Beiträge von Merhaba

    Hi,


    zweidreimal in der Wanne geht, sie verziehen sich aber etwas und werden beim Trocknen nicht wieder völlig plan, das Verkrumpeln wird von Mal zu Mal schlimmer. Ich habs mit Hugro Hanfteppich und mit Hansepet Flachsteppich probiert, es geht bei beiden.


    Ich habs so gemacht: Teppich grob abklopfen, dann flach in die Wanne legen. Mit einer Schmierseife/Wasser-Mischung aus einer Spühflasche (einfache Pump-Blumensprühflasche) durchnässen, dann mit den Händen den Teppich schön schaumig drücken, man kann den Teppich auch dafür aufrollen und vorsichtig zusammendrücken. Paar Mal wiederholen, immer dann neu einsprühen, wenn er zu trocken geworden ist und kein Wasser mehr austritt, wenn er zusammengedrückt wird. In einer Duschwanne oder Wäschewanne kann man ihn bestimmt auch gut einen Moment schwimmen lassen und schön im Wasser ausdrücken und ihn so noch besser durchspülen. Auf die Idee mit der Wäschewanne kam ich aber damals nicht und die Badewanne wollte ich dafür nicht füllen ^^

    Mit der Duschbrause ausspülen, dabei ebenfalls ein paar Mal zusammenrollen und vorsichtig ausdrücken. Zum Trocknen kann man ihn auch, wie einen Wollpullover, mit einem Badetuch zusammen einrollen und dann alles zusammen auswringen. So ausgewrungen ist er auf der Heizung in einer Nacht wieder trocken. Ohne Badetuchausgewringe tropft er einige Zeitlang nach (unbedingt was drunter legen...) und braucht länger zum Trocknen.


    Ohne Auswaschen war mir der Wechselintervall zu kurz, mit Auswaschen war es mir zu viel Aufwand - ich verwende sie nur noch in zugeschnittenen Stücken unter den Häuschen und Weidenbrücken oder mal zur Abwechslung auf einer ganzen Ebene, nicht mehr als Standard"einstreu". Aber in deinem speziellen Fall würde ich sie auch wieder verwenden. Sie sind schon echt nette Unterlagen, weich, saugfähig, nett anzusehen...

    Vielleicht wäre Molton auch noch eine Idee für dich? Das Zeug ist auf jeden Fall maschinenwaschbar und vielleicht wird es nicht so sehr zernagt, wenn ein paar Opfertücher darüber liegen.

    Zitat

    Problem könnte beim Vermischen sein, das man plötzlich ein Mehr an Calcium, Phosphor oder Ähnlichem erhält, weil sich die Futterteile die daran Reich sind, "vermehren".

    Hi,

    diese Art "Problem" hättest du aber auch bei einer einzelnen Futtersorte, wenn diese, so wie das Selbstmischfutter, aus verschiedenen unterschiedlichen Bestandteilen besteht. Um dieses "Problem" zu umgehen, müsstest du jeden Tag von jedem einzelnen Bestandteil die prozentual richtige Menge abzählen und in den Futternapf geben plus darauf achten, dass jedes Tier, passend zum Körpergewicht und passend zum Status (im Wachstum, trächtig...) die für es passende Menge davon zu sich nimmt. Relativ utopisch, das hinzubekommen.

    Stattdessen hofft man darauf, dass ein Zuviel an einem Tag von einem Zuwenig am nächsten Tag ausgeglichen wird. Und die Erfahrung zeigt, dass das klappt. Der Körper/Stoffwechsel eines Lebewesens ist immer in gewissen Grenzen flexibel, nur eine ständige Überversorgung oder chronische Unterversorgung an manchen Inhaltsstoffen (nicht einmal an allen) kann auf Dauer zu Problemen führen.

    Meine letzte Rattenzeit ist schon etwas her, damals gab es noch nicht einmal Rattenfutter zu kaufen. Die Tiere bekamen einen Mix aus verschiedenen Müslisorten, Papageienfutter mit Sämereien, Grünfutter, ab und an Fisch, Insekten oder Milchprodukte für die Eiweiß- und Vitaminversorgung oder mal einen ausgekochten Knochen für Phosphor/Calzium und sie waren allesamt fit und gesund. Ab und an haben wir sie am Hundenapf erwischt. Ich will damit sagen: eine Ratte ist keine Maschine, die kaputt geht, wenn sie nicht jeden Tag exakt für ihren Bedarf gefüttert wird. Nicht umsonst überleben sie als Art praktisch alles, sie sind einfach enorm flexibel und anpassungsfähig, auch in ihren Ernährungsgewohnheiten.

