Beiträge von Rowennah

    Hi...

    Mein leichtestes Mädel hier wiegt 320g, die schwerste wiegt 450g, aber ist auch normalgewichtig.

    Ich finde Deine Ratte nicht zu dick. Auf dem Foto sieht sie auch recht "normal" aus...

    Gewichtstabellen gibt es in dem Sinne nicht. Das hängt doch auch mit der Größe zusammen.

    Wenn ein Mensch 70kg wiegt, kann man doch auch nicht pauschal sagen, ob das gut ist - evtl. ist der 1,90m groß, dann wäre er eher dünn. Oder aber er ist nur 1,60m groß, dann wär das schon zu viel.

    Wie die anderen schon gesagt haben, sollte Frischfutter jeden Tag angeboten werden. Kalorienarme, aber ballaststoffreiche Kost wie z.B. Gurke oder Tomate dürfen da ruhig täglich ihren Platz finden. Möhren, Paprika, Zucchini, Salat, Brokkoli, Äpfel, Weintrauben, fettarmen Joghurt oder Magerquark, etc. kannst Du auch wunderbar mehrmals wöchentlich geben. Banane, Mais, Nudeln, Ei und Reis machen dick, wenn es zu oft gegeben wird, da würde ich bei 1x wöchentlich bleiben, wenn Du ein wenig aufs Gewicht achten willst.

    Getrocknetes Brot würd ich komplett weglassen, wurde ja auch schon gesagt. Desweiteren müssen es keine 2 Leckerchen am Tag sein, bzw. die meisten üblichen Leckerchen (Joghurtdrops o.ä.) sind die reinsten Kalorienbomben. Das gib lieber seltener und biete ihnen dafür beliebt Körner ihres normalen Trockenfutters aus der Hand an.


    edit: Hatte die 2. Seite nicht gelesen... :pein:

    Wieviel TroFu eine Ratte isst, das ist ganz unterschiedlich. Eine Zeitlang hatte ich ein 6-köpfiges Rudel, da konnte ich den Napf (ca. 5 EL) alle 3 Tage erst wieder vollmachen. Dafür war das FriFu immer leer. Meine jetzigen Ratten essen deutlich mehr TroFu, da ist der Napf schon nach 1 Tag fast leer.

    Bezüglich Spielkram im Freilauf: 5 Minuten fangen spielen ist schon lange für eine Ratte. Danach einfach 2-3 Minuten ausruhen lassen, dann wieder weiter spielen, etc.

    Es gibt da tausende Möglichkeiten, schau Dich mal hier im Unterforum "Rattenvilla" um, da haben viele ihren Freilauf fotografiert und hier reingestellt. Da kannst Du Dir sicher Tipps holen.


    LG

    Rowe

    Hi,

    wie kam es zum Thema Katzen?

    Habe da auch andere Erfahrungen als Murphy gemacht: Wir haben 2 mittelgroße Hunde, die ja auch potentielle Jäger wären, doch unsere Ratten stören sich an deren Awesenheit kein bisschen. (Ich muss dazu sagen, dass sie natürlich auch keine Wahl hätten...)

    Hallo,

    nein, Ratten schauen sich so etwas nicht von anderen Tierarten ab.

    Mit dem Hamster vor dem Rattenkäfig zu sitzen, halte ich für keine gute Idee - Hamster fallen ins Beuteschema von Ratten, was den Kleinen sicherlich auch unter Stress setzt. Sollten Deine Ratten je an den Hamster herankommen, kannst Du ziemlich sicher sein, dass sie ihn jagen werden, womöglich auch verletzen oder gar töten. Halte die lieber ganz strikt getrennt.


    LG

    Hallo,

    kurz zu der Fleisch-Geschichte:

    Zitat

    Ich persönlich bin dagegen meinen Nasen Fleisch zu geben. Ich möchte das einfach nicht.

    Außerdem muss ich ehrlich sagen, dass ich die Babygläschen mit Fleisch ziemlich wiederlich finde...

