Beiträge von Aida

    Hallo,


    wer hat den neuen Uni-Dom oder Kaskadendom mit den kleineren Türen?


    Ich überlege, ob ich ihn kaufen soll und würde mich freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen damit mitteilen würdet.


    Zum Beispiel interessiert mich, ob man die Tiere in den einzelnen Etagen überhaupt sehen kann oder ob es dafür zu dunkel ist und ob man die ganze Vorderseite öffnen kann (fürs Reinigen wichtig)?


    Liebe Grüße

    Kirstin

    Diese Variante würden mir deutlich besser gefallen. Sieht echt klasse aus!


    Das Gute an diesen Käfigen wäre, ich könnte die ganze Breite (2,7 m) ausnutzen. Ich würde drei nebeneinander stellen, die meine 5 alle nutzen dürften. Die Höhe stimmt auch sehr gut. Den Sockel würde ich weglassen, dann hätten meine Knirpse 4 Etagen (insgesamt 1,3 m Höhe). Nur die Tiefe stimmt nicht. Ich wollte eigentlich 80 cm Tiefe.


    Aber die einzelnen Abteile sind nur 30 cm hoch (außer oben, dort sind es 38 cm). Sind deine Einzelkäfige auch so niedrig? Auf dem Foto sieht es nach mehr aus.


    Liebe Grüße

    Kirstin

    Diesen Uni-Dom habe ich noch gar nicht gekannt. Ganz lieben Dank für den Tipp!


    Ich wollte gerne 80 cm Tiefe (um die Fläche optimal auszunutzen) und je Einzelsegment ca. 1,3 m Breite (bei 2 Einzelsegmenten 2,6 m Breite). Ich kann nur bis 1,2 m Höhe gehen, da dann eine Dachschräge beginnt.


    Diesen Uni-Dom finde ich aber aufgrund des stabilen Materials trotzdem ganz verlockend.


    Wieso sind auf den Galeriebildern eigentlich immer doppeltürige Öffnungen zu sehen? Der Uni-Dom im Shop sieht eher aus wie ein Tresor (mit nur einer Tür).


    LG Kirstin

    Ich werde in Kürze die Bafa-Hanfstreu testen und dann berichten. Vielleicht ist das eine gute Alternative.


    Bislang, wie gesagt, nehme ich immer tonnenweise Küchenrolle und Hobelspäne. Die Hobelspäne bekommt man immer schlecht vom Teppich weg. Mal sehen, wie das mit der Hanfstreu ist.


    Hier habe ich bestellt:

    http://www.bafa-gmbh.de/einstreu.htm


    Da braucht man aber leider viel Lagerraum.


    LG Kirstin

    Hallo,


    als ich meine Ratten noch im Holzkäfig hielt, habe ich eine Einstreuhöhe von ungefähr 30 cm verwendet. Die Tiere haben darin ganz begeistert Gänge angelegt. Vorher hatte ich weniger Einstreu verwendet und gar nicht gewusst, dass sie so gerne buddeln. Man sah sie immer nur noch halb. Der andere Rest des Körpers steckte in den Hobelspänen und hinter ihnen gab es wahre Hobelspan-Fontänen

    Als Hobelspäne verwende ich die aus dem Fressnapf, die nicht so fest gepresst sind.


    Ich habe auch eine Zeitlang nur Küchenrolle verwendet. Die Atemwegsprobleme haben sich damit aber nicht gebessert.


    Der Vorteil der Holzspäne/Hobelspäne ist ihre große Saugfähigkeit und ihre antibakterielle Wirkung. Auch das wirkt dem Muffeln entgegen. Auch deshalb ist meiner Meinung nach eine große Einstreuhöhe nicht schlecht.


    Von Zeitungspapier als Einstreu halte ich nicht so viel. Die schwarze Druckerfarbe besteht weitgehend aus Ruß und wird durch verschiedene Chemikalien zusammengehalten und farbtauglich gemacht. Alternativ nehme ich immer reichlich Küchenrolle.


    Gerade probiere ich Bafa-Hanfstreu aus. Die ist gröber als die Hanfstreu, die man im Laden kauft, aber dafür günstiger. Mal sehen, wie das läuft.


    LG Kirstin

    Hallo,

    das mit den Wildratten und Wildmäusen ist so eine Sache.

