Beiträge von Anonymiss

    Bezüglich Mitleid: naja wenn ich mir jetzt denke ich kann 3 Ratten aus einer schlechtem Haltung holen, ist es doch besser für diese 3 Ratten als für eine Ratte der es auf einer Pflegestelle wunderbar geht.

    Genau das ist der Gedankengang den die Züchter (aus-)nutzen und welcher sie am Leben erhält. Deshalb sollte man entweder ganz genau hinschauen und nur von privat kaufen, wenn man sich sicher ist (oder zumindest meint sicher zu sein), dass es sich nicht um einen Züchter handelt.

    Solange sie damit Profit machen züchten sie weiter. Ist es wirklich gut für dein Gewissen diese 3 Ratten "gerettet" zu haben, aber gleichzeitig auch zu unterstützen, dass es hunderten anderen Ratten schlecht ergehen wird, weil der Züchter immer wieder Ratten abgeben kann und nicht zu selten aus Mitleid?

    Solange Tierheime und Pflegestellen besetzt sind (und das sind sie allemal, es gibt ständig Aufnahmestops, weil sie die Tiere nicht alle auffangen können) sollte immer eine Ratte von dort bevorzugt werden. Fahrtwege sind selten ein Problem, viele PS bieten sogar an sie (entgegen) zu bringen.

    Und um nochmal zu dem Thema Privatverkauf zurück zu kommen: Diese kleinen privaten "Züchter", die eigentlich nicht als Züchter sondern Vermehrer zu bezeichnen sind haben keinen blassen Schimmer von Genetik und decken einfach jedes Weibchen wie es halt gerade am besten klappt. Da ist es egal, ob Inzucht oder andererweise genetisch bedenklich. Das Leid wird immer nur größer und größer. Also wenn man absolut sicher sein will das Leid nicht zu unterstützen einfach lieber bei Nothilfen, Pflegestellen oder Tierheimen anfragen. Die Tiere die von dort kommen sind auch meist besser sozialisiert und gesund.

    Aber nach wie vor würde ich einen Privatkauf nicht pauschal ausschließen, wie mein Beispiel an der Frau, die ungeplant 10 Junge hatte und sich entschieden hat sich selbst drum zu kümmern. Sie erschien mir aber auch zu 100% glaubwürdig.

    Hallo,

    wenn immer dasselbe liegen gelassen wird, wird einfach das andere lieber gefressen. Was lassen sie denn liegen? Wieviel Frischfutter bekommen sie?

    Ich kenne das Futter nicht und weiß auch nicht, ob es ideal ist. Die käuflichen Rattenfutter sind ja mamchmal eher ungeeignet. Vielleicht weiß da jemand anderes mehr.

    Man kann natürlich schon "warten" bis auch die Teile gefressen worden sind (und dann aber auch zeitig nachfüllen, weil sie ja durchgehend Futter brauchen), aber einfacher ist es bei selektierenden Ratten Pellets wie Supreme Science Selective Rat (SSSR) zu füttern. Da gibt es nichts zum selektieren und die Ratten sind bestens versorgt.

    25€ ist definitiv nicht zuviel für 3. Ob sie das nun Schutzgebühr nennen oder nicht. So können sie sich sicher sein, dass die Ratten nicht als Schlangenfutter enden.

    Dass die Ratten eine Integration brauchen werden, früher oder später, steht natürlich außer Frage. Aber Unwissenheit macht einen nicht direkt zum schlechten Menschen.

    Ob da nun ein heimlicher Züchter hintersteckt, der wirklich nur Profit machen will können wir hier auf Entfernung natürlich nicht abschätzen.

    Hallo,

    Ich habe tatsächlich auch 3 Brüder von privat übernommen. Ich bin jedoch dort hingefahren und habe mir die Haltungsumgebung angeschaut. Die Person hat leider ein unwissentlich schwangeres Weibchen aufgenommen und hatte dann halt auf einmal 10 Junge dort. Man hat gemerkt, dass sie sich gut informiert hat und die Ratten sahen gesund aus. Auch hat sie sie lange genug bei der Mutter gelassen, was ja sehr für sie spricht. Sie hat mich auch umfangreich darüber informiert was die Ratten kennen (Futter usw.) und auch direkt von selbst gesagt, dass sie bei ihr nicht genug Auslauf bekommen, da sie mit 2 Geschlechtern, 2 Käfigen und 2 Ausläufen überfordert ist. Aber genau deshalb war ich ja dort - um bei dem privaten Notfall zu helfen.