    Allein schon vom geruch her. ^^

    Ich finde es ziemlich heftig, den Ratten Fleisch zu verweigern, bloß weil man es selbst vielleicht eklig findet. Ich bin selbst Vegetarierin - sicher riechen solche Gläschen ein bisschen komisch, aber deswegen kann man doch den Tieren nicht einen Bestandteil ihrer Ernährung vorenthalten!?

    Besonders stößt es mir auf, dass Du Deine persönliche Handhabung dann auch noch hier so empfiehlst, ohne irgendwelche relevanten ernährungswissenschaftlichen oder medizinischen Gründe zu nennen!

    Zitat

    Aber da es hier ums päppeln einer kranken Rattz geht, die den Brei regelmäßig bekommen soll, würde ich halt einfach keinen Fleisch verwenden ;)

    Wird Babybrei nur mal als Leckerchen oder zum Kurz-Zeit-Päppeln bei Erkrankung gegeben, tut Fleisch nicht unbedingt Not, aber gerade dann, wenn es um eine Dauerernährung damit geht, muss auch dieser Nahrungsbestandteil berücksichtigt werden!Wie kommst Du denn darauf, dass man das weglassen sollte oder Ratten das nicht brauchen würden??


    So, nun zum Hauptthema:

    Wenn die Ratte Nudeln so schlimm schlingt, kannst Du statt richtigen Nudeln einfach Couscous anbieten. Das ist eine traditionelle Speise aus Asien, besteht aus 100% Hartweizengrieß, ist im Prinzip also nichts anderes als kleingekrümelte Nudeln. Da wär die Verschluckungsgefahr eigentlich nicht gegeben, kannst es ja mal ausprobieren, das gibt es vielleicht nicht beim Discounter, aber in jedem größeren Supermarkt.

    Wichtig ist, dass die Ratte vor lauter Breiessen das Trockenfutter nicht vernachlässigt, denn dann kommt es früher oder später zu einem Mangel. Das TroFu kann man, wenn es zu schwer zu essen ist, z.B. mahlen und in ein wenig Wasser einweichen.

    Gut finde ich den 7-Korn-Brei von Milupa, der hält ewig, weil man immer nur ein wenig rausnimmt und anrührt und der Rest trocken bleibt.

    Zu den Gläschen:

    Ich würde Obstbreie lieber seltener geben - in dem Zusammenhang bleibt Zucker eben Zucker. Außerdem sind sie tendenziell etwas zu säuerlich. Klar kann man das mit anbieten (mache ich auch), aber das Hauptaugenmerk liegt auf Gemüse und Getreide.

    Ich würde bei den Gläschen immer darauf achten, dass "ab 4. Monat" draufsteht. Dann haben sie genau die richtige Konsistenz, das sind Breie, die auch sehr schwache oder kranke Ratten noch gut essen können.

    Brei mit Nudeln, Reis oder Kartoffeln haben mehr Kalorien. Ebenso Brei mit Fleisch drin.

    Gut kommen auch Gläschen mit Grießbrei, Milchreis o.ä. an, die sind auch sehr kalorienhaltig, aber enthalten weniger Vitamine.

    Wichtig: Die Gläschen sind nach dem Öffnen maximal 3 Tage im Kühlschrank haltbar!

    Zu den Haferflocken:

    Es stimmt, dass Haferflocken Wasser ziehen, genau so wie Reis. Beides ist aber ungekocht in vielen Futtersorten zu finden, was auch in Ordnung ist, da man davon ausgehen kann, dass eine Ratte bei gesunder Ernährung mit viel Frischfutter ausreichend Wasser zu sich nimmt.

    Bei kranken, alten oder schwachen Ratten würde ich Haferflocken tatsächlich aber lieber einweichen, weil man nie genau weiß, ob sie noch genügend Nassfutter und Wasser aufgenommen hat. Da wäre mir das Risiko einer Austrocknung zu groß.

