch keiner eine Idee gefunden, wie man das machen kann, ohne sich selber in Gefahr zu bringen und ohne das Gefühl, die eigene Farbratte diesem Monster zum Fraß vorzuwerfen...

Irgendjemand Ideen, was wir machen könnten?

(sie ist btw wirklich nur bei mir, weil ich sie mir mal angucken wollte und checken, ob man sie mit "meinen Methoden" zähmen könnte; und in der Hoffnung, dass ein Tapetenwechsel vielleicht was bringen könnte - Latein also ist wirklich recht am Ende)

Liebe Grüße
Judith

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#42 isasophie

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Geschrieben 09 April 2009 - 23:32

Hi Judith

Nö, ich dachte nur, es ist vielleicht interessant für dich, eben weil du ja selbst so einen Ratz daheim hast zur Zeit. Obs "hilfreich" ist, wage ich zu bezweifeln - sind auch nur ein Teil meiner Erfahrungen, die ich hier gesammelt habe ;-)

#43 Judith_München

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Geschrieben 10 April 2009 - 09:37

Hallo

Na, viele Erfahrungen sind das ja gar nicht. Nur, dass sie schon irgendwann zahm wurden und was du alles mit ihnen machen konntest :) Das ist natürlich etwas frustrierend, weil, warum ist es hier nicht so?

Mich würde ja der Punkt interessieren, was mit den Ratten gemacht wurde, ganz konkret. Wie mit ihnen gearbeitet wurde und umgegangen, als sie noch nicht so zahm waren.

Heute Nacht hab ich sie aus einiger Entfernung mit einem kleinen Federwedel genervt. Das fand sie wohl nicht so schlimm, aber als ich ihr dann nur mal leicht an den Rücken getippt hab, hat sie sich doch tatsächlich umgedreht und mich angekreischt! Ö_Ö
Ich glaub, viele kennen diesen Schrei, wie ihn nur Wilde haben, der einem durch Mark und Bein geht. Ganz ehrlich, da hab ich mich ordentlich erschreckt, vor allem als sie mir dann auch noch hinterher kam und weiter gekreischt hat, dass meine eigenen Rattis schon aus ihren Häusern kamen und zu gucken was da los ist.
Das ist gruselig und da war erstmal die Motivation weg ^^ *brr*

#44 XXSternXX

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Geschrieben 10 April 2009 - 12:15

Huhu!

Bei aller Liebe - auch bei Wildtieren gibt es Farbmutationen. Als ich mir so die Geschichte durchgelesen habe stellte sich mir spontan die Frage - WARUM in aller Welt lässt man so ein Ratzeltier nicht wieder frei.

Sicherlich hat sie kein Rudel zur Seite dass sie beschützt. Sicherlich ist sie durch ihre Färbung mehr in Gefahr als andere Ratten.

ABER - der Stress und der Horror der Gefangenschaft der für DIESE Ratz ja offensichtlich ist - muss doch noch viel Schlimmer sein - und dazu noch die Einsamkeit.

Lieber hat die Ratz doch die Chance sich einem Wildrudel an zu schließen - auch wenn diese gering sind - oder eben sie wird gefressen als ihr restliches Leben in Gefangenschaft und Angst und alleine zu leben - oder nicht?

Rechtliches Hin oder Her - wo kein Kläger ist ist auch kein Richter. Ich denke der wesentliche Unterschied zwischen dieser Ratz und den anderen Wildis besteht einfach darin, dass sie als Erwachsene gefunden wurde und nicht als Baby...

Lg

Hilde

#45 Judith_München

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Geschrieben 10 April 2009 - 15:29

Naja

Das darf dann aber gern jemand anderes machen, ich bin sicher nicht begeistert davon, mich strafbar zu machen. Lieber lass ich sie einschläfern, als zu hoffen, dass sie nachdem ich sie rausgelassen hab, hoffentlich bald und schnell stirbt.
Die war nun fast ein Jahr in Gefangenschaft, das kann doch keiner wirklich mit sich vereinbaren, dass er die aussetzt, nach dem Motto "Aus den Augen aus dem Sinn".

Und auch wenn sie überlebt, wie soll ich mir das vorstellen? Fängt sie dann der nächste als vermeintliche Farbratte ein? Oder schließt sie sich einem Rudel an und zeugt an einer Population mit, wo auf einmal Unmengen von wilden Agouti Hoodeds rumlaufen, die eingefangen werden können und uns das Leben schwer machen...

