Beiträge von kalessin

    Hallo,


    von diesen dreien: ja. Aber so richtig begeistert war ich von Vogelvolieren für Rattis noch nie. Zu hell, zu zugig, zu wenig Rückzugsmöglichkeiten. Wobei die Frage "Voliere oder Schrankkäfig" eine Glaubensfrage ohne endgültige Antwort ist.


    Ich für meinen Teil habe damals die Zähne zusammengebissen und auf einen Dom gespart, und das auch nicht bereut. Kauft man zu billig, kauft man zweimal, eine gute Voliere kostet leider auch leicht ein paar hundert Euro, und da ist dann der K3 nicht mehr weit... und die Döme kann man später problemlos aufstocken und umbauen. Leider sind die Dinger in neu sehr teuer und in gebraucht kaum zu bekommen (wer einen hat, gibt ihn selten wieder her).

    Hallo, Gitterabstand bei flutschigen Minis und jungen Mädchen sollte nicht wesentlich über 1cm liegen. Eine Ninchendraht-Sicherung funktioniert, eine Freundin von mir hat grade Babies aus einem Großnotfall und ihre Käfige genau so gesichert. Ist aber ziemliche Arbeit, die doppelte Verdrahtung anzubringen, denn es muß so fest sein, daß auf gar keinen Fall ein Flauschi sich dazwischenschieben kann, oder noch schlimmer sich beim Versuch verletzen.

    Hallo,

    ich denke deine Szana ist eine Black Husky. Aufgrund der Vermischung von farbigen und weißen Haaren bei Huskies sehen sie immer heller aus als die Grundfarbe. Ein Black Husky erscheint meistens zunächst dunkel- und dann mittelgrau, wenn die Zahl pigmentierter Haare abnimmt, kann später aber sogar komplett weiß werden.

    Stazja scheint deiner Schilderung (weißer Bauch, weiße Füße) und dem Foto nach eine Amber Berkshire zu sein, aber Farbbeurteilungen sind von einzelnen Fotos immer schwierig. Für Fawn erscheint sie mir jedenfalls zu hell.

    PS: im Zwanzig-Minuten-Takt nach Antworten zu quengeln, steigert nicht unbedingt die Antwortbereitschaft der anderen Forenteilnehmer. Und nur weil mal jemand kurz auf das Thema draufgeschaut hat, heißt das nicht, daß er/sie genug Zeit für eine Antwort hatte. Mit Geduld kommt man im Leben häufig weiter. ;) Außerdem sind die wenigsten Ratteneckler ständig eingeloggt, und eine soooo lebenswichtige Frage ist die Farbe deiner Tierchen ja nun auch nicht. ^^

    Hi,

    Zitzen haben beide, aber bei Weibchen sind sie meines Wissens deutlicher zu sehen. Und ansonsten, einerseits ja: der Hodensack ist zu erkennen, wenn man ein gutes Bild hat oder das Tier direkt vor sich sieht, die Hoden sind allerdings noch "innen". Andererseits ist der leere Hodensack halt nicht so auffällig. Daher ist der Abstand zwischen Harnröhre und Anus das Kriterium.

    Beim Weibchen kommt hinter der Urethra (Harnröhre) direkt die Vagina und sehr kurz dahinter der Anus. Beim Männchen kommt hinter dem Penis erstmal der Hodensack, der ein paar Millimeter lang ist, und dann erst der Anus. Daran kann man es eigentlich immer festmachen. Ich hatte auch schon ein kleines Mädchen (im TH), wo man direkt beim ersten Versuch die Vaginalspalte erkennen konnte, da war es dann auch sofort klar. Fotos sind aber immer schwierig, besonders wenn sie recht dunkel und verrauscht sind. Natürlich ist das leichter gesagt als getan mit Fotos bei so Wusels. ;)

    Edit: ich verlinke sonst nicht so gern auf diese Seite, weil sie sich u.a. mit Zucht beschäftigt, aber für die Geschlechtsbestimmung sind dort recht gute Abbildungen. http://www.estellesandford.co.uk/sexingrats.html

    Hi,

    aufgrund der sehr deutlich erkennbaren Zitzen und ziemlich klar fehlenden Hoden ist meiner Meinung nach das linke Bild schon mal ein Mädchen. Das zweite sieht auch eher weiblich aus, aber ganz sicher bin ich mir nicht. Das könnten nämlich vielleicht doch Hoden sein. Hm. Das soll lieber jemand mit mehr Baby-Erfahrung beurteilen. ^^

    Versuch mal, ob du Bilder hinbekommst, wo man zweifelsfrei den Anus lokalisieren kann. Das ist nämlich meines Wissens das sicherste Merkmal auf Fotos: bei Weibchen ist der Abstand zwischen Urethra und Anus viel kleiner als bei Böckchen zwischen Penis und Anus.

