Beiträge von Niniel

    Hey,

    ich habe bei einem Schweizer Shop für Meerschweinchenzubehör und Futter eine Mischung Blüten gekauft, da sind auch ein paar Kräuter drin (Kräuter ist ja alles an Pflanzen, was nicht verholzt ;) nicht nur Heil- und Küchenkräuter) und dann gibt es vor allem noch etwas getrocknete Rande, Peperoni und Rübli als Gemüse dazu, manchmal auch Erbsenflocken (gibt es alles in dem Schweizer Shop) - aber überwiegend sind es Blüten.

    Trockenfuttermischungen kaufe ich nicht, wir mischen selbst.

    Sie bekommen das einfach als Abwechslung mit dazu, gehen mal ran, mal nicht. Vorzugsweise zerpflücken sie die Blüten.

    Insgesamt gibt es ein kleines IKEA Teelichtschälchen pro Woche für die 7 Nasen von der Mischung. Also nicht viel. Getrocknetes Gemüse und Kräuter hauen richtig rein, was die Mineralien angeht, weshalb man das sinnvoll kaum in eine Futtermischung reinbekommt. Daher sollten sie es auch nur sehr dosiert bekommen.

    Wir haben ein Keimglas, da lass ich meine Sprossen keimen. Vor allem Weizen fressen sie sehr gern.

    Keimfähige Samen bekommt man hier im Baumarkt (direkt deklariert für Keimgläser und dann zum Verzehr) oder im Reformhaus.

    Hoi Jadawin,

    Zitat

    Ich habe heute kurz mit Serena-T drüber gesprochen und wir glauben das sie "permanent" bestiegen würde, da sie ja als Weibchen erkannt würde und somit kein wirklich ruhiges Leben führen könnte.

    Auf dem Stand bin ich auch.

    Und wenn ich bedenke, wie schwer meine Kastraten die Vollböckchen manchmal los werden, wenn die gerade Lust verspüren, fänd ich es für die Dame wirklich auch nicht angenehm. Sie wird dann zwar die Paarung nicht inizieren und unterstützen (wie man rattige Damen eben kennt, Rücken durchstrecken, Hinter hoch und rumhopsen wie blöde), aber die Herren der Schöpfung sind da ja schon recht hodengesteuert, wenn sie Lust verspüren. Gesundheitsfördernd wäre der Stress sicher nicht für die Dame.

    Hey,

    Zitat

    wo habe ich geschrieben, dass es nicht zu empfehlen ist ?

    Das klang irgendwo durch ;) aber gut, dann sind wir wohl plus minus der gleichen Meinung - gut aber nicht perfekt.

    Zitat

    In der Schweiz zum Beispiel reißt einem niemand den Kopf ab, wenn man Ratten ohne Grund kastrieren lässt.

    Ja, das Gegenteil ist der Fall und man wird in Richtung Kastration gedrängt, was eine Vermittlung von Vollböcken verunmöglichst und die Kosten für die wenigen Tierschutzvereine, die überhaupt Ratten aufnehmen und vermitteln, in die Höhe treibt. Zu bedenken ist auch, dass die medizinische Versorgung und damit die OP-Kosten in der Schweiz deutlich höher ist als in Deutschland. Wirklich als positiv kann ich diese Einstellung also auch nicht bewerten (aber dazu haben wir einen ellenlangen Diskussionsthread, wenn wieder Bedarf besteht), weshalb ich das als Kritik am Buch auch immer anbringe, wenn es irgendwo diskutiert wird.

    Zitat

    Meinst wirklich, dass diese Geschäfte dem Zoll unterliegen ?

    Ratten ja, Zubehör nein ?

    Ja, definitiv. Die Schweiz gehört nicht zur EU und damit gibt es auch für Privatleute Zollgebühren.

    Dinge ab einem Warenwert, der eine Schweizer Mehrwertsteuer von 5 Franken mit sich bringt, werden verzollt - bei aktuellem Wechselkurs wäre das bei normalen Waren (Bücher haben einen geringeren Steuersatz) ein Warenwert um die 51 Euro. Dazu kommt, wenn man sich etwas schicken lässt (ich kenn mich bei Ebay nicht aus, aber welche Shops arbeiten denn mit Abholung ?), oft enorm hohe Versandkosten - wenn überhaupt in die Schweiz versandt wird.

    Abholung kommt dank Spritkosten aber meist auch nicht wirklich günstiger, es sei denn, man ist eh grad in der Nähe.