Das ist wirklich nicht so einfach... vom Gefühl her wär ich ja sicher auch der Meinung, aber dafür ist es halt auch einfach etwas spät...

#46 XXSternXX

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Geschrieben 10 April 2009 - 17:12

Hi Judith,

ich versteh dich schon - keine Frage. Und ich bin auch kein Mensch der dan sagen kann - aus den Augen aus dem Sinn.

Aber wenn man es mal ganz nüchtern und einfach vom Tierschutzaspekt aus betrachtet: fängt man einen Albinoraben ein? ein Albinoreh? Albinoeichhörnchen??

Nein - tut man defintiv nicht.

Es ist eine Wildratte die sich evtl. irgendwann mal durch eine Farb/Wildrattenpaarung entstanden ist oder eben eine Mutation ist die durchaus vorkommen kann.

Hätte die Ratz nicht ein Problem gehabt und wäre versehentlich da im Keller gelandet - hätte sie keiner eingefangen und sie würde ihre Wege gehen vermutlich mit ihrem Rudel.

Ok, nun wurde sie eben eingefangen, auf Grund der Farbe inhäusig behalten.

Aber mal ehrlich, was ist der Sinn von dem? Dass sie jetzt halt in Gefangenschaft und voller Angst noch bis an ihr Lebensende in einem Käfig sitzt?

Auch wenns mir schwer fallen würde, ich würd das nicht machen. Ich würd ihr nen Futtervorrat einpacken, sie weit in den Wald fahren und sie sich selbst überlassen. So grausam sich das anhört - so grausam ist es nicht. Sie wird Futter finden, es ist mittlerweile warm, mit Glück findet sie sogar Anschluss und hat noch eine gute Zeit oder der nächste Fuchs hat sie relativ flott bei ihrer Färbung.

Auf alle Fälle besser als so.

Ein normaler TA wird dir das Tier nicht einschläfern ohne medizinischen Grund.

LG

Hilde

#47 Lakes

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Geschrieben 10 April 2009 - 18:35

Hallo,

der Sinn liegt hier wohl darin, auch eventuelle Nachkommen zu schuetzen und nicht in die Population der Wildratten in und um Muenchen einzugreifen.

Es hat schon seinen Sinn, wenn diese Tiere Agoutifarben sind und nicht andere Zeichnungen haben.

Wie oft sieht man bitte Albinotiere in freier Wildbahn? Doch eher selten bis nie. Der Grund darin liegt wohl bei der relativ unwahrscheinlichen Ueberlebenschance, bedingt dadurch, das saemtliche Tarnung dahin ist.

LG
Lakes

#48 XXSternXX

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Geschrieben 10 April 2009 - 18:48

Hi!

Das ist mir schon klar Lakes, aber so macht es ja wohl auch keinen Sinn!!

Lg

Hilde

#49 Lakes

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Geschrieben 10 April 2009 - 20:26

Hallo,

aber was siehst du als sinnvolle Alternative?

Solange es da keine gibt, muss man doch gucken, dass man aus der Situation fuer alle Beteiligten das Beste macht....

LG
Lakes

#50 isasophie

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Geschrieben 10 April 2009 - 21:03

Hallo Judith

Was ich mit ihnen gemacht habe? Hm, schwierige Frage. Das Übliche halt ;)

Also erstmal viel mit ihnen gesprochen und viel vorm Käfig gesessen, damit sie sich an meine Gegenwart gewöhnen. Und viel viel mit anderen Ratten vor ihren Augen geschmust - ich habe immer den Eindruck, dass das beim Zähmen (auch von Farbis) sehr hilft, weil die Ratten so ja mitbekommen, dass den anderen nichts passiert und sie das noch dazu gerne haben. Irgendwann habe ich dann immer damit angefangen, die panisch in die Ecke gedrückten Wildis vorsichtig am Popo zu streicheln und dann nach und nach auch weiter vorne am Körper.

