Beiträge von husanniang

    Aber bevor ich diese Raketenwissenschaft nochmal starte, möchte ich wirklich mal schauen, wie es sich mit einem Gitterkäfig so lebt. Gibt es dabei eigentlich auch empfehlenswerte Modelle, die länger als der Maximus sind? 4 Etagen find ich gut, aber ich würde mir eigentlich eine Lauffläche von ca 150cm wünschen.

    Hi,

    der Savic Royal Suite XL ist mit ca 112 cm Breite Innenmaß nochmal etwas breiter als der Maximus. Mit 150 cm ist mir leider nichts Kauffertiges bekannt. Es gibt aber die Möglichkeit, zwei Gittervolieren seitlich zu verbinden. Dazu muss man die seitlichen Gitter selbst heraustrennen und eine Verbindungsmethode finden, die die Käfige dauerhaft und nagebeständig zusammenhält. Das geht auch mit 2 Maximus-Käfigen. Dann hättest du 180x60 Lauffläche :)

    Hi,

    ich fang erstmal mit deinem zweiten Punkt bzgl. Gesundheitscheck/Quarantänedauer an, weil der Punkt Quarantänekäfig etwas davon abhängt.

    Eine vertrauenswürdige Rattenhilfe wird die Tiere nur mit sauberer Kotprobe und voller Transparenz über den Gesundheitszustand vermitteln. D.h., da ist aus meiner Sicht keine Quarantäne in dem Sinne und auch kein TA-Check nötig, außer, du nimmst bewusst Tiere, die schon Baustellen haben. Ein bis zwei Wochen Eingewöhnungszeit sind hier ausreichend, je nach Temperament der Tiere.

    Bei Tierheimen sieht es anders aus, da ist je nach Tierheim das Know-How des Personals und der Tierärzt*innen manchmal eher mau und eine Kotprobe wirst du wahrscheinlich auch nicht bekommen (bzw. wenn, dann das Ergebnis, aber wahrscheinlich keine Behandlung). Hier würde ich also einen Check beim TA und eine Kotprobe auf eigene Faust empfehlen und natürlich bis dahin eine strikte Quarantäne, also immer gut Hände waschen, ggf. Waschbecken o.ä. nach Reinigungen abkochen und Klamotten wechseln. Ich kann Bademäntel empfehlen, einfach 2-3 Sets besorgen und nach engerem Kontakt (also z.B. Gesundheitscheck, Kuscheln oder Käfigputz) heiß in die Waschmaschine :) Bei der Probe würde ich auf jeden Fall eine Flotation und einen ELISA-Test auf Giardien machen. Wenn die Herkunft der Tiere riskant (Fundtier von draußen, Animal Hoarding) oder gar unbekannt ist, nimm noch einen ELISA-Test auf Kryptosporidien und einen Urintest auf Leptospirose mit dazu. Hier hängt die Quarantänedauer von Befund usw. ab, wenn du irgendetwas behandeln musst, dann bis zur Nachtestung.

    Nun zum Thema Käfig: Grundsätzlich kann er vorübergehend schon kleiner sein als ein dauerhafter Käfig, sollte aber zumindest von der Grundfläche der Etagen her die Anforderungen erfüllen, also Maße von ca. 100x50 oder 90x60 nicht unterschreiten.
    Bei sauberen Tieren könntest du auch einen der Käfige deiner Mädels zweckentfremden, ich nehme mal an, dabei handelt es sich um eine Art Voliere. Vorher solltest du sie aber gründlich mit Essig reinigen. Solange der übrige Käfig die Maße ebenfalls erfüllt, wird dein Altrudel es verkraften.

    Es schadet aber aus meiner Sicht nie, einen kleineren, handlicheren Quarantänekäfig da zu haben, den du bei Parasitenbefall o.ä. wiederverwenden kannst, und damit müsstest du deinem Altrudel nichts wegnehmen. Bei einem Tierheimtier würde ich darauf ohnehin zurückgreifen. Große Wannenkäfige sind hier gut geeignet. Du kannst z.B. einen Borneo L oder XL mit einer zusätzlichen Volletage nehmen, diese haben für Wannenkäfige noch verkraftbar große Türen und eine relativ große Grundfläche. Mach die Volletage nicht zu dick/schwer, sonst geht die Handlichkeit verloren (eigene schmerzliche Erfahrung :) ). Sollten deine Neuzugänge ungebetene Gäste mitbringen, kannst du die dann schnell zur Desinfektion auseinanderbauen.

