Beiträge von Lorna

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    empfohlen wird kann es doch nicht so schlecht sein?

    Man darf wohl nicht darüber sinnieren, was die bunten pelletartigen verklebten Brocken des Rattima wohl enthalten. Das ist bäh. Und dass es Rattenhalter gibt, die nach Hautkontakt mit diesem Futter Quaddeln bekamen, sollte man auch lieber nicht in diesem Thread verewigen. In Zimt kann man schließlich auch nicht ungestraft mit den Händen greifen. Lebensmittel gehören schließlich nicht auf die Haut.

    Und ich finde das so toll, dass man bei einem Futtermittel lediglich ein gutes Gefühl zu haben braucht aber keinerlei Wissen. Auf Wissen - nein, auf "wissen" pocht man, wenn jemand etwas ablehnt und offen schreibt, dass er es nicht empfiehlt. Und wieviele Rattima fütternde Leute hier haben sich erfolgreich an der Frage des Sonnenblumenkernigen Anteils gedrückt. Nicht einer hat darauf - auf diese Frage (oben im Thread) geantwortet.

    Prima!

    Also ich habe mich so entschieden:

    jene dunkelgrünen, zylinderförmigen Rollis würde ich Extrudate - extrudatähnlich nennen. Der Tierfutterhersteller Bunny hatte für seine Presslinge und die Technologie den TriMello-Begriff geprägt. Entgegen der frühreren HP gibt es auf der neuen Bunny-Präsens nur noch spärlicher Info über das TriMello-Verfahren. Aber soweit ich mich erinnere, war das als schonend bezeichnete Verfahren ein eher extrudierendes. Damit hat Bunny geworben.

    Auch das frühere Rattenfutter von Bunny enthielt diese TriMellos, die sonst den Hauptanteil der Kaninchen- und Degufutter der Firma ausmachen. Der Bunny-TriMello ist bestimmt Standard ... bei Bunny.

    Rattima enthält sicher nichts - kann nichts enthalten, was sich Trimellos nennt. Aber meine Ratten haben TriMellos bekommen, auch wenn sie

    wenig von diesen TriMellos gegessen haben; ich habe sie in die Käfige - in die Streu gelegt , damit die Ratten immer etwas haben, woran sie nagen können; Auch dann, wenn sich ein Tier nur den Frust von der Seele knabbern möchte, finde ich solch einen dunkelgrünen Rolli geeignet, weil er mir suggeriert, dass die naturnahe Alternative zu diesen Rollis Heu komplett und Kräuter, Getreide(süßgräser)kleie-Zusätze und Lignin wären. Die TriMellos sind einzigen, mir bekannte Extrudaten, von denen es einen - den bekannten Bunny-Standard gab. also ist mir dieser Trimello auch heute noch sympathisch, weil ich mit denen - mit der TriMello Zusammensetzung wenigstens weiter rechnen können. Was ist von den bunten Rattima-Presslingen bekannt?

    Auf der früheren Bunny-Futter-HP waren die TriMellos und die Technologie genauer beschrieben als jetzt.

    *obsolet* Bunny Nature: TriMellos

    Diese Gedanken habe ich für Laula aufgeschrieben, weil ich Ihren Einwand an diesem Thread gut fand.

    Die farbigen und formenreichen Brocken mit schöner rauher Oberfläche aber deutlich kleineren Bestandteilen und diesem melasseartigen Kleber würde ich eher dem Pelletrier-verfahren zuorden. Auch hier gibt es wahrscheinlich keine Standardzusammensetzungen, nur immer die jeweils werkseigenen. Tima hat sicher seinen eigenen Standard für seine rotbraunen, gelben und grünen pelletartigen Brocken. Mit diesen Dingern scheint so zu sein, wie Slyly damals andeutete: In jenen bunten Pellet kann sich beliebiges verstecken; Der Käufer kann diesen Pellets nichts genaueres zuordnen und das ist irgendwie unbefriedigend. Es scheint mir so, als hätte kein anderer noch so nativer Futterbestandteil jene rauhe für den Zahnapparat gute Konsistenz zu haben.

