Beiträge von Anonymiss

    Ratten sind Nagetiere. Nagetiere nagen.

    Und was sie nagen suchen sie sich selbst aus. So wie die Katze lieber den Karton als die Katzenangel nimmt, die drin war. Das hat dann nicht unbedingt mit Futter oder anderen Beschäftigungsmöglichkeiten zu tun.

    Ratten verfügen über eine Art zusätzliche Hautspalte, die sie schließen beim Nagen von "nicht essbaren" Sachen. Dementsprechend braucht man sich nicht sorgen, dass sie es wirklich fressen.

    VG

    Also ich muss sagen, dass ich da nicht so gut drin bin die Nährstoffen zu beurteilen. Aber die meisten regulär vertriebenen Fertigfuttermischungen sind eher ungeeignet. Bei der Beschreibung des Herstellers steht für Kaninchen.

    Wenn man sich die Inhaltsstoffe anguckt sieht man direkt Apfel. Das gehört da nicht rein.

    Dementsprechend rate ich dazu auf ein anderes Futter umzusteigen. Dafür würde ich dich aber bitten ein extra Thema zu eröffnen.

    Hallo,

    Kartoffeln und Nudeln gehören nicht täglich auf den Speiseplan. Das sind auf Dauer wirklich Dickmacher. Man kann mal zur Abwechslung eine kleine Menge davon geben, einmal pro Woche oder so, aber nicht als Hauptnahrungsmittel. Das Körnerfutter stell die Basis dar.

    Obst ist ebenfalls ein Dickmacher (Stichwort Fruchtzucker) und bei übermäßigen Verzehr ist es auch schlecht für die Zähne. Dies kann ebenfalls ab und zu zur Abwechslung gegeben werden, aber auch nur in Maßen.

    Die übrigen Gemüsesorten die du aufgelistet hast klingen gut. Gefühlt wirkt jedoch 1cm Gurke sehr wenig auf mich. Wenn du Kartoffeln und Nudeln weglässt musst du dementsprechend mehr von dem "normalen" Gemüse beigeben. Ich habe da ehrlich gesagt nie eine bestimmte Menge gegeben. Gefühlt eine gehäufte handvoll. Da muss man sich nach den Ratten orientieren. Du machst das schon gut - wenn am nächsten Tag noch viel übrig ist, dann ist es definitiv zu viel.

    Solange der Stuhl nicht weich wird kann man Gemüse aber auch nicht "überdosieren".

    Darf ich Fragen was für ein Körnerfutter du hast?

    VG

    Hallo,

    mit Kinderspielzeuglack oder auch Sabberlack genannt nach DIN 71.3 machst du alles richtig. Du brauchst aber mehrere Schichten, mindestens 2, besser 3. Und dazwischen immer anschleifen. Ganz wichtig ist es unbehandelte Schnittkanten zu lackieren, da sonst direkt Urin reinzieht und das bekommt man aus dem Holz nicht mehr raus - dann hilft nur wegschmeißen. Bei meinem Eigenbau habe ich die normale Beschichtung drauf gelassen, aber angeschliffen und überlackiert mit Sabberlack.

    Ratten sind Nagetiere und ja, es ist möglich, dass sie sich durchnagen. Bei meinem Eigenbau habe ich lernen müssen dass es einfach keine "greifbaren Kanten" geben darf. Also wenn du Luftlöcher einplanst (was äußerst sinnvoll ist), dann würde ich in Betracht ziehen über diese von innen noch Hasendraht zu ziehen, weil man sonst eine schöne Angriffsfläche zum Nagen hat. Ich hab die einfach mit einem elektrischen Tacker auf das Holz angebracht.

    4 Volletagen auf 180cm Höhe ist mir zu wenig. Das wären im Schnitt 45cm Abstand. Die Fallhöhe ist zu hoch, es besteht Verletzungsgefahr. Sie klettern ja auch gerne an Gittertüren o.ä. und ein Sturz aus 45cm Höhe kann schon schief gehen. Ich habe mich immer an den Vorgaben einer Rattenhilfe gehalten und bin bei 30 - 35cm Abstand geblieben. Dies ermöglicht es den Ratten sich aufstellen zu können aber hält die Fallhöhe niedrig.

    Das ist so das was mir spontan einfällt.

    VG

    Meine hatten viel Spaß mit Butterbrotpapier. Hab das immer zusammen geknüllt. Ist natürlich keine große Hürde um an das Futter zu kommen. Aber mit dem Papierknäul wurde gerne gespielt auch nach dem Futtern

    Hallo,

    leben Ratten auf Bäumen? Eher weniger.

    Natürlich klettern sie gerne und ausgesprochen gut. Sie sind aber genauso gute Läufer. Sie brauchen Lauffläche. Auch auf einer Volletage kann man Klettermöglichkeiten bieten - es geht auch in die Horizontale. Gleichzeitig vermeidet man potentiell gefährdene Fallhöhen. Ratten kommen überall rauf und ja - auch irgendwie wieder runter. Betonung auf das Irgendwie.

