Beiträge von Lorna

    Zitat

    @ Lorna: Im Gegensatz zu Katzen, wenn diese im selben Haushalt leben und vielleicht auch mal ein- und ausgehen, hast Du als Mensch noch den direkten Kontakt zu den Ratten, bist also eine viel größere Quelle an Parasiten und Bakterien.

    Lass uns das ruhig mal etwas weiter vertiefen ... auch wenns am Rande ist; ich habe sozusagen darauf gewartet.

    Ja, wofür bin ich als Mensch Quelle, Gefahr bzw. "wann" bin ich in eine Infektkette involviert ...!? ... doch quasi nur bzgl. bakterieller und viraler Keime. Diese "Belastung" will ich den Ratten keineswegs komplett ersparen. Ich möchte durchaus, dass sich auch unsere Rattis damit auseinandersetzen, nur weiß ich nicht, wie man das gut oder kontrolliert macht und welche Ratten welcher Altersklasse man mit welchen Keimen in welchen "Mengen" konfrontieren sollte. Im Zuge der Entwicklung von der Geburt bis ins Alter findet eine Auseinandersetzung mit vielen Keimen statt, ohne diese sich ein halbwegs gesundes Immunsystem nie entwickeln würde. Normalerweise erwirbt ein Organismus eine zeitlich begrenzte Resistenz gegenüber später kommenden Keimen und er baut auf vererbte.

    Ich gehe davon aus, dass es wenig Bakterien und Viren gibt, die in Organen, Blut und Lymphen persistieren, die auf lange Zeit krankmachend sind und dadurch problematisch (epidemiologisch) für die Bestände sind.

    Ich meine nicht die Keimflora, die auf den Hautoberflächen und in den Schleimhäuten der Menschen und Tiere aufhält und als physiologisch (gesund) eingestuft wird. Davor fürchte ich mich nicht.

    Aber mit parasitisch lebenden Saug-, Haken-, Bandwürmern, Einzellern, Milben etc. geht der Wirtsorganismus doch anders um - genauer gesagt setzt er sich mit diesen Tierchen quasi nicht auseinander; er erkrankt und wird geschädigt langfristig. Auch auf viele dieser Parasiten hin werden Antikörper gebildet ... mehr oder weniger spezifisch, aber sie zeigen in solchen Fällen wirklich nichts weiter an als die Begegnung mit den "Tierchen". Ob das eine oder andere Peptid des Fremdproteins des Parasiten von dem Antikörper gebunden wird, kratzt den Parasiten doch nicht. Der ist chemisch schon viel zu diver, als dass er vor AK, AK-AG-Komplexen und Fresszellen Angst haben müsste.

    Oder kann man deiner Meinung nach ein parasitäre Immunität erwerben?

    Ich als Mensch - weil ich Mensch bin, vermag ich durch eine ganz simple Hygiene die Infektionskette für Parasiten und deren Entwicklungszyklus zu unterbrechen. Katzen, Ratten und andere Tiere vermögen das doch aber nicht.

    Warum entwurmt man Hunde und Katzen denn regelmäßig und beinahe lebenslang? Doch nicht deshalb, weil sie nach der ersten Entwurmung parasitenfrei wurden. Sie bringen sie immer wieder mit .... mindestens die Wurmeier - nicht unbedingt von den ach so böse schlimm verkeimten Wildtieren sondern von ihren Artgenossen, weil diese nicht zu gleichen Zeiten wurmfrei waren. Katzen und Hunde bleiben damit in die Infektkette für parasitäre Infektionen doch eingebunden. Den Menschen muss das freilich nicht sooo stören, er leckt sich selber ja nicht von oben bis unten sauber, er leckt nicht die Straßen ab, wäscht Gemüse, Obst und die Hände. Aber unsere Ratten, die es nicht wissen, schlappern die von draußen eingeschleppten Parasiteneier frisch und frei von den Wohnungsböden, von den Utensilien, auf denen die regelmäßig rausgelassenen Hauskatzen gelegen haben.

    Rowe,

    ich hatte all die Jahre nun nicht nur diese, für manche extrem klingende Meinung. Ich habe mir auch schon selber eine andere Meinung zurechtgebastelt, mit der sich das Thema auch und anders angehen ließe, aber ...........

    Zitat

    Würdest Du etwa auch nie Ratten aus einem Hundehaushalt aufnehmen?

    Doch, und auch aus Katzenhaushalten würde ich Rättlein aufnehmen, gut unterbringen und sie gesund pflegen, wenns nötig ist. Aber es ist eben die uralte Frage, ob man es für möglichst viele Ratten mittelmäßig machen und so belassen sollte oder ob man es für seine Ratten, nachdem man sie und das Wohnumfeld für einen etwas längeren zeitraum parasitenfrei bekommen hat, wieder schlechter machen sollte.

