Beiträge von kalessin

    Hi,

    hinten am Rücken an der Haut leicht ziehen und zwischen Daumen und Zeigefinger kurz festhalten, dann loslassen. Wenn diese Falte danach nicht sofort wieder verschwindet, ist die Ratte dehydriert. Ist sozusagen ein Test der Elastizität der Haut, geht prinzipiell auch beim Menschen so. Aber bitte sanft und vorsichtig, nicht kneifen. ;)

    Hi,

    sogar mit dem Soja-Zeug muss man etwas aufpassen bei AB-Gabe. Einige Sorten sind angereichert mit Vitaminen und Spurenelementen. Wenn da deutlich Calcium enthalten ist, hat man mit Gyrasehemmern das bekannte Milchprodukte-Problem. Das hat halt nichts mit der Laktose zu tun, zumindest wenn ich das richtig verstanden habe. Mit Frischkäse wäre ich bei ABs auch vorsichtig.

    Hi,


    also wenn wir schon bei Volieren knapp unter 200 Euro sind, würde ich beinahe sagen, sieh dir die Kaskadendöme auch noch mal sicherheitshalber an. Ein K3 "US-Style" ist gut für bis zu 4 Tiere geeignet, das System ist erweiterbar, gut zu reinigen und sehr robust. Außerdem ist es ein spezielles Rattensystem, weshalb man sich z.B. um Gitterabstände keinen Kopf machen muß. Hauptnachteil: billig geht anders (ein K3-US liegt bei rund 300 Euro).


    Ähem...

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    bei den Angaben bei CageCalc würde ich mindestens immer eine Ratte abziehen.

    Bei anderen Rechnern stimmt das definitiv, beim CC aber etwas weniger. Der CC rechnet eigentlich schon ziemlich konservativ und gibt vernünftige Mindestwerte aus. Das war einer der Gründe, weshalb ich ihn in Angriff genommen hatte damals. Wenn der CageCalc sagt, es passen 6 Tierchen rein, dann kann man da ohne größere Bauchschmerzen auch 6 Tierchen drin halten. Trotzdem ist natürlich mehr Platz immer besser, das ist keine Frage.

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    vermag sich mir beim besten Willen nicht zu erschließen.

    Die Betrachtung war eher allgemeiner Natur und nicht unbedingt ausschließlich auf den vorliegenden Thread bezogen. Es ging eher um die Art, wie hier mitunter "diskutiert" wird (bzw. eben nicht). Außerdem hatte ich in dem Moment eine Reihe von unterschiedlichen Threads im Kopf, bei denen das Muster immer ähnlich war, nicht zuletzt jene Episode mit dem Futtertierzüchter, der hier vor nicht allzu langer Zeit in mehreren Beiträgen erst fleißig provoziert hat, um sich dann abschließend darüber zu beschweren, dass hier ja offensichtlich nur "Muttis" (sic!) herumsprängen, deren einziges Hobby sei, "auf allem rumzuhacken was andere tun".

    Auch hier in diesem Thread zeichnete sich zu jenem Zeitpunkt meinem Eindruck nach dasselbe Muster ab: provokante These ("der Natur ihren Lauf lassen", also Tier kläglich eingehen lassen), danach Personen mit abweichender Meinung zumindest nahelegen, dass sie spinnen würden. Stellt man einen Kontext zu vergangenen Äußerungen desselben Mitglieds her, ergibt sich beinahe schon zwangsweise der Eindruck, dass bewusst provoziert werden soll. Fall dieser Eindruck täuschte, mea culpa. Ich bin hier jetzt eh raus, viel Spaß noch.

    Hallo,

    für mich war in puncto Kompetenz der Frau W.-G. alles gesagt, als ich ihre Einstellung zu Kastrationen als universalseligmachender Maßnahme absolut vernachlässigbaren Risikos sah, die ausnahmslos für alle Böcke angezeigt sei. Es mag einzelne Passagen des Buchs geben, die brauchbar sind, aber die Kastrations-Sache zeigt, dass man sehr, sehr genau aufpassen muss, und damit ist das Buch insbesondere einem Anfänger nicht zu empfehlen.