    Im Übrigen interessiert den Zoll die Einführung von Ratten nur minim. Vom BVET gibt es keine Einfuhrbestimmungen (was man da an Parasiten und Pathogenen verteilen kann, hat der Kärtner Notfall ja gezeigt, davon sind über die Hamsterhilfe auch Tiere problemlos in die Schweiz gekommen) und den Zoll interessiert die Einfuhr von Ratten in kleinen Mengen zum Eigenbedarf nicht (3 eigene Ratten könnte man z.B. problemlos einführen, das war die Anzahl, die ich mal angefragt hatte), die muss man nur "anmelden" - also beim Grenzübertritt mündlich erwähnen.

    So genug Exkurs und zurück zum Buch ;)

    Hey,

    Zitat

    dann sollte es aber in Deutschland nicht so in den Himmel gelobt werden

    Weil sich deutsche Ratten auch neben den Käfigen im Handel enorm von Schweizer Ratten in der Haltung unterscheiden ? :confu:

    Warum wegen nur eines Absatzes auf einer von 100 Seiten, der dem Unterschied zwischen deutschen und Schweizer Verhältnissen zugrunde liegt, ein Buch plötzlich nicht mehr empfehlenswert ist, kann ich nun nicht nachvollziehen.

    Hey,

    das Problem der Käfige in der Schweiz ist die geringe Verfügbarkeit - das Buch ist für die Schweiz geschrieben.

    Hamsterknäste bekommst du an jeder Ecke, artgerechte Gitterkäfige (und der Rattenclub legt selbst im alten Leitfaden 100 x 50 x 100 als Mindestmass für 2 Tiere fest) sind extrem rar, wenn man nicht aus Deutschland importiert und dann noch Zoll drauf zahlen will. Wenn man bedenkt, was solche artgerechten Gittergehege in der Schweiz kosten würden, kann man auch gleich einen Dom bestellen und umgeht das Problem zu kleiner Türen und zu offener Gehege.

    Es kommt nicht von ungefähr, dass ein Eigenbau empfohlen wird - damit kommt man deutlich günstiger als mit Kaufgehegen und der preisliche Sprung vom artgerechten Kaufgehege zum Dom nicht so gewaltig wie für deutsche Rattenhalter.

    Zitat

    dass viele Rattenhalter im Falle der Erkrankung ihrer RAtten alleine dastehen oder bei unerfahrenen Tierärzten landen, die die Ratten eher noch hinärmeln als dass ihnen geholfen wird.

    Da hilft dann aber auch kein solcher Leitfaden, denn Ärzte vertrauen nicht auf solche Infos.

    Aber in der Schweiz gibt es zum Glück einen guten Nagerspezialisten, der auch telefonisch konsultiert werden kann, der einem Ratschläge an die Hand gibt, wie der eigene Tierarzt im Fal der beschriebenen Symptome diagnostizieren und behandeln sollte. Eine solche Quelle ist auch tausend mal besser und überzeugender als irgendein Buch, das von irgendeiner Rattenhalterin geschrieben wird.

    Wer sich intensiv mit Erkrankungen von Ratten auseinander setzen möchte, kauft doch auch kein Buch, dass sich vorrangig mit der Haltung befasst - man beachte den Titel "Leitfaden zur optimalen Rattenhaltung".

    Hey,

    Der Leitfaden ist über den Shop des Clubs der Rattenfreunde Schweiz zu beziehen : *obsolet*

    Und eben, dort per Mail an Jacqueline / jocelyn, wenn ihr nicht aus der Schweiz seit ;)

    Man kann es auch an den Ständen kaufen, wenn der Rattenclub bei einer öffentlichen Veranstaltung als Aussteller teilnimmt.

    Aber ich muss definitiv sagen : was Kastration und Integration angeht, sollte man die Schweizer nicht als Vorbild wählen.

    Hoi Polarlicht,

    gesunde Tiere bekommen hier nichts, was ich unter "Nahrungsergänzung" einordnen würde. Okay,der Sepiastein vllt, aber an den gehen sie kaum ran, der ist mehr Deko als was anderes.

    Es gibt das normale Trockenfutter und "Frischfutter", worunter ich auch Kolbenhirse, Knabberähren, Baumnüsse und eine Mischung aus getrocknetem Gemüse, Kräutern und Blüten zählen - neben dem eigentlichen Frischfutter in Form von Gemüse, Obst, Sprossen, ...