    Eine kleine Schutzgebühr hat die Person genommen und das ist absolut angemessen. Sie wollte auch genau wissen was die Ratten bei mir erwartet (Käfig usw.)

    Prinzipiell muss man einen privaten Kauf nicht ausschließen, allerdings würde ich da wirklich ganz genau hinschauen und wenn man denkt, dass da was faul ist unbedingt die Finger von lassen. Natürlich tun einem die armen Ratten leid, aber solange Leute dafür bezahlen wird das Leid nicht enden.

    Ob du nun 3 oder 5 Ratten hast macht keinen wirklichen Unterschied was den Aufwand angeht. Nur Tierarztkosten können natürlich mehr anfallen.

    Hallo,

    Es braucht 0,5qm² Grundfläche (also pro Ebene) und die kürzere Seite 50 cm und die längere Seite 80 cm nicht unterschreiten. Zum Beispiel ist eine Grundfläche von 50x100cm Mindestmaß. Das hat der Käfig nicht, wenn ich es richtig schätze.

    Außerdem brauchst du mehrere Ebenen, also auch Volletagen. Ratten können zwar gut klettern, brauchen aber viel ebenerdige Lauffläche.

    Zu dem Käfig selbst sei zu sagen, dass das Glas im unteren Bereich definitiv ein Belüftungsproblem mit sich bringt. Urin bringt sehr schnell einen beißenden Ammoniakgeruch mit sich, der so nicht weichen kann.

    Sehe ich es richtig, dass er nur von oben aufgeht? Eas wäre katastrophal. Ratten sind Fluchttiere und empfinden einen Griff von oben (wie ein Raubtier) unangenehm, wenn nicht sogar verschreckend.

    Ich halte den Käfig für absolut ungeeignet. Wenn man wirklich nur von oben greifen kann taugt der nicht mal als Krankenkäfig.

    Gute Käfige sind z.B.: Maximus, Savic Royal XL - aber auch nur mit zusätzlichen Ebenen.

    Das Klo ist hier wirklich das kleinste Problem. Es ist zu klein. Eine flache Schale mit einem flachen Stein zum beschweren wäre geeigneter. Oder so große für Meerschweinchen (ebenfalls mit flachen Stein).

    Und was ist das für Einstreu? Sägespäne, Heu/Stroh? Wäre beides absolut ungeeignet, da staubend und scharfkantig.

    Ich glaube hier ist noch einiges an Informations-Nachholbedarf. Du kannst dir auch ein paar Beispiele hier angucken:

    Claudi
    23. September 2007 um 11:03

    Ich persönlich würde den abgetrennten Raum bevorzugen. Und an den Käfig "ran lassen"geht für mich gar nicht. Auch der Auslauf sollte für den Hund tabu sein.

    Im Grunde genommen sind Ratten neophob und könnten alleine aufgrund des unbekannten Geruches, der sich nicht vermeiden lässt - auch nur mit großen Aufwand an euch selbst, egal in welchem Raum sich wer aufhält - schon verschreckt werden (ich kenne Fälle bei denen es so weit ging, dass die Ratten bissig geworden sind und sogar innerhalb des Rufel Aggressionen gezeigt haben) weil sie es nicht kennen. Ob sich das legt oder ob es überhaupt eintritt lässt sich nicht voraussagen.

    Dass die Ratten weniger am Sozialleben teilhaben werden finde ich auch schade, ist aber für deren Wohlbefinden nicht wirklich relevant, wenn sie genug Auslauf und Beschäftigung haben.

    Kennt der Hund denn Ratten oder ähnliches Getier? Wenn nicht, dann würde ich auch nicht von Grund auf davon ausgehen, dass er kein Problem mit ihnen hat, egal welche Rasse oder bekanntes Verhalten er hat.

    Man kann natürlich sagen "ausprobieren", aber eigentlich finde ich es für die Tieren ungerecht, da man als Mensch die Gefahr, dass es nicht klappt durchaus gesehen hat, aber sich trotzdem dazu entschieden hat den Stress und Aufwand zu betreiben. Ich denke dem Hund wäre es auch keine Hilfe dann wieder aus den Haushalt geschmissen zu werden (oder die Ratten, je nachdem wie hier priorisiert wird).

