Hallo Selina,
bzgl. dessen habe ich mich tatsächlich auch eine Weile informiert.
Eine offizielle Aussage habe ich nicht gefunden, aber meine Theorie:
Ich habe keine Versicherung gefunden, die Ratten versichert. Der Grund dürfte ganz einfach sein, dass Ratten extrem anfällig auf verschiedenste Krankheiten sind, egal in welchem Alter und auch im Verhältnis zu "nur ein bisschen Schmerzmittel" teurere Sachen fast vorprogrammiert sind (OP, Blut-, Gewebe-, Kot-Untersuchungen, Ultraschal, Röngten, usw usf.). Bei anderen Tierarten ist die Erkrankungswahrscheinlichkeit (schätzungsweise) einfach nicht so extrem hoch.
Versicherungen funktionieren ja so, dass man den Versicherungsnehmer, der mehr Geld kostet als einbringt dadurch kompensiert wird, dass es Versicherungsnehmer gibt, die die Versicherung (so gut wie) niemals in Anspruch nehmen müssen. Bei Ratten ist es aber so gut wie ausgeschlossen, dass sie niemals einen Tierarzt brauchen. Das heißt, dass die Versicherung zu 99% davon ausgehen kann, dass man mit Ratten nur Kosten erzeugt und niemals fein raus geht als Versicherung.
Dazu kommt noch, dass die Ratten nur ~max. 3 Jahre leben. Ein Hund für den du 15 Jahre in die Versicherung eingezahlt hast und sonst nur kleine Wehwehchen hattest wird ein voller Erfolg für die Versicherung sein, selbst wenn an seinem Lebensabend noch ein paar Alterskrankheiten drauf kommen. Im Umkehrschluss hat man mit einer Ratte einfach nicht genug Zeit um die Kosten, die für die Versicherung (garantiert) entstehen werden, wieder rauszuholen.
Dazu kommt noch, dass die Behandlungen für Hund und Katze eigentlich als höher eingestuft werden als bei Ratten (und deshalb die Beiträge teurer sind), aber es gibt einfach so Standard-OPs die für alle gleich teuer sind. Bei meinem TA kostet z.B. die Kastration eines Rattenbocks fast soviel wie von einem Kater (wobei die Versicherung eine Kastration sowieso nicht zahlen würde, es sei denn sie ist medizinisch notwendig) - sodass die Behandlungskosten im schlimmsten Fall auch für einen Kleinnager extrem in die Höhe gehen können. (Das ist ja immer das, was die Rattenhalter-Neulinge unterschätzen).
Die einzige Möglichkeit eine Rattenversicherung für die Versicherung lukrativ zu gestalten wäre, nach meiner Theorie, irre hohe Beiträge zu verlangen - die vermutlich jeden Rattenhalter dazu bewegen würden es einfach weiterhin aus eigener Tasche zu bezahlen.
Nochmal betone ich: Das ist reine Theorie die ich mir selbst zusammengelegt habe. Wenn jemand sichere Informationen hat lass ich mich gerne belehren 