Und, was ich immer sehr hilfreich fand, es mich aber fast nicht traue zu schreiben, weil ich dafür nun hundertprozentig zerrissen werde: sie in den Bademantel "zwingen" (Ferplaströhre und dann reinkippen sozusagen) und da drin am Rücken zu behalten so lange wie möglich. Das war die ersten Male immer ein Kampf und ging nur kurz, aber sie haben dann teilweise doch gelernt, dass ihnen da nichts passiert und sind zunehmend ruhiger geworden. Und haben sich vor allem an meinen Geruch gewöhnt. Ist eine drastische Methode, aber hilft auch bei den meisten Beisserchen und Panikern beim Zähmen recht gut, wenn man anders gar nicht weiterkommt.
Dazu sei aber angemerkt; das ist sehr umstritten, weil viele meinen, Ratten müssten von selber kommen. Ich setze das deshalb auch nur in ganz extremen Fällen ein - da aber dann erstaunlich oft erfolgreich ;) man muss halt manchmal abwägen, was für das einzelne ratz hilfreicher ist, um n icht zu vereinsamen. Das ist also nur ein rein persönlicher Erfahrungswert aus meiner Rattenhaltung.

Was halt bei deiner Situation blöd ist: deine lebt nicht mit Farbis zusammen! Da ist es dann nämlich bisschen leichter, weil sie auch viel von ihren Rudelgenossen mitbekommen und gerade im Bademantel dann einen Gefährten dabei haben, was sehr beruhigen wirkt.

Trotzdem: alle Wildis bekommt man nicht handzahm - so meine Erfahrung leider.

Naja, raussetzen kannst du sie wohl tatsächlich wohl nicht mehr.

Was anderes: wie alt ist denn die Dame etwa? Denn, wie bereits gesagt: oft werden sie deutlich gelassener, wenn sie über 1-1,5 Jahre alt sind (das kist individuell verschieden). Kann (muss aber nicht) also sein, dass deine Hartnäckigkeit mit der Zeit noch Früchte trägt.

Falls du sie ganr nicht zahm bekommst, würde ich es wahrscheinlich doch versuchen, sie irgendwie zu integrieren. Es ist natürlich fraglich, ob das klappt - und wenn, dauert es wahrscheinlich sehr sehr lange. Aber alleine lassen ist halt auch schwierig.

Ist wirklich eine schwierige Situation und ich wünschte, ich könnte dir da besser helfen bzw. wüsste ein Patentrezept.

#51 Judith_München

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Geschrieben 10 April 2009 - 21:56

Hallo!

Also, die Idee mit der Zwangsbeglückung hatte ich schon auch, wollte ich hier auch mal versuchen. Problem ist aber, dass ich diese Ratte bestimmt nicht in die Nähe meines Körpers lasse, sie beißt ja in alles, was sie kriegt. Und meinen Rücken soll sie nun nicht zerbeißen.
Theoretisch müsste ich einen Mini-Vollmetall-Käfig/Box finden, die ich bisssicher abdichten kann und dann mit ins Bett nehmen. Aber was ich da nehmen könnte, weiß ich nicht, ich kann sie ja schlecht in ne Lebendfalle zwängen, das wäre dann doch ne übertriebene Härte.

Und Integration scheiterte ja bisher auch an ihrer extremen Angriffslust auf Menschen, würd das nur andere Ratten angehen, hätt ich ja kein Problem *hust* (wobei ich da sicher keine meiner Ratten anbieten würde).

Wie alt sie ist wissen wir klar nicht. Wir schätzen sie so auf 1 Jahr 4-5 Monate. Etwa. Ist etwas schwierig, weil sie wirklich winzelig ist, wenn die 160g hat ists schon erstaunlich viel. Richtig Mini also.

Ich müsst wohl wirklich mal die genaueren Daten erfragen, wann sie gefunden wurde etc., aber im Endeffekt ist es auch egal.

Gott sei Dank scheint ihr die Voli gut zu gefallen, sie klettert da viel drin rum und ich hab nun zwar viele Knabberspuren im Lack, aber ich kann beruhigt sein, dass sie nicht raus kommt *phew*

#52 isasophie

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Geschrieben 10 April 2009 - 22:23

Hi Judith

In dem Alter besteht dann noch ein klitzekleines bisschen Hoffnung. Oft "kippen" sie erst in dem Alter oder drüber. Vielleicht hast du ja Glück, also gib nicht auf, sie zu belabern und so.

Ist doof, dass sie so angriffslustig ist. Das kenne ioch nun von meinen Wildis gar nicht glücklicherweise - die sind eher abgehauen und auf Angriff ist auch keine gegangen.

Das ist wirklich eine schwierige Situation und ganz ehrlich: ich weiß keinen Rat!