    Generell befürworten oder ablehnen ist schwer. Bei manchen funktioniert es gut, bei anderen gar nicht. Ob und überhaupt muss man wohl für sich selbst entscheiden und das meine ich ohne Vorwurf und Unterstellung.

    Hi,

    genau wie beim Menschen gibt es kleine Ratten, große Ratten, manche sind etwas stärker gebaut während andere Fliegengewichte bleiben. Die Frage ist ja auch ob er zu dick wirkt? Speckröllchen oder einfach nur stark gebaut?

    Ich hatte 2 Brüder von denen einer zum Übergewicht geschwenkt ist, der andere war normal gebaut. Es ist übrigens so, dass Ratten vorallem im Alter in die Breite gehen könnten, vorallem weil sie sich weniger austoben. Das muss man natürlich nicht fördern, aber man muss sich von dem Gedanken verabschieden immer nur kleine zarte Böckchen zu haben.

    Mit Diät ist übrigens nichts bei Ratten. Deren Stoffwechsel ist so schnell, dass es immer und ohne Ausnahme Futter geben muss. Eher ungeeignete Leckerlis sollten aber nicht auf dem Speiseplan stehen. Und bei so jungen Ratten kann man häufig beobachten, dass sie wie ein Mähdrescher fressen, da sie ja noch wachsen.

    Man kann schauen, dass sie nicht selektieren (also nur das "Beste" raus picken). Wenn das ein Problem ist kann man zu SSSR wechseln. Das sind Pellets, die alles nötige liefern (bis auf Gemüse natürlich).

    Auch kann man Bewegung fördern soviel es geht z.B. mit abwechselungsreichen Bewegungsspielen und Klettermöglichkeiten.

    Aber wie Niniel schon sagt, würde ich auch den Urintest machen.

    VG

    Hallo,

    dass Böcke kastriert werden müssen ist leider eine weit verbreitete Fehleinschätzung. Reine Böcke-Rudel können durchaus friedlich sein. Und wenn man dann doch einen Aggressor erwischt, reicht es nur diesen einen zu kastrieren.

    Jede OP hat ein Risiko und eine Kastration nur auf Verdacht steht definitiv nicht im Verhältnis zu den Risiken.

    Die Kosten einer Ratte abzuschätzen ist schwer. Es gibt Ratten die brauchen 50€, andere 300€ im Jahr. OPs sind teils extrem teuer und wenn analytische Arbeiten notwendig sind (Röntgen. Ultraschall, Abstrich..) dann kann die jährliche Ausgabe auch mal ins 4stellige gehen, wenn es mehrere betrifft. Auch chronische Krankheiten können durchgehende Kosten erzeugen. Also eigentlich muss man wirklich einen Batzen Geld auf der hohen Kante liegen haben, wenn man jeden Fall absichern will. Wenn man das nicht macht ist zumindest ein nicht zu kleines Einkommem notwendig, um schnell handeln zu können.

    Ob man nun ein reines Bock- oder Weibchenrudel oder lieber ein Weibchen-Kastrat-Rudel haben möchte ist jeden selbst überlassen. Bedenken zu einer dieser Konstellationen gibt es keine. Das einzige was ich persönlich sehr schlecht finde ist, wenn die Böcke dafür extra kastriert werden - es gibt genug Kastraten zur Vermittlung, ganz ohne Risiken.

    Du müsstest du dem Käfig 3 Zahlen angeben. Höhe, Breite, Tiefe, damit man es beurteilen kann. Ratten brauchen eine durchgehende große Fläche um laufen zu können. Ein Irrglaube ist, dass sie nur Platz zum klettern brauchen. Ganz im Gegenteil, nicht zuletzt im gehobenen Alter brauchen sie ebenerdige Flächen.

    Viele Grüße

    Ich hatte bei manchen die raue und bei anderen die glatte Seite oben. Aus praktischen Gründen, da ich mich doch umentschieden hatte wo das Durchgangsloch hinsoll.

    Zum Reinigen fand ich die glatte Seite besser und da ich Decken hatte hat die raue Seite keinen Vorteil gebracht. Wenn man keine Unterlage hat könnte ich mir vorstellen, dass es besser ist, weil es eben nicht so glatt ist (bzgl. Laufen).

    Ich glaube das ist echt Geschmackssache.

