Beiträge von Rowennah

    Hi,

    die Sache mit dem anderen Haus kannst Du wahrscheinlich knicken: Wenn mehrere Rattenweibchen Kinder kriegen, legen sie die oft alle auf einen Haufen - je mehr Körper, desto mehr Wärme. ;) Kann gut sein, dass Bacardi - sollte sie wirklich tragend sein - ihre Babys zu den anderen bringt. Dann müssen beide Mütter nur auf einen großen Haufen aufpassen, das ist für alle leichter. :)

    Wegen der 'Zähmung' mach Dir nicht so einen Kopf. Wichtig ist es, dass Du sie an die Hand gewöhnst, bevor sie die Augen öffnen, also vor dem 14. Tag. Wenn Ratten einen Geruch schon kennen, bevor sie das dazugehörige Bild haben, vertrauen sie ihm leichter. Also ob Du sie ab dem 1., 5. oder 8. Tag auf die Hand nimmst, ist - was die Zähmung betrifft - nicht so wichtig. Lass alles ruhig angehen. ;)

    LG

    Hallo Hanny,

    ja das stimmt, aber Leute, die auf Ratten allergisch reagieren, tun das ja meist bei direktem Kontakt (Kratzer auf der Haut -> Quaddeln, usw). Allergie auf Rattenhaare oder Streu kann es sicher geben, aber ich gehe davon aus, dass Cani vor einem Familienbesuch die Wohnung sowieso gründlich saugt. :D

    Abgesehen davon denke ich, dass jeder selbst seine Allergien kennen und darauf achten sollte. Wenn ich Leute zum Essen hier habe, frage ich ja auch nicht erst bei jedem Gast alle möglichen Lebensmittelallergien ab, bevor ich koche. Wer etwas nicht verträgt, achtet doch selbst drauf und sagt Bescheid. Mich hat auch noch nie jemand vorgewarnt, der Katzen hat. Ich hab immer selbst gefragt.

    Mir ging es eher darum, dass man selbst mit einer anderen Einstellung daran geht. Ich würd dem Thema nicht so viel Platz geben, bloß weil es Ratten sind. Ich warn ja auch niemanden vor, dass ich eine Schildkröte habe - gibt bestimmt auch Leute, die mit Reptilien nichts anfangen können oder die eklig/komisch/unnütz/was weiß ich finden. ;)

    LG

    Hallo cani,

    ich würde wohl auch nichts sagen. Wozu?

    Wenn Du einen Hamster, Kaninchen oder Wellensittiche hättest, würdest Du Deine Verwandtschaft dann 'vorwarnen'? Sicher nicht, oder? Warum dann bei Ratten? Damit würdest Du ja eingestehen, dass das ein brisantes Thema ist und Ratten Tiere wären, auf die man andere schonend vorbereiten müsste.

    Wer ein Problem mit Haustieren hat, soll selbst vorher fragen. Wenn ich mir z.B. nicht sicher bin, ob jemand Katzen hat, dann frage ich vorher, weil ich allergisch bin. Oder man erwähnt es, wenn das Thema aufkommt. Meine Schwester hat große Angst vor Hunden - weil ich das weiß, habe ich ihr erzählt, dass wir jetzt Hunde haben. Aber ob sich Dein Besuch vor Ratten ekelt oder fürchtet, kannst Du nicht wissen (kannst ja keine Gedanken lesen), also warum solltest Du es für notwendig halten, ihnen vorher von Deinen Ratten zu erzählen? Sie haben ja auch nie gefragt, ob Du Tiere hast, oder? (Sonst wüssten sie es ja.)

    Ich würde dem gar nicht so einen Raum geben. Es wird vielleicht passieren, dass man auf Deine Kleinen mit "Iiih, sind das etwas Ratten!!?" reagiert, dann kannst Du antworten "Ja, das sind Ratten. Ist wohl nicht so deins?". Ich würd mich eher ganz offensichtlich darüber wundern, warum mein Besuch so engstirnig ist und Tiere eklig findet, als zuzulassen, dass ich mich dafür schämen muss, solch ekligen Tiere süß zu finden.