    Wir als die, die Notfellchen aufnehmen, sind quasi nur eine Senke. Wir geben den Rattis letztes Asyl, vor allen denen, die krank sind und auch verkeimt. Nachdem ich eine Gruppe neuer Ratten tierärztlich untersuchen lassen, behandelt habe und auch die üblichen akariziden Mittelchen verabreicht habe, möchte ich gerade diese Hammermittel diesen bereits behandelten Ratten in Zukunft doch ersparen und nur die neuen ggf. behandeln müssen. In einem Wohnumfeld, in dem Katzen von draußen und nach drinnen wechseln, bräuchte ich an Hygiene und an schonende Entwurmungsprogramme doch garnicht zu denken. Dort wo unsere Rättlein die Haushalte wechseln wo sie von Pflegestelle zu Pflegestelle, von Vermittler zu Vermittler, von Pflegestelle zu endgültigem Besitzer gehen, muss ich doch ein anderes Regime wollen, als sinnlos in den liebenlangen Tag hinein zu entwurmen.

    Grüße

    Hallo

    Für mich gäb es keinen Grund, Ratten und Katzen im gleichen Haushalt als Heimtiere zu halten. Ich konnte mich guten Gewissens für Heimtiere einer Art entscheiden. Was hätte ich davon, Ratten und Katzen im gleichen Haushalt zu halten ...

    - Würde ich die Katzen teilzeitlich nach draußen schicken (weils ja schließlich bequem ist), fände ich den Vorwurf der verantwortungslos zum Wildern raus gelassenen Stubentiger gerecht aber untragbar.

    - Würde ich die Katzen rund um die Uhr einsperren, dürfte ich mir den Vorwurf der nichtartgemäßen Tierhaltung gefallen lassen; wobei es egal ist, ob die Rattis im Nebenzimmer separiert oder ob sie das Zimmer mit den Katzen teilen jedoch in Hochsicherheitskäfigen untergebracht sind.

    Und ich dürfte mir den Vergleich der nicht kalkulierbaren Gefahren, die durch das zusammen Wohnen von Katzen und Ratten bestehen, um die Ohren hauen lassen. Ich meine, mit dem gleichen schlechten Gewissen, das mich Katzen im Rattenzimmer halten ließe, könnte ich Ratten auch mit nach draußen nehmen; draußen rennen schließlich auch nur Freigängerkatzen herum, die den schonenden Umgang mit Farbratten natürlich genau kennen, weil sie ihn schließlich tagsüber teilzeitlich zuhause schon üben durften

    - Würde ich ähnlich der üblichen Katzenhaltungsfreigängermentalität zur Abwechslung die Farbratten auf Teilzeit raus in die Pampa zum Wildern schicken, damit die Katzen für ne Weile das Zimmer für nutzen können ohne sich und die Rattis zu stressen (das wäre doch denkbar gerecht und machbar, könnte ich den Vorwurf der Verantwortungslosigkeit ebenfalls nicht vor mir weisen. Es würde ja auf das gleiche Dilemma wie die wildernde Freigängerhauskatzenschwemme hinauslaufen. Und als Verkehrsopfer machen sich Farbratten wohl genauso gut wie raus gelassene Hauskatzen. Es merkt wohl fast keiner, wie willkürlich gerade von uns Rattenhaltern die Risiken diskutiert werden.

    Nein, ich werde mich hüten, zeitgleich Hauskatzen und Ratten zu halten. Ich kann schon nicht allen Notfallratten ein Heim geben; da kann ich guten Gewissens den Notfallkatzen in den TH eine Absage erteilen ... im Interesse der Gesunderhaltung meines Rattenbestandes. Ein Tier- und Arten-Sammlertyp bin ich eh nicht.

    Ich bin ehrlich: Ich ekele mich vor diesen Teilzeitfreigängerkatzen und dem, was sie an Keimen und Parasiten mitbringen würden ... ins Heim, in dem die Ratten - die Notfellchen wenigstens halbwegs gut leben möchten. Ich würde auch nie von jemandem die Ratten übernehmen, wenn ich mitbekomme, das im Haushalt Freigängerkatzen, die aus und eingehen, gehalten werden.

    _Wenn_ die Trennung in wildlebende und häuslich lebende Tiere noch einen Sinn haben sollte ... wegen des Keimstatus, der möglicherweise aber nicht erwiesenermaßen unterschiedlich ist, dann würde ich mich zuallererst gegen Katzen verbarrikatieren.