    Wenn man Haferflocken in eine Schüssel gibt und so viel warmes Wasser dazu gibt, dass die Flocken gerade bedeckt sind, und über Nacht stehen lässt, hat man am nächsten Morgen wunderbaren, herrlichen Haferschleim! *mjam* :bähh:

    Sieht bäh aus, aber meine Ratten lieben das...

    Sooo kalorienreich sind Haferflocken übrigens nicht. Gewicht kriegt man damit schwer drauf. Allerdings machen sie für lange Zeit sehr satt - was wiederum beim Päppeln kontraproduktiv ist. Würde die also jetzt nicht in großen Massen geben.


    LG

    Rowe

    Hallo,

    ich kann Lorna schon verstehen. Das sind sehr idealistische Ansätze aus tierrechtlicher Sicht.

    Es geht nicht darum, dass unsereins die Tiere nun wieder weggibt (das käme ja Aussetzen gleich) - die meisten hier haben ihre Ratten doch aus Notfällen. Das sehe ich nach wie vor als unsere Pflicht an, uns um die Lebewesen zu kümmern, die unsere Vorfahren gezähmt und gezüchtet haben und die "nun mal schon da" sind und auf uns angewiesen sind.

    Es geht darum, die Hobby-Haustierhaltung und die Nachzucht von Tieren für unser Hobby zu hinterfragen. Und da gehe ich mit Lorna konform.

    Da tut es mir dann auch Leid, Murphy, aber wenn ich lese, dass "Haustiere einen wertvollen Beitrag leisten", indem sie ihre Besitzer "glücklicher" und "gesünder" machen, Kindern das Thema "Verantwortung", "Pflege" und "Tod" näherbringen, usw., dann rollen sich mir die Fußnägel hoch. Kein Tier der Welt ist dazu da, um irgendetwas davon zu erfüllen. Ein Tierleben muss doch keinen Zweck für die Menschheit haben!

    Zitat

    Wieviel alte Omis werden daran zugrunde gehen, wenn sie ihren alten Dackel nicht mehr behalten dürfen? Wievielen Kindern wird das Herz gebrochen, weil der geliebte Schnuffi nicht mehr da sein darf? Wieviele Menschen werden vereinsamen, weil ihre Tiere ihnen den einzigen Halt gegeben haben?

    Dann sollen die Omis zu Grunde gehen und die Kinderherzen gebrochen werden! Wer so wenig mit sich selbst und seinem Leben anfangen kann, dass "Tiere einem den einzigen Halt geben", gehört meiner Meinung nach in Therapie. Das meine ich auch gar nicht ironisch, sondern ganz ernst. Ich kann doch nicht als erwachsener Mensch mein seelisches Wohlbefinden und mein mentales Gleichgewicht davon abhängig machen, ob sich in meinem Haus eingesperrte Tiere befinden? Das finde ich sehr bedenklich.

    Nehmen wir mal den (völlig utopischen) Fall an, alle Tierheime der Welt wären leer und es gäbe auch keine anderweitigen Notfälle. Dann würde ich keine Tiere halten. Ich mache das alles ja nicht meinetwegen (weil ich die Gegenwart von Tieren "brauche"), sondern der Tiere wegen, die in Not sind.

    Natürlich profitiere ich auch davon - man bekommt viel zurück, fühlt sich angenommen, wird geliebt, einige Tiere sind sehr dankbar. Aber das wäre mir nicht Grund genug, mir welche anzuschaffen.

    Ich liebe die Kleinen, die bei mir wohnen, wirklich sehr. Aber das wäre nicht nötig dafür, dass ich ihnen ein Zuhause gebe, genau so wenig wie es nötig wäre, dass sie mich mögen. ;)

    Zitat

    Ich sehe nicht ein warum Haustierhaltung nicht als eine Art Symbiose gesehen werden kann. Meine Tiere bekommen Gesundheit, gutes Futter, Aufmerksamkeit und müssen nicht ununterbrochen in Angst leben, ich dagegen habe sie als "Naturersatz".