    Ich werde mich deshalb hüten, ein Mischfutter wie dieses Rattima zu empfehlen, so lange nicht klar, was der Hersteller in diesen Dingern verklebt.

    Die Labortierdiätenpellets mag ich auch nicht thematisieren, auch wenn die Beapharxtracare-Ratten-Pellets denen sicher ähnlich sind bzgl. der Chemie und des Verfahrens.

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    Darf ich mal fragen, was du eigentlich fütterst?

    Freilich.

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    Und woher nimmst du dein "Wissen"?

    Ich habe mein spärliches Futterwissen noch gar nicht dargeboten. Das nochmal ganz nebenbei. Du müsstest also nicht unbedingt mit "" operieren. Aber nur zu ...; Dich persönlich muss mein persönlicher Grund, weshalb ich Rattima abgewählt habe, nicht interessieren. Es ist bisher nur mein und Rattimas Thema. Lies mein gepopptes Thema einfach weiterhin nicht. Und nimm dich erst recht nicht meiner pelletfragen an. Weil eine Laura scheinbar schon eine Meinung zu Pellets in einer Futtermischung hat, habe ich mir erlaubt, 3 Fragen zu stellen.

    Kabelbinder?? ... die müssteste aber gut verstecken, wenn diese im Käfig an Ort und Stelle bleiben sollen.

    Ansonsten kann ich anhand des Bildes nicht sooo gut erkennen, was du im Käfig wie untergebracht hast - von den größten Teilen abgesehen. Das Gitter blendet so.


    Einen kleinen gut gemeinten fotografischen Tipp hätte ich deshalb:


    Versuche auch mal, mit der Kamera a bisserl über(s) (Käfig)Eck (perspektivisch) zu schauen, so dass zwei Käfigseiten in die Tiefe fluchten. also Sensorebene und käfigswand bewusst nicht zueinander ausrichten. Das wäre auch dann gut, wenn man auf den frontalen Blitzeinsatz (den internen Kamerablitz) nicht verzichten möchte oder es nicht kann. Die gerichtete Reflexion des Blitzes an der glatte Gitterstrebe wird dann nicht von der Kamera gesehen und der Betrachter könnte mehr ins Käfiginnere blicken.


    Vielleicht magst du auch mal unter Tageslicht, mit langer Verschlusszeit (Kamera auf Tisch, Stuhl oder Stativ packen) und ohne Blitz fotografieren.


    Und wenn die Kamera von einem höheren Standort aus positioniert bzgl. der Vertikalen leicht nach unten verkippt schauen und abbilden würde, könnte sich der Betrachte auf den Etagenböden noch besser orientieren.


    Grüße

    Laura, wie denkst du denn mittlerweile über Pellets? Du schriebst sinngemäß und hofftest, dass ein gutes Trockenfutter nicht zu viele Pellets enthält.

    Ich habe bisher gedacht, dass ein Trockenfutter entweder komplett aus Pellets bestehen könnte (jeder Pellet hat die gleiche definierte Zusammensetzung, er ist dem Standardpellet eines Haltungsdiäts fürs Labortiere ähnlich, beapher xtracare, altromin ...) oder - dort, wo das Futter aus nativen Komponenten gemischt ist, sollte es möglichst gar keine Pellets enthalten. Selbst nach langem Lesen in Slylys interessantem Schlarattenland bin ich zu keiner klaren Meinung bzgl. Pellets im Mischfutter, auch zu keiner, die auf möglichst wenig pellets hinausliefe, gekommen.

    Was mögen die Vorteile von Pellets in den nativen Trockenfuttermischungen sein?

    Ist deren physikalische Beschaffenheit - die rauhe Oberfläche ermöglicht das gute und splitterfreie Benagen - der Hauptgrund für die Industrie, Pellets in eine Mischung zu tun?