    Grüße

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    DIE RATTEN MÜSSEN DA RAUS

    Halt ...;

    Sorry, aber vielleicht müssen sie das ja nicht. Ich halte es für einen Fehler, sich vorzunehmen, die Rätze unbedingt - auf Biegen und Brechen einfangen zu wollen. Man steigere sich da nicht rein.

    In erster Linie ist es eine junge Frau, die zwar zur Miete wohnt, sich m.E. aber daran gewöhnen kann (vielleicht hat sie das längst), dass die Ratten des nachts eben aktiv sind und übers Bett rennen, während sie schlafen möchte. Vielleicht werden die Ratten auch mal den einen oder anderen kleinen Biss setzen. Sicherlich kann nicht jeder so etwas ertragen, aber sooo schlimm ist das nicht. Blöde aus meiner Sicht ist/wäre es, wenn einem so ein Vermieter im Nacken sitzt oder einem zu dicht auf die Pelle rückt.

    Wir Menschen sind das unkalkulierbare, sind jene, die Ängste schüren.

    Was wäre sooo schlimm daran, die Ruhe zu bewahren und diese Ratten auch die nächsten Wochen und Monate mit Trinkwasser und Futter zu versorgen. Hinterm Schrank leben doch nur jene 2 Rattenmännchen - es ist kein Pärchen. Es kann keinen Nachwuchs geben. Es kann sich kein Bestand entwickeln. Es gibt keinen Grund in Panik zu verfallen.

    Freilich wird sich dort hinterm Schrank Kot anhäufen - Futterdeponien und zernagtes wird es geben. Und ja ... der Harn wird sicherlich a bisserl müffeln, ehe er trocknet, aber sonst ...?

    SpringenderPunkt

    Überdenkt inzwischen auch noch mal euren alten Kisten-Zeitungstrick. Der war doch schon sehr gut geplant. Man nehme - gedanklich erstmal - eine Art Fallrohr, das innen schön glattwandig ist. Man bringe es fast senkrecht hängend (nur leicht geneigt ca. 15°) am Schrank an in der Weise, dass sich dessen Öffnung oben -> neben der Schrankoberkante - also auch knapp unter der Zimmerdecke befindet. Ich glaube, es ist irrelevant, ob man auf den Rohrboden tief unten ein Leckerli legt oder nicht. Ich würde in den Rohrboden oder im unteren Bereich der Rohrmantelfläche wieder ein oder zwei kleine Löcher reinstechen oder reinbohren, damit die Luft durchzieht von unten nach oben. Den Durchmesser des Rohres klein und maximal so groß wählen, dass die Ratten nicht so einfach in Kaminkletterart wieder hoch kommen. Sie sollen abrutschen wenn versuchen, hoch zu klettern.

    Befestigen würde ich das Fallrohr am Schrank mit ein paar Seilen.

    Durchdenkt es mal.

    Viele Grüße

    .. möglichst schonend, womit könnte man das versuchen?

    Die Farbe stammt von rotem Seidenpapier. Wenige Reste dieses Papiers, das die Ratten in die Röhren des Spielplatzes gezogen hatten, haben ausgereicht, die Fuß- und Handflächen fast aller Ratten komplett zu färben. Durch Harn und Atemluft ist das Papier feucht geworden und hat Farbe abgegeben. Fünf von sechs Ratten haben seit letzte Nacht feuerrote Fußsohlen. Das sieht so erschreckend aus, dass ich keine Doku - kein Bild gemacht und verlinkt habe. Ich dachte, ich müsste und könnte die Farbe in den nächsten Stunden entfernen. Aber mit Wasser und a bisserl Shampoo und wenigen Minuten Einwirkzeit hatte ich ers tmal keinen Erfolg. Mir ist klar, dass im Zuge der Hausregeneration nach zwei Wochen auch die normale Hautfarbe wieder da sein wird; aber ich habe nun doch Bedenken, dass von den Substanzen einiges durch die Oberhaut dringen, vom Blutgefäßsystem im Organismus einer Ratte verteilt werden und dass das schaden wird.

    Man glaubt es kaum, dass sich ein Farbstoff ultraschnell und so fix aus dem Papier gelöst hat, sich aber nicht halb so leicht wieder von der Haut der Ratte hat entfernen lassen. Mit Öl und Fetten traute ich mich noch nicht ran an die rotverfärbte Haut in der Angst, dass ein Öl oder ein Fett die Farbe eher noch tiefer in die Haut transportiert als dass sie sie ablöst.

