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Heike hat geschrieben:Es gibt für kein Tier, was wir halten eine Artgerechte Haltung,es sind nur Richtlinien es dem Tier so gerade noch vertretbar recht zu machen ...
Darüber liesse sich streiten, bzw. wäre das eine Meinungsfrage. Um das eindeutig zu klären, müsste man erst einmal klar und deutlich definieren, was Artgerecht ist. Für mich z.B. bedeutet Artgerecht das ein Tier sich entsprechend seinen Bedürfnissen und Trieben entwickeln sowie verhalten kann.
Darüber hinaus muß man dabei zusätzlich zwischen Wild- und Haustieren unterscheiden, was dann auch wieder klar und deutlich definiert werden müsste. Was ein Wildtier ist, sollte denke ich mal jedem klar sein, bei einem Haustier sieht das schon anders aus. Für mich jedenfalls ist ein Haustier ein Tier, welches schon mehrere Generationen beim Menschen lebt und deshalb in der freien Natur nicht mehr überleben könnte.
Wenn ich nun also beigehe und Artgerecht weiter spezifiziere, dann muß ich dabei berücksichtigen welche Größe das Tier hat, was seine Eigenschaften sind und so weiter. Dabei stösst man dann unweigerlich bei einigen Tieren an Grenzen, die man als Durchschnittsmensch nicht überwinden kann, z.B. bei dem von dir genannten Papagei, denn da sehe ich das wie Du, dieser gehört nicht in eine normalen Wohnung geschweige denn ausschliesslich in einer voliere gehalten. Alleine schon aufgrund seiner größe dürfte jedem denkenden Menschen klar sein, dass so ein Tier seinen Bewegungsdrang innerhalb normaler geschlossener Räume nicht ausleben kann. Was anderes wäre es, wenn man eine Turnhalle sein Wohnzimmer nennt, aber wer kann das schon?^^
Allerdings auf z.B. Ratten beschränkt, sieht das ganze schon wieder ganz anders aus. Da ist es durchaus möglich eine ausreichend große Fläche und Beschäftigungsmöglichkeiten innerhalb einer Wohnung zu schaffen, damit diese allen Ihren Trieben und dem Bewegungsdrang nachkommen kann. Die einzigen Unterschiede gegenüber dem Leben in der freien Natur sind:
- Keinen grenzenlosen Freiraum
- Permanente, unausweichliche nähe zum Menschen
- Jederzeit ausreichend Nahrung vorhanden
- Keine gefahr durch Fressfeinde
Man schlage mich, wenn ich nun etwas vergessen habe^^
Wenn man diese vier Punkte nun genauer betrachtet, stellt man fest, dass der nicht vorhandene grenzenlose Freiraum zu verschmerzen ist, sofern man genügend Freilauffläche zur verfügung stellt, in der es den Tieren möglich ist mit voller Geschwindigkeit zu Rennen und zu Springen. Den Forschungs- und Erkundungsdrang kann man durch Freilauf und andere Maßnahmen wieder wett machen.
Die permanente Nähe zum Menschen stellt für seit Generationen beim Menschen lebenden und an diesen gewöhnte Tiere kein, bis höchstens nur ein zwischenzeitliches Problem dar. Allerdings kann man diesem auch Begrenzt entgegenwirken, indem man im Gehege einen Raum schafft, in welchem sich das Tier bei Bedarf komplett zurückziehen kann und wo der Mensch ohne weiteres auch keinen Zugang hat.
Das jederzeit Nahrung vorhanden ist, ist eher ein Plus, als ein Minus. Zwar könnte man argumentieren, dass der Trieb der Nahrungssuche nicht bedient wird, aber dem könnte man mit entsprechenden "Spiel-" und Buddelangeboten entgegen wirken, zudem bin ich davon überzeugt, das dieser Trieb im Laufe der Generationen derart verkümmert ist, dass man das vernachlässigen kann.
Un der letzte Punkt ist meiner Meinung nach auch nur ein Pluspunkt, ausgenommen von dem hier unerwünschten Thema, was bei den Liebhabern wohl auch kein Thema ist (wobei auch ich mich als Liebhaber bezeichnen würde, nur sehe ich vieles etwas anders).