    Hallo,

    auf die diversen inhaltlichen Punkte will ich nicht großartig eingehen, ist außerdem schon von anderer Seite geschehen. Also darauf, daß viele Nutzer hier und in anderen Foren wie dem RF tatsächlich ihre Tiere nur halten, um ihnen das Tierheim oder Schlimmeres zu ersparen, bzw. darauf, daß in einer "idealen" Welt Tierzucht kein so großes Problem wäre, weil die Züchter nur mäßig vermehren, auf die Genetik achten und die Tiere nicht für 8 Euro im Baumarkt verscheuert werden. Oder darauf, daß Futtertiere als Phänomen bei Reptilienhaltern zwar natürlich existieren, was jeder hier auch weiß, aber es schon irgendwie widersinnig ist, ausgerechnet in einem Forum von Rattenliebhabern über Futtertiere diskutieren zu wollen, und es außerdem akzeptierte Nutzungsbedingungen dieses Forums gibt, und das virtuelle "Hausrecht", das jedem Seitenbetreiber zusteht. Oder darauf, daß jemand, der seinen Tieren nicht die nötige Zeit widmen kann, keine Tiere halten sollte. Oder darauf, daß Schutzgebühren und -verträge einen klaren Zweck haben, der eigentlich offensichtlich sein sollte. Oder oder oder.

    Ich finde es eher interessant, daß der TE von sich behauptet, sich gründlich und umfassend informiert zu haben, dann aber aus der Tierhandlung Tiere holt, nur um sich dann ausgerechnet in einem tierschutzbetonten Forum wie dem Ratteneck anzumelden und dann als erstes ausgerechnet diesen Thread vom Zaun zu brechen. Was soll damit erreicht werden: nachträgliche "Absolution"? Rechtfertigung der eigenen Handlung? Nein, das gewünschte Resultat ist wohl eher Aufregung und Streit, der Zweck des Threads also: Provokation.

    Troll.

    Hallo,


    das Foto sieht eigentlich okay aus, aber vielleicht ist die Tränke auch schlicht nicht in Ordnung?


    Ich habe immer zwei Tränken drin hängen, zur Sicherheit (okay, und weil sich meine Flauschetrullas sonst gegenseitig wegschieben und zanken). Vakuumtränken haben hier überhaupt nicht funktioniert, daher jetzt billige V***-Kugeltränken. Sind eh Verschleißteile, auch aus hygienischen Gründen gehören die irgendwann sowieso entsorgt...

    Hallo,

    auch Pferde sind gegen die Saponine unempfindlich, traditionell wurden teilweise die Pflanzensamen (also die "Nüsse") als Proviant für die Tiere mitgeführt. Daher kommt auch der Name "Roßkastanie". Ich habe den Link zwar leider gerade nicht mehr (Tab versehentlich zugemacht), aber gerade etwas gesucht und die LD50-Menge des Saponin-Gemischs aus der Roßkastanie soll rund 130mg/kg betragen, bei 3-8% Stoffgehalt im Kastaniensamen. Wenn das wirklich so stimmt, reicht für eine 400g-Ratte also bereits 1g des Pflanzensamens für starke Vergiftungserscheinungen aus.

    Allerdings besteht die Hoffnung, daß die Ratten nur an der Kastanienschale herumgenagt haben, ohne wirklich etwas davon zu fressen. Ich glaube, der Samen schmeckt auch recht bitter, daher haben sie da mit etwas Glück nicht viel oder gar nichts davon gefressen. Ich habe zumindest noch nichts von vergifteten wilden Wanderratten unter Roßkastanienbäumen gehört.

    Hi,

    genau, Laktose ist der Milchzucker, und der ist in Joghurt und erst recht in Käse deutlich weniger vorhanden als in Milch. Andererseits ist Laktose-Verdauung etwas, das eigentlich nur Säuglinge können müssen, von daher ist die Fähigkeit bei erwachsenen Säugetieren generell die absolute Ausnahme. Das gilt auch für den Menschen: Mittel- und Nordeuropäer besitzen diesbezüglich sozusagen einen nützlichen Gendefekt, der sich mit der Entwicklung der Milchviehhaltung verbreitet hat und der den meisten Asiaten und Afrikanern fehlt. Daher ist hierzulande Laktoseintoleranz beim Menschen zwar verbreitet, aber nicht in der Mehrheit der Bevölkerung, während in Asien und Afrika Laktoseintoleranz die Norm darstellt. Bei anderen Säugetieren sollte man im Zweifelsfall immer von Laktoseintoleranz ausgehen, was der Grund ist, daß auch Katzen z.B. nur Sojamilch oder sonstige laktosefreie Milch bekommen dürfen.