    Hallo,

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    Klar, das ist auch richtig. Wenn ich Dinge les, die ich selber als Tierquälerei empfinde oder andere auf völlig falsche Ideen bringen könnten, lass ich nur untern etwas unkommentiert. Das dient dann eher den Leuten, die sowieso nur provozieren wollten (hoffentlich, der Ratten wegen), als allen anderen, die das lesen. Es sieht nie gut aus, wenn solche Dingen gänzlich stehen gelassen werden, als wären sie ok so.Aber grad wenn Anfänger solche Dinge lesen, machen sie es am Ende nach, weil andre tuns ja auch und das ist ja viel bequemer..

    das ist ein Grundproblem, natürlich. Aber meiner Erfahrung nach bringt es trotzdem nichts, Öl ins Feuer zu gießen. Die entsprechenden Personen können dann für sich in Anspruch nehmen, für ihre Meinung angegriffen worden zu sein, was ihre Positionen nur adelt. Egal was man "dagegen" sagt, man wird nur zu hören bekommen, dass man ja offensichtlich der eigenen Position so wenig sicher ist, dass man gegenteilige Positionen nicht ertrage. Auch verbreitet (und habe ich auch im RE schon erlebt) sind pauschalisierende Ad-Hominem-Attacken, in denen die anderen Forennutzer pauschal als Spinnerinnen (sic!) verunglimpft werden. Es gibt sogar Leute, die es gezielt darauf anlegen, Andere immer wieder zu Antworten zu provozieren und zur Weißglut zu treiben (sog. "Trolling"), ohne dass ich das derzeit konkret jemandem vorwerfen möchte.

    Tatsache ist, dass eine produktive "Diskussion" nicht den leeren Austausch konträrer Standpunkte zum Inhalt hat, sondern auch eine synthetische Komponente besitzt. Außerdem muss das Forum, nur weil es ein tierschutzorientiertes Forum ist, nicht beständige Angriffe darauf ertragen, was Tierschutz nun überhaupt sei. Auf dieser Pseudo-Metaebene kann jeder Futterrattenkäufer oder Rattenvermehrer sich auf den Standpunkt stellen, er sei dem Tierschutz verpflichtet und man möge ihm doch bitte zunächst das Gegenteil beweisen.

    Doch muss ein themenzentriertes Forum z.B. für Hundeliebhaber eine Grundsatzdiskussion über die Vorzüge von Hundefleisch als Nahrung akzeptieren (oder darüber, dass der Kauf von Hunden beim Fleischlieferanten ja nur positiv sei, weil die Tiere sonst eh im Topf landen)? Wohl kaum. Warum muss ich dann in einem Rattenhalter-Forum überhaupt die Frage diskutieren, ob die Lebendverfütterung von empfindungsfähigen Wirbeltieren Tierquälerei ist, oder ob Schlangen in private Hand oder in den Zoo gehören. Schlangenhalter können sich hier gerne informieren; dafür brauchen sie aber meistens nicht einmal einen Account. Und wenn sie einen anlegen, müssen sie damit leben, dass andere Nutzer ihnen zumindest nicht darin zustimmen, wie toll und artgerecht ihre Schlangenhaltung samt "Futterzucht" ist. Es sollte jedenfalls nicht überraschen, dass viele andere Nutzer entsprechende Bekehr- oder Rechtfertigungsversuche beleidigend finden, und das hat nichts mit Zensur oder Meinungsfreiheit zu tun.

    Meiner Erfahrung nach bringt es einfach nichts, mit Menschen, die einen Horizont mit Radius 0 besitzen, diesen ihren "Standpunkt" nennen und nicht ein Jota von ihren Positionen abweichen möchten, zu "diskutieren". Denn diese Personen wollen nur entweder ihre Positionen bestätigt wissen oder sich selbst als Freiheitskämpfer inszenieren, die sich für die "unterdrückten" Thesen einsetzen. Auf diese Weise erklären auch z.B. die sogenannten "Relativistik-Kritiker" im Bereich der Naturwissenschaft, dass sie Opfer von Zensur würden, weil einfach kein ernstzunehmender Physiker ihre Schriebe zitieren mag, und genauso gibt es selbsternannte Propheten unter den Tierhaltern, die dermaßen abweichende Positionen vertreten, dass sich nicht einmal ein Verlag für ihr "anderes" (sic) Buch hergeben will. Aber die, die den Selbstverlag-Schund dann als genau das bezeichnen, sind natürlich zensierende Bösewichter und bestenfalls engstirnige Ignoranten.