    Wirkliches Zusatzfutter bekommen nur alte und kranke Tiere, die körperlich abbauen, und dann in Form von Brei einfach als ergänzende Kalorien.

    Bei ansätzender HHL gibt es Vitamin B als Therapie, da könnte man auch über Canosan als Ergänzung sprechen.
    Oder Schnupfer bekamen hier CaniPulmin oder in der Erkältungszeit gebe ich vermehrt Thymiantee.

    Aber einfach so Nahrungsergänzug gibt es nicht - sie werden ja abwechslungsreich und gesund ernährt.

    Und gerade bei Vitaminsachen sollte man aufpassen. Viele fettlösliche Vitamine werden nicht einfach so ausgeschieden und können überdosiert enormen Schaden im Körper anrichten.

    Hoi Jazzleben,


    Zitat

    Er ist mit Bodenschale 137cm hoch, 45cm tief und 65cm breit. Das sollte doch für 3 Rattis reichen, denk ich.

    Leider nicht.

    Die absolute Mindestgrundfläche beträgt 80 x 50 - wobei im Sinne der Ratten mittlerweile schon ein halber Quadratmetergrundfläche empfohlen wird.


    65 x 45 sind wirklich viel viel zu klein.


    Für Tierheimverhältnisse als vorübergehende Unterbringung mag das noch gehen - besser als noch kleinere Hamsterknäste, aber nicht als dauerhafte Haltung.

    Das tut mir sehr leid, aber du solltest dich nach einem anderen, artgerechten Gehege umsehen.


    Was die Einrichtung angeht - wenn die durch gründliches Putzen nicht geruchsfrei wird (weil es sich z.B. um nicht lackiertes Holz handelt), würde ich die entsorgen und ersetzen. Den Geruch bekommt man dann nicht mehr raus, egal was man tut.

    Hoi,

    Du könntest dir die Sache als Interessent mal anschauen und dann mit den gesetzlichen Haltungsbedingungen abgleichen. Wenn es arg daneben ist, dann kann das Vetamt schon einschreiten.

    Zusätzlich kann man auch mal dem Finanzamt nen Tipp geben, denn das klingt schon nach einer Menge, die als gewerbliche Zucht angemeldet sein sollte.

    Ansonsten gelten Dumbos vorm Gesetz nicht als Qualzucht (und selbst das würde nichts bringen) und es gibt keine gesetzlichen Begrenzungen, was Vermehrerei in dem Stil illegal machen würde. Somit hat keine Institution dann das Recht, es zu unterbinden - leider ;(

    Hoi pimki,

    eine Ratte, die so viel gefressen hat, dass sie tragend aussieht ?

    Kannst du mal ein Bild einstellen, sowas hab ich nich nie gesehen ;)

    Vielleicht ist sie ja auch gar nicht so dick, wie ich sie mir nach dem Trächtigkeitsverdacht vorstelle *grübel

    Wie hat der Arzt sie denn untersucht ?

    Und wie begründet er die verminderte Aktivität und das vermehrte Schlafen ?

    Fand der Arzt die Gewichtszunahme bedenklich ? In drei Wochen ein riesen Ranzen ist ja nun auch nichts Alltägliches ..

    Hoi pimky,

    wenn sie damals noch nicht dick und träge war, kann der Tierarzt auch keine Erkrankung feststellen - bzw. nur sehr schwer.

    Aber Erkrankungen können sich binnen Tage entwickeln und die Tiere können über Nacht plötzlich Symptome zeigen, weil sie sie nicht mehr verstecken können.

    Dass sie aggressiver geworden ist, kann an der Schwangerschat liegen - kann aber genau Ausdruck von Schmerzen sein.

    Da sie jetzt schon am Tag 21 ist, solltest du idealerweise noch heute einen Tierarzt drauf schauen lassen - es sei denn, sie hat über Nacht geworfen. Manche werfen aber auch am Tag.

    Sterben wird sie in der Regel nicht direkt vom Transport zum Tierarzt (kann bei jeder Ratte aber vorkommen, dass sie vor Stress nen Herzkasper bekommt, ist aber sehr selten, also keine Panik). Problem ist einfach, dass der Stress Einfluss auf die Jungenaufzucht in der ersten Zeit haben kann, wenn sie recht bald danach wirft. Da brauchen Mütter Ruhe und besonders Erstmütter sind da noch anfälliger.

    Bei zu viel Stress können sie die Jungen verstossen oder töten. Deshalb lieber erstmal Stress vermeiden, wo es geht.