    Daß man mit Antibiotika (genauer: Gyrasehemmern) aufpassen muß, hängt übrigens eher am Calcium und anderen metallischen Spurenelementen in der Milch, also nicht an der Milch als solcher. Außerdem ist es nicht so, daß nur durch Präsenz von Metallionen in der Nahrung sofort jeder Gyrasehemmer komplett die Wirkung verliert. Vielmehr müßte man dann "nur" höher dosieren, aber weil das schwer zu berechnen ist, ist die Empfehlung bei einzelnen Antibiotika, während der Gabe auf Milchprodukte ganz zu verzichten. Anders wirkende Antibiotika (also die nicht aus der Gruppe der Gyrasehemmer kommen) werden normalerweise gar nicht beeinträchtigt, soweit ich weiß. Bei Enrofloxacin (Baytril), das zwar ein Gyrasehemmer ist, wird aber vom Hersteller eine Wechselwirkung mit Metallionen in der Nahrung meines Wissens nicht erwähnt, zumindest tauchen Milchprodukte wohl nicht unter den Gegenanzeigen im Beipackzettel auf.

    Huhu,

    die wahrscheinlichste Theorie meiner Meinung nach bleibt eine Verwechslung. In Frage kommen Strauchratten (Octodon) oder Grasratten (Arvicanthis), wobei eigentlich beide Arten in Europa eher zu den "Exoten" zählen und eher "Beobachtungstiere" sind, also nicht unbedingt sehr zahm werden. Degus werden mittlerweile etwas häufige gehalten (aber immer noch eher selten) und können sehr zahm werden, wenn man sie von klein auf an die Hand gewöhnt. Von daher tippe ich auf Octodon Degus anstelle Rattus Norvegicus. Aber eigentlich ist es unmöglich, die zu verwechseln: hier mal ein Foto von Degus im Breslauer Zoo.

    Bleibt festzustellen, daß der Thread sich derzeit im Kreis dreht und in der Frage "5jährige Ratten" wohl von allen Seiten alles gesagt ist...

    Hallo,

    das ist eine ziemlich faszinierende Sicht. Nur weil bei dir nichts passiert ist, leitest du also daraus ein allgemeines Gesetz her? 6 Wochen mögen eine Obergrenze darstellen, wenn man ganz sicher gehen will. Ganz genau weiß ich die Zahlen auch nicht. Aber eine Woche ist wirklich zu kurz, alles unter 4 Wochen würde ich als (mindestens!) grob fahrlässig einstufen. Das gibt es übrigens bei anderen Tierarten auch: so mancher Katzenbesitzer stellt das z.B. fest, daß ein (Ex-)Kater auch noch ein paar Wochen lang einen "Schuß" frei hat. Lieber eine Woche länger als später die Bescherung.

    Hi,


    einen ganzen Meter finde ich etwas übertrieben. Es gibt irgendwo ein ziemlich riesiges Holzrad mit immerhin 40cm, das ich zumindest für "nicht ganz so schlimm" halten würde. Die Frage ist bei 99% der Ratten aber rein akademisch, denn den meisten Tieren ist ein Laufrad einfach zu blöd. Sind ja keine Hamster.

    Hallo,

    wie "wir das sehen" ist leider nicht relevant. :( Der Knackpunkt ist jedenfalls bei Tierhaltung in der Wohnung immer der sogenannte "bestimmungsgemäße Gebrauch" der Mietsache (oder so ähnlich). Will sagen: gehört die Tierhaltung in Form und Umfang zum Rahmen des Üblichen, mit dem der Vermieter rechnen muß und was er zu akzeptieren hat. Das wird in der Tat bei Kleintierhaltung von den Gerichten normalerweise bejaht, und zwar sogar so weitgehend, daß ein Mietvertrag, der jegliche Tierhaltung ausschließt (oder unter Vorbehalt stellt, nur einzelne Tierarten erlaubt etc.) in puncto Tierhaltung üblicherweise als unwirksam gesehen wird. Sprich, es wird als fundamentaler Bestandteil des Persönlichkeitsrechts angesehen, überhaupt Tiere zu halten, und in deiner Wohnung darfst du auch als Mieter zunächst machen, was du möchtest (solange du niemanden belästigst und die Wohnung keinen Schaden nimmt).