    .................................

    mit hochrotem Kopf grüßend

    Hallo ihr Lieben,

    ich oute mich mal als jemand, der mit dem Begriff Siebdruck nichts anzufangen wusste. Vielleicht kann jemand demnächst mal ein Bildchen (schräg über die Oberfläche und auf die Kante schauend) machen und zeigen, wie die Oberflächen einer Siebdruckplatte aussieht.

    Ich stehe irgendwie immer noch auf dem Schlauch, weiß so richtig nicht Bescheid.

    Hallo grisu


    Du hast in deinem Profil als Käfigart doch Unidom, Voliere angegeben. Hast du deinen früheren Unidom verkauft? Mit welcher Baureihe - mit welchem Typ hast du denn welche Erfahrung gemacht? Hast du mit der Lieferung deines Unidoms ausschließlich schlechte Erfahrungen gemacht? Dass der Service bei uniblech nur schlecht ist, kann mir gar nicht vorstellen.


    Grüße


    ---------- Nachtrag 22.02.2011 um 09:20 ----------


    Tanja,

    wenn man eine Suchmaschine nach Kaskadendom suchen lässt, wird einem die entsprechende HP - die Präsentation jener Käfigbaureihen, die von diesem Unternehmen gebaut und verkauft werden, genannt.

    Die Firma selber hat übrigens auch eine HP, auf der sie ihr Produktionsprofil und ihren Maschinenpark vorstellt. Sie findet man ebenfalls über Schlüsselworte wie Hoffmann und Blechverarbeitung. Vielleicht ist ja der eine oder andere technisch Rattenhalter unter euch, der sich tiefer für diese immer noch recht modernen Technologien lasergestützter Bearbeitungen einiger Werkstoffe interessiert. Es gibt auch interessante Seiten im Web - es sind die Seiten der Hersteller der Maschinen - die mal beschreiben, wie mit diesen farbigen Metallpulvern die Oberflächen in quasi einem Arbeitsgang beschichtet werden können, also während die Laser den Materialien ihre Formen geben indem sie sie schneiden, abtragen und verdampfen.


    Habe nachdem ich eine Weile nachgelesen hatte, dann doch gelächelt über mein veraltetes - mein uraltes klitzekleines Wissen über diese Bearbeitung, das mir meine FH vor 15 Jahren im Rahmen eines klitzekleinen Praktikum einverleibte.


    Grüße

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    die Babies bilden einen Kuschelhaufen und wärmen sich gegenseitig :

    Dass eine große Masse länger zum Auskühlen bzw. zum Aufwärmen braucht, ist mir schon klar. So lange es eine Temperaturdifferenz gibt zwischen der Zimmer-/Umgebungstemperatur und der Temperatur, die der Kuschelhauf hatte, nachdem die Rattenmutter ihn gewärmt hat, wird ein Kuschelhaufen neu geborener Babys aber doch abkühlen. Neugeborene wenige Stunden alte Babys, die ihre Körpertemperatur noch fast gar nicht regulieren können, sind wohl doch nicht so empfindlich gegen Auskühlung?

    Zitat

    Also ueberhaupt kein Problem, wenn sie nur alle 2-3h mal ins Nest geht. Mehr als saeugen und putzen kann sie mit den kleinen ja eh noch nicht machen.

    Hallo

    Habe auch mal eine Frage; die Gefahr, dass die Baby auskühlen, ist wohl gar nicht so groß? Mal angenommen, die Mama wärmt die Kleinen - wenn diese gerademal 1 Tag oder nur Stunden alt sind - für 2-3 Stunden nicht. Die Körpertemperatur der Babys würde sich doch verringern auf die Raumtemperartur. Das verkraften die Babys wohl idR?

    Grüße

    Hallo

    Magst während einer ruhigen Minute noch ein paar Dinge lesen, oder hast du schon genug? *lächel*

    Vorweg, ich habe keinerlei Erfahrung, aber ...

    ... ich würde mich die kommende Woche vorrangig um die Rattenmutti kümmern. Ich würde mich regelmäßig wenigstens für ein Viertelstündchen ruhig neben den Käfig setzen und das Treiben der Rättin beobachten. Ich würde freundlich und leise mit ihr sprechen. Im Falle, dass sie zum Gitter kommt, sich für mich - für ihren Menschen interessiert, würde ich ihr regelmäßig etwas - kleine ergänzende Mengen frischen Nestmaterials reichen ... durch die Gitterstäbe oder durch die Käfigtür hindurch. Auch kleine Futtermengen (Trockenfutter oder rohe kleine Gemüsestückchen würde ich anbieten. Ich würde den Finger durch Gitter stecken und versuchen, sie vorsichtig ein wenig kraulen in dem Fall, wo sie zum Gitter kommt. Vielleicht mag sie das ja. Ich würde der Rattenmutti zeigen, dass sie die erste und beste ist.