    Bringt man hauptsächlich über Pellets den nötigen Faser-/Ballaststoff-anteil in die Gesamtbilanz?

    Bringt man Nahrungsergänzungsstoffe in einem Pellet unter?

    Braucht man Pellets im Mischfutter, um eine Fleischbrockenassoziation (für den Rattenhalter) zu schaffen? Im Fall, dass die naturbelassenen Getreidekörner nicht gern gefressen werden, assoziiert der gelbe Pellet den Getreideanteil ... oder den Stärkeanteil. Und der grüne Pellet ist dazu gut, die grüne Seite der vegetarischen Assoziation zu betonen.

    Warum wünschst du dir nicht pelletloses Trockenfutter?

    Grüße

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    das is ja keine Arbeit die mit Wurzel auszugraben

    Ich freue mich schon auf das erste schöne Foto, das eine ausgegrabene leckere Löwenzahnwurzel zeigt *lächel*

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    Kann mir aber nicht vorstellen, dass die gerne Wurzeln essen? Keine Ahnung.

    Darüber staune ich nun wieder; du hast deinen Ratten noch nie Wurzelgemüse angeboten ..;.. also naturbelassene Schwarzwurzeln, Pastinaken, Topinamburknollen, Rote Rüben ..................... sicher könnte das alles irgendwo auch ungesund sein, aber ....

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    Da ich die Näpfe nie ganz leer werden lasse, finde ich persönlich eher ein paar kleine Körnchen zwischen den Schalen in den fast leeren Näpfen als etwas anderes. Das war es was ich damit meinte.

    Um Näpfe und Futterteller sorge ich mich einfach nicht. Ich wüsste nichtmal eine Hand voll guter Gründe, Trockenfutteralien in Näpfe zu füllen und sie vor die Nasen meiner Ratten zu stellen. Ich wüsste nichts tristeres, als Futternäpfe in den Käfigen und in den Zimmern zu haben ... säuberlich platziert, dass die Ratten nach drei Schritten und sechs Atemzügen ja hinfinden werden.

    Gerade Trockenfutter eignet sich dafür, versteckt und verpackt und aufwändig gesucht und deponiert zu werden. Dem Schlucken kann m.E. getrost Futtererwerb und Arbeit vorangehen ... stündl. tgl. wöchentl. monatl. kann das so gehen ... nicht nur mal ... nicht nur ausnahmsweise. Wenn die Ratten aus dem Futter schon selektieren können/sollen/dürfen (was ansich gut ist) dann das soll das mit a bisserl Aufwand verbunden sein.

    Ja, das ist ganz toll, wenn Ratten von Geburt an Rattima gefressen haben. (Ich glaub es fast, was ich hier lese.)

    auch wenn mal die "langweiligen" Körner liegen bleiben !! Und was haben die Ratten dann außer gepoppter Mais- und Reiskörner im Rattima gefunden und gefressen?

    *duck und weg*

    Hallo

    Ich kaufe dieses Zeug auch weiterhin nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der ansehnliche Gehalt dieses Futters an gepoppten Getreide (Mais und Reis) für Ratten gut sein soll. Gepopptes oder gegartes "Korn" mag zeitbegrenzt als Futtergrundlage für laktierende, geschwächte oder kranke Ratten geeignet sein, aber sonst ...

    Also ich bin froh, wenn ältere und jüngere Ratten sich die im Futter enthaltenen getrockneten Obst- und Gemüseteile, die Extrudate und Pellets erarbeiten.

    An den weichen Popps hingegen gibts nichts zu knuspern und nichts zu erarbeiten. Dieses Zeug ist so weich, dass davon zu viel gefressen werden würde . Solche Bestandteile in den Trockenfuttern gehören für mein Verständnis sorgfältiger überdacht und limittiert. Nein, ich lasse auch weiterhin die Finger vom Kauf dieses Rattima-Futters.

    Grüße

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    Die Jungs habens mal kapiert in ihrer Jugend, aber so seit sie 1,5 sind ahben sies irgendwie wieder gelassen.Habt ihr irgendwelche Tipps für mich?