    Über einige Sprüche ("meine Katze würd sich freuen", "ich find die hässlich" oder "igitt, der lange Schwanz") muss man wohl hinwegsehen. Wenn es aber zu arg wird, darf man ruhig auch seinen Großeltern o.ä. sagen, dass man nicht möchte, dass so geredet wird. Es ist Deine Wohnung, es sind Deine Ratten, Deine Sache.

    Deine Tiere sind nichts, wofür Du Dich entschuldigen oder andere drauf vorbereiten müsstest. Es sind harmlose Nager und wenn Dein Besuch Ekel oder Angst hat, ist das sein Pech und nicht Deine Schuld, außerdem ist er nicht gezwungen, mit den Ratten zu spielen oder sie die ganze Zeit anzuschauen.

    LG

    Hallo Sandra,

    im Idealfall hält man verschiedene Rudel in getrennten Zimmern. Zumindest sollten aber einige Meter Abstand dazwischen sein. Die Reviergrenze hört ja nicht genau am Käfiggitter auf.

    Wenn zwei Gruppen abgetrennt im selben Käfig wohnen, leben sie ständig in Stress, weil sie die jeweils anderen als Eindringlinge sehen, sie dauernd riechen und hören, aber nicht zu ihnen hinkommen. Das wäre einfach zu nah. Bei der bevorstehenden Integration könnten sich die aufgestauten Aggressionen dann heftig entladen.

    Ich würds nicht machen, sondern die anderen in die andere Zimmerecke - ideal anderes Zimmer - stellen.


    LG

    Hi Giuli,

    ups ja, Dein Käfig ist wirklich viel zu klein... der eignet sich höchstens als Krankenkäfig, wenn sich mal eine Ratte nach einer OP schonen muss o.ä. (also nicht wegwerfen!) - gut, dass Du Dich da um einen neuen kümmerst! :)

    80x50x100cm (LxBxH oder HxBxL) sind das Minimum für 3 Ratten. Da hat der Verkäufer Dich ziemlich übers Ohr gehauen, aber das kennt man so von ZooLa-Verkäufern... *seufz* Jetzt mit so vielen Ratten muss der Käfig natürlich noch größer sein. Es gibt ein nettes Tool, mit dem man ein bisschen rumrechnen kann:

    CageCalculator

    (Mit 'Höhe' bei den Etagen ist der Platz über dem Brett gemeint. Er sollte 30-35cm betragen, damit die Tiere sich ganz aufrichten können.)

    Du musst nicht bis zur Geschlechtertrennung mit dem Käfigumzug warten, das geht auch schon vorher. Da braucht es halt etwas Fingerspitzengefühl. Würde es nicht jetzt sofort machen, aber in einiger Zeit geht das. Dann nimmst Du das Nest, so wie es ist, den ganzen Haufen, und stellst ihn in den neuen Käfig, dann setzt Du Mama direkt vors Nest (damit sie weiß, wo es ist) und dann die Tante auch dazu. Vorher musst Du allerdings den neuen Käfig komplett fertig eingerichtet haben, das heißt:

    - mehrere Volletagen, also Bretter (beschichtet oder mehrfach lackiert), die über die gesamte Grundfläche gehen, die beispielsweise auf langen Schrauben aufliegen. Volletagen sind Pflicht - die Ratten können ja schließlich nicht fliegen oder (netter Vergleich einer anderen Userin hier) sich wie Fische im 3-dimensionalen Raum einfach so bewegen. Sie brauchen viel Lauffläche. Der Abstand zwischen den Brettern sollte, wie schon gesagt, 30-35cm betragen. In eine Ecke kommt dann jeweils ein Loch (15x20cm), damit die Ratten durchgehen können, und Du hängst eine Leiter ins Gitter.

    - an den Kanten der Etagen (insb bei Halbetagen wichtig) eine Hängematte drunter hängen, zur Absturzsicherung, weil die Babys ja irgendwann anfangen herumzukrabbeln.

