Beiträge von Anonymiss

    Das reguläre Durchchecken mache ich nicht ab den ersten Tag, wenn sie ankommen (da ich die Ratten immer von Notstellen bezogen habe wurde dies vor der Ankunft schon gemacht - es ist also nicht so, dass sie sich selbst überlassen werden über einen langen Zeitraum). Ich mache es dann, wenn wir beide ok damit sind. Es ist ja auch nicht so, dass der Regelfall Wochen dafür braucht, wenn man sich da intensiv mit beschäftigt. Du stellst es so dar, als ob die Ratten Ewigkeiten in ihren verschmutzten Käfigen sitzen müssen, nicht begutachtet werden, nicht zum Tierarzt können und sowieso irgendwie vernachlässigt werden, nur weil ich es nicht ERZWINGE und deshalb vielleicht ein paar Tage länger brauche als du. Du kannst das natürlich machen wie du willst, aber überdramatisieren nützt an dieser Stelle auch irgendwie nichts.

    RattisDum Selbstverständlich sollte es das Ziel sein die Ratten händelbar zu machen. Aber bevor ich eine Ratte auf meinen Schoß zwinge würde ich wie schon vorgeschlagen das Trabo-Taxi üben. Da hat man alle Probleme mit gelöst.

    Und wenn der Tierarzt nötig ist bevor das klappt, dann muss man in den sauren Apfel beißen und sie gegen ihren Willen dort hin bringen. Ausnahmen bestätigen die Regel, genauso wie deine Ratte die ihre Medis nicht fressen wollte. Auch gibt es wie von Kerstin beschrieben Extremfälle, denen mit Abwarten und Tee trinken nicht viel geholfen ist.

    Aber im Regelfall finde ich deine Methode fragwürdig. Für Integrationen nehmen wir uns Wochen und Monate, aber für den Menschen muss alles innerhalb von Tagen gehen. Und klar, wenn du sie jeden Tag zu etwas zwingt kehrt vermutlich Routine ein. Aber Vertrauen? Naja, vielleicht haben wir ja eine unterschiedliche Auffassung davon was Vertrauen bedeutet.

    Also ich würde die Ratten definitiv nicht auf den Schoß setzen, "egal ob sie wollen oder nicht". Vertrauen erzwingt man nicht. Manche Ratten mögen es auch einfach nicht, egal ob Vertrauen oder nicht.

    Alles davor gesagte macht aber Sinn: Vor den Käfig setzen, reden, Futter von der Hand anbieten (unbedingt das Futter auf den Handrücken der verschlossenen Faust legen, Verletzungsgefahr!), usw.

    Irgendwann sollten sie sich für den Auslauf interessieren in den man sich setzen kann. Wenn sie von selbst auf einen rumklettern, entweder im Auslauf oder auf die Hand vom Käfig aus - möglicherweise wieder Futter anbieten - ist das sehr gut. Aber erzwingen würde ich das niemals. Man läuft stattdessen Gefahr eine "Ok, ich kann mich nicht dagegen wehren, egal wie oft ich es versuche, dann muss ich es wohl aushalten"-Situation schafft, was alles andere als Vertrauen ist.

    Ich sehe da kein Problem, wenn der Auslauf wirklich sichergestellt ist. Und deine Ma kann ja mal einfach alle paar Tage etwas Neues im den Auslauf stellen. Zerknüllte Klorollen mit Futter drin oder eine flache Wasserschale mit Erbsen drin oder sowas. Das würde etwas Abwechslung schaffen.

    Da der Mensch kein Rudelmitglied ist und auch nie sein wird, denke ich, dass sie diese 3 Wochen ohne viel menschlichen Kontakt keine Probleme haben werden. Manche haben ihre Ratten ja sogar in Räumen die nicht unbedingt am Alltag beteiligt sind und die Ratten sind ok damit.

    Bringen sie ihren eigenen Käfig mit? Dann würde ich gar kein Problem sehen.

    Ich kann mich in allem Gesagten nur Kroko anschließen. Außerdem möchte ich hier anmerken, dass die Zucht von Dwarfs ein noch höheres Qual-Potential hat also "normale" Zucht sowieso schon. Nicht zu selten stimmen die Proportionen nicht, z.B. kann es passieren, dass nur die Beine "dwarf" sind und diese dann einen viel zu großen Körper tragen müssen. Das sollte man wirklich wirklich wirklich nicht unterstützen, selbst wenn man dann von dem Züchter eine Ratte mit "richtigen" Proportionen erhalt.