    Das ist der Gang der Dinge. Deine Rätze sind älter geworden, und es strengt sie vielleicht an über Wege und Umwege und mehrere Etagen hinweg wegen des Kotabsetzens die Ecktoilette aufzusuchen. Altersbedingte degenerativen Veränderungen werden (nicht immer, aber oft) auch von Schmerzen begleitet.

    Grüße

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    @ Lorna, nur kurz: Wann Beiträge abgetrennt werden und was wann Augenwischerei ist, überlegen wir uns schon

    @rowe,

    du antwortest, als hätte ich dir Vorschriften gemacht oder machen wollen. Das tat ich doch garnicht. Dass das andere Thema - das ethische - fast nirgendwo gern gesehen ist, ist mir schon klar. Deshalb traue ich mich auch nicht zu fragen, ob es nicht einen älteren Thread mit diesem Thema hier gibt, in dem auch ich etwas schreiben könnte.

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    Die beiden werden regelmäßig geimpft, entwurmt, gespottet, auf Zecken kontrolliert, gebürstet, bla blubb. Sie haben keinen direkten Kontakt zu den Ratten und auch kaum indirekten Kontakt

    Noch vor kurzem hätte ich diesbzgl. gedacht, dass du innerhalb der Wohnung dann ja nicht strikt trennen müsstest.

    Heutzutage denke ich, welche Ratten-, Katzen- und Tierhalter glauben eigentlich immernoch an wirksame Entwurmungsprogramme? Ich glaube daran nicht mehr - nicht seitdem hier verdammt gute Leute ihre Fälle schilderten. Man kann das in etwa nachrechnen; zwischen Befunden und Entwurmungen lag in einem der Fälle eine derart kurze Zeit, dass man die Parasiten des zweiten positiven Befundes nicht so einfach als neu eingeschleppt betrachten kann. Das ist zwar Wasser auf deine Mühle, aber es ist erschreckend, wenn ich daran denke, was wir in die Ratten schon alles so reinwarfen.

    Grüße

    ??

    Aber auf diese Weise hast du ja die Ringnuten überklebt! Die Treppen können dann doch nicht mehr einrasten. Und da man eine ziemlich dünne Folie wählen muss, damit die Bolzen dann überhaupt noch durch die Löcher der Treppen passen, ist die Dämpfung nicht besonders.


    Ich habe schon während der Montage mehr von den Kanten mit Klebe- oder Polsterband berdeckt als per Anleitung vorgesehen war. Ich müsste mir dann zwar teilweise etwas längere Rundkopfschrauben besorgen und nach ein paar Tagen alle Schrauben nochmal nachziehen, weil die ganzen polstenden Bänder nachgeben haben, aber ein bisserl hat es auch gebracht.


    Und in die Schienen, die die Zwischenbleche tragen, habe ich auch dünne Filzstreifen gelegt, die ich regelmäßig erneuerte, wenn sie schmutzig geworden sind.


    Grüße

    @Rowe

    Moderierend hätte man alle die Postings, die sich anschließend mit dem ethischen Aspekt der Katzenhaltung und Freigängerhaltungsmentalität beschäftigt haben, von diesem Thread ja abtrennen können, wenn man meint, dass zwei Dinge miteinander nicht in Verbindung gebracht werden sollen, aber dennoch diskutiert werden können-sollen. Meines Erachtens ist es zwar Augenauswischerei, jene zwei Aspekte unbedingt trennen zu wollen, aber lassen wir das ...

    Ja, wir beide haben aneinander vorbeigeredet, auch du hast deinen Teil dazu beigetragen; auch du warst nicht bereit, mal auf den Aspekt, welche Arten von Keimen sollten welcher Gründe wegen gemieden werden, einzugehen. du hast mir immer nur geschrieben, dass du deine Form der Trennung Ratten und Katzen für ausreichend hälst. Du kannst das freilich schreiben und betonen, es ist nur so, dass ich mir ein solch striktes Regime nicht vorstellen konnte, weil all die katzen- und Hunde haltenden Leute, die ich kenne, nicht so waren, wie du.