    - Anfangs noch nicht den ganzen Käfig freigeben, sondern nur einen Teil. Wenn die Babys mit ihren Erkundungstouren anfangen, hat die Mama sonst viel zu tun und muss die Kleinen immer überall einsammeln.

    Der Gitterabstand ist sehr wichtig, bei so 'frischgeschlüpften' Babys sollte er wirklich nur 1cm betragen. Man unterschätzt gern die Biegsamkeit dieser Tiere, insb. bei schlanken und jungen Ratten. Wo der Kopf durchpasst, passt auch immer der Rest durch! (Ausgenommen vllt. bei sehr dicken und alten Ratten... :D )

    Für die Geschlechtertrennung (nach 4,5 bis 5 Wochen) brauchst Du natürlich einen 2. Käfig. Rechne mal damit, dass etwa die Hälfte des Wurfs aus Jungen besteht. Da wäre Dein jetziger Käfig zwar ebenfalls viel zu klein (jedenfalls auf Dauer), wenn Du aber jetzt schon Babyböckchen-Interessenten suchst und welche findest und die Kleinen nur kurz darin bleiben müssen, geht der auch.

    Am Besten machst Du jetzt schon einen Vermittlungsthread auf (auch wenn Du noch nicht weißt, wie viele Jungs es sein werden) und zeigst auch Fotos der Kleinen. Vielleicht melden sich dann schon Leute aus Deiner Umgebung. Wenn es soweit ist, dann denk dran, nienieniemals einen allein abzugeben, sondern mindestens zu zweit oder - wenn das die ersten Ratten bei demjenigen wären - zu dritt.)


    LG

    PS.: Dass Mama nicht 24/7 bei ihren Babys liegt, ist normal. Sie braucht auch ihre Sozialkontakte und die Kleinen müssen nicht permanent nuckeln, die kommen ein Weilchen ohne Mama auch gut klar. :)

    @ SpringenderPunkt:

    Also ich würde nicht 5-6 Tage warten, um nach den Babys zu gucken. Das würd ich schon am selben Abend noch machen. Man muss sie ja nicht anfassen - wobei ich von Leuten, die häufiger Babys haben, gehört hab, dass die sie teilweise schon nach 1-2 Tagen in die Hand nehmen. Weiß nicht, ob das gut ist und ob man das unbedingt machen muss, aber gucken würd ich schon...

    Mit allem anderen geb ich Dir aber Recht: Die ganze Panik überträgt sich nur. Giuli, mach Dir mal einen Tee und entspann Dich ein bisschen! ;) Die Mama weiß schon selbst, was zu tun ist. Und falls eines oder mehrere Babys tot sind, kannst Du daran eh nichts ändern und kannst so etwas durch Nervosität auch nicht verhindern. ;)

    Hallo Giuli...

    ich kann mich nur wiederholen: Wie nervös Du bist, find ich ja fast schon süß, musste beim Lesen gerade echt grinsen! :D

    Also, wegen der Babyfresserei: Das KANN vorkommen, hat dann aber meist wirklich triftige Gründe. Extrem ängstliche Mama, viel zu junge Mama mit riesigem Wurf und hoffnungslos überfordert, arg schlechte Haltung, extreme Störungen (z.B. Kinder, die am Gitter scheppern, Hund springt ständig bellend am Käfig hoch, usw.), große Unruhe im Rudel (z.B. wenn das Männchen noch dabei sitzt oder die Ratte frisch integriert ist), bei Wildratten in Gefangenschaft soll es wohl öfter vorkommen (?) und natürlich passiert es auch, wenn die Babys tot oder missgebildet geboren werden.

    Also, Nachwuchs-Kannibalismus ist bei Ratten zwar möglich, aber das ist eher selten.

    Grundsätzlich sollte man schonmal nachschauen, allerdings muss das nicht sofort sein. Wenn wirklich Babys da sind, hat die Mama jetzt erstmal genug zu tun und ich würde sie in Ruhe lassen.

