Wenn noch ein Rudel da ist, dann lege ich das verstorbene Tier unter Aufsicht tatsächlich noch einmal in dem Auslauf. Viele Ratten nutzten die Gelegenheit, sich zu verabschieden, aber auch da ist jedes Tier anders.
Aktuell habe ich nur 2 sehr alte (fast 3!) Rattendamen, Finja mit Atemgeräuschen und Carla mit 3 Tumoren. Hier ist es definitiv in den kommenden Tagen soweit und damit hier keine alleine zurück bleibt,werde ich sie gemeinsam gehen lassen. Sie bekommen zur Zeit auch soviele leckerlies wie sie wollen. Ratten, die körperliche Nähe suchen, trage ich in dieser Phase auch mit mir herum, ich habe auch schon sterbende Ratten über Nacht bei mir im Bett gehabt. Finja und Carla sind extrem scheu (sind Halbwilde aufgewachsen im Tierheim) und suchen nicht so sehr nach Körperkontakt. Auch das ist okay.
Ich habe das Glück, einen Garten zu haben und sie dort bestatten zu können. Grabgestaltung mache ich aber nicht. Auf der Fläche, wo mittlerweile die meisten Ratten bestattet sind, steht ein großer Topf mit einem Tränenden Herz (meine Lieblingspflanze), das ist alles. Ich brauche aber nach dem Tod des Tieres mindestens 2 Stunden, bis ich es beerdigen kann. Solange trage ich es meist noch mit mir rum, dazu gehört auch, nochmal eine Art Brief an das Tier zu schreiben. Es gibt ja hier im Forum auch den Bereich Regenbogenbrücke, da schreiben ja auch viele über ihre verstorbenen Tiere. Dieses Schreiben ist dann das eigentliche Abschied nehmen. Wenn das passiert ist, dann kann ich die Ratten beerdigen.
Dir ganz viel Kraft!