    Hoi pimky,

    schau doch mal auf die Uhr - um die Zeit sind nicht viele Leute unterwegs ;)

    Warum genau stand denn von Anfang an im Raum, dass eine tragend sein könnte ?

    Sassen sie beim Vorbesitzer bei potenten Böcken ?

    Denn grundsätzlich kann eine verminderte Aktivität und ein dicker Bauch auch ein akutes Krankheitssymptom sein.

    Ratten tragen um die 3 Wochen (es sei denn, sie wurden postpartum - also direkt nach der Geburt - neu gedeckt, dann kann sich das auch mal noch länger hinauszögern) - es kann aber auch dazu kommen, dass ein Weibchen überträgt. Im schlimmsten Fall sterben die Welpen dann in ihr ab und es kommt zu einer Schwangerschaftstoxikose - die Welpen verwesen in ihr und vergiften die Mutter. Also nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte.

    Direkt in Panik ausbrechen bringt aber auch nichts. Hast du einen Tierarzt zur Hand, der Hausbesuche macht ? Den könntest du zu dir holen und sie auf eine Schwangerschaft hin untersuchen lassen. Ein Tierarzttransport wäre zwar möglich, aber für eine hochträchtige Ratte enorm Stress, sodass ein Hausbesuch angebrachter wäre.

    Ansonsten solltest du für den Fall der Fälle einen Tierarzt zur Hand haben, der dir auch Nachts einen Notkaiserschnitt macht, wenn da was schief geht. Sicher ist sicher und rettet am Ende Leben.

    Hoi,

    Zitat

    Ich bleibe aber bei meiner Meinung: kleineres Gehirn heißt nicht gleich dümmer oder niedrigerer IQ (falls es so etwas überhaupt bei Tieren gibt bzw. falls dieser messbar ist)!

    Für den Menschen scheint das wohl nachgewiesen - schliesslich schrumpft unser Hirn nachweislich.

    Und kalessin hat ja schön beschrieben, dass wir trotzdem intelligenter werden.

    Das Hirnvolumen von Mann und Frau unterscheidet sich auch - dass ein Geschlecht nun grundsätzlich intelligenter ist, behauptet heutzutags auch niemand mehr - oder doch ?

    Aber IQ-Tests sind wirklich so eine Sache - eben weil der Mensch gern mit menschlichen Massstäben ran geht.

    Aber was ist wirklich Intelligenz ? Was ist Instinkt ?

    Hoi zäme,

    Zitat

    Das heißt also auch dass intelligentere Ratten älter werden als weniger intelligentere?

    Es gibt da diese Studie, dass Altern von Charakter abhängig ist. Neophile Ratten scheinen langsamer zu altern als neophobe - selbst bei Brüdern ist der Effekt sichtbar.Die neophilen Ratten erholten sich auch schneller von Stress (was wohl die Ursache ist - Kommentar meinerseits) und lebten um 20 % länger. (Nachzulesen in Lambert's "Lehrmeister Ratte" - leider gibt sie keine Studie dazu an).

    Jetzt könnte man noch versuchen, nachzuweisen, dass neugierigere Tiere (die neophilen) auf uns intelligenter wirken.

    Es braucht schon Mut, um sich dem Menschen zu nähern und dann mit ihm Kunststückchen einzuüben. Oft wird auch empfohlen, mit scheuen Ratten nicht zu clickern (gern auch mit dem Nebensatz, die lernen eh nichts). Ich hab hier eher gegenteilige Erfahrung gemacht, dass meine beiden scheueren Tamino und Domino sogar mutiger wurden, seit sie clickern. Hat vllt auch etwas mit der Kontrolle zu tun, denn sie lernen mich zu kontrollieren, in dem sie z.B. auf einen Blumentopf springen, um sich ein Pellet zu verdienen. Kontrolle macht weniger Angst ;)

    Was ich sagen will, vllt steckt gar nicht Intelligenz hinter dem langen Leben, sondern etwas, das mit dem, was wir als Intelligenz bezeichnen, korreliert.

    Und nur weil es eine Korrelation zwischen Lebenserwartung und Intelligenz gibt, heisst es auch noch lang nicht, dass das eine das andere bedingt. Korrelationen sind kein Ursache-Wirkungs-Prinzip. Gern bringt man in dem Zusammenhang das Storchenbeispiel : als die Anzahl Störche wieder Anstieg, stieg auch die menschliche Geburtenrate. Trotzdem bringt der Storch keine Babies :D

    Hoi Sixert,


    definitiv unterbinden ! Notfalls die Fliessen mit Plexiglas oder Holz absperren.