Von daher denke ich das man sehrwohl von Artgerecht sprechen kann und finde es mehr als nur in Ordnung, wenn man Tiere entsprechend hält.
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Drotning hat geschrieben:ein Forum ist etwas, was jemand, in diesem Fall hier Claudi und Jörg, als Privatmenschen ins Leben gerufen haben. Jedem steht es frei, zu erklären, welche Themen er hier diskutieren möchte und welche nicht. Solange sie nicht gegen geltendes Recht verstoßen jedenfalls. Hier "Demokratie" einzufordern und von Zensur zu sprechen, finde ich ehrlich gesagt lächerlich. Ich marschiere auch nicht in Dein Wohnzimmer und erkläre Dich für asozial, weil Du Ungeziefer hälst oder sonstwas. Du würdest Dir sowas mit Sicherheit auch nicht gefallen lassen.
Und hier ist es genauso.
Ich sags mal so, wenn Du Dich hier in Deinen demokratischen Prinzipien angegriffen und irgendwie unterdrückst fühlst steht es Dir frei, Dir ein für Dich passenderes Forum zu suchen.
Ich muß dich leider korrigieren, ein Forum ist eine Community, die dem Meinungs- und Erfahrungsaustausch dient. Dieses kann sowohl von wirtschaftlichen, als auch privaten Interessen geprägt sein.
Selbstverständlich steht es dabei jedem frei, gewisse Regeln und Grundsätze zu definieren, welche ich auch bereit bin zu akzeptieren und dementsprechend versuche diese einzuhalten.
Womit ein Forenbetreiber aber leben muß ist, dass hin und wieder User die Regeln hinterfragen, daß ist nunmal Teil einer Diskussionsgruppe und dient der Meinungsfindung sowie Bildung von allen. Wenn aber selbst sowas nicht toleriert werden sollte, dann sollte man sich als Forenbetreiber zum einen mal überlegen, ob einem das überhaupt liegt und zum anderen, lasse ich mir das Recht der Nachfrage nicht nehmen, selbst wenn dieses in den Regeln stehen würde.
Auch dein Vergleich mit dem Wohnzimmer hinkt gewaltig, oder hast Du etwa den ganzen Tag deine Haustüre offen stehen? Auch habe ich hier niemanden beschimpft oder für asozial erklärt oder dergleichen, ich habe lediglich etwas nachgefragt und meine Meinung gesagt, wenn jemand damit ein Problem hat, dann hat dieser jemand eben ganz einfach Pech.
Und auch brauchst Du mich nicht immer darauf hinweisen das ich mir ein anderes Forum suchen kann, dass weiß ich wohl. Viel eher sage ich dir, dass Du nicht denken brauchst das ich vor deinem Rang als Moderator niederknie, um Gnade winsel und mir unter irgendwelchen Androhungen (auch wenn diese durch die Blume ausgesprochen sind) den Mund verbieten lasse. Ich habe schon gemerkt das dir meine Einstellung nicht passt und das steht dir auch frei, aber mit meinen Fragen und meiner Meinung wirst Du leben müssen, oder halt meinen Account sperren. Ansonsten würde ich dich bitten sachlich zu diskutieren, oder einfach deinen Job als Moderator zu machen und mich ggf. darauf aufmerksam zu machen, sollte ich nochmals gegen die Regeln verstossen (und wenn das dann auch noch etwas freundlicher ginge, wie z.B. bei Lakes oder HoodRat, dann wäre das echt total Zucker).
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Murphy hat geschrieben:Vor allem Hunde und Katzen haben sich doch mal freiwillig dem Menschen angeschlossen; Pferde tun das auch, wenn man ihnen die Möglichkeit gibt. Das sollte uns eigentlich zu denken geben...
Besser hätte ich es auch nicht sagen können.
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Jacky hat geschrieben:
1. ich hoffe ihr habt die kleinen babyratten alle nach fünf Wochen getrennt, das ist mir als erstes in den Sinn gekommen.