    Große Kletterangebote kann man auch super im Auslauf gestalten und das auch noch abwechslungsreich.

    Der Kletterdrang lässt ziemlich schnell nach und alte/kranke Tiere haben gar keine Basis in einem "Kletterkäfig".

    dada Meine Aussage bezog sich eher auf die Nothilfen bzw. deren Pflegestellen. Das habe ich wohl nicht deutlich gemacht. Auf jene trifft meine Aussage definitiv zu.

    Ich persönlich habe keine Erfahrung mit Tierheim-Ratten, da ich immer von Nothilfen bezogen habe (außer das eine Mal wie beschrieben).

    Bezüglich Mitleid: naja wenn ich mir jetzt denke ich kann 3 Ratten aus einer schlechtem Haltung holen, ist es doch besser für diese 3 Ratten als für eine Ratte der es auf einer Pflegestelle wunderbar geht.

    Genau das ist der Gedankengang den die Züchter (aus-)nutzen und welcher sie am Leben erhält. Deshalb sollte man entweder ganz genau hinschauen und nur von privat kaufen, wenn man sich sicher ist (oder zumindest meint sicher zu sein), dass es sich nicht um einen Züchter handelt.

    Solange sie damit Profit machen züchten sie weiter. Ist es wirklich gut für dein Gewissen diese 3 Ratten "gerettet" zu haben, aber gleichzeitig auch zu unterstützen, dass es hunderten anderen Ratten schlecht ergehen wird, weil der Züchter immer wieder Ratten abgeben kann und nicht zu selten aus Mitleid?

    Solange Tierheime und Pflegestellen besetzt sind (und das sind sie allemal, es gibt ständig Aufnahmestops, weil sie die Tiere nicht alle auffangen können) sollte immer eine Ratte von dort bevorzugt werden. Fahrtwege sind selten ein Problem, viele PS bieten sogar an sie (entgegen) zu bringen.

    Und um nochmal zu dem Thema Privatverkauf zurück zu kommen: Diese kleinen privaten "Züchter", die eigentlich nicht als Züchter sondern Vermehrer zu bezeichnen sind haben keinen blassen Schimmer von Genetik und decken einfach jedes Weibchen wie es halt gerade am besten klappt. Da ist es egal, ob Inzucht oder andererweise genetisch bedenklich. Das Leid wird immer nur größer und größer. Also wenn man absolut sicher sein will das Leid nicht zu unterstützen einfach lieber bei Nothilfen, Pflegestellen oder Tierheimen anfragen. Die Tiere die von dort kommen sind auch meist besser sozialisiert und gesund.

    Aber nach wie vor würde ich einen Privatkauf nicht pauschal ausschließen, wie mein Beispiel an der Frau, die ungeplant 10 Junge hatte und sich entschieden hat sich selbst drum zu kümmern. Sie erschien mir aber auch zu 100% glaubwürdig.

    Hallo,

    wenn immer dasselbe liegen gelassen wird, wird einfach das andere lieber gefressen. Was lassen sie denn liegen? Wieviel Frischfutter bekommen sie?

    Ich kenne das Futter nicht und weiß auch nicht, ob es ideal ist. Die käuflichen Rattenfutter sind ja mamchmal eher ungeeignet. Vielleicht weiß da jemand anderes mehr.

    Man kann natürlich schon "warten" bis auch die Teile gefressen worden sind (und dann aber auch zeitig nachfüllen, weil sie ja durchgehend Futter brauchen), aber einfacher ist es bei selektierenden Ratten Pellets wie Supreme Science Selective Rat (SSSR) zu füttern. Da gibt es nichts zum selektieren und die Ratten sind bestens versorgt.

    25€ ist definitiv nicht zuviel für 3. Ob sie das nun Schutzgebühr nennen oder nicht. So können sie sich sicher sein, dass die Ratten nicht als Schlangenfutter enden.

    Dass die Ratten eine Integration brauchen werden, früher oder später, steht natürlich außer Frage. Aber Unwissenheit macht einen nicht direkt zum schlechten Menschen.

    Ob da nun ein heimlicher Züchter hintersteckt, der wirklich nur Profit machen will können wir hier auf Entfernung natürlich nicht abschätzen.

    Hallo,

    Ich habe tatsächlich auch 3 Brüder von privat übernommen. Ich bin jedoch dort hingefahren und habe mir die Haltungsumgebung angeschaut. Die Person hat leider ein unwissentlich schwangeres Weibchen aufgenommen und hatte dann halt auf einmal 10 Junge dort. Man hat gemerkt, dass sie sich gut informiert hat und die Ratten sahen gesund aus. Auch hat sie sie lange genug bei der Mutter gelassen, was ja sehr für sie spricht. Sie hat mich auch umfangreich darüber informiert was die Ratten kennen (Futter usw.) und auch direkt von selbst gesagt, dass sie bei ihr nicht genug Auslauf bekommen, da sie mit 2 Geschlechtern, 2 Käfigen und 2 Ausläufen überfordert ist. Aber genau deshalb war ich ja dort - um bei dem privaten Notfall zu helfen.