    Wie sieht es bei Dir mit dem Freilauf aus? Hast Du irgendwie die Möglichkeit, die Käfigtür aufzumachen, so dass die Ratten freiwillig rausspazieren können? Das wäre super. Wenn dann beide draußen sind, kannst Du ganz vorsichtig das Häuschen anheben (aufpassen, dass nicht alles auseinander fällt) und druntergucken. Sind Babys da? Wenn ja, wie viele? Falls welche tot sind (kommt gelegentlich vor), musst Du diese vorsichtig rausnehmen. Und dann schau nach, ob bei allen das Bäuchlein weißlich schimmert ('Milchbauch'). Und dann vorsichtig wieder das Haus draufstellen, niemanden einquetschen. Das sollte nur wenige Minuten dauern, damit die Kleinen nicht auskühlen.

    Es ist schon sinnvoll, dass die Mama dann gerade nicht im Käfig ist. Manche Ratten reagieren bissig, wenn der Mensch ans Nest geht und sie es mitbekommen.

    Ansonsten solltest Du schauen, ob die Mama irgendwann auch mal rauskommt. Sie wird da drin zwar sehr beschäftigt sein, aber bald wird sie auch Futter holen und dann kannst Du einen Blick auf sie werfen. Sieht sie soweit gut aus? Kein gekrümmter Gang oder stark aufgestellte Haare? Kein blutverschmiertes Hinterteil? (Die Mamas lecken sich selbst sauber, eigtl. sollte man nichts sehen.) Ich will mich hüten, Dir noch zusätzliche Panik zu machen, aber es kommt auch vor, dass noch Babys 'drinstecken'. Das würdest Du ihr aber vermutlich ansehen... nur dass Du mal schaust, wie es ihr geht und ob sie was isst und trinkt.

    Futter kannst Du ganz normal reinstellen. Babygläschen sind eine süße Idee, so etwas gebe ich kranken und schwachen Ratten auch oft. Biete ihr einfach schön viel verschiedenes Obst, Gemüse und ein wenig extra Eiweiß an, so dass sie eine nette Auswahl hat, sie hat ja auch grundsätzlich einen höheren Kalorienbedarf als frischgebackene Mama.

    Alltagsgeräusche sind nach wie vor ok. Das kennen die Ratten ja und wissen, dass das nichts Bedrohliches ist. Du musst ja vielleicht nicht gerade jetzt einen Nagel in die Wand hämmern oder vorm Käfig Staub saugen oder so. ;)

    Achso und nicht wundern: Die Babys fiepen nur dann, wenn die Mama da ist. Sobald sie das Nest oder gar den Käfig verlässt, hören die damit auf - würde ja Fressfeinde anlocken.

    Ich sag es Dir nur schonmal, damit Du nicht in Panik gerätst und nachher denkst, die wären tot. (Könnt ich mir bei Dir gut vorstellen... :D )


    LG und alles Gute für die Kleine...

    Hallo Akkuma!

    :D

    Das ist ja schon fast süß, wie hibbelig Du bist! :D Naja, ich wäre es wohl auch.

    Tanja hat da einen super Vorschlag gemacht: Tasse Tee kochen, durchatmen, erstmal runterkommen. Zum Einen kannst Du jetzt wirklich nichts an der evtl. bestehenden Trächtigkeit mehr ändern und musst das Beste aus der Situation machen. Zum Anderen überträgt sich Deine Panik im Endeffekt nur auf die Tiere, wenn Du kopfschüttelnd mit "Ogottogottogott..." vorm Käfig auf- und abläufst, spüren sie den Stress und werden auch nervös.

    Mit 10 Wochen ist das Mädel auch bereits geschlechtsreif - vielleicht ist sie beim Vorbesitzer mal unbemerkt zu Jungs ausgebrochen?

    Der Bauch und das Haus sprechen ebenfalls für eine bevorstehende Niederkunft.