    Es ist nicht verkehrt, sich an dem zu orientieren, was eine wilde Ratte fressen würde und dafür tun müsste. Ratten werden oft dann dick, wenn sie zu bequem an ihr Futter kommen. In der Natur würden sie stundenlang für ihr Futter arbeiten müssen, im Käfig hüpfen sie schlimmstenfalls nur einzwei Meter bis zum Napf und schlagen sich den Bauch voll. Hat eine Ratte Langeweile, wird ebenfalls gerne über Bedarf gefressen.

    Ich hoffe, das klingt nicht so, als würde ich die Rattenfertigfutter oder das gerechnete Futter unsinnig finden. Eher das Gegenteil ist der Fall, ich finde ein bisschen Sicherheit darin, das Richtige zu füttern, ganz schön. Ich will nur darauf hinaus, dass es nicht schlimm ist, wenn es mal nicht hundertprozentig stimmt und dass z.B. 80% auch schon ein toller Wert wäre. Wenn man es ganz genau nähme, müsste man auch jedes Naschi, jedes Extra, jede Knabberei und jedes Stück Obst und Gemüse in die Tagesration einrechnen und das TroFu entsprechend anpassen. Aber wo bliebe da der Spaß am Füttern? Und wo die Verhältnismäßigkeit?

    Kurz: wenn die verschiedenen Futter gut zu den Bedarfswerten der Ratte passen, hätte ich keinerlei Bedenken, aus ihnen eine Mischung herzustellen und diese täglich zu geben.

    Ich würde aber auch nicht davon ausgehen, dass die neue Mischung irgendwie besser ist als die Ursprungsmischungen. Vielleicht wäre es doch irgendwie netter, die Grundfutter abwechselnd zu geben, Stichwort Abwechslung.

    Hi,


    ich denke, das kann nicht pauschal beantwortet werden. Wichtig sind groooße Türen, so dass du, auch wenn du mehrere Zusatzetagen eingebaut hast, noch gut zum Reinigen überall ankommen kannst, ohne dich zu verrenken oder jedes Mal das halbe Inventar plus Ebenen abzubauen. Rattenkäfige müssen leider häufig geputzt werden, je nach Rudelstärke und Platzangebot täglich bis wöchentlich. Hanfmatten gehen sehr ins Geld, weil du sie regelmäßig ersetzen musst. Teppiche und Decken müssen oft gewaschen werden. Am geruchsvorbeugendsten und vermutlich günstigsten, wenn auch nicht am saubersten, sind Streus wie zum Beispiel Hanfstreu, aber nicht jede Ratte kommt mit dem Staub aus normaler Einstreu klar.

    Ich bin auch noch am hin und her überlegen, ob es ein Eigenbau (ein umgebautes doppeltes Ivar-Regal in 50cm Tiefe und 1,60m Breite) oder ein Kaufkäfig (Savic Suite Royale XL) werden wird. Die Entscheidung fällt mir schwer.


    Meine Meinung: Lieber vor der Anschaffung ein paar Monate lang sparen, und dann einen Käfig kaufen, mit dem man wirklich zufrieden ist und den man gerne im Zimmer haben mag, als sich später täglich über den Anblick oder alle paar Tage über eine unnötig umständliche Reinigung zu ärgern. Wenn man pro Monat das, was später die Ratten kosten werden (durchschnittlich wohl um die 50-100,-, je nach Gesundheitszustand und Rudelstärke), zurücklegt, hat man schnell genug für einen wirklich guten Käfig beisammen.

    Hi,


    eigentlich ist beides verwendbar. Beschichtete Spanplatte wird gerne mal bei Eigenbauten verwendet, weil bei ihr nur die Kanten lackiert werden müssen. Für Laminat gilt, wenn dieses eine Kunststoffoberfläche hat, dasselbe. Es gibt aber auch Laminat, das an der Oberfläche mit Vollholz furniert und nur geölt ist, so eines müsste noch gegen das Eindringen von Urin gesichert werden. Beim Klicklaminat gibt es aber einen Nachteil: die umlaufenden Kanten der einzelnen Bretter sollten verklebt bzw. lackiert werden, da sie durch die Fräsung Feuchtigkeit (Urin) aufnehmen könnten. Es gibt speziellen Laminatkleber, der schön dünnflüssig ist. Ponal ist zu dickflüssig. Schon getestet.


    Bei der Schublade würde ich schauen, ob ich sie funktionierend erhalte oder fest einbaue und die Spalten abdichte. Wenn sie herausgezogen werden soll, darf nichts auf ihr stehen, auch keine Ecktoiletten, man muss also sowieso zum Reinigen gut von oben rankommen. Und richtig einstreuen ließe sich bei 2cm auch nicht, auf mindestens eine Ecktoilette würde ich daher eher nicht verzichten.