    Hallo,

    da Siebdruckplatten beschichtet sind sollte da eigentlich nichts riechen. Wenn Geruch nach dem Putzen bleibt, dann ist der Urin irgendwo eingezogen. Hast du die Schnittkanten versiegelt, z.B. mit Kinderspielzeuglack? Und mal die Unterseite angucken - talentierte Pinkler schaffen es, dass Urin runterläuft und ggf. auch an der Unterseite oder Schnittkanten gelangt.

    Ich habe meine immer mit lauwarmen Wasser und einen Spritzer Essigreiniger geputzt, da hat es nie gerochen.

    Sollte der Urin tatsächlich irgendwie eingezogen sein, dann kann man leider nichts mehr machen. Das bekommt man aus dem Holz nicht mehr raus, das Holz gammelt irgendwann weg.

    VG

    Ja. Meine Tochter mag auch vieles was sie nicht soll 😉 Nee, im Ernst, es ist wirklich gefährlich. Entweder du hälst ihn wirklich in den Händen oder benutzt eine Transportbox, alles andere ist für einen Transport ungeeignet. Natürlich ist es absolut okay, wenn du auf dem Sofa oder im Auslauf sitzt und er dann auf dir rumklettert, das ist was anderes.

    Ratten sind dämmerungsaktive Tiere und brauchen eigentlich nicht unbedingt viel Licht. Aber z.B. zur Orientierung bzgl. Tag und Nacht ist natürliches Licht natürlich gewinnbringend. In einer Kammer ganz ohne Licht würde ich sie nicht halten, aber das was du beschreibst ist für mich persönlich okay. Sollte hierzu noch mehr Redebedarf bestehen kannst du gerne einen eigenen Thread dafür eröffnen.

    Das mit der Leiter klingt gut, du solltest nur penibel darauf achten wie sich die Jungs verhalten, wenn sie wieder vereint sind. Auch wenn die Trennung noch nicht lang ist kann es zu Rang-Kämpfen kommen. Sollte das der Fall sein muss eventuell getrennt und integriert werden. Ich drücke die Daumen, dass das nicht der Fall ist.

    VG

    Hallo,

    ersteinmal wird immer davon abgeraten Ratten auf der Schulter o.ä. zu transportieren, egal wo. Ein ungeplanter Sturz der Ratte kann von Schulterhöhe schwere Verletzungen ergeben.

    Dass der Bock aus dem Auslauf raus will ist nicht ungewöhnlich, egal wie groß der ist. Es ist trotzdem ein Gefängnis und bei manchen überwegt der Freiheitsdrang.

    Ebenso ist es nicht ungewöhnlich, dass die 2 verbleibenden Ratten anfangen sich zu streiten. Durch das Fehlen der 3. Ratte wird die Rudelstruktur durcheinander gebracht. Im schlimmsten Fall wird die 3. Ratte nicht mehr akzeptiert, sodass eine Integration nötig werden kann, wenn du ihn zurück bringen willst.

    Wenn er sich gar nicht mehr von selbst meldet oder du ihn auf keinen Fall mehr einfangen kannst würde ich durchaus eine Lebendfalle in Betracht ziehen. Wichtig Ist dabei, dass man nicht die kleinen für Mäuse kauft, sondern die Großen, da sonst der Schwanz eingeklemmt werden könnte. Das funktioniert dann nur so, wenn er nur dort Futter finden könnte, nirgendwo sonst.

    Salzwasser ist eine ganz ganz schlechte Idee, aber das hast du ja schon selbst erkannt.

    VG

    Ich habe Hygienespüler genutzt und bei 60 Grad gewaschen. Wenn es Krankheiten gab auch bei 90 Grad. Meine Unterlagen sind dabei nach einem halben Jahr etwas eingelaufen, aber das war nicht weiter schlimm.

    Alles was komplett unbrauchbar durch die Wäsche geworden ist hatte einfach keine Daseinsberechtigung 😉

    Unterschätz das nicht. Ich habe das auch mit Klett gemacht und sie finden immer einen Weg unter die Decke. Und man kann doch auch wunderbar die Ecke der Decke mit dem Klett an sich annagen. Das Klett ist nicht geschützt davor, genauso wenig wie der Kleber.

    Ich habe das Klettteil einfach auf die Etage getackert mit elektrischen Tacker. Geht natürlich nur, wenn die Ebenen aus Holz sind.

    Von jeder Art Kleber würde ich abraten, die finden ihren Weg schon um das früher oder später anzunagen und ich hatte Böcke, die auch nicht so aggressive Nager waren.