2. Niemand hat gesagt das es ein verstoß gegen das Gesetz ist, aber eben eine Einstellung von Werten gegenüber einem Tier. Und da wir hier Ratten als LIEBhabertiere halten, wäre es unangemessen Jemanden zu fragen weswegen es für denjenigen schlimm ist seine "LIEBlingstiere" an wen zu verfüttern. Oder hast du schonmal ein 12 Jährigen Pferdefan gefragt ob er Pferdefleisch isst!?
3. Zucht: Ist für mich das gleiche irgendwie , wie Zoohandlung, dieser setzt einem Tier einen Preis auf. Wie viel ist eine Ratte!? Anders gesagt : Was ist ein lebewesen wert!?
4. Wenn Notfallstationen und Tierheime keine Ratten mehr haben , aus was für Gründe auch immer, weil niemand mehr Züchtet oder willkürlich vermehrt, wäre das aus meinet Sicht ein ziemlich großer Fortschritt. ich denke es ist ein ziemlich egoistischer gedanke vonwegen "also es muss doch gezüchtet werden bzw vermehrt sonst können wir uns nicht das halten was wir wollen". Richtig! Wir Menschen müssen uns nicht alles halten können, wenn es keine Ratten mehr zur vermittlung gäbe, dann hätzte man noch 1000 andere Tiere welche einen Platz suchen und mit denen man glücklich werden könnte. Wenn man dann sagt "ja aber ich will eine ratte" dem kann sein ego halt nicht gestört werden. Wenn jemand sagt "ich will einen Löwen" der bekommt auch keinen und muss sich mit einer Katze zufrieden geben...^^
5. Man Nimmt sie sich! Wenn Jemand Verantwortung über (s)ein Tier nimmt , dann wird derjenige sich diese Zeit nehmen um sich zu vergewissern, das man sich keine Sorgen zu machen
Alles anzeigen
Zu 1.:
Sie sind aktuell 4 Wochen alt und ja, wir haben das alles längst vorbereitet. Grade aufgrund dieser ganzen Vorbereitungen und Informationssammlung sind wir auf die ganzen Fragen gekommen, die ich in meinem Startpost gestellt habe.
Zu 2.:
Hier nicht, habe ich auch nie behauptet das es hier einer gemacht hätte, aber es ist mir bei Recherchen im Internet mehrfach unter gekommen und eben aufgefallen, deswegen auch hier die entsprechende Nachfrage, da ich es nicht so ganz verstehe wie man sich so vehement dagegen versperren kann (jedoch würde ich es gerne verstehen).
Und klar würde ich solche Fragen stellen, ich stelle halt gerne Fragen wenn ich etwas nicht verstehe und ich sehe auch nichts schlimmes dabei. Natürlich ist mir klar, dass nicht jeder sich über solcherlei Fragen freut, aber ist das gleich ein Grund ausfallend oder gar beleidigend zu werden (ganz allgemein gehalten und nicht allein auf dieses Forum hier bezogen).
Zu 3.:
Genau darauf zielt doch mein Kommentar ab, Zucht ist nicht gleich Zucht. Man kann auch artgerecht züchten, mit guten Haltebedingungen etc. und natürlich ist das dann eine Frage des Preises, dass hat doch dann aber nichts mit dem Wert des Lebens zu tun. Oder wollen wir hier jetzt einen Vergleich zwischen Äpfel und Birnen machen?
Zu 4.:
Ich denke dazu habe ich meinen Standpunkt nun deutlich gemacht. Wenn es aber dennoch ein hieb und stichfestes Argument gibt, was gegen die Haltung von Tieren spricht, was also klar und deutlich belegt, dass es für Tiere wie z.B. Ratten eine Zumutung ist beim Menschen zu leben, dann stehe ich dem gerne offen gegenüber, genau deswegen frage ich doch auch nach 
Zu 5.:
Ist mir beim besten Willen so leider nicht möglich, auch wenn ich mich auf den Kopf stellen würde. Ganz davon ab das ich das für mich bei aller Liebe nicht akzeptabel fände. Ich finde es ja schön wenn es welche gibt, die es wirklich so handhaben und diese Menschen haben meinen höchsten Respekt, aber um es stumpf auszudrücken, es ist einfach nicht meins bzw. empfinde ich es als übertrieben.