    Mir persönlich wäre der Käfig aber wohl zu klein für sieben Jungs, ich würde noch einen 24-Stunden-Dauerauslauf dranpappen.

    Hallo,

    im Raum bleiben während der Renovierung können sie nicht, selbst die heutigen emissionsarmen Farben dünsten doch so einiges aus. Dazu kommt noch, dass ihr oft und lange werdet lüften müssen, um die Ausdünstungen und die Feuchtigkeit aus dem Raum zu entfernen und sooo warm ist es draußen derzeit nicht.

    Wie lange sie draußen bleiben müssen, hängt stark von den verwendeten Farben ab. Bei normaler einfacher Wandfarbe reichen schon ein paar Tage als Quarantäne, bei lösungsmittelhaltigen Fußbodenlacken wird es unter Umständen mehrere Wochen dauern, bis das Zimmer wieder benutzbar ist (schon das Lackieren selbst wird mindestens eine Woche in Anspruch nehmen). Ich würde sie erst wieder einquartieren, wenn es im Raum kaum noch riecht und nur möglichst gesunde Farben wählen. Es gibt inzwischen auch gute emissionsarme Fußbodenlacke, die richtig verarbeitet gut beanspruchbar sind.

    Gibt es gar keine Möglichkeit, ein Zimmer zumindest temporär katzenfrei zu machen? Schlafzimmer? Küche? Oder könnt ihr im Wohnzimmer einen Notfallkäfig erhöht und katzensicher aufstellen und die Katzen beim Auslauf aus dem Zimmer aussperren? Ist ein Kompromiss und nervig, keine Frage, aber Ratten sind ja keine reinen Versorgungstiere. Während es den meisten Finken oder Hamstern egal ist, wer den Futternapf füllt, schließen sich Ratten in der Regel an ihre Familie an, haben Lieblingsmenschen, Lieblingsplätze, ein festes Revier... sie leben MIT ihren Menschen und nicht nur nebenher. Ich würde sie nicht weggeben wollen, nicht nur wegen meinem Herzen, sondern auch wegen ihren Herzen. Mit eineinhalb sind sie ja auch keine jungen Hüpfer mehr.

    Hi,


    wie alt sind denn die Ratten, die einziehen sollen? Bei gerade flügge werdenden, bei dir geborenen Ratten weiß ich es nicht, aber wenn sie schon abgabereif sind, dürften die 13mm kein Problem darstellen. Volierendraht hat würfelförmige Löcher, keine länglichen Spalten wie beispielsweise Vorsatzgitter. Ich habe 12mm-Volierendraht am Mäusekäfig und da kommen selbst Jungtiere ab 5 Wochen nicht mehr durch.


    Kletterbar - ich finde Volierendraht generell nicht so gut zum Klettern wie die dickeren Gitter an Kaufkäfigen. Ich würde Alternativen zum Klettern anbieten und hoffen, dass diese angenommen werden. Volierendraht in schöner Kletter-Drahtstärke ließe sich gar nicht mehr gut auf- und abrollen. Volierendraht ist meiner Meinung nach einfach ein Kompromiss, den man leider eingehen muss, wenn man eine individuelle Käfiggröße anstrebt. Vorsatzgitter wären da noch eine Idee, aber die sind in ausreichender Menge leider sehr viel teurer als Volierendraht.


    Furniertes Holz lackieren - wahrscheinlich ja. Kommt aber auf das Furnier an. Ist das Deckfurnier aus unbehandeltem Holz, kann Urin ganz wunderprächtig eindringen.


    Viele Grüße

    Hi,


    Golliwoog wurde ja schon erwähnt, Grünlilie (alles außer Samen und Blüten) verfüttere ich auch ab und zu, gerne zum Selbstaustopfen. Kräutertöpfe eignen sich ebenfalls gut, Petersilie kommt hier sehr gut an, es eignen sich aber auch noch andere. Selbstziehen lassen sich gut verschiedene Keimfutter oder "Wildsalate", allen voran Weizengras (es gehen auch andere Getreide wie Gerste, Hafer...), Körner aus dem Rattenfutter oder aus Vogelfutter, Salate, Kräuter, Gras, Vogelmiere, verschiedene Wegeriche, Löwenzahn, Gänseblümchen, einige Kleesorten... Allesamt können sie in flach mit Erde gefüllten Buddelboxen gezogen werden und so direkt ins Gehege gestellt werden. Wenn deine Tiere derartiges Frischfutter gewöhnt sind, kannst du es auch permanent anbieten.

    Äste geeigneter Bäume mit frischen Blättern und Knospen sind ebenfalls sehr beliebt und nett anzusehen, je nach Menge der Äste und Schredderlust der Vierbeiner können die auch für mehrere Tage eine hübsche Deko abgeben.