    So lange die Rättin mit dem Wurf innerhalb des Käfigs umzieht und die Nester wechselt, würde ich sie lassen. Ich würde akribisch aufpassen und verhindern, dass die Rättin die Babys nach außerhalb des Käfigs zu verschleppen versucht. Will sagen, Vorsicht mit dem Freilauf; ggf. Lieber den käfig schließen während des Freilaufs.

    Grüße

    Was man an Liebe und Zuwendung in die aufziehende Rättin "investiert" ist, wird letztendlich auch den Babys zugute kommen. Nicht der Mensch, sondern die Rättin ist die Mutter ihrer Kinder

    Ich nochmal ...

    Hallo

    Nehmt euch noch einige Tage Zeit; gebt auch den Rattis diese Zeit und die Gelegenheit, sich an die gebaute Rohr-, Bretter- oder Schmalgangfalle zu gewöhnen - an die Teile, die ihr ins Zimmer werdet gestellt haben. Lasst die Rattis desnachts - ein paar Nächte lang - diese Wege und Hilfs- und Fangkonstrukte in Ruhe passieren. Sie müssen das Gefühl erlangen, dass sie in diesen Konstrukten sicher sind und dass sie dort rein- und auch wieder rauslaufen können. Beobachtet das alles nicht ständig. Es wird einem in den Fingern kribbeln und es wird einem schwer fallen, sich erst mal zu beherrschen, wenn man glaubt oder sieht, dass eine der Ratten zum Greifen nahe oder in dem Fangkonstrukt ist. Aber ihr wollt ja alle beide Rattis möglichst lebend fangen und nicht nur eine. Ich würde sogar soweit gehen, dass ich die Ratten mit einer dritten, der relativ zahmen Ratte einer Bekannten - einer Ratte, die menschliches Handling gewohnt sein sollte, ködern würde. Man stelle sich vor, dass man einen kleinen Käfig mit zwei zahmen Farbratten leiht und ins Zimmer stellt. Nach wenigen Tagen werden die zahmen Ratten sichdort normal verhalten-. Deine Bekannte versorgt und beschmust die geliehenen Ratten im Käfig. Die zahmen Ratten werden bestimmt Vertrauen "ausstrahlen" auf die wilden. Der Käfig mit den geliehenen Ratten und das letztendlich gebaute Fangkonstrukt könnten eine geeignete Kombination sein. Welcher Ratz wird auf Dauer den duftigen zahmen gekäfigten Rattenweibchen widerstehen können ?!

    Deine Freundin hat so lange schon ausgehalten und die "wilden" Rattis mit Wasser und Futter versorgt. Nur wenn die Ratten etwas von ihrer Angst und ihrem Misstrauen wieder verlieren, wird man eine Chance haben, mann/frau möge mal ein paar Nächte und Tage nicht vor dem Schrank hocken und nicht nach ihnen schielen. Irgendwer sollte dort - im Zimmer natürlich schlafen ... schon der Gewohnheiten wegen.

    Und denkt daran; kaum ein Außenstehender weiß es besser - die wenigsten standen schon vor einer derartigen Situation. Meistens waren die aus den Käfigen ausgebüxten sich im Zimmer verschanzten Rattis von Anbeginn an etwas zahmer, so dass sie nur schreckhaft waren. Aber jene Situation ist anders - ist, als wenn es wild geborene Wanderratten wären.

    So schade, dass sie und dass du soweit entfernt wohnst (es ist der Norden, stimmts); Ansonsten würde ich anbieten, die Rollen mal für eine Woche zu tauschenin der Art, dass deine Bekannte in meine Wohnung schlafen könnte, während ich dort ruhen würde.