    Zum einen würde ich sagen, sollte man sich mit ihnen abfinden. Sie sind nun mal da, genau so wie wir, und wenn ich tief in mich gehe, halte ich den Menschen für das größere Ungeziefer, aber das ist eine andere Frage. Jeder Mensch, mit dem wir Kontakt haben, ist für unsere Gesundheit sehr viel gefährlicher als eine Wildratte. Ich habe auch noch nicht gehört, dass ein Haus eingestürzt ist wegen Mäusefraß an Dachbalken.

    Wenn Wildratten und Wildmäuse an Orte vordringen, wo sie uns so richtig unangenehm sind, bleiben nur folgende Möglichkeiten der Bekämpfung: alles abdichten, die schon eingedrungenen Tiere einfangen und draußen aussetzen und Futterquellen beseitigen (so wie es Emiko schon geschrieben hat). Auch die Katzenhaltung ist ein wirksames Mittel gegen unerwünschte Nager. Im übrigen sehr viel wirksamer als Rattengift, dass alle Tiere tötet, die da ran kommen, aber Rattenpopulationen noch nie nachhaltig geschadet hat.

    Laut Leyhausen, einem Katzenforscher, sind gerade diese Vergiftungsaktionen Ursache für ein Übermaß an Ratten. Wird nämlich ein Rattenrevier mit Gift leer geräumt, kommt es zu Massenvermehrungen in den umliegenden Revieren, weil nun alle Rattenstämme der Umgebung das leere Revier mit eigenen Nachkommen besetzen wollen. Das führt dazu, dass das neue Revier schnell überfüllt ist und man die Ratten auch bei Tage sieht, was dann erneut als Argument benutzt wird, Gift auszulegen (ein Kreislauf des Leids). Es wäre viel sinnvoller, einen gesunden Rattengrundstamm zu akzeptieren, der zum Beispiel von Katzen oder Mardern auf ein gesundes Maß gehalten wird.

    Das Auslegen von "Antibabypillen" für Tauben ist nicht mehr zulässig, da dieses Zeug von vielen Vögeln gefressen wird und der Gesundheit der Tiere nicht bekommt (zum Beispiel weil die Aufnahmemenge auf diese Weise nicht regulierbar ist). Einzig sinnvolle Maßnahme zur Bekämpfung von Tauben ist das Anlegen von Taubenstöcken, das Füttern und Versorgen der Tiere zur Gesunderhaltung und das Austauschen der im Taubenstock abgelegten Eier gegen Gipseier.

    Leider ist der Mensch einfach zu blöd für Ratten und Tauben. Er will immer alles ausrotten. Ein Konzept, eine Tierart vollständig zu beseitigen, hat die Natur aber nicht vorgesehen. Gift auslegen ist so dämlich. Am besten mit Schießeisen auf die Jagd gehen wie in Lübeck gegen Tauben. Mehr fällt der selbst ernannten Gipfelblüte der Evolution nicht ein.

    Man muss aber auch sehen, dass der Rattengift-Markt ein sehr lukrativer ist. An diesen sinnlosen, für viele Tiere mit großem Leid verbundenen Vergiftungsaktionen wird viel Geld verdient insb. von Pharmaindustrie und Schädlingsbekämpfern.

    Traurige Grüße

    Kirstin

    Hallo,


    nu isses soweit. Strolchi hat Susi in den Schwanz gebissen und ich nehme an, es ist der Stress wegen der zu kleinen Unterbringung. Alternativ zum Käfigneubau müsste ich die Gruppe teilen und das möchte ich nicht so gerne.


    Meine 5 Ratten leben derzeit in einer Ferplast Duetto Voliere (1 m breit, 55 cm tief, 1,3 m hoch (innen, außen 1,7 m hoch), 2 Vollebenen, 6 große Teilebenen). Insbesondere bei Zimmerauslauf ist das keine schlechte Unterbringung für Rattis. Aber leider kann ich meinen keinen Auslauf geben, weil sie extrem scheu sind und alles zerlegen.


    Die Gruppe besteht aus einer Husky-Farbratte Susi (die Mami), einem wilden Rattenbock Strolch (kastriert, der Papa) und ihren 3 Kindern (halbwilde Mischlinge Merlin, Minusch, Marielle). Als ich Susi und Strolch damals aufnahm, dachten wir, dass beide Farbratten wären. Offenbar ist aber nur Susi ausgesetzt worden und Stolch hatte sich ihr angeschlossen (die beiden wurden draußen eingefangen). Susi war natürlich schwanger. Und so sind es dann 5 geworden.