    Leider sind "Kleintiere" nicht alle gleich. Bei Ratten gibt es zunächst einmal sehr unterschiedliche Urteile. Einerseits sind Ratten klar Kleinnager, andererseits haben Gerichte immer wieder argumentiert, daß das schlechte gesellschaftliche Ansehen und Ekelgefühle von Menschen sie für den oben erwähnten "bestimmungsgemäßen Gebrauch" disqualifizieren. Wie gesagt, bereits hier entscheidet bei Ratten beinahe jedes Gericht anders, allerdings geht meinem subjektiven Eindruck nach die Tendenz dahin, Ratten wie andere Kleintiere einzustufen. Denn die persönliche Meinung deines Nachbarn zu deinen Tieren kann dir normalerweise zunächst einmal herzlich schnurz sein, du bist für Phobien deiner Mitmenschen ja nicht verantwortlich. Eine objektive Gefährung wie bei Gifttieren oder Kampfhunden gibt es ja nicht. Aber wie gesagt: es gibt keine verbindliche Rechtsprechung dazu, zumindest nicht in Deutschland und nach meinem Kenntnisstand.

    Bleibt die Frage der Anzahl. Dazu kann ich nicht viel sagen, außer daß meiner persönlichen Meinung nach 19 Tiere durchaus schon ein "eher großes" Rudel darstellen, also deutlich über dem Üblichen liegen. Eine objektive Beeinträchtigung der Wohnung oder Gefährdung der Nachbarn heißt das natürlich weiterhin nicht. Wobei 19 Tiere, wenn man nicht sehr penibel in der Haltung ist, durchaus ein geruchstechnisches Problem darstellen können, und wenn das auf dem Flug wahrnehmbar ist, können die lieben Nachbarn sich über die davon ausgehende Belästigung beschweren. Selbst wenn diese eingebildet ist... wenn das wirklich vor Gericht geht, ist der Ausgang leider nicht abzusehen.

    PS: das Thema "Rattenhaltung in der Mietwohnung" ist ein Dauerbrenner, die Suche müßte einiges ausspucken.

    Hi,

    Zitat

    sind es vielleicht Degus? Gibt es für Degus nicht auch irgendeine rattige (falsche) Bezeichnung?

    die Gattung der Degus (Octodon) wird auch manchmal als "Strauchratten" bezeichnet, genauso wie schon die gesamte Familie unter dem alternativen Namen "Trugratten" läuft. Das liegt an den verhältnismäßig ratten-/mäuseähnlichen Körperbauten dieser Tiere. Ich habe mal ein paar Jahre lang "Octodon Degus" (i.e. gewöhnliche Feld-Wald-Wiesen-Degus) gehalten, von daher kann ich mit Sicherheit sagen, daß die älter werden als Haus- oder Wanderratten. Ich meine mich an einen Mittelwert um die 5 Jahre zu erinnern, bei einer normalen Streuung zwischen 4 und guten 6 Jahren. Meine letzte alte Dame ist im Rudel einer ehemaligen Studienkollegin sogar 7 geworden, und die hatte ich, seitdem sie ca. 3 Monate alt war.

    Allerdings sind Degus keine Mäuseartigen, nicht einmal "Neuweltmäuse", trotz ihres Namens. Man könnte sagen, sie sind eine parallele evolutionäre Entwicklung, die zu ähnlichen Ergebnissen geführt hat. Tatsächlich ist Octodon mit Chinchilla und Cavia (Meerschweinchen) deutlich enger verwandt als mit Rattus. Degus tragen viel länger, beinahe so lang wie Meerschweinchen (knapp 3 Monate, wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt), und es sind außerdem Nestflüchter, die Babies kommen also mit offenen Augen und Fell auf die Welt.

    Hallo, das sieht mir für Ratten zu klein aus. Für Ratten solltest du dich eher an Meerschweinchen orientieren, wenn es um Holz geht. Hängehäuser, also solche aus Stoff, werden vielfach in privater Handarbeit genäht, es gibt auch hier im Forum sicherlich User, die dir da ggf. weiterhelfen können. Ansonsten gibt es noch die "Sputniks", das sind Kunststoff-Kugeln, die man hinstellen oder auch hängen kann, und die meisten Ratten finden die XL-Version wirklich klasse.