Hallo!
Du hast doch 3 Katzen? Die halte ich als Therapietiere für wesentlich besser.
Mit ihnen kann man auch spielen, kuscheln, das Schnurren hat nachweislich Heilwirkung. Außerdem sind sie deutlich weniger anfällig für Krankheiten und leben lang. Wenn Du mal einen schlechten Tag hast können sie sich auch selber beschäftigen.
Wie schon geschrieben wurde: Ratten sind sehr krankheitsanfällig, egal wo sie herkommen. Auch wenn man junge gesunde Tiere nimmt, mit 1-2 Jahren fangen oft schon Tumore etc. an.
Daher verbrauchen Ratten eher die Nerven als daß sie sie stärken. Ich bin hier oft am Limit, wenn ich wieder mehrere zu pflegen habe oder mehrere kurz aufeinander sterben. Das braucht wahnsinnig viel Kraft. Sicher, Du wirst kaum primär alte und kranke Tiere aufnehmen, doch wie gesagt, sie sind auch sehr schnell ein Pflegefall und brauchen Dich mit guten Nerven und viel Energie.
Kannst Du Dir vorstellen nächtelang aufzubleiben um eine alte Ratte in den Tod zu begleiten, wenn sie ausnahmsweise nicht eingeschläfert werden muß weil sie eine schreckliche Krankheit hat?
Auch wenn Du das Therapie Thema als praktische Ausrede siehst Deine Mutter für Ratten zu begeistern halte ich es für unfair. Unfair gegenüber Deiner Mutter, an der evtl. die Arbeit hängen bleibt. Unfair gegenüber den Katzen die auch Liebe und Aufmerksamkeit brauchen soviel sie kriegen können. Unfair gegenüber den Ratten, die vielleicht nicht richtig versorgt werden können wenn Du nicht fit bist und die oft schon Panik bekommen wenn sie Katzen nur riechen. Und unfair gegenüber Dir selbst, da Du vermutlich nicht weißt, auf was Du Dich einlässt und Dir so noch mehr Kraft abhanden kommt.
Vielleicht kannst Du den Vorschlag von Münchner Notfelle aufnehmen in einem Tierheim mitzuhelfen. Da wirst Du auch gebraucht und bekommst Bestätigung von den Tieren und Menschen-und wenn es Dir mal nicht gut geht, werden sie trotzdem gut versorgt.:-)
Liebe Grüße
farouchatte