    Pflanzen samt Wurzelballen sind IMMER Schredderware, keine haltbare Deko


    Ich bevorzuge normale Anzuchterde, da diese in der Regel gar nicht oder nur schwach gedüngt ist. Sie wird nicht weiter behandelt.

    Kokoshumus ist sehr praktisch, weil er nicht schimmelt (bzw. es schimmeln nur Verunreinigungen wie Futterreste und Kot, nicht der saubere Humus), aber da er praktisch nicht verdaut werden kann und die richtige Feuchtigkeit schwer zu halten ist (oberflächlich trocknet er schnell ab und ist dann staubig, während er in unteren Bereichen leicht zu feucht bleiben kann, regelmäßiges Durchmischen ist daher wichtig) und er für die Pflanzenanzucht zu wenige Nährstoffe abgibt, bin ich letztendlich wieder davon abgekommen.


    Ziemlich gut an kommt eine Handvoll frisches Rasenmoos, größere Mengen trockne ich aber vor Gebrauch, damit das Gehege nicht zu feucht wird. Frisch eignet sich das Moos auch mit Wurzel, aber zum Trocknen ernte ich mit Schere ohne Wurzel, weil das Auswaschen sonst eine echte Sauerei wird. Wird die feine Gartenerde nicht vor dem Trocknen ausgewaschen, wird das Moos sehr staubig, zu staubig für meinen Geschmack. Ausgestochene Grassoden kommen auch immer super an, die gibts aber nur selten und nur über Nacht in Buddelkisten, sonst finde ich die feine Gartenerde am nächsten Morgen überall in jeder kleinsten Ritze. Moos zum Trocknen wasche ich heiß aus, aber Stücke mit Erde gibts unbehandelt. Ist natürlich ein Risiko, man könnte sich theoretisch Untermieter mitbringen. Einfrieren über mehrere Tage tötet Milben und Insekten ab, nicht jedoch beispielsweise Wurmeier oder Schimmelsporen.


    Jetzt im Herbst lassen sich auch tolle Laubmengen sammeln (die würde ich jedoch immer vor dem Trocknen und Lagern heiß auswaschen, da ist immer allerlei Viehzeug drin, inklusive Vogelkot und Schneckenkot inklusive Untermietern...), die getrocknet tolle und nett aussehende Buddelkistenfüllungen abgeben. Auf ungiftige Laubsorten achten.


    Viele Grüße

    Gerne


    Kratzbäume sind sicher zu benutzen, wenn Ratten sie von klein auf gewöhnt sind. Aber deine sind über ein Jahr alt und saßen lange Zeit im Käfig, daher würde ich erst einmal beobachten, wie sie sonst so mit Höhen umgehen. Manchen Ratten fehlt die Vorsicht, sie klettern irgendwo rauf und kommen dann nicht wieder runter oder verlieren gar den Halt. Besonders ältere Männchen (Stichwort Hinterhandschwäche) sind da gefährdet, wenn sie nicht nonstop mit Kletterkram gehalten wurden und Erfahrung damit und mit den eigenen Fähigkeiten sammeln konnten.


    Zum Bett ist mir noch eingefallen: wie sieht es aus mit Lattenrost und Matratze, gibt es da Spalten, die sich öffnen und schließen, wenn du dich im Bett bewegst? Falls ja, könnten die Ratten sich einklemmen. Und woraus besteht die Matratze? Schaumstoff und Latex oder ein Futon sind safe, aber eine Federkernmatratze kann bei Einbruch seitens der Ratten gefährlich werden. Unbedingt beides prüfen, bevor die Ratten da unbeaufsichtigt Schabernack treiben können.

    Hallo,


    interessanter Plan, so ähnlich habe ich meine Ratten früher auch gehalten, nur mit dem Unterschied, dass sie nachts auch im Käfig sein mussten - platte Ratte am Morgen hätte mir sonst auch passieren können

    Für die kleinen Monster ist es toll, wenn sie so viel Platz und Abwechslung haben und zu dir kommen können, wenn sie es wollen. Hast du Mädels oder Jungs? Mädels sollen gerne klettern und nagen, Jungs weniger. Ich hatte nur Jungs.

    Den Käfig würde ich weiterhin behalten, um sie unterzubringen, wenn du nicht da bist, wenn Besuch mit bösen Füßen oder mit Hund da ist, wenn die Urlaubsvertretung sich kümmern muss...