    Grüße

    Ich möchte nicht altklug wirken, aber ihr müsst ein Stück freie Wand zum schmalen Gang ausbauen. Den Spalt zwischen Wand und Schrankrückseite müsste quasi verlängert werden. Ein langes Rohr, oder ein langes schmales Hohlprofil aus Pappe oder Holz bauen und so positionieren, dass es mit der einen Öffnung bis zum Spalt reicht und dicht an den Spalt gelegt werden kann. Dieses Teil sollte ein paar Nächte und Tage dort liegen; man sollte nicht daran wackeln; Den Ratten müsste man nochmal Zeit geben, sich an das Konstrukt zu gewöhnen. Sie sollten des nachts in diesen künstlichen verlängerten Gang rein und vielleicht auch mal durchlaufen können, ohne dass man sie währenddessen erschreckt. In ein paar Tagen werden sie sich in dem Gang vielleicht so sicher fühlen, dass sie mal drin verweilen und man sich trotzdem heran schleichen und die beiden Ausgänge - die beiden Enden verschließen - verstopfen kann, so dass sie nicht hinter den Schrank zurück können. Dann hätte man die beiden Ratzen vielleicht schonmal in einem langen Rohr. Mit einer Lebendfallen könnte man dann Erfolg haben, wenn man sie ein paar Tage einfach liegen lässt, sie später a bisserl beködert, die Ratten sollten die Köder holen - also die Falle einige Male betreten und sie auch wieder verlassen können. Nach ein paar Nächten macht man die Falle dann scharf mittels der Feder .

    Am liebsten würde ich dort antanzen ...; Was würde denn 2 3 Übernachtungen kosten? (Keine Angst, das war nur ein schlechter Scherz.)

    Nein, ich lache darüber nicht. Das IST schwer; Jene beiden sind richtige wilde misstrauische Ratten geworden. Daran ist aber keiner Schuld.

    Grüße

    Hallo


    Einen NET 2 habe ich seit zwei Monaten; bin aber nicht mehr sooo glücklich mit ihm und nicht mehr sooo begeistert vom dem guten Stück wie anfangs.


    Welches waren denn einst die Gründe, die dazu führten, dass diese Zwischenböden diese geringere Tiefe bekamen, so dass dieser breite Spalt zwischen der Aufkantung (Rand) des Zwischenbodenblechs vorn und den Türenflächen entstand. Der von mir empfundene Nachteil dieses Spalts wiegt so schwer, dass mich mal eine Auflistung der Vorteile des Spaltes incl. des halbkreisfömigen Ausbruchs, der das Klettern ermöglichen soll, interessieren würde.


    Grüße

    Hallo

    Ich staune grenzenlos über jeden, der so ein Regime der Trennung über Wochen, Monate und Jahre durchhielt UND wenig ungeplante Schwangerschaften bei seinen Ratten hatte.

    Allein in der kurzen Zeit, in der ich meinen Eurotravel habe, habe ich zweimal vergessen, die rechten Türflügel zu arrettieren. Dass ich die linken Flügel gewissenhaft verschlossen habe, hat in den beiden Fällen nichts genutzt. Ohne Verriegelung der rechten Türenflügel fiel es den Ratten leicht, die Türen dann aufzudrücken.

    ---------

    Ich bin kein wahrlich kein hektischer Mensch, eher sehr pedantisch; ich weiß noch, wie ich 2008 trotz meiner damaligen sicheren Käfige die Kastrationsquarantäne wie auf Kohlen abgesessen habe, als ich "nur" vier wilde Ratten - zwei potente sehr wilde Weibchen und zwei extrem scheue Rattenmännchen in einem Zimmer in getrennten Käfigen mit wechselnden Freilaufzeiten gehalten habe ... und obendrein beinahe auf die TÄ vertraut hätte, die mir damals sagte, dass 2 Wochen Kastrationsquarantäne reichen täten.

    Nein, ich hatte mir diese Konstellation damals so nicht gewünscht, aber es waren die interessantesten und wildesten Ratte, die ich je hatte und die ich auch wollte; die Männchen holte ich ein Vierteljahr, nach den Weibchen. Ich konnte es damals nicht länger mit ansehen, dass sie keiner nahm. Sie wären im Zooladen gelandet, weil niemand außer mir Interesse an diesen wilden, eigenwilligen "agoutischen" Böckchen mit ihren wunderschönen Köpfen hatte.

    Grüße

    Hallo Sandra


    Ich kann nicht viel beisteuern, weil meine Ratten eigentlich auch keinen einzigen Käfig haben, der wenigstens etwas behindertengerecht wäre. Wenn ältere Ratten nur noch eine Ebene eine Käfigs oder einen eintagigen Käfig bewohnen und dort essen und trinken, ruhen und robben, kann es sinnvoll sein, diese Ebene in noch mehr Gänge - mehr als man mit einem Haus und einer Toilettenecke zu strukturieren schafft, einzuteilen. Wenn Rattis längst so richtig nicht mehr über freie Flächen krabbeln und die Ruheplätze kaum noch verlassen, können lange Wände, Winkel, und niedrige lange Deckplatten Wunder bewirken. Schon an relativ niedrigen Parawänden - die z.B. aus primitiven Holzleisten/platten bestanden und auf den Schmalseiten standen und dadurch, dass sie einfach winklig verbunden sind, stehen blieben, schnoberten meine feinen Opirätze offenbar noch gern entlang. Dem Reiz, sich taktil orientierend an etwas entlang zu bewegen ... ausdauernd ... verfallen auch ältere und behinderte Ratten noch "gern". Wenn solche Strukturen und Gänge quasi endlos sind, können sie sogar relativ schmal sein, denke ich. Ohne dass eine Ratte eine starke Kehrtwendung machen müsste (die sie praktisch nicht mehr machen kann), würde sie zurück zu dem Ruhe- und Trinkplatz finden. Es hat Sinn, in der Ebene gut zu strukturieren (viel Wand, viel Gang (der ruhig labyrinthartig und auch im Kreise verlaufen kann, anzubieten), wollte ich schreiben.