    Eine Symbiose bezeichnet die freiwillige Vereinigung von verschiedenen Arten in einer Beziehung, die für beide vorteilhaft ist.

    Von Freiwilligkeit kann man aber dann nicht mehr sprechen, wenn jemand ein Tier "besitzt", ihm eine Leine umlegt oder es in einen Käfig sperrt.

    Ich finde, man sollte sich die Gefangenschaft, in der unsere Tiere bei uns leben (denn genau das ist es letztendlich) nicht zu rosa malen. Natürlich sollen unsere Tiere es bei uns gut haben und niemand sollte die Machtposition, die er als Tierbesitzer automatisch hat, je ausnutzen. Aber von Symbiose kann keine Rede sein, denn nur wir Menschen haben uns für diese Symbiose entschieden. Das Tier wurde nicht gefragt.

    Zitat

    Man kann darüber diskutieren ob es sinnvoll ist Tiere zu domestizieren, aber jetzt können wir sie ohne moralisch schwer durchsetzbare Handlungen nicht mehr loswerden.

    Da gebe ich Dir allerdings Recht!Wir sollten sie auch nicht "loswerden". Wir Menschen haben sie von uns abhängig gemacht, nun müssen wir auch die Verantwortung übernehmen und uns kümmern.

    Ich sehe es generell als ein erstrebenswertes Ideal, dass Tiere überhaupt nicht mehr von uns abhängig sind, aber das erreichen wir nicht, indem wir die, die jetzt schon da sind, fallenlassen, sondern es ist unsere Pflicht, uns zu kümmern und die Suppe auszulöffeln.

    (Nun gehen wir aber ganz schön ins Themengebiet "Ethik" und "Tierrecht"... passt nur noch grenzwertig zum eigentlichen Thema...)


    LG

    Rowe

    Hi...

    Zitat

    der hier passt so toll genau zwischen die öffnung von Bett und schrank, deswegen war das eigentlich ein Glückstreffer...

    Naja, ob der Käfig zwischen Bett und Schrank passt, sollte nicht der ausschlaggebende Punkt bei der Anschaffung sein, sondern eher die Frage, ob er eine artgerechte Haltung ermöglicht... ;)

    Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: 45x55cm ist wirklich sehr, sehr klein. :( 80x50cm sind ja schon die absoluten Mindestmaße...

    So teuer sind gute und große Käfige aber nicht. Du musst auch Deine Voliere nicht wegwerfen, sondern kannst sie mit einem anderen Käfig verbinden.


    LG

    Rowe

    Hi!


    Ich hatte auch mal so eine ähnliche Konstruktion. Da bin ich vorübergehend zu einer Bekannten gezogen und konnte meinen großen Schrankkäfig nicht mitnehmen. Also habe ich meinen "Jenny" mit einem Kaninchenknast (1m lang, 60cm tief, 60cm hoch) kombiniert. Zu der Zeit hatte ich auch 4 Ratten.

    Das Problem mit dem Gitterboden an der Übergangsstelle hatte ich da auch, außerdem hatte ich in dem Kaninchenkäfig keine Vollebene, ich fand die Konstruktion absolut hässlich und super unpraktisch war sie auch noch.

    ZU klein war es eigentlich nicht, aber insgesamt gesehen einfach unbrauchbar.


    Ich würde Dir empfehlen, die besagte Übergangstelle mit einem Brett zu versehen (siehe serenas Post), noch 1 oder 2 Volletagen einzubauen und dann auf die Suche nach einem schönen, großen Käfig zu gehen, der 1m breit, 50-60cm tief und 120-150cm hoch ist und über mehrere Volletagen verfügt.


    Es ist machbar, dass Ratten ein Weilchen in so einem Gerüst leben, aber wirklich glücklich wirst Du damit auf Dauer nicht werden - und Deine Tiere auch nicht.


    Liebe Grüße,

    Rowe

    Huhu,

    ich hatte früher ein Rudel mit 5 Vollböcken.