    Eine kleine Schutzgebühr hat die Person genommen und das ist absolut angemessen. Sie wollte auch genau wissen was die Ratten bei mir erwartet (Käfig usw.)

    Prinzipiell muss man einen privaten Kauf nicht ausschließen, allerdings würde ich da wirklich ganz genau hinschauen und wenn man denkt, dass da was faul ist unbedingt die Finger von lassen. Natürlich tun einem die armen Ratten leid, aber solange Leute dafür bezahlen wird das Leid nicht enden.

    Ob du nun 3 oder 5 Ratten hast macht keinen wirklichen Unterschied was den Aufwand angeht. Nur Tierarztkosten können natürlich mehr anfallen.

    Hallo,

    Es braucht 0,5qm² Grundfläche (also pro Ebene) und die kürzere Seite 50 cm und die längere Seite 80 cm nicht unterschreiten. Zum Beispiel ist eine Grundfläche von 50x100cm Mindestmaß. Das hat der Käfig nicht, wenn ich es richtig schätze.

    Außerdem brauchst du mehrere Ebenen, also auch Volletagen. Ratten können zwar gut klettern, brauchen aber viel ebenerdige Lauffläche.

    Zu dem Käfig selbst sei zu sagen, dass das Glas im unteren Bereich definitiv ein Belüftungsproblem mit sich bringt. Urin bringt sehr schnell einen beißenden Ammoniakgeruch mit sich, der so nicht weichen kann.

    Sehe ich es richtig, dass er nur von oben aufgeht? Eas wäre katastrophal. Ratten sind Fluchttiere und empfinden einen Griff von oben (wie ein Raubtier) unangenehm, wenn nicht sogar verschreckend.

    Ich halte den Käfig für absolut ungeeignet. Wenn man wirklich nur von oben greifen kann taugt der nicht mal als Krankenkäfig.

    Gute Käfige sind z.B.: Maximus, Savic Royal XL - aber auch nur mit zusätzlichen Ebenen.

    Das Klo ist hier wirklich das kleinste Problem. Es ist zu klein. Eine flache Schale mit einem flachen Stein zum beschweren wäre geeigneter. Oder so große für Meerschweinchen (ebenfalls mit flachen Stein).

    Und was ist das für Einstreu? Sägespäne, Heu/Stroh? Wäre beides absolut ungeeignet, da staubend und scharfkantig.

    Ich glaube hier ist noch einiges an Informations-Nachholbedarf. Du kannst dir auch ein paar Beispiele hier angucken:

    Claudi
    23. September 2007 um 11:03

    Ich persönlich würde den abgetrennten Raum bevorzugen. Und an den Käfig "ran lassen"geht für mich gar nicht. Auch der Auslauf sollte für den Hund tabu sein.

    Im Grunde genommen sind Ratten neophob und könnten alleine aufgrund des unbekannten Geruches, der sich nicht vermeiden lässt - auch nur mit großen Aufwand an euch selbst, egal in welchem Raum sich wer aufhält - schon verschreckt werden (ich kenne Fälle bei denen es so weit ging, dass die Ratten bissig geworden sind und sogar innerhalb des Rufel Aggressionen gezeigt haben) weil sie es nicht kennen. Ob sich das legt oder ob es überhaupt eintritt lässt sich nicht voraussagen.

    Dass die Ratten weniger am Sozialleben teilhaben werden finde ich auch schade, ist aber für deren Wohlbefinden nicht wirklich relevant, wenn sie genug Auslauf und Beschäftigung haben.

    Kennt der Hund denn Ratten oder ähnliches Getier? Wenn nicht, dann würde ich auch nicht von Grund auf davon ausgehen, dass er kein Problem mit ihnen hat, egal welche Rasse oder bekanntes Verhalten er hat.

    Man kann natürlich sagen "ausprobieren", aber eigentlich finde ich es für die Tieren ungerecht, da man als Mensch die Gefahr, dass es nicht klappt durchaus gesehen hat, aber sich trotzdem dazu entschieden hat den Stress und Aufwand zu betreiben. Ich denke dem Hund wäre es auch keine Hilfe dann wieder aus den Haushalt geschmissen zu werden (oder die Ratten, je nachdem wie hier priorisiert wird).

    Generell befürworten oder ablehnen ist schwer. Bei manchen funktioniert es gut, bei anderen gar nicht. Ob und überhaupt muss man wohl für sich selbst entscheiden und das meine ich ohne Vorwurf und Unterstellung.