    Ich möchte an dieser Stelle nur betonen, dass Ratten KEINE LAUFRÄDER bekommen sollten. Auch bei Dwarfs ist das Verletzungsrisiko einfach zu groß. Ein ordentlicher, langer Auslauf ersetzt dies sowieso.

    Ich verstehe nicht wieso es Dwarfs sein müssen. Auch normal-große Ratten sind süß. Ich bin mir auch sicher, dass Dwarfs nicht weniger riechen und auch nicht weniger Arztkosten mit sich bringen. Sie brauchen ebenfalls einen großen und abwechslungsreichen Auslauf, und einen großen Käfig. Das Thema Integration ist ein ganz anderes. Versucht man später normale Ratten mit Dwarfs zu vergesellschaften kann dies extrem gefährlich werden, weil die Dwarfs so klein wie Jungtiere sind, aber sich absolut nicht so verhalten. Körperlich können sie den "normalen" nichts entgegen bringen.

    Viele Rattenhilfen und Tierheime haben Ratten die ein neues Zuhause suchen. Da sind auch Jungtiere dabei, falls es dir darum geht, dass du keine Ausgewachsenen aufnehmen möchtest.

    Also, alle 6 zu nehmen, kommt für mich nicht in Frage. A weil ich dann zu viele Ratten hätte und ich gebe ja jetzt schon Unsummen für den Tierarzt aus und B gerade weil sie alle älter und somit potentiell Patienten sind.

    Ich wollte nicht sagen, dass man jede Anzahl Ratten stämmen können sollte. Habe ja auch Handlungs-Alternativen geschrieben die mir in den Sinn kommen.

    Da es für die meisten hier kein Problem ist, einfach mal 6 Ratten dazuzuholen, frage ich mich schon, warum die armen Würmer noch im Tierheim sitzen müssen? :( Sie werden alle dort sterben und unweigerlich bleibt dann ja eine zurück!

    Es gibt einfach zu viele Ratten in Tierheimen oder anderen Abgabestellen. Egal wieviel du, wir, alle aufnehmen.... es warten immer unzählige Ratten auf ein zuhause. Häufig ist es ja auch eine Frage des Standortes. Die meisten Personen werden Ratten suchen, die in einem bestimmten Radius ihres eigenen Wohnortes abholbar sind. Das schränkt natürlich die potentiellen Abnehmer ein. Umso mehr das Tierheim im Abseits liegt umso geringer die Vermittlungschancen. Ich habe schon das ein oder andere Mal erlebt, dass Ratten von Tierheimen von Notrattenhilfen aufgenommen worden sind, weil man dort die Vermittlungschancen als wesentlich höher eingestuft hat. Aber das ist natürlich wieder eine Frage der Kapazitäten, die eben überall knapp sind.

    An deiner Logik gibt es aber auch einen Haken: Angenommen von den 6 sterben 3 wären ja nur noch 3 übrig, die vermutlich leichter zu vermitteln sind. Da ist dann der nächste Gedankengang, ob es in dem Beispiel nicht besser gewesen wäre direkt 3/3 zu trennen um die Vermittlungschancen zu erhöhen oder ob man weiter die Hoffnung lebt das ganze Rudel vermitteln zu können. Das ist dann wieder die schwierige Frage bei der auch ich zwiegespalten bin, wie schon gesagt. Was man natürlich auch ganz klar sagen muss: Jede Ratte die weniger im Tierheim ist gibt Platz für neue Notzugänge. Das ist mit Sicherheit auch nicht zu vernachlässigen.

    Es gibt viele Gründe dafür oder dagegen zu sein. Vermutlich ist es das Gesamtbild was man betrachten muss um diese Frage für sich selbst zu beantworten. Und zusätzlich ist dies eine Frage zu der es keine Lehrbuch-Antwort gibt.

    Hi,

    Ich bin bei dem Thema ebenfalls sehr zwiegespalten.

    Nur 2 zu nehmen empfinde ich als extrem unfair, weil man ja nie weiß wie lang die Inti geht.