    Strolch öffnet Gittertüren und zerlegt Holz ohne Probleme. Selbst in meinem eigentlich auslaufsicheren Tierzimmer hat er zügig alle Schwachstellen aufgedeckt (z. B. den Holzschutz vor den Silikonfugen, die Silikonfugen selbst und das Füllmaterial zwischen den Fliesen, dass sich hinter den Silikonfugen befand). Er geht morgends nicht mehr in den Käfige zurück sondern baut Nester (wozu er auch schon meine Püschen verarbeitet hat) unter seinem Käfig. Auslaufversuche mussten daher abgebrochen werden.


    Ich nehme an, Strolch belästigt Susi sexuell. Sie kann nicht entkommen und es kommt zu Schwanzverletzungen bei Susi. Daher plane ich jetzt einen Käfig, der auch den Ansprüchen meiner Wildis und Halbwildis (ohne Zimmerauslauf) gerecht werden kann und den Stress in der Gruppe reduziert.


    Die geplante Breite des Käfigs beträgt 2,4 m. Der Käfig soll die Möglichkeit bieten, ihn bei Bedarf in der Mitte zu teilen. Die Höhe wird 1,2 m betragen und die Tiefe 0,8 m. Als Bodenplatte nehme ich Holz. Darauf käme eine 30 cm dicke Einstreu. Die Seiten und die Decke werden vergittert (Maschenweite 1,2 cm). Zusätzlich bringe ich an den Seiten und hinten eine Plexiglas-Platte an (Schutz gegen Zugluft und Schutz der Wände vor Verschmutzung und damit die Einstreu nicht herausfallen kann).


    In die Mitte kommt eine Teilebene, die ich aber nicht bis ganz nach vorne ziehen kann, weil sich der Käfig sonst nicht mehr reinigen lässt.


    LG Kirstin

    Ich glaube, dass für die Größe ausschlaggebend ist, wie die Mama während Schwangerschaft und Stillzeit versorgt wird. Wird die Mama gut versorgt, können ihre Kinder richtige Giganten werden. Bei schlechter Versorgung bleiben es oft Murkel.

    LG Kirstin

    Hi,

    manche Insekten können ganz schön alt werden. Eine Kellerassel z. B. erreicht, wenn sie vorher nicht verzehrt wird, das stolze Alter von 4 Jahren.

    Meine Rattis bekommen regelmäßig einen Insekten-Trockenmix (mische ihr Futter selbst) und demnächst auch regelmäßig lebendige Regenwürmer/Dendrobena, die als Angelwürmer verkauft werden. Die setze ich in ihre Buddelkästen aus. Die Schweinerei am nächsten Morgen könnt ihr euch vorstellen (habe es schon ein paar Mal gemacht), aber wenns Spaß macht.

    Übrigends fressen auch Hamster sehr, sehr gerne Regenwürmer. Die aus dem Garten würde ich aber nicht verfüttern, die können Endoparasiten enthalten.

    Mehlkäferlarven/Mehlwürmer gebe ich meinen Rattis nicht so gerne. Nachher bunkern sie die, anstatt sie zu fressen und ich habe das Krabbeltier bald überall.

    LG Kirstin

    Solche Probleme kenne ich. Ich habe schon oft sehnsüchtig an meine alte Rattengruppe zurück gedacht. Mit ihnen war alles so einfach und zu einigen hatte ich eine tiefe Beziehung. Ich würde so gerne wieder einfach nur die Nase in einen samtig weichen Rattenbauch stupsen ...

    Es ist mir unbegreiflich, warum sich manche bewusst Wildtiere als Heimtiere halten. Was hat man von diesen Tieren? Sie mögen einen nicht und Begegnungen mit ihnen sind, selbst wenn man sie "gefangen" hält, dünn gesät.

    Wenn man von Menschenhand aufgezogene Wilde oder Halbwilde hält, mag das anders sein, aber die Haltung echter Wildlinge ist von Angst und Stress geprägt.

    Strolchi ist nicht glücklich bei mir, aber ich kann ihn, da er kastriert wurde und dort, wo er herkommt, fleißig vergiftet wird, nicht wieder aussetzen. Wir müssen uns arrangieren.

    Ich überlege derzeit, ob ich die Rattenvoliere nach draußen stellen soll. Dann können die Kleinen wenigstens Frischluft schnuppern. Was haltet ihr davon?