    Es ist m.E. eben nicht dasselbe, ob ein Organismus nach regelmäßiger Konfrontation mit Bakterien und Viren selbst Immunität erwirbt, oder ob ein Organismus während der Begegnung mit Milben und Würmern nichtmal ansatzweise so etwas wie eine Resistenz erwerben kann. Was an humoralen und zellvermittelten Immunantworten in einem Wirtsorganimus auch auf Parasitosen hin erfolgt, hat nicht den Tod der Parasiten zur Folge und es trägt nicht zur Gesundung von solchen Krankheiten bei. Zudem lösen Parasitosen gern jede Menge, die Gesundheit beeinträchtigende Reaktionen der Immunsystems - richtig eklige und böse Entzündungsreaktionen aus.

    Ich kann nun einen Tierbestand hernehmen und ihn teilen in Individuen, die besser mit Parasiten umgehen konnten und welche, die damit ganz schlecht umgehen konnten und schlimm erkrankten. Diesen Unterschieden liegen aber Merkmale zugrunde, die fast nur vererbt werden. Tiere mit dilutierten Fellfarben z.B. werden unter der gleichen Belastung öfter und schlimmer an Parasitosen leiden als Dd oder DD - Genotypen. Das ist so, weil die Oberflächen dilutierter Haare höckrig sind, weil die Farbe in großen Klumpen und weil sie unregelmäßig in den Melanozyten verteilt ist. Eine Haarbalgmilbe wird viel schneller in die Wurzeln und Häute, die diese d-Haare ausgebildet haben, eingedrungen sein als in die Haare eines D-Tieres. Auf Tiere, die sich hinsichtlich der Haarstruktur unterscheiden, trifft ähnliches zu. Das Klima, das auf Häuten und in Schleimhäuten der Tiere herrscht, kann individuell verschieden sein, so dass Parasiten suboptimale oder optimale Bedingungen vorfänden. Ähnliches trifft auf viele andere spezialisierte Zellen eines Wirtstieres zu. Aber diese Unterschiede sind genetischer Natur. Sie sind nicht die Folge einer überstandenen infektiösen Erkrankung und haben keine Immunität zur Folge.

    Ich gebe Ratten - Notfellchen nicht deshalb Asyl, um die Bestände fleißig zu selektieren in Gruppen, die auf Parasitosenunterschiedlich schlimm reagieren. Ich will dieses Parasitosen vermeiden, weil mir kein Nutzen einfällt außer dass man Wirtstiere braucht, um die Artenvielfalt vieler wirbelloser Tiere zu erhalten.

    Als meine Antwort, dass ich lieber Ratten aus Katzen freien Haushalten aufnehmen würde als welche, wo Katzen aus und eingehen, schlimm diskriminierend von dir und von anderen Foris empfunden wurde, hast du - habt ihr vermutlich nicht daran gedacht, dass ich zugleich ein Haushalt bin, aus dem Ratten niemals wieder raus gegangen sind. Das heißt: ich habe also auch niemals Ratten plus mehr oder weniger gut mitgepflegte Untermieter an andere Rattenhalter abgegeben. Zu keiner Zeit habe ich mit einer tollen Rattenhaltungsform angegeben. Wer mit mir seine Notfellchenhaltung optimieren wollte, bekam sie zu sehen - ungeschönt. Sie ist das Mittelmaß der Rattenhaltung. Darf ich, weil ich im Großen und ganzen Mittelmaß bin, nicht mal schreiben, warum ich eine Rattenhaltung ohne Katzen im Haushalt besser finde ...?

    Grüße

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    Um dieses Risiko auszuschalten, dürften wir tatsächlich nicht mehr vor die Tür.

    Hallo Muphy, ich schrieb es schon mal;

    weder will ich irgendein beliebiges Infektionsrisiko ausschalten noch mag ich alle ausschalten.