    Silikon im Badzimmer enthält in aller Regel Fungizide und ist damit gesundheitsschädlich.

    Hoi Purple_Rat,

    auf die Schnelle habe ich dazu diesen Artikel gefunden : https://academic.oup.com/genetics/artic…867?login=false
    Hier wird das auch Deutsch nochmal zusammen gefasst : https://www.spektrum.de/news/zwei-gena…e-ratten/997640
    Jedoch ist das nicht das, wonach ich gesucht habe *grübel*

    Zitat

    Was lernt man daraus? Nette Menschen sind dumm? Oder dumme Menschen nett?

    Als dumm würde ich es nicht unbedingt bezeichnen, wenn die Tiere unnötiges Hirnvolumen (sie müssen eben nun weniger Hirn benutzen, um zu überleben, Futter zu finden, Feinden auszuweichen etc.pp) abbauen und so die Kosten-Nutzen-Gleichung zu ihren Gunsten verschieben. Das Hirn frisst nunmal enorm viel Energie.

    Aber klar, zumindest domestizierte Mäuse scheinen im Durchschnitt weniger schlau zu sein im Vergleich zu ihren wilden Verwandten - zumindest unter Laborverhältnissen. Die lernen enorm schnell durch Trial & Error und zum Teil reicht einmal probiert und Erfolg gehabt und das Verhalten wir immer wieder probiert.

    Hoi kalessin,

    Zitat

    Bin ja auch nur Laie letztlich. Ich meinte die zelluläre Seneszenz. Es gibt dazu Artikel, die nahelegen, dass das Teilungs-Limit über ein Protein gesteuert wird und eine Anti-Krebs-Strategie ist.

    Das haben sie uns in den Vorlesungen dann wohl verschwiegen ^^ aber ALLES kann man sowieso nicht vermitteln.

    Mir raucht auch schon nach dem Nature-Artikel der Kopf (aber das ist typisch Nature, da hat man so wenig Platz, dass enorm viel in die wenigen Zeilen gestopft wird, damit ist mein Hirn gern mal überfordert, vor allem, wenn es nicht mein Gebiet ist und ich noch mehr mitdenken muss).

    Aber es sind beides relativ kurze Artikel, da lohnt es sich, mal rein zu schauen ;) Der Nature-Artikel bezieht sich aber ständig auf einen anderen Artikel, der ist schon recht unschön bebildert *schauder* und länger *seufz* aber mal grob überflogen : die mutanten Mäuse werden trotzdem 24 Monate alt, für eine Maus ein biblisches Alter, auch wenn sie deutlich mehr Schaden genommen haben als wildtype Mäuse.

    Aber wie bei vielen ist es sicher nur ein Puzzleteil, das man zufällig durch Rumspielen an genmanipulierten Tieren gefunden hat *seufz*

    Hoi zäme,

    Zitat

    Nennt sich dann z.B eine ganz graue Ratte auch Agouti? Hatte mal so einen, den Lenny.

    Es kommt darauf an, was du als Grau bezeichnest ;) Ein Bild kann da schon helfen - aber hier geht es nicht um Farben, also dann lieber in einem anderen Thema.

    Zitat

    Farbratten unterscheiden sich von Wildratten eigentlich nur in wenigen Punkten.

    Rein von der Wahrscheinlichkeit, sollten sie sich genetisch schon erheblich unterscheiden - vllt nicht in aktiven Genen, da hilft ja auch im Labor eine gewisse natürliche Selektion, aber in den nichtkodierenden Teilen sicher.

    Die Farbratten haben ja einen Flaschenhals hinter sich, es wurden ja nicht von allen wilden Populationen Tiere genommen, um möglichst viel Variabilität ins Labor und die Heimtierhaltung zu bekommen.

    Eine Population Wanderratten ist sicher auch nicht sonderlich divers, aber alle Populationen zusammen sollten schon einen enorm diversen Genpool aufweisen, von dem die Farbratten nur kleinere Stücke selbst haben - plus zusätzliche durch Mutationen im Laufe der Domestikation, die zufällig fixiert wurden.

    Zitat

    Ein signifikant höheres Alter erreichen soweit ich weiß nur Rennmäuse, die können wohl bis zu 4 Jahre alt werden.

    Da die Renner angesprochen wurden, hier scheint es tatsächlich der Fall zu sein, dass Wildfänge deutlich älter werden.