    Gewichte aus dem Baby-Alter habe ich nicht und Erwachsenen-Gewichte nur ungefähr:

    Spike: / (ist ja schon recht früh gestorben)

    Neo: 600g

    Monty: 450g

    Gizmo: 550g

    Luca: 700g

    Alle hatten eine normale Figur, Luca war höchstens leicht pummelig, aber nicht dick.

    Momentan habe ich nur einen Bock, bzw. einen Kastraten: Oskar, er ist ausgewachsen und wiegt 416g, er ist schlank.


    LG

    Hi,

    dass Dir die Kleinen im Laden Leid tun, kann ich verstehen. Doch leider wird das auch mittlerweile zur Masche: Einige Zooläden halten die Tiere schon absichtlich in sehr lieblosen, kleinen Gehegen ohne Frischfutter (am Besten noch direkt neben den Reptilien...), gerade DAMIT Käufer angelockt werden, die Mitleid haben um impulsiv dort Tiere "freikaufen".

    Ich gehe gar nicht mehr in Läden hinein, von denen ich weiß, dass sie lebende Tiere verkaufen. Zum Einen, weil der Anblick für mich auch furchtbar ist, und zum anderen, weil ich solche Läden überhaupt nicht unterstützen will, nicht einmal mit dem Kauf von Zubehör oder Futter.

    Denn seien wir ehrlich: Ein Zooladen verdient nicht an einer 3,50€-Maus oder an einem 6,20€-Hamster. Der Laden verdient an dem 12,99€-Futter, dem 15,50€-Laufrad und dem 98,00€-Käfig. Die Tiere sollen nur locken und Mitleid auslösen.

    Freut mich, Tine, dass Du Dir nochmal Gedanken darüber gemacht hast. :)

    Ein "Notfall" kann auch die einzelne Ratte von Freunden/Bekannten/Nachbarn sein, die als letzte eines Rudels übrig geblieben ist, wenn die Halter keine neue Ratten mehr aufnehmen und die letzte vermitteln wollen. Aus solchen Situationen habe ich schon recht viele Tiere bekommen, oft ist da auch über das Rattenleben hinaus noch ein guter Kontakt, die ehemaligen Halter beteiligen sich manchmal noch an den Tierarztkosten, usw. Oft sind das auch sehr liebe Tiere.

    Aber auch in Tierheimen sitzen ja nicht zwangsläufig nur alte, kranke und verhaltensgestörte Tiere. Meistens sind es gesunde Ratten mittleren Alters, oft auch sehr junge Tiere oder nicht selten auch Mamas mit Babys. In einigen Tierheimen wollen die gar keine Schutzgebühr mehr von uns haben, es gibt dann aber trotzdem zumindest was in die Spendenbox. ;)


    LG

    Hallo,

    natürlich hast Du in dem Punkt Recht: Eine Ratte aus dem Zooladen freut sich genau so über ein schönes Zuhause wie eine Ratte aus dem Tierheim. Und sicher hätte sie das auch genau so verdient.

    Bestimmt gibt es auch Zoogeschäfte, die ihre Tiere gut versorgen und wo sie vernünftiges Futter und großes Gehege bekommen, bei der Beratung auch zum Thema Käfiggröße und Rudelhaltung gut informiert wird.

    Sicher rettest Du durch einen Zooladenkauf ein einzelnes Individuum vor dem Schlangenmagen, aber Du hast nichts für den Tierschutz getan. Den Platz der "geretteten" Tiere werden andere Todeskandidaten einnehmen.

    Das Argument "Ein einzelner kann doch aber nichts erreichen" kann ich so nicht nachvollziehen. Nach der Logik bräuchte man auch nicht wählen zu gehen. Natürlich müssen viele Stimmen zusammen kommen, um etwas zu erreichen, aber jede Stimme zählt!