#53 XXSternXX

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Geschrieben 11 April 2009 - 09:07

Hiho!!

Ich finds nicht so tragisch dass sie nicht zahm ist - sondern dass sie alleine ist.

Was mich interessieren würde, wie reagiert sie denn auf andere Rattis. Bis auf die Badewannenerfahrung bei der sie ja panisch aus der Wanne gesprungen ist - ich vermute aber mal mehr wegen der Menschen als wegen der Ratte - gibt es ja damit keine Erfahrungen, oder?

Bist du dir denn sicher dass sie auf eine andere Ratz losginge?

Meine Albinomutti (ich weiß es ist kein Vergleich zu einer Wilden) ist auch sehr scheu - bis jetzt geblieben. Auch wenn ich versuche sie nur sanft am Pop0 zu kraulen - flippt sie aus und ich muss schnell die Eigenbautüre zumachen damit sie mir nicht entgegenfliegt. Es genügt die Berührung der obersten Häärchen, dann kreischt sie schon.

Nur, alleine sitzen lassen wollte ich sie nicht bis sie einigermaßen zahm ist, so dass sie mich nicht beißt wenn ich reinfasse.

Manchmal ist das Ganze eben eine Risikogeschichte. Ich hätte hier insgesamt drei Rattenmädels die man mit deiner Wilden VG könnte, lassen sich alle nicht anfassen, eine ist sogar genauso zart wie du deine Wilde beschreibst, neugierig aber lässt sich nicht anpacken - das hasst sie. Beißen tut allerdings nur die Albinoratz.

Ich persönlich würde das Risiko eingehen sie einmalig raus zu fangen, den Käfig pikobello zu putzen und ihr schlichtweg eine oder sogar zwei Kumpelinnen ähnlicher Art (zu scheu, kein Freilauf möglich deshalb) dazu zu gesellen. Rattis halt die zwar ans Gitter kommen um sich mal nen Leckerbissen zu schnappen, aber sonst auch nicht viel wollen.

Ich weiß dass es ein Risiko ist, aber letztendlich hat man glückliche Ratzen. Meine Albinomama lebt seid einer Woche mit meinen anderen Rattenweibern zusammen und man sieht ihr an dass sie einfach zufrieden ist. Sie will nicht raus, sie will einfach unter Ihresgleichen sein.

Die Inti war keine Inti im herkömmlichen Sinn, sondern auf Grund der Tatsache dass ich sie noch nichtmal anfassen kann (auch nicht nach zig Zähmungsversuchen mit viel Zeitaufwand) - habe ich meinen Rattenschrank blank geräumt, ihn geschrubbt, neu eingerichtet und die Albinoratz hineingesetzt.
Meine anderen Mädels waren derweil im Freilauf. Diese habe ich dann immer Einzeln dazu gehockt - sobald alles klar war, kam die Nächste dazu.

Natürlich ist es ein Heidenstress mal nen Tag für die Tiere - aber - meine Albinoratz ist integriert ohne viel Rumgezerre und Tamtam.. sie gehörte nach diesem Tag einfach dazu.

Wäre sowas nicht eine Option für die Wilde?

Wie reinigst du eigentlich den Käfig wenn sie sofort attackiert? :confused:

LG

Hilde

#54 Judith_München

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Geschrieben 11 April 2009 - 10:02

Hallo

Ja, so von außen betrachtet klingt das sicher alles sehr leicht.

Also, wo der Sinn darin ist, da noch mehr scheue Ratten dazu zu setzen, verstehe ich nicht. Ziel soll doch sein, sie etwas zahmer zu bekommen, wenn ich da noch scheue Ratten reinsetze, bestätigen sich die ja nur gegenseitig darin und ich hab am Ende drei Ratten in nem Käfig, die mich anfallen und beißen. Ich glaube, für eine Wildratte (!) kann es nur absolut charakterstarke, menschenbezogene Partnerratten geben.

Blitzintegration lehne ich grundsätzlich ab. Bei erwachsenen Tieren ein No-Go, nicht mal in Ausnahmefällen.

Das Problem ist ja wie gesagt nicht, dass sie die andere Ratte angreifen könnte, sondern dass ich nicht dazwischen gehen kann! Die beiden Ratten sind sich dort, wo die Inti ist (und das wird ein Käfig sein müssen) also auf Gedeih und Verderben ausgesetzt. Ich werd das schonmal versuchen, wie sie da reagiert, aber so einfach ist das nicht.