    Ganz ehrlich: das ist es (mir) einfach nicht mehr wert. Ignorieren ist weniger Arbeit, kostet weniger Nerven und ist unter dem Strich sogar am wenigsten schädlich. Just my €0.02.

    Hallo,

    Judith: ich habe das Problem auch, bin ich alleinstehend und berufstätig, also ca. 10h am Tag nicht im Haus. Das wird schon bei Chloro schwierig, weil das ja eigentlich maximal im 8-Stunden-Takt gegeben werden soll. Aber dann noch unnötig weggehen abends, wenn ich weiß, dass mir ein Tier von Stunde zu Stunde qualvoll krepieren kann, würde ich in der Tat auf keinen Fall.

    Und zur eigentlichen Frage: "übertrieben" liegt im Auge des Betrachters. So manches Hobby wirkt auf den Außenstehenden, als sei der Betreffende komplett durchgeknallt. Die Prioritäten in seinem Leben muss jeder selbst setzen. Einzig, wenn die Fähigkeit zur Organisation des eigenen Lebens eingeschränkt ist, würde ich von einem wirklichen Problem sprechen... z.B. bei Animal-Hoardern. Da sind die Tiere aber nicht Ursache, sondern eher Symptom.

    Und davon ab sind Ratten auch ein guter Grund für Sozialkontakte. Ich kenne eine ganze Reihe lieber Menschen nur, weil ich diese komischen Knuddelviecher bei mir zuhause habe. Die anderen Rattenhalter sind natürlich genauso bekloppt wie ich oder noch schlimmer, aber wen juckt's? ;)

    Hallo,

    für mich ist es so, dass ich als Naturwissenschaftler (Physiker...) grundsätzlich eh immer wissen will, wie etwas funktioniert. Daher will ich auch von meinen Ärzten und den Tierärzten meiner Flauschis genau wissen, was sie tun und warum. Das wissen die mittlerweile auch großteils und erklären relativ ausführlich die Behandlung. Ich finde, das gehört auch einfach zu, so von wegen "mündiger Patient" und so. Bei Tieren muss ich als Tierhalter genauso die Entscheidungen treffen, und das geht nur wenn mich der TA nicht für dumm verkauft. Also ist der Tierarzt eine wichtige Informationsquelle, wenn man denn darauf vertrauen kann, dass er/sie kompetent ist und sich regelmäßig fortbildet.

    Und dann gibt es befreundete Rattenhalter, Foren wie dieses hier und das sonstige Internet. Man lernt ständig hinzu, man wächst auch an den Erlebnissen als Halter. Alles ist einmal das erste Mal, und danach kennt man es schon. Man lernt mit der Zeit, wie man Antibiotika verabreicht, OP-Narben kontrolliert, Gesäugetumore erkennt. Man lernt, wie man Parasiten erkennt und Spot-On verabreicht. Man lernt, wie der Tierarzt den eigenen Tieren begegnet: ob er sie ablehnt, sich für sie wirklich interessiert oder einfach gleichgültig ist (und man wechselt dann ggf. den TA).

    Man lernt vor allem auch die Tiere viel genauer kennen, so dass man häufig viel früher als jeder Tierarzt sieht, dass etwas nicht stimmt und immer bessere und genauere Schilderungen darüber abgeben kann. All das bedarf meistens langer Erfahrung, das ist völlig normal. Und manches "Wissen" ist manchmal auch nicht ganz korrekt und überholt, das merkt man dann z.B. bei Unterhaltungen darüber hier im Forum. So habe ich letztens in dem Euthanasie-Thread eine Info bekommen, die ich zum Anlass nehmen werde, mit meiner TÄ darüber zu sprechen und sie zu bitten, sich da mal zu informieren.