    Früher wurden Renner an die 7 Jahre, heute wurde die Lebenserwartung durch die "Zucht" auf 3-4 im Durchschnitt reduziert - was enorm schade ist.

    Zitat

    Die Frage, warum eine Ratte eine begrenzte Lebensdauer hat, ist letztlich natürlich philosphisch.

    Nunja, es gibt da auch biologische Theorien, die etwas mit Trade-Offs zu tun haben.

    Man hat nur eine begrenzte Menge Resourcen, die kann man in die körpereigene Regeneration stecken oder in die Vermehrung.

    Deshalb werden die Tiere auch in K-Strategen und r-Strategen unterteilt. Ratten sind typische r-Strategen, sie setzen auf hohe Reproduktion.

    Elefanten wäre K-Strategen, die langsam wachsen, lange bis zur Fortpflanzung brauchen und wenig Nachwuchs produzieren, um den sie sich aber intensiver und vor allem sehr lang kümmern - aber eben auch lang leben.

    Zitat

    Es wird angenommen, dass deshalb die Zellen ein absichtliches Teilungs-Limit aufweisen und dann schließlich einfach absterben.

    Hm, das Teilungslimit kenne ich nur in Zusammenhang mit den Telomeren - den Enden der Chromosomen, bei denen bei jeder Teilung ein Teil nicht verdoppelt wird.

    Nur in Stammzellen gibt es eine Telomerase, die die Enden neu aufbaut - da es eh viel unnütze DNA ist, spielt es keine Rolle, was sie da kopiert, die unnütze Junk-DNA soll einfach als Puffer dienen, damit nicht gleich wichtige Gene nicht verdoppelt werden.

    Die Reparatursysteme in Zellen sind eigentlich unabhängig von der Anzahl Teilungen, solang nicht gerade dort eine nicht reparierte Mutation entstand.

    Warum die im Alter schlechter arbeiten, ist wohl dann doch ein grosses Rätsel. Es sei denn, wir sind einfach auf Dauer zu vielen krebsauslösenen Stoffen und Strahlungen ausgesetzt, sodass sich die Mutationen akkumulieren konnten, weil die Reparatursystem schon immer nicht hinterher kamen.

    Zitat

    Finde es schade dass uns dann quasi "Mist" erzählt wird, und wir dann in ein paar Jahren neuen Lehrlingen den selben "Mist" erzählen.

    Das ist nicht nur schade, das ist eine Schande, dass Unwissen so weiter verbreitet wird.

    Denn gerade das Argument, dass Wanderratten gesünder sind und länger leben, nutzen "Züchter", die wilde Ratten einfangen, um bewusst HaWis zu erzeugen und unter den Mann zu bringen. Das ist Tierquälerei - für die gefangenen Wilden und die produzierten HaWis.

    Zitat

    Wie ist das denn dann mit den Nackrackten, den Rex oder den Sphinxratten die du erwähnst? Leben die dann weniger lang weil sie eben wirklich Qualzuchten sind?

    Nackt und Sphinx sollte das Gleiche sein ;)

    Die haben ja kein Fell, weshalb sich der Stoffwechsel beschleunigt, um die Körpertemperatur halten zu können. Möglich ist eine reduzierte Lebenserwartung deshalb schon - aber ich vermute, am Ende werden sie bei der variablen Lebenserwartung der Ratten irgendwo noch reinpassen. Da braucht es enorme Stichproben, um den Unterschied signifikant erfassen zu können.

    Genauso wie Rex-Ratten, denen die Haare in die Augen wachsen und Entzündungen verursachen können.

    Zitat

    zum Beispiel frisst ein Wolf ausschließlich Fleisch

    Bringt man euch das auch so bei ?

    Das ist falsch. Wölfe nehmen auch Beeren zu sich, problemlos. Sie fressen auch den Mageninhalt ihrer Beutetiere.
    Deshalb kann und sollte man Hunde 70:30 Barfen - 70 % Fleisch und Rohfleischknochen, 30% pflanzliche Nahrung, vor allem Gemüse und Obst, in der Regel püriert, damit die Tiere die Nährstoffe auch aufnehmen können.

    Ob Wölfe Getreide im Hundefutter (das enorm verändert wurde durch Erhitzen, damit es Hunde überhaupt verwerten können) verdauen können ? Ich würde das nicht ausschliessen. Aber es ist absolut unnötig, da nur billiger Füllstoff.