    Katzenkratzbäume finden Ratten in der Regel toll. Meiner Meinung nach ist es auch wichtig, dass sie klettern und springen, damit die Hinterhand lange fit bleibt, ob deine normale Einrichtung dafür reicht, musst du selbst beurteilen. Es hängt auch von den individuellen Vorlieben deiner Tiere ab, was sie nutzen und was nicht.


    Warum ich meinen künftigen Ratten nur noch Zimmerauslauf geben werde: Ratten liiiieben Decken. Ich hatte irgendwann keine Wolldecke, Bettdecke oder Bettbezüge mehr ohne individuelle Lüftungslöcher. Bei Klamotten kann man sich erziehen, nichts rumliegen zu lassen und auch die Sofadecke lässt sich bei Nichtgebrauch gut verstauen. Aber täglich mein Bettzeug wegräumen werde ich nicht, daher ist das Schlafzimmer künftig tabu.

    Ratten lieben außerdem Verstecke. Gut verstecken kann man sich in manchen Bücherregalen hinter den Büchern, störende Kanten von Einbänden gebundener Bücher müssen natürlich auf Rattenart entfernt werden. Meine Bücher stehen also auch im Schlafzimmer

    Kabel sind relativ einfach rattensicher zu gestalten, die sind daher bei mir kein Problem. Der stationäre Rechner steht aber auch im Schlafzimmer

    Meine Sofagarnitour ist relativ hochbeinig und aus Rauleder, daher relativ uninteressant für Ratten. Also ok im Wohnzimmer. Manche Sofas laden aber zum Einbrechen ein und Ratte zwischen Sprungfedern wäre ziemlich gruselig. Unbedingt prüfen. Ebenso manche Geräte oder Ecken in Einbauküchen. Grifflöcher in Schubladen... Ratten sind kreativ, neugierig...

    Ratten lieben Blumentöpfe. Meine haben sich immer leckere Wurzeln ausgegraben, weshalb die Pflanzen hin und wieder die Plätze tauschen mussten, damit eine Erholungsphase möglich war. Bei mir ok, aber man muss dann halt regelmäßig mal Erde aufsammeln und wieder in die Töpfe stopfen.


    Persönliches Fazit: wenig Käfig JA, ganz ohne Käfig NEIN. Freigang in ganzer Wohnung JA, wenn man sehr deutliche Abstriche in Sachen Inventar und Haltbarkeit des Inventars in Kauf nimmt. Also meiner Meinung nach supertoll für die Fellviecher, suboptimal für den Zweibeiner

    Hey,


    1) OSB-Platten lassen sich gut zuschneiden, verkleben und lackieren, so dass sie dann auch feuchtigkeitsresistent sind. Mein Favorit wäre allerdings Laminat, das gibt es in verschiedenen Qualitäten und Oberflächen, wenn du da eine wählst, die schon nässeresistent ist und die Stücke dann miteinander verklebst (verkleben ist wichtig, die Spalten sind nicht feuchtigkeitsresistent und würden bei Urinkontakt aufquellen), dann ist die Fläche auch abwischbar. Gut waschbares Zeugs drauf, damit die großen Mäuse nicht dauert auf hartem Boden laufen und fertig.


    2) Keine Ahnung, ob die Belüftung in deinem Fall noch reicht. Es kommt sicherlich auch darauf an, wie groß die Luftbewegung generell im Raum ist, wieviele Tiere das Gehege bewohnen, und ob viel im Dauerausflauf gepinkelt wird oder vieles im Käfig landet. Da nicht eingestreut wird, sind ja tatsächlich sogar die Wände höher als das "Aquarium" breit ist. Vielleicht kannst du einen Teil der Wände mit Lüftungsflächen versehen, wenn der Auslauf nicht täglich seitlich geöffnet wird?


    3) Hangeln kenne ich nur von ganz ganz jungen Rattenkindern. Die "großen" machen das mMn nicht mehr. Aber ich hatte auch nur Jungs, keine Ahnung, wie hangelfreudig Mädels sind. Hangeln deine Ratten denn an der Käfigdecke?