    Hi,

    Judith: es kann sein, dass bei den letzten Malen die "finale" Spritze tatsächlich in die Leber oder allgemein den Bauchraum ging. Ich habe zwischenzeitlich innerhalb der Praxis meinen Standard-TA gewechselt, weil mir das Vorgehen des vorherigen bei einer Euthanasierung zwar fachgerecht, aber nicht unbedingt so schonend wie möglich vorkam. Aber das normale Vorgehen war hier trotzdem immer erst eine "normale" Betäubung, nur in extrem hoher Dosis, und dann später eine zweite Spritze (oder ich erinnere mich grundsätzlich falsch, das letzte Mal ist über 1.5 Jahre her). Wobei allerdings T61 wohl wirklich seltener wird, ich habe das zuletzt bei meinen Degus bei einer Notfall-Euthanasierung erlebt, das ist aber einige Jahre her. Hier in der Praxis werden ausschließlich Barbiturate verwendet, wenn ich das richtig mitbekommen habe.

    Zu dem Vorgehen, die Leber direkt zu nehmen, muss ich wohl beizeiten nachfragen, das wäre schon eine wichtige Information. Denn du hast natürlich Recht, schon die normale Betäubung ist Stress für das Tier, hier wollte einmal ein Tierchen einmal fast 5 Minuten lang nicht einschlafen... fast als hätte sie gewusst was kommt. :(

    Hallo,

    Zitat

    Judith_München: Was meinst du mit Euthanasie "gut gemacht"?

    ICh muss sagen, dass mir der Preis absolut egal ist, da es sich um Tod eines Tieres handelt und man Euthanasie einer Quälerei natürich vorzieht.

    genau darum geht es. Eine Euthanasie ist korrekt und "gut" durchgeführt, wenn sie dem Tier Leiden erspart und nicht zusätzliche Qual zufügt. Es gibt Tierärzte, die bei Euthanasierung von Kleintieren etwas... lax vorgehen. Zum Beispiel ist eine bis heute nicht ungängige Methode der Tötung die intravenöse oder bei Kleinnagern häufig intrakardiale Gabe von T61, einem Embutramid-Mebezonium-Kombipräparat, alternativ Eutha 77 (Pentobarbital) oder andere Barbiturate.

    Dabei gibt es bestimmte Dinge zu beachten, die leider einige Tierärzte verschiedenen Berichten nach ignorieren. Zunächst einmal: beide Wirkstoffe sollen bei größeren Tieren (z.B. Hunden) eigentlich intravenös gegeben werden, und dann sind sie relativ schmerzlos und wirken sicher. Intravenöse Gabe ist bei Kleinnagern mitunter schwierig, insbesondere bei Notfall-Euthanasierung, weshalb häufig intrakardial gespritzt wird, also direkt ins Herz. Dabei tritt normalerweise ein sehr rascher Herzstillstand ein. Aber: die intrakardiale Spritze ist (äußerst) schmerzhaft, weshalb sie auf gar keinen Fall ohne vorherige gründliche Sedierung gesetzt werden darf. Außerdem gibt es die Gefahr, daß der Wirkstoff nicht ins Herz sondern in die Lunge gerät, und das heißt dann einen deutlich längeren Todeskampf. Speziell bei unsachgemäßer Benutzung von T61 kommt hinzu, dass selbst bei intravenöser Gabe das Mebezonium einen Atemstillstand verursachen kann, obwohl das Tier nicht komplett durch das Embutramid betäubt ist. Das ist der Grund für den teilweise sehr schlechten Ruf von T61. Andererseits ist es billiger und fällt AFAIK nicht unter das BTM-Gesetz, weshalb es einige Tierärzte bevorzugen.

    Aus diesen Gründen muß vorher, und eigentlich ist das heutzutage auch so vorgeschrieben, das Tier narkotisiert werden, bevor T61 (oder Eutha 77 intrakardial) zum Einsatz kommt. Wenn genug Zeit ist, reicht häufig das intramuskulär gegebene Narkotikum sogar aus, wenn es hoch genug überdosiert wird. Die TÄs hier in den örtlichen Praxen (ich war bisher bei 6 Ratteneuthanasierungen anwesend) geben aus diesem Grund normalerweise immer zunächst ein Barbiturat intramuskulär und warten einige Minuten, bis die Ratte tief sediert ist. Häufig setzt hier dann bereits auch schon der Herzschlag aus. Optional wird dann der tief betäubten Ratte das zweite Mittel direkt ins Herz gespritzt. Wenn vorher alles richtig gemacht wurde, sollte bis auf ein kurzes, reflexartiges Zucken bei der Spritze keine Reaktion mehr erfolgen. (Es ist trotzdem schwierig, dabei zuzusehen.)