    LG Kirstin

    Hi,


    viele bauen Rattenkäfige lieber aus abwischbaren Materialien (meist beschichtete Sperrholzplatten), damit sie ihn leichter reinigen können. Wenn du viel Einstreu verwendest, kannst du aber auch Holz verwenden. Ratten bauen in hoher Einstreu (15 bis 20 cm und mehr) wunderbare Gänge und legen eine für viele ungeahnte Buddeltätigkeit an den Tag. Kiefernholz ist etwas härter als Fichtenholz. Fichtenholz ist billiger und absolut in Ordnung für einen Rattenkäfig. Von Tannenholz würde ich abraten. Es ist noch weicher als Fichten- und Kiefernholz. Der Vorteil an Holz ist die wunderschöne Optik und die nahezu lösemittelfreie bessere Luft.


    Unter http://www.zaunplaner.de kannst du günstig Gitter kaufen. Ich empfehle Drahtzaun, verzinkt, Maschenweite: 12,5 x 12,5 mm.


    Farben enthalten immer Schadstoffe. Ölfarben sind robuster als Acrylfarben, aber noch etwas schadstoffhaltiger. Ich würde den Käfig nicht streichen. Wenn du es trotzdem möchtest, musst du im Baumarkt mal nach Farben für Kindermöbel fragen (sog. Sabbellack).


    Welche Maße soll der Käfig haben?


    LG Kirstin

    Meine halbwilden Mischlingsratten, die drei Kinder von Susi und Strolch, wären wahrscheinlich etwas zugänglicher, wenn sie nur mit der Farbi-Mutti Susi und nicht noch mit dem Wildling Strolchi zusammen leben würden. Aber sie würden auch dann bestimmt nicht auf meine Schulter wollen. Das will auch Susi nicht.

    Ich stelle in letzter Zeit eine Entfremdung zwischen meinen Wildlingen und Susi fest. Susi schläft immer oben und alleine. Die anderen schlafen alle unten in der Voliere in einer Riesenburg. Das macht mir Sorgen.

    LG Kirstin

    Hi,

    die beiden Männekens Strolch (wilder Papa) und Merlin (Mischlingssohn) sind deutlich größer als alle Farbböcke, die ich bisher gesehen habe. Sie sind gigantisch groß. Sie entwickeln sich meiner Beobachtung nach aber tatsächlich später als Farblinge.

    Wenn ich Strolch einfangen muss (wobei ich auf Stressfreiheit - soweit das möglch ist - sehr achte), um ihn z. B. zum Tierarzt zu bringen, kollabiert er mir fast. Auch die Kinder sind stark ängstlich und können nur mit dicken Schutzhandschuhen angefasst werden. Dass sie auf Leckerli-Rufe hören, daran ist gar nicht zu denken. Wenn ich mich dem Käfig nähere und sie tatsächlich sitzen bleiben, fliehen sie spätestens, wenn ich sie anspreche (woraus ich mir aber nicht viel mache).

    Die Mama, Susi, ist allerdings von mir total auf Leckerlis fixiert worden. Manchmal mag sie es, wenn ich mit ihr rede, so wie ich es von Farbis kenne und manchmal ist es ihr egal. Leider lässt sie sich aber auch nicht anfassen. Das Schmusen vermisse ich schon sehr.

    LG Kirstin

    Strolch und Merlin sind viel größer als jeder Farbrattenbock, den ich kenne. Ich schätze Strolch auf 1 kg (Wiegen ist leider nicht möglich), also so groß wie ein Meerschweinchenbock. Auf dem Foto sieht er etwas pummelig aus, zur Zeit hat er aber eine gute Figur. Insgesamt futtern die fünf Unmengen an Futter.

    Die Bilder zeigen meine Tiere in folgender Reihenfolge:

    Susi, Strolch, Marielle, Minusch, Merlin

    In dieser Voliere leben die fünf Nasen (Ferplast Duetto):

    Hi,

    ich habe auch einen Wildratz (Strolch), der sich zusammen mit einer husky-farbenen Farbratte (Susi, heute ganz weiß) in das Kaninchengehege meiner Freundin geflüchtet hatte. Damals war noch nicht eindeutig klar, dass Stolchi ein Wildratz ist, da beide sehr scheu waren. Wir dachten, er wäre ein agoutifarbener Farbratz. Ich habe ihn gleich nach dem Einfangen kastrieren lassen. Er hängt sehr stark an Susi und die beiden sollten nicht lange alleine bleiben. Susi war zwar extrem abgemagert als sie zu mir kam, aber befruchtete Eizellen trug sie trotzdem in sich. Sie hat nach über einem Monat bei mir drei Babys zur Welt gebracht, von denen zwei sich gut entwickelt haben (Merlin (auch kastriert) und Marielle sowie Minusch, die ein Winzlinchen geblieben ist).