    Vorsorglich würde ich beim Käfigputz das zugestopfte Haus erstmal stehen lassen (so lange sie nicht gerade reinkacken und es wie Hölle stinkt) und drumherum sauber machen. Biete ihr ruhig noch weiteres Küchenkrepp, Toi-Papier, Zeitung, Taschentücher (unparfümiert), etc. an.

    Desweiteren macht es nichts aus, wenn Du jetzt Eiweiß gibst und ist es nachher 'umsonst' gewesen, weil Fehlalarm. Die beiden Mädels sind ja selbst noch im Wachstum und können das Eiweiß sicher gut gebrauchen. Wie Tanja schon geschrieben hat, eignet sich Hüttenkäse, Joghurt, aber auch z.B. hartgekochtes Ei (mind. 10 min. kochen!). Natürlich soll das nur ne Beigabe sein, in erster Linie ist nach wie vor gutes Trockenfutter und abwechslungsreiches Gemüse und Obst jeden Tag wichtig.

    Über das Zwangsputzen würde ich mir gar keinen Kopf machen. Die Unterlegene fiept nicht, weil sie sich so sehr fürchtet oder weil sie Schmerzen hat, sondern um ihre Unterlegenheit zu signalisieren: 'Ja, habs verstanden, du bist der Boss!'

    Das gehört zum Sozialverhalten und da müssen auch werdende Mütter durch. Allein zu sein wäre für die Dumbo tausend Mal schlimmer.

    Normalerweise sind andere Weibchen für werdende oder frischgebackene Mütter auch kein Stress, sondern eine Bereicherung. (Stell Dir vor, Du hast 10 kleine Schreihälse zu Hause mit vollen Windeln und leeren Mägen - da ist es doch ein Segen, wenn mal eine Freundin zum Kaffee vorbeikommt und Du kurz abschalten kannst. ;) ) Manchmal kümmern die sich auch mit.

    Zu Deiner Hauptfrage:

    Die Idee mit einer 3. Ratte ist toll, aber momentan würd ich das erstmal lassen. Sollte Deine Ratz hochschwanger oder Babys geboren werden, wäre das ohnehin viel zu viel Sress, und da könnte man dann auch wirklich nicht die Hand dafür ins Feuer legen, ob die Neue dann nicht bei den Babys beigeht, selbst wenn sie selbst noch jung ist.

    Die eventuell-Mama ist ja auch nicht allein, das ist die Hauptsache.

    Mal ganz abgesehen davon, dass Du im Falle einer Geburt erstmal genug zu tun hast. ;)

    Ratten sind etwa 3 Wochen lang trächtig. Sollte sich also nach 3-4 Wochen nichts getan haben (auch nicht bei der anderen Ratte!) und es war nur Fehlalarm, dann wäre die Integration einer 3. Ratte begrüßenswert, aber jetzt im Moment würd ich den Gedanken ganz hinten anstellen und erstmal abwarten.


    LG

    Hi,


    ich weiß gerade nicht, was Du mit Eisenleitern meinst. Hast Du mal ein Bild davon?

    Da käme mir in den Kopf, dass die Teile ja recht schnell rosten würden...


    Wegen der Sprossen:

    Welche Leitern Du am Besten benutzt, hängt davon ab, was Du für Ratten hast. Wenn Du kleine, junge, flinke Babys hast, dann sind große Sprossenleitern (mit einem großen Zwischenraum, wo niemand steckenbleiben kann) ok, die Kleinen hangeln und klettern dann daran hoch/runter. Wenn Du alte, schwache und kranke Ratten hast, die nicht mehr so gut laufen können, sind Leitern mit leeren Zwischenräumen zu gefährlich, da würd ich eher Rampen empfehlen, also lange und breite Bretter (ca. 50x15cm) mit einzeln aufgeschraubten/-geklebten/-genagelten Sprossen drauf. Diese Rampen sollten möglichst lang sein, damit sie nicht zu steil stehen.

    Ich persönlich nehme immer Leitern aus Holz, entweder beschichtet oder ich lackiere es.


    LG

    Hi!

    Ok, 7 Babys - das geht ja noch. :)

    Zitat

    Und ganz ehrlich schlagt mich nichts aber irgendwie sehen sie aus wie Shrimps..