    Sorry für die ausführliche Schilderung, aber nur so ist zu verstehen, was eine "schlechte" Einschläferung ist. Es gibt leider bis heute Tierärzte, die die vorherige Narkotisierung nicht für notwendig ansehen und das Tier direkt mit T61 ins Herz töten. Das ist, soweit ich weiß, heute als Verstoß gegen die Kunstfertigkeit anzusehen; schlimme (und verbotene) Tierquälerei ist es sowieso. Weshalb ich erstens, wenn ich mitbekommen würde, dass der TA die Narkose weglassen will, ihn erstens daran hindern und zweitens bei der BTK anzeigen würde. Außerdem gibt es Tierärzte, die zwar narkotisieren, aber nur unzureichend, oder bei denen die intrakardiale Injektion nicht klappt. Es gibt also wirklich eine ganze Reihe von Dingen, die falsch gemacht werden können. :(

    Hi,

    es gäbe jemanden aus dem Forum im Kreis Kleve. Ich glaube, in Goch, bin aber nicht ganz sicher. Jedenfalls hält die Person 2 Gruppen derzeit, ein Paar und eine 3er-Gruppe Böcke, die sie derzeit in ein großes Rudel zusammenführt. Ich habe sie mal auf den Thread hier aufmerksam gemacht; vielleicht darfst du dir das mit deinen Eltern bei ihr mal ansehen, dann kann sie euch auch direkt erklären, wo die Unterschiede sind. ^^

    Hi,

    die Süßkartoffel ist tatsächlich keine Kartoffel. Höchstens ein sehr entfernter Verwandter (sprich, sie kommen beide aus der "neuen Welt"). Die Ipomoea batatas kommt aus der Familie der Windengewächse und hat zwar ursprünglich sogar dem Englischen das Wort für die Kartoffel gegeben, aber was wir heute als Kartoffel bezeichnen, ist Solanum tuberosum (ein Nachtschattengewächs).

    Ich wüßte im Moment aber auch keinen Grund, warum man keine Süßkartoffeln füttern dürfte, zumindest gekocht. Sie bestehen beinahe komplett aus Stärke, wie "normale" Kartoffeln auch, sind allerdings etwas weicher, mehliger und süßer. Die Farbe und Textur einer gekochten Süßkartoffel geht ein wenig in Richtung Möhre. Geschmacklich sind sie zwischen Kartoffeln und Möhren angesiedelt, würde ich sagen. Sehr schmackhaft, und ich habe von irgendwelchen schädlichen Inhaltsstoffen noch nie gehört. Man bekommt sie nur sehr schlecht, deshalb haben meine Damen noch keine zu kosten bekommen. ;)

    Hi nochmal,

    um "runtermachen" geht es wirklich nicht. Nur darum, dass hier nach Möglichkeit weder du noch deine Tiere später unglücklich sind. (Und in meiner Aufzählung hast du den Käfig und den TA geflissentlich übersehen, das reine Futter wäre in der Tat nicht das Problem. Auch wenn sich das bei einem größeren Rudel auch ganz nett summieren kann, meine Mädchen hier vertilgen zu fünft knapp 200 Euro im Jahr.) In puncto deiner geistigen Reife entlarven dich leider Aussagen wie in deinem letzten Beitrag: die Tiere müssen jetzt her, weil du nicht weißt, was später kommt. Das ist egoistisch, beinahe kindisch, denn es stellt das Wohl der Tiere deinen eigenen Interessen hintenan.