    viele Grüße

    Hey,

    deine Auflistung zu den verschiedenen Tieren kann ich bis auf bei Kaninchen (hatte ich nie) so aus eigener Erfahrung unterschreiben. Ich würde allerdings, wenn möglich, zu einem etwas älteren (so ab einem Jahr aufwärts) Katerpaar raten. In dem Alter sind die verschiedenen Charaktere fertig entwickelt und es lässt sich sagen, welche Tiere auf Aktion stehen und welche sich als Paar gut leiden können (Wohnungshaltung von Katzen niemals einzeln und in der Regel sind gleichgeschlechtliche Paare glücklicher miteinander, weil sich ihr Spielverhalten dann besser ergänzt. Katzen mögen in der Regel eher Objektspiele, Kater gehen gerne in Vollkontaktraufereien und wilde Jagden). Es gibt wirklich tolle Pflegestellen, die sich mit ihren Katzen gut auskennen und viel zu Verhalten und Charakter sagen können. Gerade wenn die Kids gerne etwas wilder sind, sind Ratten vielleicht nicht so ganz die richtigen Mitbewohner. Kater sind da robuster, sowohl körperlich als auch (in der Regel, auch da gibt es Sensibelchen) im Kopf. Von Ratten hätten deine Kinder zur Zeit noch nicht sehr viel, sie wären für sie auch eher Beobachtungstiere. Allerdings: Katzen leben sehr viel länger als Ratten und sind daher eine Verpflichtung für mindestens 15 Jahre. Sie können Dank größerer Möglichkeiten mehr Einfluß auf die Wohnung nehmen (Katzenstreu überall, Dosenfuttergematsche und -gerüche, Kratzspuren, Katzenhaare wirklich überall und ähnlich einem Hund erzogen werden müssen sie auch noch).

    Alternativ würde ich die Kinder noch ein paar Jahre vertrösten, bis sie ein bisschen älter und dazu in der Lage sind, die Ratten vorsichtig zu händeln und gewisse Sicherheitsmaßnahmen wie ein schwanzsicherer Käfig nicht mehr nötig sein werden. Du musst ja nicht nur an deine Kinder denken: kann das Rattenzimmer nicht bei Besuch sicher geschlossen werden, muss auch auf Kinderbesuch geachtet werden.

    Was den Auslauf angeht... es wäre mir persönlich schlicht zu viel Aufwand, einen portablen Auslauf samt Einrichtung täglich auf und ab zu bauen. Da ist man doch locker eine Stunde am Tag nur mit dem Umräumen beschäftigt. Ich würde ein Zimmer rattensicher machen und dann einfach Käfigtür auf, wenn ich da bin und fertig. Hat auch den Vorteil, dass man sehr viel mehr Platz für die Ratten hat als in einem kleinen Auslauf und dass die Ratten auch die menschlichen Möbel mitnutzen können. UND die Ratten werden automatisch mehr und größere (Kletterzeugs! Buddelkisten!) Einrichtung bekommen als wenn man das Zeug täglich verstauen müsste. Win-Win für alle, würde ich sagen.

    So machen Ratten sehr viel weniger "Arbeit" (bisschen seltsam, den Begriff in Bezug auf ein Hobby zu verwenden :D ) als Hund oder Katze. Aber dann müssen natürlich auch alle beim Betreten des Zimmers so sicher im Bewegen sein, dass keine Ratte zertreten werden kann. Sprich die Motorik und Konzentrationsfähigkeit müssen entsprechend entwickelt sein.

    Viele Grüße

    Hallo,

    du fragst auch, ob "andere Tiere" besser geeignet wären. Dazu hätte ich ein paar Fragen:

    Was genau wünscht ihr euch von eventuellen zukünftigen Mitbewohnern? Geht es darum, dass eure Kinder mit Tieren aufwachsen? Was sollen künftige Mitbewohner "leisten"?

    Klingt irgendwie blöd, ich weiß, aber ich weiß leider nicht, wie es sich besser ausdrücken ließe. Eine gewisse Erwartungshaltung besteht ja immer, wenn man sich für eine besondere Tierart interessiert, das gehört zur Planung dazu.

    Ein paar grobe Richtungen kann man (auch wenn Tiere natürlich wie Menschen auch Individuen sind und IMMER anders sind, als man sie sich vorgestellt hat) festlegen, wenn man weiß, was man sich eigentlich wünscht. Meerschweinchen und Kaninchen sind zum Beispiel genau wie Farbmäuse eher Beobachtungstiere, denen man vor allem mit tollen Gehegen, gebastelten Einrichtungsgegenständen und draußen selbstgesammelten Sachen eine Freude machen kann. Hund und Katze können dagegen echte "Partner" eurer Kinder werden, wenn sie richtig ausgesucht und erzogen wurden. Sie fallen unter "robuste Tobekumpel", an denen ein Kind gleichzeitig Verantwortungsgefühl und Mitgefühl trainieren kann. Aquarien und Terrarien eignen sich wieder für einen anderen Anspruch: wenig Aufwand, maximale Entspannung, wenn richtig ausgesucht und besetzt - viel zu beobachten für ruhige und aufmerksame Kinder/Erwachsene.

    viele Grüße

    Erzählt niemand, gelesen in einzwei Büchern über Ratten (in den meisten Büchern wird Zähmung über Futtergaben präferiert) und dann anhand eigener Beobachtungen für richtig befunden. Unter erwachsenen Rudelmitgliedern wird mal frech geklaut und auch mal friedfertig überlassen, aber in der Regel nimmt der Ranghöhere dem Unterlegenen etwas weg. "Wegnehmen" ist in Rudeln sozial lebender Tiere, gleich welcher Art, ganz generell eine Art Machtdemonstration, ein Zeichen von eingefordertem Gehorsam.