    Ansonsten: Sollen es Kastraten werden (die Verträglichkeit mit Mädels ist übrigens nicht zwingend besser als bei einem reinen Mädelsrudel), lass bitte keine Männchen extra kastrieren, sondern such bereits kastrierte Jungs. Diese sollten auch schon mehrere Woche kastriert sein, damit sie nicht mehr fruchtbar sind.

    Hi,

    Richtwert für das Frischfutter sind so zwei bis drei daumennagelgroße Stücke pro Ratte und Tag. Oder auch: Von der Futtermenge insgesamt sollten es ca. 80 Prozent Trockenfutter und 20 Prozent Frischfutter sein. Je nach Größe des Daumennagels kommen da jeweils leicht unterschiedliche Portionen raus ;) Aber als grober Richtwert geht das.

    Wenn du alle zwei Tage alles komplett wechselst, pinkeln sie wahrscheinlich umso mehr, um alles zu markieren. Es kann aber auch sein, dass sie gerade jetzt einfach mehr trinken, weil das Wetter so sommerlich ist. Wenn es sehr stinkt oder nässt, ist die Unterlage vielleicht auch einfach nicht gut geeignet, ich tausche meine Teppiche einmal wöchentlich und die sind eigentlich nie nass oder übermäßig stinkig, außer vielleicht ein feuchter Fleck, wenn eine Ratte sich wirklich gerade noch erleichtert hat. Blasenerkrankungen usw. kannst du natürlich auch mal abchecken, falls es ungewöhnlich mehr oder stinkiger Urin geworden ist und es früher mal besser war.

    Hi,

    für die Abnutzung der Zähne ist die Wahl der Snacks egal, das Aneinanderreiben der Zähne aneinander spielt hier die Hauptrolle. Aber natürlich knuspern und schälen Ratten gern unterschiedliche Dinge, das bringt Abwechslung rein.

    Kalorienärmere Snacks sind zum Beispiel Gurkenkerne oder Reiswaffeln, natürlich in kleinere Stücke gebröselt. Viele benutzen auch gerne Maisstangen (z.B. Pufuletti), die kann man auch kleiner brechen oder gerade bei schüchternen Tieren von weitem anknabbern lassen. Bei Snacks für Menschen natürlich darauf achten, dass es ungesalzene, ungewürzte Varianten sind, also nicht die Pufuletti mit Käse ;)

    Hi,

    gerade im Vergleich zu vor 7 Jahren sind die Tierarztkosten wirklich stark gestiegen. Das wirst du sicherlich auch bei deinen anderen Haustieren bemerkt haben. Ich habe Tiere, die tendenziell öfter krank werden (nehme aber seit ein paar Monaten auch bewusst nur noch ältere Tiere auf, einige davon mit ungewissen Vorgeschichten) und bin locker jährlich im vierstelligen Bereich.

    Was die emotionale Frage angeht, kommt es denke ich auf deine Werte und auch deine Resilienz an. Ich bin zum Beispiel ein Mensch, der schnell gestresst ist und sich viele Sorgen um alles Mögliche macht. Für mich ist die Rattenhaltung also oft sehr kräftezehrend, denn man ist sehr oft mit Fragen konfrontiert wie: Geht es der Ratte schlecht oder bin ich nur paranoid? Zum Tierarzt lieber jetzt sofort um 3 Uhr nachts, morgen früh, oder irgendwann diese Woche? Hat die Ratte noch Lebensqualität oder soll ich sie gehen lassen? Streiten sich die Ratten in einem vertretbaren Rahmen oder sollte ich lieber ein paar Schritte zurück in der Inti machen? (Integrationen sind wahrscheinlich mit eine der stressigsten Situationen in der Rattenhaltung für Mensch und Tier...) Und Rattenhilfen und Foren helfen ungemein, aber letztendlich fällt man sehr oft Entscheidungen selbst, die nachhaltige Konsequenzen für das Tier haben können. Das ist ein großer Stressfaktor. Bei anderen Haustieren hast du das zwar auch, aber aufgrund der längeren Lebensdauer wahrscheinlich nicht in so einer Frequenz (kann ich nur mutmaßen, hatte als Erwachsener nur Ratten).

    Aber gleichzeitig ist die Bindung, die man zu den Tieren aufbaut, so schön, selbst zu denen, die nicht super kuschelig oder menschenbezogen sind. Sie haben einfach ungemein viel Persönlichkeit und sind schlau und witzig. Und gerade die Pflege einer kranken Ratte kann auch irgendwo wahnsinnig erfüllend und intim sein.