    Hier schlägt Dich sicher keiner... :D Der Begriff ist hier nicht neu. Neugeborene Ratten werden von vielen Haltern liebevoll als 'Shrimps' bezeichnet. :D

    Dass alle Babys weiblich sind, ist leider sehr unwahrscheinlich... rechne mal mit 3-4 Jungs. Ja, die bräuchten dann später natürlich einen eigenen Käfig, damit sie nicht ihre Mutter oder die Schwestern schwängern, aber trennen musst Du sie erst mit 4,5 bis 5 Wochen, ein bisschen Zeit hast Du noch. Bis dahin kannst Du überlegen, ob die Jungs dann getrennt von den Mädchen behalten würdest (wovon Dir sicher viele abraten würde, da getrennte Unterbringung in verschiedenen Zimmern und extrem sorgfältiges Aufpassen Pflicht sind) oder ob Du sie in gute Hände vermittelst. Da der Wurf nicht von Dir geplant oder bewusst zugelassen worden ist, dürfte auch einer Vermittlung hier über das Forum nichts im Weg stehen, aber da hat der zuständige Mod das letzte Wort.

    Futter ins Nest tragen halte ich für normal, machen doch viele Ratten. Guck halt, dass sie auch alles isst und nichts schimmelt. ;)


    LG

    Hi,

    ohje, wie viele sind es denn? :(

    120x60x60cm halte ich für völlig ok erstmal, umsetzen würd ich sie jetzt auf keinen Fall. Und wenn die Babys anfangen zu krabbeln, ist es sowieso günstiger, dass sie mehr Lauffläche haben als zu viel Höhe, wo sie dann dauernd abstürzen könnten.

    Hat der Käfig eine Etage? Wenn ja, würd ich die irgendwie noch gegen Abstürzen sichern, also eine Hängematte direkt unter die Kante. Aber das muss auch nicht jetzt sein, noch krabbeln sie ja nicht.

    Inti musst Du natürlich abbrechen, klar.

    Beobachte, ob die Mama sich gut kümmert. Schau, ob die Babys leben, atmen und einen weißlichen Bauch (Milchbauch) haben. Und stell der Mama zusätzlich zum Obst/Gemüse noch Leckereien hinein (Grießbrei, Nudeln, etc.), sie verbraucht jetzt mehr Kalorien. Und einen Klecks Hüttenkäse, Naturjoghurt, Stück Ei, o.ä.

    Aber hier melden sich sicher auch demnächst die 'Baby-Spezialisten', die können Dir mehr sagen. ;)


    Das mit der Pflegestelle klingt ziemlich seltsam. Wenn Du die Kleine seit 17 Tagen hast, kann sie doch gar nicht bei Dir schwanger geworden sein - und schon 3 mal nicht, weil Du nur Kastraten hast und die Kastra ja schon mehr als lang genug her ist (sonst wären ja Deine anderen Mädels auch schwanger). Sehr merkwürdig, das...


    Aber nun hast Du ja erstmal alle Hände voll zu tun...

    Liebe Grüße, wünsch Dir alles Gute!


    edit: Judith war schneller... :D

    Hi!

    @ Judith:

    Zitat

    Aber ich denke da auch eher in die Richtung, ich bin froh wenn ich in solchen Notfällen etwas bekomme (und seien es nur ein paar Euro) und so kann gerade ich - die ja auch hofft, etwas zu bekommen - nicht als Einzige nichts geben. Da würde ich mich auch schäbig fühlen. Nur nehmen und nichts geben ist auch nicht gut.

    Ich kann Dich da verstehen und mir würd es sicher genau so gehen. Andererseits würd ich, wenn ich einen Notfall hier hätte und um Spenden bitten müsste, gerade von aktiven Leuten (wie z.B. Dir) nichts 'erwarten' - weil da eben sowieso schon jeder übrige Cent in die Nothilfe gesteckt wird.