    Sicherlich sind Naschis aus der Hand hin und wieder völlig ok, aber als Basis zum Beziehungsaufbau meiner persönlichen Meinung nach ist die Handfütterung nicht sooo gut geeignet. Für Clickertraining, also häufige Naschigaben, würde ich persönlich einen Löffel oder etwas anderes künstliches verwenden.

    Die bissigen Ratten, die ich hatte, waren alle futtergezähmt, allerdings kann das anfängliche Fingerzwicken auch generell auf mangelhafte Erziehung zurückzuführen gewesen sein. Waren ja alles ältere Secondhandtiere, die vermutlich auch wegen ihres Verhaltens "weg" mussten. Kein Beweis, nur ein paar Beobachtungen.


    Die Anfangszähmung über Handfütterung funktioniert zum Beispiel bei ehemaligen Straßenhunden gut, aber bei denen ist der Ablauf ein bisschen anders als bei Ratten, die im Käfig stets ihr Hauptfutter stehen haben sollten.

    Hi,

    ich mache die Anzahl meiner Vierbeiner nicht an der Größe meiner Wohung fest, denn was 45qm vollstinkt, würde das bei geschlossenen Fenstern auch bei 100qm in ähnlich schneller Zeit schaffen. ^^

    Ausschlaggebend für mich ist:

    - Die Anzahl der Käfige: Stellplatz für ausreichend große Gehege, in denen besatztechnisch noch gewaltig Luft nach oben ist, weil ich es mag, wenn meine Tiere viel Platz haben und sich auch mal aus dem Weg gehen können. Ich würde ein Gehege eher zu schwach als zu voll besetzen. Platz für Ausweichgehege für Quarantäne oder Vergesellschaftungen muss problemlos temporär geschaffen werden können.

    - Die Art der geplanten Mitbewohner, zum Beispiel müssen Beute und Beutegreifer räumlich richtig getrennt werden und mindestens verschiedene Zimmer bewohnen, damit nicht beide Gruppen im Dauerstress leben. Beispielsweise würde das bei mir bedeuten, dass ich für die Haltung von Mäusen UND Ratten mindestens zwei verschiedene Zimmer mit Türen benötige.

    - Der schnöde Mammon, es muss für alle Tiere nicht nur Geld für die tägliche Versorgung da sein, sondern auch für teurere Tierarztbesuche. Je mehr Tiere, desto mehr kann da im worst case auf einmal zusammenkommen. Gerade bei Infektionen oder Parasitenbefall sind ja gerne mal alle betroffen und müssen behandelt werden. Werden viele Tiere auf einmal alt, kann es auch zu häufigeren Tierarztbesuchen kommen, die man dann finanziell zu wuppen hat.

    - Die Zeit. Es muss genug Zeit da sein, um auch in Stressphasen (also bei Überstunden, Problemen in der Familie etc., Änderungen der beruflichen Lage wie zum Beispiel der täglichen Fahrzeiten oder Schichtarbeit, Krankheit eines oder mehrerer Tiere...) jedem Tier genug Aufmerksamkeit schenken zu können. Manche Tiere benötigen weniger Zeit als andere, meiner Erfahrung nach sind Ratten da, wenn gut sozialisiert, eher anspruchsvoll und damit zeitraubend, während andere Tiere wie beispielsweise Meerschweinchen sich auch oft mit der reinen Grundversorgung zufrieden geben. Da wären wir dann wieder bei den geplanten Tierarten, bei manchen Arten machen ein paar mehr kaum etwas aus, bei anderen dagegen...

    Was müffelt, muss gereinigt werden. Je mehr Tiere, desto öfter in der Regel, was den Zeitfaktor beeinflusst und was auch die Müllmengen (oder im Falle der Haltung auf Fleece die Waschmenge) in die Höhe treibt. Noch ein Punkt, den man bedenken muss.

    Ich kenne mich mit Degus nicht aus, kann man die gut zu zweit halten? Oder würden die von mehr Rudelmitgliedern profitieren?

    Wenn es ansonsten passt, wäre es vielleicht auch eine Überlegung, beide Gruppen aufzustocken?

    Das wären so meine Überlegungen...