    Ich würde auf jeden Fall zustimmen, dass es eine gute Idee ist, mal bei einer Rattenhilfe ein Gespräch zu führen. Lies dir auch gern hier im Forum mal Tagebücher durch, die normalen sowie die Inti-Tagebücher. Da erlebt man Freud und Leid meistens gut in allen Facetten mit. Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Entscheidung :)

    Hi,

    dass sie die Angebote nicht nutzen, muss nicht zwingend heißen, dass sie es langweilig finden, manchmal sind andere Sachen wirklich spannender. Zumal sich bei Ratten die Schlaf- und Wachphasen oft abwechseln und es normal ist, dass sie mal ein paar Minuten durch den Auslauf flitzen und dann erstmal ein Schläfchen einlegen.

    Für coole Beschäftigungsmöglichkeiten muss man natürlich manchmal Anreize schaffen, also z.B. Futter in die Buddelkisten mischen oder im Auslauf verstreuen. Wenn du sie körperlich oder mental noch mehr fordern willst, kannst du auch probieren, ob sie gerne Katzenangeln jagen oder sich Tricks beibringen lassen (letzteres natürlich niemals erzwingen, aber oft haben Ratten Spaß daran und man merkt recht deutlich, wenn sie dann erstmal keine Lust mehr haben).

    Nur auf den Käfig würde ich sie nicht klettern lassen, erstens haben die Käfige ja meistens Gitter an der Decke, die schlecht für die Füße sind. Vor allem aber können sie sich bei einem Sturz aus einer solchen Höhe übel verletzen. Und gut für die Tapete ist es in deinem Fall auch nicht 😄 Man kann am Käfig Absicherungen aus Songmics, Plexiglas etc anbringen, damit sie nicht hochkommen, und dafür dann Klettermöglichkeiten in einer sicheren Höhe anbieten (max. 50 cm).

    (Ach ja, als Nachtrag, da ich nicht editieren kann, nur für zukünftige Lesende als Kontext: Die Abgabe von weniger als vier Tieren von einer Rattenhilfe erfolgt natürlich nur, wenn noch mehr Kumpels im neuen Zuhause warten, zu denen sie dann integriert werden.)

    Hi,

    ich weiß, dass Rattenhilfen/Pflegestellen durchaus auch manchmal Rudel teilen und Tiere dann auch zu zweit rausgeben oder übrig lassen. So war es etwa bei meinen Laboris damals - vier sind zu mir gezogen, zwei blieben zurück. Ich wollte ursprünglich nur drei und hatte explizit nochmal nachgefragt, ob das in Ordnung geht, die zwei übrigen kamen dann in ein anderes Rudel. Die Pflegestelle war durchaus auch froh, noch mehr Tiere in einem Zuhause zu sehen, wo sie im Mittelpunkt stehen.

    Dazu muss man aber sagen, dass die sechs eh nicht super harmonisch waren und es viel Streit gab, obwohl sie aus einem Wurf waren (bei den 4 wurde es zu viert leider nicht besser und mit dem neuen Rudel hat es auch nicht geklappt - ist also letztlich keine Erfolgsstory). Umgekehrt wurde mir bei meinem ersten Rudel auch gesagt, dass hier keinesfalls getrennt wird, weil diese Tiere ein super Team waren. So eine zuverlässige Einschätzung gibt es in einem TH natürlich nicht immer.

    Ich kann auch verstehen, dass alle sechs nicht in Frage kommen, man hat ja auch eigene Limitationen. Aber spricht in deinem konkreten Fall etwas dagegen, drei zu nehmen und drei dort zu lassen? Dann hättest du zumindest das Problem mit der vorübergehenden Paarhaltung nicht.

    Hi,

    Ratten nagen oft an Plastik, selbst wenn man genügend Holz anbietet. Das ist eigentlich auch nicht dramatisch, weil sie es in der Regel nicht schlucken. Tatsächlich hatte ich bei einigen Ratten auch schon den Eindruck, dass sie weicheren Kunststoff gegenüber Hartplastik o.ä bevorzugen. Ich glaube, die Textur ist für sie einfach spannend. Da kann man, wenn es sonst genügend zum Nagen, ausreichend Platz und Beschäftigung gibt, leider auch nicht viel machen außer zu schauen, dass sie keinen Ansatz zum Nagen finden.