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    Und selbst dann würden wir uns bloß solche empfindlichen Geschöpfe "ranzüchten", wie wir es sind, die mit Allergien und dergleichen zu kämpfen haben.

    Kannst du mir erklären, welche Vorteile es dem Individuum, dem Bestand und der Art bringt, wenn Farbratten sich Saug-, Haken-, Bandwürmer, Einzeller und Milben halten? Man erwirbt keine Resistenz gegen diese Parasiten dadurch dass man eine Parasitose hat. Es ist nicht so wie mit Viren und Bakterien.

    Magst du in den Trikont gehen und den Menschen dort erzählen, wie nützlich Schistosomen sind? Sie ihnen als Therapie gegen ihre Allergien verschreiben? Das würdest du doch nicht tun wollen, oder?

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    Wer tierlieb ist, und Tiere so mag, wie die Natur sie geschaffen hat, der muss auch damit leben können, dass manche Tiere Andere fressen!

    Ja, wie hat die Natur die Hauskatze "geschaffen" ...

    In Regionen, die heute zum nördlichen Afrika und zu Vorderasien gehören, gab es einst eine Wildform, deren Bestandsdichten sicherlich niemals denen der Haustierform der Art entsprachen. Es ist und war die "Natur" des Menschen, aus Wildformen Haustierformen zu züchten und sie anschließend in Bestandsdichten zu verbreiten, die mit Natur und Notwendigkeiten nichts mehr zu tun haben. Du kannst nicht ernsthaft meinen, dass die derzeit hier im modernen Europa verbreiteten Hauskatzenbestandsdichten je einen anderen Zweck erfüllten als die Bedürfnisse der Tierhalter zu befriedigen.

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    Tiere betreiben natürliche Auslese,

    Murphy, diese riesigen Hauskatzenbestände, für die der Mensch gesorgt hat, die in diesen Bestandsgrößen nichts weiter als ein Privileg sind, haben mit natürlicher Auslese doch fast nichts zu tun.

    Wenn in Zukunft alle Hauskatzen draußen gelassen - sich selber überlassen werden würden, so dass sie auch fressen müssten, was sie erbeutet haben und wenn sie ohne tierärztliche Versorgung und ohne Whiskasschwein auskommen müssten, dann würde man auf eine natürliche Auslese hoffen können ... vorher nicht. Dann würde es eine Natur geben, die auch die Hauskatzenbestände auslesen würde --- ganz unbarmherzig.

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    Und da nehmen wir es uns heraus, Katzen das Jagen zu verbieten???

    Nein, ich hatte nie vor, den Katzen das Jagen zu verbieten. Ich appellierte an die Menschen und an die Katzenfreunde, sich zu überlegen, ob sie sich denn unbedingt eine oder zwei oder die 99ste Hauskatze anschaffen und zum Wildern raus lassen müssen, wohlwissend, dass gleich nebenan auch "nur" tausend Katzenliebhaber wohnen, die sich bereits Hauskatzen angeschafft und sie raus gelassen haben.

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    Was würde passieren, wenn keine Freigängerkatzen mehr Mäuse jagen würden? Wir hätten

    ... keine von Jagdpächtern wegen Wilderei erschossenen Hauskatzen!

    Wir hätten auch keine durch Rodentizide vergifteten Hauskatzen.

    Ja und ... Katzen, die den Verkehrstod starben, gäbe es auch nicht.

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    weil wir Menschen den Großteil der natürlichen Jäger auch nicht in der Nähe unserer Häuser wollen...

    Wusste ich es doch, dass hier jemand kommen und den Bogen so elegant zum Katzenabschussthema ziehen wird.

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    Und auch wenn du das nicht sehen willst - die Natur ist nunmal grausam.

    Du hast sicher nichts dagegen, wenn wir in dieses Naturklischee die freigängerhauskatzenhaltende, die abschießende und die vergiftende Natur des modernen Menschen einbeziehen.