    Letzten Endes gibt es hunderte Möglichkeiten, etwas aktiv im Tierschutz zu bewirken. Das fängt damit an, keine Vermehrer zu unterstützen, sondern Notfalltiere aufzunehmen. Einige nehmen bevorzugt alte, kranke oder einzeln sitzende Ratten. Manche helfen bei der Vermittlung von Ratten übers TH oder von Privatpersonen, manche nehmen die Tiere zur Vermittlung sogar selbst auf und 'päppeln' sie erstmal hoch... viele beteiligen sich aktiv bei akuten Notfällen, machen Fahrdienste, leihen Käfige, helfen beim Medis-spritzen, usw... manche setzen sich intensiv auf politischer Ebene für den Tierschutz ein.

    Und manchen fehlt dafür die Zeit und der Platz und sie spenden eben immer dort, wo nötig.

    Bei einigen Leuten trifft sogar so ziemlich alles zu.

    Was ich damit sagen will: Wenn jemand nie etwas spendet, empfinde ich daran nichts Schlimmes oder Verwerfliches, es ist nur eine Möglichkeit von vielen, zu helfen. Und ich glaube, ich würde es auch nicht verwerflich finden, wenn jemand um Spenden bittet, aber beim nächsten Notfall nicht sofort 'zurückspendet' - das eigene Portemonaie braucht eine Weile, um sich zu erholen.

    Aber die Einstellung finde ich gut - wenn finanziell möglich, dann sich zu revangieren, und wenn es nur ein Kleckerbetrag ist. :)

    Habe schonmal (vor Urzeiten) in einem Spendenaufruf in einem anderen Forum gelesen, dass einer schrieb, er sei Student und habe selbst 10-12 TH-Tiere, einige krank, und er könne leider nichts spenden, so gern er wollte. Als Antwort (nicht vom 'Aufrufer', sondern von einem anderen 'Spender'!) kam dann so in etwa zurück: "Na hör mal, 5€ oder nen Sack Futter wirste ja wohl haben!" Und das finde ich dann wirklich frech.

    Zitat

    Zumal ich mir nur schwer vorstellen kann,das ein TH nen sack Rattima an Hunde und Katzen verfüttert...

    Ich hab schon erlebt, wie Rattenfutter in solchen Fällen aber auch an Meerschweine und Kaninchen gegeben wurde - hmmm, lecker, mit schön Fleischstückchen drin... :rolleyes:


    LG

    Hallo HinundWeg,

    zu diesem Satz von Dir:

    Zitat

    Für Wohnungsräumunen ist das Veterinäramt zuständig. Dies verteilt die Tiere auf umliegende Tierheime oder Vereine.

    möchte ich kurz etwas zitieren, was Judith_München auf der ersten Seite geschrieben hat:

    Zitat

    Vorneweg, weil ich sowas schon öfter gehört habe, man solle diese doch den Ämtern überlassen und den "zuständigen Tierheimen". Das ist Blödsinn. Tierheime sind in den allermeisten Fällen nicht zuständig. Sie können die Tiere nehmen, müssen aber nicht. In erster Linie sind sie für Fundtiere zuständig, aber wenn ein Amt oder eine Privatperson anklopft und sagt, "nehmt doch mal bitte diese 100 Ratten", können sie auch Nein sagen. Haben wir auch oft genug erlebt.Und Ämter kann man auch nur im begrenzten Maße zu etwas "zwingen". Hier kommt es meist auf die Persönlichkeit des zuständigen Amts-Vet an. Manche schicken geräumte Tiere gleich zum Vergasen oder Verfüttern.

    Wenn sich bei Großnotfällen und Wohnungsräumungen keine Privatpersonen dahinterklemmen, sondern man das den 'zuständigen Behörden' überlässt, dann kann man davon ausgehen, dass dieser 'Überschuss' an Tieren eben auch oft schlichtweg 'beseitigt' und da nichts gerettet wird. Für welches Vet-Amt spielen Ratten als beschützenswerte Lebewesen schon eine große Rolle? Da geht es eher um die Eindämmung einer Plage als um die Rettung einzelner Individuen.