    Aber nimm doch vielleicht statt Gummimatten große Flickenteppiche, die zerstören sie zwar auch manchmal, aber das dauert dann etwas länger und ist nicht ganz so einladend.

    Hallo,

    drei ist eine gute Gruppengröße, um nach einem neuen Zuhause zu suchen - so hast du noch etwas Puffer und musst dich nicht hetzen. Es kann nämlich schon eine Weile dauern, bis sich jemand findet, und du willst ja auch nicht die erstbeste Person nehmen.

    Wichtig ist natürlich, dass sie in ein Zuhause mit bereits vorhandenen Ratten kommen (oder die adoptierende Person zusagt, noch weitere Tiere dazu zu integrieren - ist aber etwas schwerer sicherzustellen). Ich würde auf jeden Fall eine Schutzgebühr verlangen, um Schlangenhalter*innen o.ä. herauszufiltern. Bei Rattenhilfen kenne ich hier Beträge von 20 bis 30 Euro je Ratte. Gesundheitszustand (inkl. Kotprobe), Charakter und Verhalten in bisherigen Intis helfen bei der Einordnung, ob es ein passendes Match sein könnte. Süße Bilder wiederum helfen beim Verlieben :)

    Umgekehrt sollten potenzielle Adoptant*innen auf jeden Fall genau erklären können, wie sie ihre aktuellen Ratten halten und wie sie die Integration planen. Unterbringung, Fütterung, tierärztliche Versorgung usw. sollten allesamt den Anforderungen entsprechen. Lass dir ruhig Bilder oder Videos schicken und bring die Ratten am besten persönlich in ihr neues Zuhause.

    Dass Trüffel bissig ist, mag zwar einige abschrecken, es gibt aber auch da Liebhaber*innen und Leute mit Erfahrung, denen das nicht so viel ausmacht :) Wichtig ist nur, dass du damit offen umgehst, damit Interessent*innen wissen, woran sie sind.

    Hi, ich kenne mich auch nicht super mit Wildratten aus, habe mich aber als erstes gefragt, ob du weißt, was mit der Mutter ist - vielleicht war sie nur gerade auswärts unterwegs und würde sich sonst normal um die Babys kümmern.

    Ich habe mal etwas gegooglet und eine Seite dazu beim Mäuseasyl gefunden, die z.B. erklärt, wann Babys auf jeden Fall menschliche Hilfe brauchen und wann/wie man versuchen kann, sie zu ihrem Rudel zurückzuführen: https://das-maeuseasyl.de/wildmause/ruck…sen-und-ratten/

    Ggf. kannst du auch mal Wildtierhilfen in deiner Nähe suchen und kontaktieren, vielleicht haben diese noch Tipps für dich.

    Wenn es keine dauerhafte Lösung ist, was wäre die Alternative?

    Ich hab MDF-Platten mit Gewebeband aneinander geklebt, am Eingang überlappen sich die Platten und werden mit Wäscheklammerm zusammengehalten. Für meine Houdinis habe ich die Überlappung unten noch mit schweren Gegenständen von beiden Seiten zugedrückt. Klavierband wäre wahrscheinlich noch haltbarer, aber dafür muss man dann wieder etwas bauen.

    Für Intiausläufe und Co reicht es aber sicherlich, es ist jetzt auch nicht so, dass mir eine dadurch ausgebrochen wäre. Aber ich musste jeden Tag Stellen abkleben, sonst wäre es sicherlich soweit gekommen. Wenn sie aber auch sonst nicht nagefreudig sind, sollte es kein Problem sein.

    Von der Höhe her würde ich für einem unbeaufsichtigten Auslauf 3 quadratische übereinander nehmen, bei meinen Seniorinnen reichen allerdings auch 2.

    Hi,

    nagefreudige Ratten haben bei mir schon Löcher in die Plastik-Songmics genagt. Deswegen habe ich immer unten eine Reihe Eugad-Gitter. Hilft aber nur bedingt, wenn die Ratten noch hochklettern und oben weiternagen können. Ich würde es also nicht dauerhaft nutzen und nicht für super nagefreudige Tiere.

    Durch die Gitter passt bei mir keine durch, allerdings ist der Abstand von der letzten Strebe zum Rand etwas größer als die angegeben 1,5 cm, eher so 1,9.