    Wenn ich einem Notfallvermittler 3 Ratten abnehme, sind 3 Notfallplätze wieder frei. (Und jeder freut sich, wenn sie lange frei bleiben!) Wenn ich 3 Ratten im Zoogeschäft kaufe, dann sind das 3 mal 7,50€, die in den Abrechnungen verbucht sind, und es sind 3 Striche in der Inventarliste, es bedeutet, dass eben früher wieder nachbestellt wird.

    Aber wenn Du mal den Blickwinkel von den Zooläden wegnimmst:

    Es gibt viele, viele Tierschützer, die sich um Ratten in Not kümmern, seien es Tierheime, Pflegestationen oder Privatvermittler. Die hängen sich wahnsinnig in ihre Arbeit rein, nehmen z.T. kranke, verwahrloste und alte Tiere auf, fischen teilweise ausgesetzte Ratten aus dem Gebüsch und päppeln sie wieder gesund, nehmen schwangere Notfallmädchen und kümmern sich liebevoll um die Aufzucht der Welpen, geben hunderte Euro beim Tierarzt aus, um die Kleinen dann in ein gutes und liebevolles Zuhause vermitteln zu können.

    Diese Menschen tun das, obwohl sie das nicht tun müssten, einfach weil das wirklich Tierfreunde sind - meist bekommen sie NICHTS dafür wieder, außer eben die Liebe und Dankbarkeit der geretteten Tiere und vielleicht mal eine kleine Futterspende.

    Diese Einrichtungen, seien es Heime oder Privatmenschen, haben jedoch nur begrenzten Platz.

    Wenn nun alle Rattenhalter sich ihre Tiere im Zoohandel kaufen, dann bleiben die Notfallvermittler auf ihren Tieren sitzen, irgendwann sind die Kapazitäten völlig ausgeschöpft und neue Notfälle können nicht mehr aufgenommen.

    Allein, um den Notfallvermittlern ihre Arbeit zu erleichtern und neuen Platz für die nächsten Notnasen zu schaffen, ist es immer sinnvoll, Tiere aus solchen Notfällen aufzunehmen.

    Verstehst Du, was ich meine?

    Zooläden zu boykottieren, weil man sie per se "schlecht" und "böse" findet, ist eine Sache.

    Notfallvermittler zu unterstützen, weil man ihre Arbeit und ihren Einsatz toll findet, ist eine andere Sache.

    Auch jemand, der kein Problem mit Zucht und Tierhandel hat, kann trotzdem bevorzugt Tiere aus Notfällen aufnehmen, um diese Leute zu entlasten, damit sie wieder Platz und Zeit für die nächsten Tiere haben - denn Notfälle gibt es immer, leider.

    Ich nehme nur noch Notfalltiere auf, weil das System der Notfallvermittlung nicht funktionieren kann, wenn die Notfalltiere nicht auch weitervermittelt werden.

    Das würde ich auch dann tun, wenn die Zoogeschäfte hier in der Stadt ihre Tiere in meterlangen Volieren und mit dem besten Frischfutter überhaupt verwöhnen würden.


    LG,

    Rowe

    Zitat

    Der Schlauch, auf dem ich da gestanden habe war aber lang


    Zitat

    Dummerweise wird der wohl 2m hoch (wenn, falls, überhaupt) und ich muss ja auch noch drankommen.

    Aber Du wirst doch auch innerhalb dieser 2m die eine oder andere Volletage einbauen. An deren Unterseite kannst Du dann einen Magneten befestigen, zum Beispiel.


    Ich hau mich gerade weg, wie Du so laut denkst!


    LG

    Wieso will er denn nur das Weibchen loswerden? Das Männchen soll dann allein zurückbleiben? Warum hat er überhaupt ein gemischtes Paar und nicht mehrere Ratten des gleichen Geschlechts?

    Ich würds lassen, mir kommt das spanisch vor. Und solange es kein wirklicher Notfall ist, würde ich auch nicht eingreifen. Ich hätte Angst, veralbert zu werden und dass der sich hinterher noch ins Fäustchen lacht, dass er das Vieh so einfach losgeworden ist und noch Zigarettengeld bei rausgekriegt hat.