    Und auf der anderen Seite wäre es katastrophal, wenn nur 2 im Tierheim zurück bleiben. An der Stelle ist aber meine feste Meinung, dass 1 oder 2 Ratten den Braten nicht fett machen und es kein Problem sein sollte statt 3 Ratten 4 oder 5 zu nehmen.

    Für mich kommt es also auch auf die Rudelgröße an. Trennen von 10 Ratten durch Abnahme von 5? Finde ich vertretbar. Abnahme von 2 bei einem 4er Rudel? Nogo.

    Ich habe aber auch Bedenken, dass das Tierheim nicht genug Zeit hat um die Rudeldynamik zu bestimmen. Das macht das Erkennen von besten Kumpels z.B. schwierig. Wenn die dann getrennt werden ist es schlimm.

    Andererseits ist die aktuelle Unterbringung ein weiterer Punkt. Die Tierheime haben ja kaum Kapazitäten und häufig fehlt das Wissen über Ratten. An der Stelle meine Zwiespaltikkeit... ist eine eher schlechte Unterbringung ein Argument für das Trennen eines harmonischen Rudels? Das wirft weitere Fragen auf, z.B.: Ist das Rudel wirklich harmonisch? Es ist ja bekannt, dass Ratten in Not-/Extremsituationen in der Lage sind Artgenossen zu tolerieren, aber nur um selbst auch zu überleben (siehe Trabo-Inti). Das heißt aber noch lange nicht, dass auch akzeptiert wird. So kann es sein, dass nach der Eingewöhnung im neuen Heim plötzlich unvorhergesehene Auseinandersetzungen auftreten. Das ist aber ein Was-Wäre-Wenn-Spiel, das man nicht gewinnen kann, weil man diese Frage niemals im Voraus beantworten kann. Ein weiterer Gedankengang meinerseits ist, dass ich mich im Leben nicht soweit in die Ratte versetzen kann um zu beurteilen, ob die Unterbringung oder der Verlust von ein paar bekannter Mitbewohner für sie (mental) das größere Problem sind. Der physische/körperliche Aspekt ist da schon etwas klarer definiert und nachvollziehbar.

    Und dann ist da mein Bauchgefühl, welches grundlegend gegen eine Trennung ist. Stattdessen appelliert mein Verstand zu der Abnahme von mehr als ursprünglich gesucht. Wenn die Ratten schon länger als ein Jahr dort sitzen ist es ja häufig auch so, dass sie nicht mehr die jüngsten sind. So fies es klingen mag, aber: Da ist die Zeitspanne mit mehr Ratten als geplant ja überschaubar. Und selbst wenn sie jünger sind wissen wir alle, dass das Leben ganz schnell zuende sein kann, egal welchen Alters. Es schadet nie ein größeres Rudel zu haben.

    Und wenn einem das dann doch zuviele Ratten sind findet man auch andere, passend große Rudel. Das nützt dann den betroffenen genannten Ratten dann zwar nichts, aber immerhin werden sie nicht getrennt.

    Denke das ist ein sehr schweres Thema.

    Ratten sind Nagetiere. Nagetiere nagen.

    Und was sie nagen suchen sie sich selbst aus. So wie die Katze lieber den Karton als die Katzenangel nimmt, die drin war. Das hat dann nicht unbedingt mit Futter oder anderen Beschäftigungsmöglichkeiten zu tun.

    Ratten verfügen über eine Art zusätzliche Hautspalte, die sie schließen beim Nagen von "nicht essbaren" Sachen. Dementsprechend braucht man sich nicht sorgen, dass sie es wirklich fressen.

    VG

    Also ich muss sagen, dass ich da nicht so gut drin bin die Nährstoffen zu beurteilen. Aber die meisten regulär vertriebenen Fertigfuttermischungen sind eher ungeeignet. Bei der Beschreibung des Herstellers steht für Kaninchen.

    Wenn man sich die Inhaltsstoffe anguckt sieht man direkt Apfel. Das gehört da nicht rein.

    Dementsprechend rate ich dazu auf ein anderes Futter umzusteigen. Dafür würde ich dich aber bitten ein extra Thema zu eröffnen.

    Hallo,

    Kartoffeln und Nudeln gehören nicht täglich auf den Speiseplan. Das sind auf Dauer wirklich Dickmacher. Man kann mal zur Abwechslung eine kleine Menge davon geben, einmal pro Woche oder so, aber nicht als Hauptnahrungsmittel. Das Körnerfutter stell die Basis dar.