Also, wenn ich da was versuche, dann nur Wochentags wenn meine Tierärztin offen hat und ich Zeit, nachher da hin zu fahren. Sicher nicht an Ostern ^^

Bei den Intiversuchen hat sie btw gar nicht auf die andere Ratte reagiert, weil sie halt steif vor Schreck war. Insofern können wir da wirklich wenig dazu sagen.

Edit: Man kann sie aus dem Käfig holen, indem man etwas vor die Iglutür hält und sie dann mitsamt Iglu aus dem Käfig holt. Sie selber anfassen geht wie gesagt gar nicht.

Grüße euch, schöne Ostern
Judith

#55 isasophie

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Geschrieben 11 April 2009 - 10:33

Hallo Judith

Das Problem ist ja wie gesagt nicht, dass sie die andere Ratte angreifen könnte, sondern dass ich nicht dazwischen gehen kann!


das problem habe ich nicht mehr, weil ich mir für solche Aktionen einen Stechschutzhandschuh (kettenhandschuh) zu gelegt habe. Die Dinger sind klasse, weil man da noch gut die Hände bewegen kann und nicht völlig "gefühllos" ist. Sind halt superteuer, aber beim bay gibts die manchmal gebraucht ganz günstig.
Schau mal: sowas meine ich:

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Musst aber genau schauen: da gibts verschiedene Größen. Normalerweise sind für kleine Hände die mit einem grünen Band die Richtigen.

Und nochwas anderes: die Badewanne halte ich gerade für scheue Tiere nicht für sonderlich geeignet. Da bekommen bei mir sogar die zahmen Ratzen teilweise Panik. Auch deshalb, weil man als Mensch da ja auch immer "von oben" kommt. Hast du ein Bad / Gäste-Toilette oder sowas? Würde ich mal probieren.
Und bei einer solchen ratz anfangs auch ruhig eine Unterschlupfmöglichkeit reinstellen (was ich sonst eher nicht mache).

@Hilde: Blitzintegrationen lehne ich auch grundsätzlich ab. Und außerdem gebe ich zu bedenken: bei solchen Ratten hat man auch ein Problem, die zu trennen und wieder aus dem Käfig rauszubekommen, wenn es eskaliert.

#56 XXSternXX

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Geschrieben 11 April 2009 - 11:44

Hiho!

War ja auch nur als Idee gemeint - meine Rattenmama ist eine extrem Soziale, und mir war im Vorfeld schon klar dass es klappen würde - auch wenn es ein Risiko ist.

Mit Handschuhen bewaffnet war ich die ganze Zeit - um im Notfall eingreifen zu können.

Ich habe bisher nur sehr gute Erfahrungen mit schnellen Intis gemacht - bessere als mit langsamen. Aber das muss jeder selbst wissen wie er es macht.

Hm, was der Sinn davon ist die Wildratz mit anderen Unzahmen zusammen zu setzen? Für mich wäre der Sinn darin zu sehen, dass ich eine Wildratte die als Erwachsene gefunden wurd und nie einen Menschen als Positiv kennengelernt hat vorwiegend in Ruhe lassen kann. Sie hat Gesellschaft ihresgleichen, ein großes Gehege - mehr braucht sie ja nicht. Und die Frage ist doch auch - ob sie auch auf Grund ihrer Einsamkeit so Angriffslustig ist. Oder nicht?
Wiso sollten die anderen "scheueren" aber sonst normalen Ratten anfangen dich auch noch an zu greifen - ich würde es eher so sehen dass die Wildratte damit aufhört weil sie merkt was die Anderen machen - nämlich Rückzug - mehr nicht.

Sicher wäre es schön wenn sie problemlos zum Transport in eine Röhre ginge, aber ich denke einfach - bei einer wirklich Wilden ist das nicht möglich weil sie eben alles was mit MENSCH zu tun hat als Feind sieht. Dies zu ändern - nach dem was du so beschreibst - halte ich für fast unmöglich.

Aber ich wünsch dir na klar viel Glück!

LG

Hilde

PS: auch schon in Richtung Bachblüten, Globuli etc. geschaut? Evtl. liese sich ja so irgendwas machen?

#57 isasophie

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Geschrieben 11 April 2009 - 12:20

Hallo Hilde

Ich habe bisher nur sehr gute Erfahrungen mit schnellen Intis gemacht - bessere als mit langsamen. Aber das muss jeder selbst wissen wie er es macht.