    Viele Grüße

    Jupp,

    die Warnhinweise kenne ich auch. Liest man oft und in manchen Gegenden scheinen Untermieter tatsächlich ein Problem zu sein. Ich persönlich habe aber in über vierzig Jahren Kleintierhaltung noch nie unerwünschte Untermieter mit in die Wohnung gebracht, wohl aber schon diverse Male Vorratsschädlinge im Trockenfutter oder Milben und Staubläuse im gekauften Heu gehabt. Daher gehe ich das Risiko auf Untermieter gerne ein, weil meine Tiere allesamt mit Zeug von Draußen wahnsinnig viel Spaß haben/hatten. Steril ist eh nicht gut, da kommt das Immunsystem bloß auf blöde Gedanken ^^ Aber das muss jeder selbst entscheiden.

    Hallo,


    ich mache es mit dem Auslauf ein bisschen anders als wohl die meisten hier. Auslauf bekommt nur, wer schon zahm ist. Vorher gibts nur Ausflüge auf mir und mit mir auf meinem Schreibtisch oder Bett/Sofa. Das hat den Vorteil, dass die Nasen menschlichen Körperkontakt schon mit etwas Positivem (weil Abwechslung und Aktion) verbinden und gerne zu mir kommen, bevor sie das erste Mal frei laufen dürfen. Ich zähme nicht über Leckerlis aus der Hand, weil sich Ratten gegenseitig auch kein Futter schenken und ich nicht möchte, dass meine Tiere mich für eine ziemlich beschränkte und schwache Ratte halten, der man unbesorgt und ungestraft Futter klauen kann.

    Futter gibt es ausschließlich im Napf im Käfig und es erleichtert das "Einfangen", wenn man die Nasen vor dem ersten Auslauf auf einen Ruf trainiert hat, auf den hin es immer frisches Futter gibt.

    Freigang gibt es dann zuerst in einem Zimmer, später dann kommen die anderen Räume dazu. Das Problem mit kleinen Freigehegen ist, dass diese schwierig ausreichend interessant genug gestaltet werden können. Und wenn eine Ratte findet, dass es auf der anderen Seite des Zauns interessanter ist als auf ihrer Seite, dann wird sie immer wieder alles daran setzen, die Umzäunung zu überwinden. Interessant sind vor allem abwechslungsreiche Sachen, zum Beispiel größere Buddelboxen mit Erde/Sand/Moos/Wurzeln/Blättern... oder ganze Bündel frische Äster samt Rinde und Blättern. Mit einer ausgestochenen Grassode aus dem Garten voller leckerer Würzelchen und Untermieter können Ratten mehrere Tage lang viel Spaß haben. Kartonburgen lassen sich leicht basteln und abwechslungsreich mit verschiedenen Materialien und Kletterwegen einrichten. Und so weiter. Ratten wollen einen Job haben, sie wollen sich beschäftigen können. Auf-Häuschen-Hüpfen oder Durch-den-immer-gleichen-Tunnel-laufen sind keine abendfüllenden Beschäftigungen für Tiere, die in der Natur die ganze Nacht auf den Pfoten wären, um Futter und Nistmaterial heranzuschaffen und neue Dinge im Revier auszukundschaften. Ratten sind sehr anspruchsvolle Mitbewohner, vergleichbar mit Hund und Katze.


    Das Klettern auf den Käfig und andere Dinge ist in der Regel kein Problem, wenn die Ratten das von klein auf gewöhnt sind und gelernt haben, ihre Fähigkeiten richtig einzuschätzen. Mit dem Alter wird das Bedürfnis zu Klettern in der Regel auch weniger. Ich würde ihnen den Spaß daher ruhig gönnen, er ist gutes Training für Koordination UND die Hinterhandmuskulatur, die bei Ratten ja im Alter gerne mal schwächelt. Katzenkratzbäume sind auch tolle Rattenspielpätze.


    Mit einem Kragen aus einem umlaufenden Streifen Bastlerglas/Plexiglas in ungefähr Rattenlängenbreite lässt sich die Höhe der bekletterbaren Fläche leicht begrenzen. Bei großen Türen müsste dieser Kragen auch inseitig angebracht werden.


    Liebe Grüße

    Hallo,

    da kämen verschiedene ähnliche Farben in Frage, genau ließe es sich nur bestimmen, wenn er aus einer Zucht mit Elterntieren mit bekannten Genen stammt. Die Beigetöne sehen sich alle sehr ähnlich. Zusätzlich sind auch immer noch individuelle Abstufungen vorhanden, die je bunter der Gen-Mix, desto stärker ausfallen können. Dazu noch Varianten im Weißabgleich der Fotos... Dunkelrote Augen (?) würden ein paar Möglichkeiten ausschließen, aber auch dann blieben verschiedene Varianten übrig.

    Sehr interessante Seite: *** Link entfernt ***

    Aber Aufschluß wird auch sie nicht bringen ^^