    LG

    Hi Lorna,


    das sieht zwar sehr hübsch eingerichtet aus, doch aus Rattensicht betrachtet könnte man da noch mehr rausholen. Wie wär's z.B. mit einem großen Sack (Kissenbezug, o.ä.), komplett mit zerknüllter Zeitung gefüllt? Oder mit einem harten Ast, eingegipst in einen Blumentopf, komplett mit Sisalseil umwickelt, zum Klettern? Oder Eierkartons mit Leckerchen drin? Oder Toipapier-Rollen mit Naschkram darin, die Enden zugeklappt? Oder eine große Schale mit Katzengras?


    Ist die Röhre nicht etwas zu lang? Wenn sich darin 2 Ratten verkeilen und das Gekloppe losgeht, musst Du die Dinger ja erst auseinanderbauen...? Außerdem würde ich die Rohre abdunkeln, z.B. ein Tuch darumwickeln.


    Ich hoffe, das kommt nicht falsch rüber... Dein Spielplatz sieht schick aus! Aber da geht noch mehr! Lass Deiner Fantasie freien Lauf!


    LG

    Hallo,


    ich weiß, was Du meinst - genau das Problem hatte ich bei meinem früheren Selbstbau: Ich hatte links und rechts eine Tür, die in der Mitte schloss und nach außen zu öffnen war. Obwohl ich die beiden Türen mit mehreren Haken in der Mitte festgemacht hatte, reichte ein leichter Druck von innen, um die Türen leicht aufzuschieben, dabei rutschte dann der Verschluss aus der Verankerung und die Tür war offen, die Ratten waren weg...


    Die Lösung ist ganz einfach:

    1. Möglichkeit: Du verwendest zusätzlich Magnetschnapper, die zumindest eine der Türen fest an den Käfig zu schließen.

    2. Möglichkeit: Du benutzt die Verschlüsse, um die Türen nicht aneinander, sondern am Käfig selbst zu befestigen. So habe ich das bei meinem Aneboda gemacht:

    [ATTACH=CONFIG]7517[/ATTACH]


    LG,

    Rowe

    Huhu!


    Zum Käfig:

    Den Trick mit dem "Angebot an unterlegene Bieter" hat Dir Mille ja schon erklärt...

    Meine Schwiegermutter in spe (auch Rattenhalterin) hatte sich den mal gekauft, aber fand den total instabil (obwohl sie mehrere Volletagen eingebaut hat) und benutzt ihn deshalb nicht mehr.

    Gibt aber einige Rattenhalter, die schwören auf den.

    Ich hab den nie gehabt, kann nur wiedergeben, was ich drüber gehört habe...


    Zum Sputnik:

    Meine Ratten lieben das Ding, aber witzigerweise nur, wenn es an der Decke hängt - nicht, wenn es andersrum auf dem Boden steht.

    Dass Inventar ein bisschen angeknabbert wird, ist wohl unumgänglich. Meist schlucken die Ratten die abgenagten Stücke aber nicht, es ist nur der ausgelebte Nagetrieb.

    Sollte das Knabbern aber zu extrem sein, würde ich Plastikteile aber auch lieber rausnehmen und durch Sachen aus Holz ersetzen.


    LG

    Hi,

    mir fällt gerade nur eins ein:

    Gib über das Trockenfutter ein paar Tropfen hochwertiges Öl, z.B. Distel- oder Nachtkerzenöl. (Wenn Du das nicht hast, geht auch Olivenöl, aber eigentlich ist das nicht hochwertig genug.)

    Das schmeckt den meisten Ratten total super, das Trockenfutter wird interessanter und es ist kalorienhaltig.

    Ich habe das einige Wochen gemacht, weil meine Paula so massive Haut- und Fellprobleme hatte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sich da positiv auswirken.

    Ich denke, das könnte einen Versuch wert sein. Aber ewig kannst Du das natürlich nicht machen, denn auch "gesundes Fett" ist auf lange Sicht in Massen ungesund. ;)


    LG