    Aus Sicht des Tierschutzes ist es nun einmal so: entweder man kann seine Tiere richtig und vernünftig halten, oder man sollte es den Tieren zuliebe sein lassen. Alles andere wäre egoistisch. Diese Aussage geht nicht gegen deine Person, sondern ist eine Meinung zur Sache, zumindest bei mir. Aber ich habe leider zuviele einsame und teilweise massiv verhaltensgestörte Meerschweinchen und Chinchillas und Kaninchen (und ja, auch Ratten) in den Tierheimen gesehen, um da komplett emotionslos bleiben zu können. :(

    Ich würde daher an deiner Stelle mit dem Wissen um die Gruppengröße der Nasen bewaffnet noch einmal mit meinen Eltern sprechen. Ob zwei oder drei, das ändert nach außen nämlich eigentlich nicht viel: der Käfig muss ein paar Zentimeter größer sein, das war's auch schon.

    No further comment, ich geb's auf. Plonk.

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    Die Grundregel sollte deshalb bitte, bitte sein: man holt niemals nur "eine Ratte"!

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    Und es ist ja auch echt schoen zu sehen, dass sie a) nun kein Einzeltier irgendwo wegreisst und b ) sich sogar nacht Notfalltieren umhoert.

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    Habe aber eben einen Anruf meiner TA bekommen.Bekomme morgen eine Huskywelpin ;)

    Sie ist 8 Wochen alt...

    Hallo Kendrax,

    ich denke, das Grundproblem hier sind unterschiedliche Einstellungen zur Tierhaltung. Wenn ich deine Beiträge lese, höre ich sehr viel davon, was du willst und warum du jetzt unbedingt Ratten anschaffen willst, weil du befürchtest, später keine Zeit mehr für sie zu haben. Das Ratteneck ist aber nach deutlicher Selbstdarstellung ein tierschutzorientiertes Forum. Das heißt: hier steht im Vordergrund, was für die Tiere das Beste ist.

    Das heißt aber auch: niemand wird dir hier sagen, zwei Ratten zu halten sei besser als keine. Und das hat einen sehr einfachen Grund: für die Ratten ist das nämlich einfach nicht wahr. Wilde Ratten leben in Großfamilien aus dutzenden Tieren, und sie sind darauf auch absolut angewiesen. Der Mensch ist kein Ersatz. Meiner Erfahrung nach ist die ideale Gruppengröße für Heimhaltung 4-5 Tiere bei einer Minimalgröße von 3 Tieren. Das sehen hier die meisten Nutzer meiner Erfahrung nach ähnlich. Praktisch kein Notfallvermittler würde wissentlich Ratten in Paarhaltung oder noch schlimmer Einzelhaltung abgeben, und insbesondere Jungtiere werden immer mindestens paarweise vermittelt.

    Wenn ich mir deine Schilderungen so ansehe, sehe ich außerdem eine beunruhigende Geschichte von falscher Haltung geselliger Arten. Das ist nicht persönlich gemeint, aber das, was ich gerade über Ratten gesagt habe, gilt nun einmal genauso für Kaninchen, Meerschweinchen und ja, auch für Wellensittiche. "Sprechen" bei Wellensittichen ist z.B. eine Verhaltensstörung, die auftritt, weil die Tiere niemanden haben, mit dem sie ihr Sozialleben praktizieren können. Alle diese Tierarten sind Rudel- bzw. Schwarmtiere, und keine sollte in einer kleineren Gruppe als 3 Tiere gehalten werden. Die einzigen Tiere, bei denen Paarhaltung "richtig" ist, sind Wüstenrenner, und die einzigen Tiere, bei denen Einzelhaltung "richtig" ist, sind Hamster. Das ist leider ein Fakt, und der ändert sich nicht, auch wenn er dir nicht gefällt.

    Das heißt nicht, dass ich z.B. keine Fehler gemacht hätte in meinem Leben, oder die Leute im mich herum. Mein Vater hatte früher einen einzelnen Wellensittich. Eine Studienkollegin ein einzelnes Meerschweinchen. Ich selbst habe früher Degus (paarweise) gehalten, und auch wenn ich mich nach bestem Wissen um sie gekümmert habe, waren es eben doch immer nur zwei. Einfach, weil ich es nicht besser wusste und es mir niemand gesagt hat. Heute ist das anders, und ich würde diesen Fehler nicht wieder machen. Darüber hinaus halte ich meine Ratten tatsächlich vor allem, weil sie es bei mir besser haben als im Tierheim, denn da kommen sie her. Auch hier dieser Unterschied: ich habe überlegt, was für die Ratten damals im Tierheim (und bei der Gruppe davor bei der Notfallvermittlerin) besser war und ob ich ihnen zumindest ansatzweise gerecht werden kann, und sie erst dann aufgenommen. Und ja, ich hatte zwischendurch Zweifel, und hatte deshalb auch fast ein Jahr keine Ratten bei mir. Weil Tiere eben keine Spielzeuge sind, die man einfach umtauscht, wenn sie "kaputt" sind.