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    Und für die Maus macht es keinen Unterschied, ob sie von einer Wildkatze oder von einer Freigängerkatze getötet wird.

    Jawoll, die Bestandsdichten und Bestandsgrößen der Wildkatzen entsprechen ja schließlich ziemlich genau denen der angeschafften raus gelassenen Hauskatzen.

    Ich finde das überhaupt gut; dass raus gelassene Hauskatzen keinen Speziesismus betreiben und unterschiedlos alles abräumen, was sie an wildebenden Federvieh, Kleinstsäugern und Reptilien draußen so finden ... vom Eisvogelbestand bis hin zur Kreuzkröte.

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    Deshalb so gegen die Katzenbesitzer zu hetzen find ich absurd...

    Lass uns inmitten der Hetzerei ein Päuschen machen und den Rest aller Farbratten, Wellis und Kornnattern raus in die Pampa lassen, um das Malträtier- und Futterdefizit an jagdbaren Wildtieren auszugleichen.

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    Menschen sind meiner Meinung nach dafür zuständig das Gleichgewicht nicht durcheinander zu bringen

    Deshalb haben sie ja nach dem Mittelalter, das so spärlich mit Hauskatzen besetzt war, die Massenkatzenhaltung der Haustierform einer Art, die hier und in den meisten anderen Regionen wild lebend garnicht ursprünglich war, kultiviert.

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    - nicht dafür, dass jedes (noch so schwache und kranke) Tier überlebt.

    Du hast zwischen gestern und heute hoffentlich deine Farbratten-, Meerschweinchen-, Welli- und Kornnatterbestände entsprechend selektiert?

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    Aber wenn du es schlimm findest, dass sich niemand um die Wildtiere kümmert - geh raus und versorge sie mit Futter und bring jede zum TA , damit sie ja überlebt.

    Ich schrieb es schon mal;

    Ich finds schlecht, dass sich Millionen Katzenhalter der Verantwortung, die sie für ihre mit Whiskasschwein gefütterten Hauskatzen eigentlich haben, entziehen, indem sie sie einfach raus lassen gemäß dem Motto: aus den Augen aus dem Sinn.

    Jo, Hauskatzenhaltung ist so schön einfach. Warum ließen wir Rattenhalter nicht auch schon längst alle unsere Farbratten raus!

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    Wenn das tatsächlich ginge würdest du sehen, wie schnell das Gleichgewicht aus den Fugen gerät...

    Magst du mal weniger über Fugen reden: Gibt es nun derzeit ein Ungleichgewicht oder gibt es keines?

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    P.S.: Tut mir leid, wenn das jetzt OT war, aber diese Einstellung find ich echt übertrieben...

    Es ist wie mit den grünen Fliegen .... Wer der 999999ste Katzenfreund ist und die 999999ste Hauskatze aus der Verantwortung, die er für sie hatte, einfach raus zum Wilden entlässt, hat angesichts der 999998 Gesinnungsgenossen, die vor und neben ihm das gleiche taten, auch keine Skrupel.

    Je mehr Hauskatzen und je mehr Whiskasschwein er verfüttern konnte, desto lieber wird er mit dem Wort Natur agieren.

    --

    Was ist an meiner Einstellung absurd?

    Nö, ich werde nicht mit jedem hier persönlich über seine besondere Form der Katzen/Rattenhaltung diskutieren. Dort wo Freigängerkatzen und Ratten gleiche Räume nutzen und über die selben textilen Wohnbeläge und Fußböden laufen, dort spielen und kuscheln, werden mindestens Wurmeier ausgetauscht. Ob sich der Katzen und Ratten haltende Mensch sich zehnmal am Tage die Hände wäschst oder öfter, spielt hier fast keine Rolle.

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    Dann sollen auch Rattenhalter mit

    Von sollen hatte ich garnichts geschrieben. Ich schrieb (mittlerweile 2mal), nach welchen Kriterien ich mir die Ratten in Zukunft noch sorgfältiger als bisher aussuchen werde. Dich müssen meine Kriterien doch nicht stören. Du wirst genügend Notfellchenhalter mit Freigängerkatzenhaltermentalität finden. Ich werde zusehen, dass ich die Rattenliebhaber finde, die meine Meinung teilen.