    Strolch ist hoffnungslos ängstlich und auch seine drei Kinder sind nicht mal bereit, ein Dröpschen aus meiner Hand zu nehmen, obwohl ich sie, als sie noch ganz klein waren, ständig raus genommen habe. Sobald aber damals ihre Sinne erwachten, waren sie nicht mehr zu halten (panisch und ängstlich). Sie orientieren sich ganz am Papa.

    Susi ist zwar auch ängstlich, aber zu den anderen vier ist das gar kein Vergleich. Wenn man vor der Voliere steht, könnte man meinen, ich hätte nur eine Ratte.

    Was ich besonders schlimm finde, ist, dass ich ihnen keinen Zimmerauslauf geben kann, wo gerade Wildlinge ihn doch so sehr brauchen. Leider bekomme ich Strolchi erst nach Stunden eingefangen. Er geht nicht zum Tagesschlaf in die Voliere zurück, sondern baut sich nachts immer unter der Voliere ein Nest (dafür verarbeitet er das Tierzimmer). Er schafft es, innerhalb nur einer einzigen Nacht, die Schutzleisten von den Fliesen-Silikonfugen abzunagen und das Silikon herauszuziehen.

    LG Kirstin

    Hi,

    das Enzym, das die Laktose der Milch im Darm verdaut, ist die Laktase. Circa 90 % der Europäer verfügen auch als Erwachsene über eine so hohe Laktase-Produktion, dass sie Milch problemlos verdauen können.

    Menschen, die in Europa zu Beginn von Pflanzenzucht und Tierhaltung in der Lage waren, Milch auch als Erwachsene zu verwerten, hatten deutlich bessere Überlebenschancen als die anderen. Milch ist ein sehr hochwertiges Lebensmittel. Dass wir Europäer Milch so gut verdauen können, ist Folge von echter Selektion und Auslese (Evolution). In anderen Teilen der Erde waren die Bedingungen für das Überleben der Menschen günstiger. Sie waren dort nicht so stark auf die Milchverdauung angewiesen. Dort ist das Verhältnis genau umgekehrt. Ungefähr 90 % aller Nichteuropäer verfügen als Erwachsene nur noch über eine geringe Laktaseproduktion.

    Bei Milchreis, Milchgrieß oder fermentierten (im weitesten Sinne von Bakterien "vorverdauten") Milchprodukten (Joghurt, Quark, Käse) ist der Laktose-Gehalt so gering, dass diese auch von Menschen mit geringer Laktase-Produktion gut verdaut werden können.

    Die sogenannte Laktose-Intoleranz, die 10 % der Europäer betrifft, die nicht über eine ausreichende Laktase-Produktion im Erwachsenenalter verfügen, darf nicht mit der Milch-Allergie verwechselt werden. Bei einer Milch-Allergie reagiert das Immunsystem mit heftigen Reaktionen gegen die Eiweiße in der Milch. Eine Milch-Allergie ist recht selten.

    Aufgrund unterschiedlicher Ernährung der verschiedenen Kulturkreise der Erde, kann es vorkommen, dass Lebensmittel z. B. von Japanern sehr gut vertragen werden, von Europäern aber nur sehr schlecht. Ein Beispiel sind Algenprodukte mit hohen Jodgehalten. Der Stoffwechsel eines Japaners kommt sehr viel besser mit einem Algenprodukt mit hohem Jodgehalt klar als ein Europäer, der in einem Jodmangelgebiet lebt. Das gleiche Produkt, das von einem Japaner gut vertragen wird, kann bei einem Europäer schon zu erheblichen Vergiftungserscheinungen führen.

    Quellen:

    Ich nehme an, dass man das auch bei Wikipedia nachlesen kann. Außerdem lassen sich unter dem Stichwort "Neuartige Lebensmittel" interessante Dinge googeln.

    LG Kirstin