    Heimtiere sind fühlende, lebendige Wesen, die dem Menschen schutzlos ausgeliefert sind. Sie kosten außerdem eine Menge Zeit und auch Geld: Futter, Ausstattung, Tierarztbesuche sind wahrlich nicht billig. Die Futterkosten pro Ratte liegen schon bei rund 40 Euro im Jahr, der Käfig kann leicht mehrere hundert Euro kosten, und für den Tierarzt können pro Tier im Laufe eines Rattenlebens mehrere hundert Euro dazu kommen. Hinzu kommt die kurze Lebenszeit: Todesfälle sind etwas, mit dem man rechnen muss, eine 3jährige Ratte ist ein echter Methusalem. Das alles sollte man vorher bedenken, nicht wenn es zu spät ist.

    Huhu,

    wie Lakes schon mal erwähnt hat, im Ruhrgebiet quellen die Notfallvermittler derzeit über, da war glaube ich ein Großnotfall in Bonn vor einiger Zeit... am Transport würde es bestimmt nicht scheitern. Ich war mal selbst beteiligt, wo wir ein Böckchen fast 300km von Castrop-Rauxel nach Braunschweig gebracht haben. Da ist Solingen doch bestimmt ein Klacks. ^^

    Hallo,

    Zitat

    Zuki war eine notfallratte und nunja...

    nur so als kleiner Denkanstoß: praktisch alle "Problemratten", von denen ich in den letzten Jahren gehört habe, waren Einzeltiere. Die Erfahrung, alleine zu sein, ist für derart soziale Tiere wie Ratten aber wirklich, wirklich furchtbar. Man kann das Tier dadurch regelrecht traumatisieren, und selbst eine gut sozialisierte, liebe Ratz kann zum "Beißer" mutieren. Dann hat man die nächste, auf "unerklärliche" Weise plötzlich bissige Ratte, die man nicht vernünftig integriert bekommt, und die dann ihr Leben todunglücklich und allein verbringen muß, oder noch schlimmer: einfach ausgesetzt wird.

    Die Grundregel sollte deshalb bitte, bitte sein: man holt niemals nur "eine Ratte"! Nicht vom Tierheim, nicht vom Vermittler, nicht vom Züchter. Immer mindestens paarweise, egal woher. Die Tiere sind glücklicher, entspannter, und oft auch leichter zu integrieren, und wenn die Inti doch mal etwas länger dauert, sind sie in der Zeit nicht einsam.

    PS: das ist nicht böse oder persönlich gemeint. Aber auch für den Halter ist es letztlich ja nur gut, wenn seine Tiere keine traumatisierten Soziopathen sind.

    Hi,


    dann nimm eine preiswerte Voli und pimpe die mit allem, was der Baumarkt so hergibt, und dann geht das ne Weile ganz gut. Und zeitgleich einen Sparstrumpf für einen K3 oder K4 anlegen, die Dinger sind echt vorteilhaft. Ich kenne auch Leute, die Döme gar nicht mögen, aber wenn bei dir in der Nähe wer mit Dom wohnt, würde ich mir das mal live ansehen. Halt leicht zu reinigen, man kann vorne die Türen schön groß aufmachen und kommt überall gut hin, und um-/anbauen ist auch kein Problem.


    PS: Serena-t hat Recht, senkrechte Stäbe sind nicht soo toll. Vielleicht noch mal suchen, ich meine es gibt definitiv Möglichkeiten. Oder einen Jumbo(?) nehmen und den komplett ausbauen? Die sind auch recht groß und recht billig, glaube ich.