    Das ist dann eben einer von wenigen, aber schwer wiegenden Gründen, der die Rattenfans und Notfellchenhalter trennt. Damit kann ich leben.

    Ich sehe auch nicht ein, weshalb ich das Anschaffen von Hauskatzen, die von ihren Besitzern erst Whiskasschwein vorgesetzt bekommen und dann nach draußen zum wildern geschickt werden, gut heißen soll.

    Es ist eine Frage der Moral und eine Grundeinstellung, ob ich es zulasse, dass "Haustiere" den Rest der Wildtiere, die nicht in den Genuss der täglicher Fürsorge durch uns Menschen kommen und die nicht tierärztlich betreut und versorgt werden, zu Tode malträtieren, obwohl sie sie als Futter garnicht nötig haben, oder ob ich mich bewusst gegen diese Misere ausspreche - mich bewusst gegen diese Hobby entscheide.

    Hauskatzen muss man sich nicht anschaffen, wenn man sie nicht artgerecht halten kann, ohne dass andere Tiere - Wildtiere zu Schaden kommen. Das trifft auch auf Tiere andere Arten u.a. auch auf Ratten zu.

    Lysinn

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    "Mir doch egal was mit denen passiert"

    Genau, wessen Mentalität ist das ?? Das ist die Mentalität von Millionen Freigängerkatzenhaltern; denen ist und war schon immer egal, dass Millionen satt gefütterter, raus gelassener Stubentiger Millionen Wildtiere, die keiner gefüttert und für die keiner gesorgt hat, zu Tode malträtiert haben. Das ist ein unmöglicher Zustand. Für ein Heimtier und für sämtliche Schäden, die es anrichten, hat niemand anders als der Besitzer die Verantwortung. Mit der gleichen verantwortungsloser Zustan. Mit dieser Mentalität könnte man auch fürs Rauslassen aller Farbratten plädieren.

    --

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    besonders fehlt der kontakt um die rattis ernsthaft anzustecken...

    Hallo

    Ooch, das ist eben einfach; die Subentiger putzen sich in den Wohnungen die draußen aufgelesenen odr selber ausgerschiedenen am After klebenden Wurmeier aus den Fellen. Und nun schaffen es entweder die Rattenhalter mit ihrem Hantieren, diese Eier weiter im Wohnumfeld also auf Zimmerböden, textilen Möbelbezügen zu verteilen oder sie schmieren sie mit den eigenen Fingern auf ihre Ratten. Die Ratten, die sich auch nur gern putzen, - putzen heißt: kämmen, Finger an- und ablecken, Finger einspeicheln, nehmen die Wurmeier fleißig auf und fertig und geschlossen ist der Zyklus. Man kann dann nur noch beten, dass nicht noch alle die Parasitenarten darunter sind, die sich auch noch übereifrig in Lungen, Herzen, Nieren und Leber der Ratten begeben. Die nächsten Kuhpöckchen werden sich bestimmt auch freuen,wenn sie von katzen und Ratten zu erzählen haben.

    Wenn man natürlich nicht wissen und sich eben nicht vorstellen will, was man hier tgl. macht und risktiert, argumentiert man so wie du, FreakyCherry.

    Ich habe keine Lust, Augenauswischerei zu betreiben.

    Chenoa

    Für mich war es aufschlussreich zu erfahren, welche Rattenhalter sich hier als "Halter" von Freigängerkatzen geoutet haben.

    Das kann doch so bleibe; dass Freigängerkatzen haltende Rattenhalter die Notfellchen unter sich aufteilen und die Rattenhalter, die nicht noch xx andere Tiere halten und die v.a. keine Katzen raus- und reinlassen, die Notfellchen an Rattenhalter der gleichen Einstellung vermitteln.

    Grüße