    Grüße und knuddele deinen feinen Lucky mal vorsichtig "in meinen Auftrag".

    Hallo "Farbi", haben deine zwei feinen Rattenmädels schon Namen? Verrate Sie doch mal ... bitte.


    zu 3.

    Vielleicht magst du dir einen Transportkäfig anschaffen, der so groß ist, dass du deine Ratten in einen kleinen Karton oder ein Papprohrstück oder ein Iglu-Häuschen - kleines Behältnis locken könntest, das du dann in den Transportkäfig legen könntest. Wenn sich Ratten nicht gern in/aus dem großen Käfig, in dem sie wohnen, raus/greifen lassen, kann ein kleines Behältnis helfen, das man in den Käfig stellt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Misstrauen, das eine Ratten einem Behältnis gegenüber hat, nicht sooo schlimm groß ist, wenn dem Tier suggeriert wird, dass es am anderen Ende eine 2. Öffnung hat. Also ein paar Löcher am anderen Ende des Behältnisses, suggerieren der Ratte vielleicht, dass sie dort notfalls raus könnte. Ich hatte sehr scheue Ratten, die selbst in ein dunkles langes Behältnis nicht schlüpften, wenn dieses nur ein Schlupfloch vorn hatte.


    Ich schreib es nur für den arg wilden und sehr scheuen Fall der Fälle; vielleicht sind deine Mädels ja nur normal scheu.


    zu 2.

    1 Klo ist doch meistens nicht so groß, dass die dafür notwendigen Streumengen und Streuwechsel dolle ins Geld gehen würden. Wähle die Streusorte, auf denen deine Ratten noch recht bequem sitzen und welche den Kot gerade noch so gut paniert, das er die Fellchen und Füßchen nicht verkleben wird. Anfangs wird fast jede Streusorte die Ratten zum Wühlen animieren. Die Ratten müssen halt erstmal schauen, wie es im Klo unter der Streu beschaffen ist. Deshalb wird die Streu idR zunächst mal im hohen Bogen raus geschleudert werden. Dagegen hilft m.E. nichts. Ränder, die einige cm hoch sind, sind kein Hindernis. Keine Streu ist so schwer, dass sie nicht fliegen würde, wenn die Ratten scharren und buddeln täten. Auch der vergleichsweise schwere grobe Quarzkies fliegt noch hoch und weit ...wird "über alle Planken" fliegen. Man hofft halt, dass die Ratten wenigstens die Wühlerei im Klo irgendwann lassen.


    Gegen die Verwendung von Tageszeitungen zum Basteln und als Unterlagen in den Käfigen sollte ich wohl lieber nichts schreiben. Damit brächte ich 99Prozent aller Rattenhalter gegen mich auf.


    Mal davon abgesehen, dass ich weder Tages- noch Wochen Zeitungen beziehe: Aber mein Fall wären Zeitungen nicht, weil ich sie nicht hygienisch finde. Ich kenne ja weder den Weg noch die Art, wie Tageszeitungen zum Endkunden finden. Tages- und Wochenzeitungen sind genügend lange unterwegs und lagern offen und auch draußen und an so vielen (Verteiler)Ecken , dass wildernde Hauskatzen und Wildtiere an Zeitungen frisch und frei Kot und Harn absetzen könnten. Zeitungen sind bestimmt nicht keimärmer als Heu oder Stroh. Vielleicht sind Zeitungen weniger verpilzt als Stroh und Heu, aber sonst ....


    Grüße

    .. die die Firma Hoffmann möglicherweise produzieren und verkaufen wollte, warte ich so.

    Geht es noch anderen Usern so, dass sie immer wieder auf die kaskadendom-HP schauen in der Hoffnung, der LET würde dort stehen?

    LET wie "Light Euro Travel" oder so ähnlich.