    Obst ist ebenfalls ein Dickmacher (Stichwort Fruchtzucker) und bei übermäßigen Verzehr ist es auch schlecht für die Zähne. Dies kann ebenfalls ab und zu zur Abwechslung gegeben werden, aber auch nur in Maßen.

    Die übrigen Gemüsesorten die du aufgelistet hast klingen gut. Gefühlt wirkt jedoch 1cm Gurke sehr wenig auf mich. Wenn du Kartoffeln und Nudeln weglässt musst du dementsprechend mehr von dem "normalen" Gemüse beigeben. Ich habe da ehrlich gesagt nie eine bestimmte Menge gegeben. Gefühlt eine gehäufte handvoll. Da muss man sich nach den Ratten orientieren. Du machst das schon gut - wenn am nächsten Tag noch viel übrig ist, dann ist es definitiv zu viel.

    Solange der Stuhl nicht weich wird kann man Gemüse aber auch nicht "überdosieren".

    Darf ich Fragen was für ein Körnerfutter du hast?

    VG

    Hallo,

    mit Kinderspielzeuglack oder auch Sabberlack genannt nach DIN 71.3 machst du alles richtig. Du brauchst aber mehrere Schichten, mindestens 2, besser 3. Und dazwischen immer anschleifen. Ganz wichtig ist es unbehandelte Schnittkanten zu lackieren, da sonst direkt Urin reinzieht und das bekommt man aus dem Holz nicht mehr raus - dann hilft nur wegschmeißen. Bei meinem Eigenbau habe ich die normale Beschichtung drauf gelassen, aber angeschliffen und überlackiert mit Sabberlack.

    Ratten sind Nagetiere und ja, es ist möglich, dass sie sich durchnagen. Bei meinem Eigenbau habe ich lernen müssen dass es einfach keine "greifbaren Kanten" geben darf. Also wenn du Luftlöcher einplanst (was äußerst sinnvoll ist), dann würde ich in Betracht ziehen über diese von innen noch Hasendraht zu ziehen, weil man sonst eine schöne Angriffsfläche zum Nagen hat. Ich hab die einfach mit einem elektrischen Tacker auf das Holz angebracht.

    4 Volletagen auf 180cm Höhe ist mir zu wenig. Das wären im Schnitt 45cm Abstand. Die Fallhöhe ist zu hoch, es besteht Verletzungsgefahr. Sie klettern ja auch gerne an Gittertüren o.ä. und ein Sturz aus 45cm Höhe kann schon schief gehen. Ich habe mich immer an den Vorgaben einer Rattenhilfe gehalten und bin bei 30 - 35cm Abstand geblieben. Dies ermöglicht es den Ratten sich aufstellen zu können aber hält die Fallhöhe niedrig.

    Das ist so das was mir spontan einfällt.

    VG

    Meine hatten viel Spaß mit Butterbrotpapier. Hab das immer zusammen geknüllt. Ist natürlich keine große Hürde um an das Futter zu kommen. Aber mit dem Papierknäul wurde gerne gespielt auch nach dem Futtern

    Hallo,

    leben Ratten auf Bäumen? Eher weniger.

    Natürlich klettern sie gerne und ausgesprochen gut. Sie sind aber genauso gute Läufer. Sie brauchen Lauffläche. Auch auf einer Volletage kann man Klettermöglichkeiten bieten - es geht auch in die Horizontale. Gleichzeitig vermeidet man potentiell gefährdene Fallhöhen. Ratten kommen überall rauf und ja - auch irgendwie wieder runter. Betonung auf das Irgendwie.

    Große Kletterangebote kann man auch super im Auslauf gestalten und das auch noch abwechslungsreich.

    Der Kletterdrang lässt ziemlich schnell nach und alte/kranke Tiere haben gar keine Basis in einem "Kletterkäfig".

    dada Meine Aussage bezog sich eher auf die Nothilfen bzw. deren Pflegestellen. Das habe ich wohl nicht deutlich gemacht. Auf jene trifft meine Aussage definitiv zu.

    Ich persönlich habe keine Erfahrung mit Tierheim-Ratten, da ich immer von Nothilfen bezogen habe (außer das eine Mal wie beschrieben).