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kalessin hat geschrieben:Troll
#iLike
Übrigens, Diskussion geht anders.
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HoodRat hat geschrieben:1. nochmal: die Schutzgebühr...
2. Verhaltensgestörte Tiere...
3. domestizierte Tiere...
4. Futtertiere...
5. warum grade dieses Forum...
Zu 1.:
Das habe ich doch längst verstanden, bzw. war es mir die ganze Zeit klar. Ich bin aber dennoch der Meinung das Schutzgebühr dem als Wort nicht gerecht und vielen falsch interpretiert wird. Auch gibt es sehr viele, die dieses Wort mißbrauchen und das auch bei Ratten. Denn durch unseren Nachwuchs hier sehe ich ja grade recht gut, was der Spaß so kostet und wenn ich das durchrechne, dann würde ich bei 10 Euro pro Tier einen guten Umsatz machen, wenn ich mir Tierarztbesuche etc. spare. Denn die auf die ich anspielen möchte, gehen nicht zum Tierarzt, die lassen ein krankes Tier entweder einfach verenden oder helfen vielleicht noch nach, nur nach aussen hin lassen die es anders aussehen und mit dem Versuch seriös zu wirken wird statt eines "Preises" eine Schutzgebühr "erhoben".
Ich hoffe es war nun deutlich worauf ich hinaus will, ich meins doch net bös mit euch 
Zu 2.:
Ich meine mit Verhaltensgestört nicht Aggressiv, sondern andere Auffälligkeiten (evtl. ist Verhaltensgestört da auch ein falscher Begriff?). Zum Bispiel einen noch eher jungen Kater, der sich trotz aller Versuche geweigert hat eine Katzentoilette zu benutzen (verschiedene Streu probiert, andere Toiletten, andere Standorte, etc.), der beim Fressen permanent geknurrt und nach einem geschlagen hat, wenn man ihm den Fressnapf hinstellen wollte und noch zwei drei andere kleinigkeiten. Klar, soetwas kann man auch haben wenn man ein Kätzchen von Privat usw. bezieht, aber persönlich habe ich sowas im direkten Umfeld bisher nur bei Katzen aus Tierheimen erlebt. Wie ich aber auch schon erwähnte, gerne lasse ich mich da auch eines besseren belehren und gebe gewiss nicht die Hoffnung auf das es sich bei meinen Erfahrungen um "Unglücksfälle" handelt.
Zu 3.:
Siehe Antwort an Heike.
Das es deinen Moralvorstellungen widerspricht, kann ich aufgrund deiner Argumentation nachvollziehen, doch leider nicht teilen. Ich denke da gehen einfach unsere Meinungen und moralischen vorstellungen auseinander. Aber ich danke für den Einblick in deine Sichtweise, so einiges ist mir jetzt zumindest klar geworden und über das eine oder andere werde ich sicherlich noch einmal nachdenken.
Zu 4.:
Ich dachte das sei nun auch erledigt. Auch wenn ich meinen Unmut darüber geäussert habe, bedeutet es ja nicht, dass ich es nicht akzeptiere das hier nicht weiter darüber dskutiert werden darf.
Zu 5.:
Mit dem Tierschutz ist das so eine Sache, man kann es auch übertreiben wenn man mit Übereifer an die Sache heran geht.
Es soll ja immer noch Leute geben, die jeden Igel den sie finden gleich zum Tierheim schleppen 
Ich kann ja auch verstehen, wenn sich hier und da wer auf den Schlips getreten fühlt, nur würde ich es gerne sehen, wenn es alle schaffen einander zu akzeptieren. Auch und vor allem wenn jemand gewisse Dinge nicht den eigenen Vorstellungen entsprechend handhabt.
Es ist halt schade, wenn statt sich gegenseitig auszutauschen und weiter zu entwickeln, die Zeit damit verschwendet wird, dem anderen einfach immer nur zu sagen wie doof er ist und er besser seine klappe hält da Ihm sonst ebensolche zugeklebt wird.
MFG mit Blasen an den Fingern Lyrathor