    Zudem haben auch Tierheime wenig Lust, hunderte Euro für Tiere auszugeben, die schlecht vermittelt werden (Böcke wird man unkastriert ja kaum los -> massenhaft Kastrationskosten, um die Tiere überhaupt 'an den Mann' bringen zu können) und selbst nur einen Bruchteil der Behandlungskosten durch die Schutzgebühr wieder einbringen. Ratten aus Großnotfällen, insb. mit hohem Kranken-Anteil, sind auch für Tierheime ein riesiges Minus. Da sind die natürlich nicht scharf drauf und sie müssen sie nicht nehmen. Hier dann dem TH zu spenden ist nett und ehrenwert, aber weiß man, ob dieses Geld dann wirklich bei den Ratten ankommt oder nicht bei irgendwelchen Hunden und Katzen - die sicher auch bedürftig sind, um die es dem Rattenliebhaber und Für-Ratten-Spender nicht geht?

    Ein Notfall liegt immer am Besten in den Händen von Menschen, die sich mit der Tierart und ihren Bedürfnissen auskennen. Für ein TH sind Ratten nur ein Klientel von hunderten, bei einem Rattenliebhaber und -notfallvermittler sind oft mehr Wissen und mehr Bereitschaft zur Pflege dieser Tiere vorhanden, wenngleich auch nicht zwangsläufig Kapazitäten und Finanzen, darum ja die Bitte um Spenden. ;)

    Rattennotfälle funktionieren nicht ohne zumindest die Mithilfe privater 'Mütter Theresa'.

    Es gibt auch unter Notfallvermittlern 'schwarze Schafe' - Leute, mit deren Vorgehen und Einstellungen ich nicht konform gehe, die mir unseriös wirken oder vielleicht schonmal negativ aufgefallen sind. Klar gibt es die. Wenn ich Angst davor habe, dass mein Geld dann nicht den Ratten zu Gute kommt oder deren Einstellung/Haltung nicht befürworte, muss ich denen ja nichts geben.

    Leute, die solche Tiere aufnehmen, müssen nicht um Spenden bitten, wenn es ihnen 'peinlich' ist - ist möchte aber gern sehen, wie Otto-Normal-Verbraucher es schafft, hunderte womöglich kranke Tiere aus eigener Tasche zu finanzieren und zu versorgen.

    Natürlich könnte man argumentieren: Wenn jemand auf Spenden anderer Rattenhalter angewiesen ist, sollte er solche Notfälle nicht aufnehmen. Aber wo kämen wir da hin? Das wäre genau die Scheuklappen-Einstellung "Nicht mein Problem!", gegen die von engagierten Menschen immer wieder gekämpft wird. Wir Rattenhalter haben im Laufe der Zeit ein (meist) gut funktionierendes Notfallsystem aufgebaut, um alle gemeinsam (alle, die können und wollen) solche Notfälle halbwegs auffangen zu können.

    Wobei ich nachvollziehen kann, dass man skeptisch wird, wenn ein (vllt. sogar unbekannter) User schreibt, die Tochter der Freundin meiner Tante väterlicherseits braucht Spenden für 1000 Notfallratten... auch wenn die eigentlichen Initiatoren oftmals keine Zeit haben, stundenlang am PC zu sitzen und alle Kosten aufzudröseln, sollten die Verwinkelungen schon nicht zu weit gehen, sonst wird es unübersichtlich. Dem stimme ich zu, sehe aber trotzdem auch das nicht als 'Betteln' an.

    Geschichten, bei denen Ratten von ihrem Peiniger 'freigekauft' werden, lassen mir die Augenbrauen zusammenkräuseln. Ohne Aufklärung als haarsträubendes Gerücht oder vernünftigen Grund, der mich da wirklich überzeugt, spende ich hier nichts. Das wäre wie ein Zooladenkauf: Rettung einzelner Individuen, aber dem Quäler noch Geld in den Rachen geworfen und das Fass ohne Boden nicht dichtgemacht.


    LG