    Zwischen den Platten an sich oder so hat sich aber noch keine durchgequetscht. Auseinandergefallen ist es auch nie, auch nicht bei wilden Kletter- und Dagegen-Spring-Aktionen, auch ohne Kabelbinder oder so.

    Ich bin ein bisschen eingeschränkt was den Platz angeht :D ich hätte sehr gern den Maximus oder einen Savic wegen den großen Türen. Aber das wird dann doch sehr eng mit dem Platz. Daher wäre als nächstes ein kompletter Eigenbau die Idee…

    Blöde Frage, aber würde ein Eigenbau in der Größe nicht genauso viel Platz wegnehmen? Viel kompakter als der Maximus oder Savic 95 geht es nicht wirklich, wenn man die Mindestmaße einhalten will. Außer vielleicht man baut eine andere Form als ein Rechteck.

    Hi,

    ich würde dir generell empfehlen, mal eine Pflegestelle in deiner Nähe zu besuchen. Je nachdem, in welcher Region du wohnst, gibt es verschiedene Rattenhilfen, die nicht nur Tiere vermitteln, die zu dir passen, sondern auch viele Tipps rund um die Haltung geben. Oft verkaufen sie auch gebrauchte Käfige oder Zubehör oder wissen, wer grad etwas anbieten könnte. Und man kann mal vor Ort verschiedene Rudel kennenlernen. Die Tiere haben individuelle Persönlichkeiten und nicht jede Ratte kuschelt gerne, darauf sollte man sich einstellen.

    Alle Details zum Anfang in einen Thread zu quetschen könnte sehr lang werden. Aber generell brauchst du auf jeden Fall einen ausreichend großen Käfig sowie Häuser und Verstecke, Klettermöglichkeiten, Beschäftigung z.B. in Form von Intelligenzspielzeugen, Behältnisse für Futter und Wasser, Toiletten und einen Bodenuntergrund (z.B. Flickenteppiche). Zudem brauchen Ratten auch täglich Auslauf auf min. 4 m², auch der Bereich braucht Ausstattung sowie in der Regel eine Absperrung. Ansonsten natürlich mindestens eine Transportbox, geeignetes Futter für die ersten Wochen und ein finanzielles Polster für Tierarztbesuche. Hier würde ich schon einen mittleren dreistelligen Betrag vorhalten.

    Nach abgeschlossener Inti konnte ich jetzt zum ersten Mal meinen Savic XL voll einrichten :)

    Entschuldigt bitte die dunkle Belichtung, gerade mit den Binchen versuche ich das Licht weitestgehend rauszuhalten.

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    Ok, ganz 100% steht es noch nicht, sobald die mal alle gewaschen sind, gibt es bald größere Teppiche (damit nicht so viel von den Siebdruckplatten leer ist) und unten würde ich gerne noch eine Buddelkiste platzieren, weiß aber noch nicht, womit ich sie füllen will.

    Hi,

    ich kenne leider auch keine wissenschaftlichen Studien speziell zu diesem Thema - im Gegensatz zu Ratten in der Wildnis oder im Labor haben Heimtierratten wahrscheinlich eine zu geringe gesellschaftliche Relevanz, als dass man viel dazu forscht. Ich konnte eine Studie finden, in der man Tierärzt*innen zu deren Vorstellung zu tiergerechten Käfigen gefragt hat, allerdings mit einer sehr kleinen Datenmenge (insgesamt 21 Befragte). Und auch dort wurde nichts explizit zu dieser Thematik gesagt.

    Als nächstes können wir natürlich Rattenhilfen und Halter*innen mit viel Erfahrung befragen, aber auch da wirst du in unterschiedlichen Ländern ebenfalls wahrscheinlich unterschiedliche Antworten bekommen - wobei im DACH-Raum die Tendenz der großen Rattenhilfen ganz einstimmig pro Volletagen ausfallen wird.

    Wir haben hier nun verschiedene Argumente pro und kontra Volletagen. Dafür spricht, dass die Tiere vor tiefen Fallhöhen geschützt sind und mehr Lauffläche zur Verfügung haben. Soweit würden auch Halter*innen aus US/UK mitgehen, aber eher große Hängematten als Fallschutz nutzen oder vielleicht 2 Käfige verbinden, um die Lauffläche zusätzlich zu erhöhen, oder die Lauffläche entlang eines Kletterastes mit reinrechnen.