    Grüße

    Kyra möge mir bitte nicht böse sein, wenn ich Ihren Thread noch a bisserl gebrauche bzw. eine klitzekleine Info einbringe:


    Frau Elvira Tocha (vom Hugro-Hanfstreu-Vertrieb) hat mich in einer eMail darauf hingewiesen, dass die unter der Marke multifit laufenden Produkte keine Hugro-Produkte sind. Die Firma Hugro legt nicht die Hand ins Feuer für die Multfit-Hanfstreu und auch nicht für die Multifit-Hanfmatten.


    Jetzt fragt sich sicher der eine oder andere Fori, warum ich den Kuddelmuddel zwischen Multifit und Hugru überhaupt angezettelt habe;


    mich hat es im Nachhinein verärgert, dass die Angestellten meines regionaler Fressnapfmarkts mich belogen haben, als sie frisch drauflos behauptet hatten, multifit wäre hugro. Man kann jetzt nicht sagen, dass die Firma B Produktpiraterie betrieben hätte; es kann durchaus ja legal sein, wenn Produkte verschiedener Hersteller aufgekauft und von Großhändlern zusammen gemischt und mit 'ner neuen eigenen Vertriebsmarke versehen werden. Aber in vielen Fällen der Fälle sind es dann keine Herstellermarken - oder Hugro-Produkte.


    Grüße

    Hallo Kyra


    Ich weiß nicht, welche Kleintierstreu welcher Firma man kaufen sollte, wenn man ein sehr gutes Produkt erwerben möchte, aber ich denke; Kleintierstreu - Weichholzstreu ist oft besser als ihr Ruf. Die Kleintierstreu mancher Marken, die ich erwarb, war so saumäßig, das ich fast weg war von dieser Streusorte; aber ich habe ich auch sehr gute Erfahrungen gemacht ... mit der Kleintierstreu.


    Ich gehörte zu den Hanfbesessenen, die den tollen Deklarationen teurer Produkte auf den Leim gegangen sind. Nach etlichen Jahren und Erfahrungen kann ich nur schreiben: weder die Hanfstreu noch die Leinenstreu, die ich in den vergangenen Jahren für meine Tiere kaufte und nutzte, war "staubfrei". Diese Streusorten sind keineswegs so hochwertig, wie die Deklarationen der Produkte es den Kunden weismachen wollen.


    Ich möchte den Kleintierhalter sehen, der 15 Liter Hanfstreu oder 20 Liter Leinenstreu umbewegt - "bewältigt" hat, ohne dass es gestaubt hat - bzw. ohne dass eben jene sehr kleinen Streuteilchen ihn haben husten und niesen lassen.


    Vor knapp zwei Wochen hatte ich zudem noch mein schlechtestes - mein ganz persönliches Igitt-Erlebnis ... mit einem im Zoomarkt gekauften 30-Liter-Beutel Hanfstreu. Ekliger konnte es nimmer sein.


    Da ich leider ein Fan der Produktklasse - also ein Fan guter Einstreu (die es wohl nur theoretisch gibt) bin - weiß ich, dass ich der nächstbesten Streusorte, die mit tollen Versprechungen neu auf den Markt kommen wird, auch wieder auf den Leim gehen und voller Hoffnung sein werde.


    Grüße

    Hallo


    Nachdem ich am vergangenen Wochenende eine schöne Astgabel gefunden und mit nach Hause geschleppt hatte und diesen sicher der Salix-Gattung zuordnen konnte, traute ich mich letztendlich nicht, die Astgabel im Käfig zu installieren, weil alle Datenbanken und Quellen den hohen Salizin-Gehalt dieser Gehölze betonen. :-/

    Wie ist das mit Ratten und ASS? Was macht ein Rattenorganismus mit viel Salicylsäure bzw mit viel Salizin?


    Hallo Birgit

    Das Laub, das in der Umgebung liegt, wo man einen solitären Ast gefunden hat, kann auch bei der näheren Bestimmung helfen ... ja und man könnte schauen, welchem der Bäume, die in der Nähe wachsen, der Ast in Form (Abtriebe) und Rindenstruktur am ähnlichsten ist. Wollte sagen, dass man auch hinter her - etwas später zu dem Fundort des Astes zurückgehen und sich dort umschauen könnte (vorausgesetzt der Fundort ist halbwegs wiederzufinden und nicht tief im Urwald oder weit weg).


    Aber gerade bei den vielen Weidenarten wäre ich mir nicht sooo sicher mit der Verträglichkeit im Fall, dass die Ratten doch mehr am Gehölz nagen als daran klettern.

    Grüße