Huhu!
Ohje, das ist ja echt sehr fies.
Ich bin schon seit 16 Jahren Rattenhalterin (mit nur kurzen Unterbrechungen) und habe mich im Laufe der Zeit mit dem Tod arrangiert. Ich habe aber auch mal im Altenpflegeheim gearbeitet, und dort muss man sich im Klaren sein, dass die Leute dort nie mehr gesund werden, sondern zu 100 % sterben werden. Man kann ihnen nur noch die letzte Zeit verschönern, mit allen Kräften.
Ich beobachte meine alten Tiere auch sehr genau und gehe lieber einmal zuviel zum Doc als einmal zu wenig. Und wie viele andere User hier lasse ich die Nase lieber einen Tag zu früh gehen als nur 1 Minute zu spät.
Bei dir würde ich auch sagen: bereite dich auf einen baldigen Abschied vor. Gib ihr noch ein oder zwei schöne Tage mit viel Brei und kuscheln, und dann lass die Maus gehen. Sie hat es verdient, einen schönen Abschied ohne großes Leid zu haben. Es ist schwer, aber du musst dir immer vor Augen halten, dass du deiner Maus ein schönes Leben ermöglicht hast.
Außerdem ist sie mit ihrem Alter nun mal leider im richtigen Tumor-Alter; ich habe von meinen über 30 Ratten bisher die meisten im Alter zwischen 2 und 2,5 Jahren verloren.
Wenn eine Nase bei mir gehen muss, dann denke ich immer daran, dass durch ihren Abschied nun ein neuer Platz für ein neues Notfellchen frei geworden ist.
Das gibt mir Halt und das Gefühl, dass die Nase nicht umsonst gestorben ist (was sie sowieso nie tun).
Trauere so, wie du es möchtest, und lass dir von keinem sagen, es lohne sich nicht für eine Ratte zu weinen.
Liebe Grüße und viel Kraft!