    Für mich sprechen darüber hinaus folgende Argumente dafür:

    • Barrierearmut - auch Ratten mit Mobilitätseinschränkungen, die nicht mehr so gut klettern können, können den Käfig weiträumiger nutzen.
    • Mehr Möglichkeiten, Häuser und andere Gegenstände anzubieten, die man auf einen festen Boden stellen muss - somit kann ich auch mehr Abwechslung bieten als nur verschiedene Formen von Hängematten/Kuschelhäusern.
    • Es schließt Klettern nicht aus - ich kann nicht behaupten, dass ich wirklich gesichert weiß, wie genau Wanderratten in der Natur am liebsten unterwegs sind und ob sich das auch auf Farbis übertragen lässt. Selbst, wenn sie aber gerne klettern, kann ich Möglichkeiten dazu trotzdem bieten und Ratten, die sie nutzen wollen, nutzen sie auch. Meine wählen immer gerne den umständlichen Weg. Ansonsten kann man durch kreative Gestaltung das Ganze auch anregen, indem man besonders attraktive Unterschlüpfe oder auch Fressmöglichkeiten aufhängt.

    Viel interessanter finde ich Diskussionen um Buddelmöglichkeiten und Substrate, da habe ich selbst auch noch keine für mich zufriedenstellende Schlussfolgerung gefunden. Aber bei Volletagen halte ich die potenziellen Nachteile für viel weniger schwerwiegend als die Vorteile.

    Hi,

    die Rattenhilfe Süd meinte damals bei meinem ersten Probekuscheln, dass sie dort maximal 6 Ratten hineinvermitteln würden, solange dort Volletagen angebracht sind. Mit Blick auf die VDR-Empfehlungen fänd ich das aber auch etwas klein bzw. würde ich hier unterscheiden zwischen kleinen schlanken Mädels und riesigen Bockbrocken.

    Ich habe auch schon manche Käfige gesehen, bei denen eine mit Einstreu gefüllte Wanne am Ablagefach unten angebracht wurde, sodass sich eine zusätzliche Fläche an Buddelbereich ergibt. Bin mir allerdings nicht sicher, ob das nicht hinsichtlich Belüftung problematisch ist, da es bis auf das Durchgangsloch oben komplett zu wäre.

    Hi,

    bei mir (ich mische selber nach Annas Rezept) bleibt oft ein bisschen was an Körnern liegen, was ja auch OK ist, da der Napf nie leer sein soll. Es ist aber nie viel, sodass ich weiß, dass sie grundsätzlich alle Bestandteile fressen, nur manche eben etwas schneller als die anderen.

    Ich mische dann immer 1, 2 Tage lang neues Trockenfutter unter, dann tausche ich es aus Hygienegründen komplett aus. Manchmal kippe ich die Überreste auch in den Auslauf oder die Buddelkiste, dort wird es manchmal bereitwilliger herausgefischt, einfach weil die Ratten Spaß am Suchen haben.

    Ein bisschen Selektieren ist grundsätzlich nicht schlimm und normales Verhalten, genau wie man als Mensch auch an unterschiedlichen Tagen Appetit auf unterschiedliche Sachen hat. Nur wenn sie konstant nur die Dickmacher fressen, sollte man auf ein hochwertiges Pelletfutter umsteigen oder ggf. eine andere Körnermischung.

    Ich kenne das Futter nicht und weiß auch nicht, ob es ideal ist. Die käuflichen Rattenfutter sind ja mamchmal eher ungeeignet. Vielleicht weiß da jemand anderes mehr.

    Zusammensetzung des Basic laut Bunny-Website ist folgende:

    Zitat

    Hafer, Mais, Weizen, Gerste, Weizenkleie, Gerstenflocken, Sonnenblumenextraktionsschrot, Maisflocken, Erbsenflocken, Dinkelflocken, Leinsamen (4%), Kürbiskerne (4%), Luzerne, Weizenflocken, Calciumcarbonat, Karotten, Biertreber, Paprika, Möhrentrester, Bierhefe, Spitzwegerich, Inulin, Hühnerfleisch (0,5%), Käse (0,5%), Kamillenblüten, Apfel, Rote Bete, Johannisbrot (Gemüse 8%)

    Ich bin auch kein Experte, was Futter angeht, aber manche Inhaltsstoffe werfen bei mir ein paar Fragezeichen auf (Käse?). Ich bin aber auch etwas voreingenommen, weil ich die Marke Bunny aufgrund ihrer vergangenen Verbindung mit der Kaninchenzucht und der generellen Empfehlung von Pelletfütterung für Kaninchen und Meeris eher unsympathisch finde.