Nein, da wiederspreche ich dir ganz entschieden! Sowas geht meist schief, endet mit Verletzungen und hat in manchem Fall schon für Tote gesorgt und ich möchte Blitzintegrationen deshalb nicht in einem öffentlichen Forum propagandiert haben!!! Das fettgeschrieben, weil ich schon sehr oft erlebt/gehört/mitbekommen habe, wie sowas geendet hat und mir das extrem wichtig ist (und als häufige Aufnehmerin von kranken, alten und schwierigen Ratten auch schon mehr als ein deshalb schwerverletztes Tier gesundgepflegt habe). Es ist eher Glück, wenn sowas gutgeht - und nicht andersrum!

Auch eine richtig Wilde ist durchaus bis zu einem gewissen Grad erziehbar - nicht immer, aber oft! Und tatsächlich hilft es oft sehr, wenn superzahme Ratzen dabei sind, weil sie dann mehr abschauen können. Da gebe ich Judith komplett Recht. Ich würde niemals zu einer scheuen Wildratz andere scheue Ratzen dazuzuintegrieren versuchen.

Es IST in Judiths Situation schwierig - und zwar richtig. Das streite ich auch nicht ab. Andererseits hat man bei Wildis meist bessere Chancen, je älter sie sind meiner Erfahrung nach (sofern sie schon vorher in menhschlicher gefangenschaft/Obhut waren - nicht, wenn man sie als Alte einfangen wollte). Es kann also durchaus noch werden, wenn Judith viel viel Geduld und noch mehr Glück hat. Ich drück ihr jedenfalls alle Däumchen!

#58 Judith_München

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Geschrieben 11 April 2009 - 12:33

Hi

Wenn ich mich recht erinner müssen Bachblüten und alles andere mehrmals täglich gegeben werden. Und das ist bei ihr ja nicht möglich. Und in den Nacken träufeln geht eh nicht, da komme ich nie im leben ran.
Außerdem glaub ich an sowas nicht, da könnt ich ihr auch mehrmals am Tag nen Tropfen Wasser ins Genick tropfen.

Meine Sorgen gelten allgemein auch weniger meinen Händen, die kann ich wegziehen. Aber wenn ich mit denen im Gästeklo bin, dann kann sie mir ja auch überall sonst hinbeißen, am ende springt sie mir ins Gesicht ^^ Badewanne hab ich eh nicht, nur ne Duschwanne, die wär schon besser vom Prinzip, aber da huscht die mir in Null komma Nix raus. Das ist echt das Problem, ich mag mich mit ihr nicht in einen Raum setzen, das Ding ist echt blitzschnell.

Mal ganz unabhängig davon. Ich hab Wildratten nie so erlebt, dass sie Menschen klar als Feind sehen. Wir hatten mal ein Rudel Wanderratten im Komposthaufen gehabt, die sind auch nach ein paar Tagen hergekommen und haben mir aus der Hand gefressen ;) Ich glaub, mit denen hätte ich mehr Freude als mit Penny :)

So, jetzt muss ich aber erstmal auf Osterbesuch und dann sehn wir weiter :)

#59 XXSternXX

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Geschrieben 11 April 2009 - 14:06

@isasophie - ich sage ja nicht dass es jeder so machen soll. Wenn du meinst hatte ich bisher halt immer Glück ...

@Judith, nur weil du nicht dran glaubst muss es ja noch lange nicht NICHT helfen - ich meine die Bachblüten.

Ausserdem muss man sie nicht mehrmals täglich geben, nein, es genügt wenn man sie täglich ins Trinkwasser gibt.

Aber nix für Ungut, war ja nur eine Idee.

Lg

Hilde

#60 LaKara

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Geschrieben 11 April 2009 - 14:27

Hallo,

ihr Lieben, das hier ist ein öffentliches Forum. Neulingen wird immer dazu geraten keine Blitzintis bzw. extrem schnelle Intis durchzuführen... es gibt hier so viele stille Mitleser, die das vielleicht lesen und dann denken, dass es okay ist, ihre neuen Ratten schnell zusammen zu stecken. Klar können sie mal gut ausgehen, aber es kann auch extrem ins Auge gehen.

Deswegen möchte ich euch bitten, dieses Thema hier doch bitte außen vor zu lassen.

Steffi




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