Zwei Babyratten

  • Hallo!


    Irgendwie wird es hier nicht langweilig. Mein Partner hat sich gerade gemeldet. Eine Bekannte von ihm arbeitet in einem Labor und die haben zwei kleine Weibchen "über", die 5 Wochen alt sind. Wenn sie heute nicht geholt werden, werden sie getötet. An denen wurde nicht geforscht, sondern es sind wohl einfach zu viele.


    Jetzt habe ich natürlich einige Fragen, weil ich die Kleinen echt nicht einfach sterben lassen kann.


    Ich habe hier einen Savic 95 Double. Hat jemand Erfahrung wegen der Gitterabstände? Sind die okay?


    Ich weiß, dass zwei nicht ideal sind. Ich würde für die beiden gerne Babygesellschaft suchen. Im Idealfall würde ich sie weitervermitteln. Vielleicht hat ja jemand kleine, wo sie dazu können. Falls das nicht der Fall ist: Da wäre es schon besser, wenn ich mich dann nach kleinen umschaue, die hier noch einziehen können, oder?


    Und ich habe keine Ahnung von Babyratten. Die sind ja eigentlich auch noch zu jung, um von der Mutter weg zu sein, oder? Muss ich die noch päppeln? Gibt es etwas, das ich beachten muss?


    Und falls sie dann doch hier bleiben: Eine integration geht ja erst ab 10-12 Wochen. Nachdem meine Penny Recht grob sein kann, würde ich wahrscheinlich warten, bis sie 12 Wochen alt sind. Bis dahin waren sie dann aber eventuell nur zu zweit. Muss ich da dann irgendwas Besonderes beachten? Außerdem sind meine ja doch ein Stück älter (eine ist 1J4M, vier sind 1J9M, drei sind 1J11M). Wäre das ein Problem oder ist das okay, solange die Kleinen zu zweit sind?


    Ich hoffe sehr, dass mir hier jemand Tipps geben kann!


    Liebe Grüße!

  • Hey


    Rein körperlich ist es kein Problem, die Ratten mit 5 Wochen vom Muttertier zu trennen. Die ernähren sich selbstständig.

    Von der Verhaltensentwicklung ist das allerdings ein gröberes Problem. Auf keinen Fall würde ich die zwei bis zur Integration nur zu zweit halten.

    Aktuell gibt es Ratten in jedem Alter durch die Grossnotfälle. Da sollte es eine Möglichkeit geben, 2 gleichalte Damen zu organisieren.

    Das Zusammensetzen wird eine spätere Integration deutlich vereinfachen. Generell ist es ratsam, Ratten möglichst jung das erste Mal in ihrem Leben zu integrieren (natürlich nicht vor 10 Wochen zu Erwachsenen), damit sie das Prinzip "neue Ratten" kennen.


    Problematisch bei Laborhaltung wird die Umstellung auf normale Nahrung sein. Frag nach, ob du das gewohnte Futter mitbekommen kannst. Dann hast du einige Tage Zeit, sie an anderes zu gewöhnen. Vor allem Frischfutter musst du sehr langsam anfüttern. Neben den Nagerpellets gibt es im Labor sonst nichts zu fressen. Auch sollten sie langsam an Platz gewöhnt werden. Die werden aktuell in einer Makrolonbox sitzen, die sicher nicht grösser als ein A3 Blatt ist. Daher Schritt für Schritt an mehr Platz gewöhnen, erst nur eine Etage mit allem, was sie brauchen, später mehr, wenn sie dort alles kennen. Aber so jung geht das je nach Charakter recht schnell. Mutige Artgenossen können da auch helfen. Kotproben sollten nicht nötig sein, da die Tiere im Labor parasitenfrei sein sollten. Aber zur Sicherheit mal nachfragen.


    Eine Integration der (vier) Jungtiere zu den Alten später kann gut klappen. Es hat ja genug Tiere der jeweiligen Altersgruppe.

    Liebe Grüsse von Niniel und ihren Langschwanzflauschnasen jenseits der Regenbogenbrücke
    «Der größte Feind des Heimtiers ist der unwissende Besitzer.» Silvia Blahak

  • Hey!


    Vielen lieben Dank für deine Antwort! Das hilft mir wirklich sehr weiter! Vor allem hätte ich an das Futter gar nicht gedacht. Dann schaue ich auf jeden Fall, dass ich noch zwei junge Damen finde:)

  • Ich kann Deine Überlegungen sehr gut nachvollziehen.


    Als damals Sky und Zoe zu mir kamen waren die kaum älter als 6 Wochen und echt winzig. Da ich damals den Savic 95 grade erst ganz neu hatte konnte ich eine Etage für sie abtrennen und meine beiden großen bekamen die andere Etage. Von den Gitterabständen hat es nie Probleme gegeben. Nur der Boden musste gut abgesichert sein, da dort die Abstände grösser sind und sie da durch gekommen wären.


    Ich hatte mich damals bei der Rattenhilfe hier in NRW schlau gemacht und sie bekamen zusätzlich zum normalen Rattenfutter noch Kolbenhirse und Babybrei mit Katzenaufzuchtsmilch angerührt. Hat gut geklappt und sie haben das Futter fleißig gefuttert.


    Bei Ash war es ja ähnlich. Sie habe ich zusätzlich dann noch mit Malzpaste und Nager-Vitaminen gepäppelt, da ich aber auch nicht wußte wie ihr Leben davor war und ich einfach erstmal auf Nummer Sicher gegangen bin. Hat auch gut geklappt ohne sie mit der Spritze beizufüttern.


    Wegen der Inti kommt es halt immer auf die jeweiligen Charaktäre der Ratten an.

    Bei Sky und Stella klappt alles ideal. Stella ist aber auch eine "ich habe alle Ratten lieb" - Ratte, die jeden Neuzugang sofort ins Herz schließt und Sky reicht es schon wenn sie jemanden zum spielen hat.

    Die Inti damals mit Luna, Mia und Sky und Zoe war etwas komplizierter, da Luna schon etwas krasser reagiert hat und Neuzugänge sofort heftig angegangen ist. Aber es ist nie Blut geflossen.

    Wir sind aber bei Intis auch permanent dabei und passen extrem auf.


    Ich finde es toll, dass Du den beiden Laborrättchen das Leben retten willst. Ich könnte da aber auch nicht anders. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass alles gut klappt und sie ein wunderschönes Leben haben werden !

  • Danke auch dir! Dann werde ich schauen, dass ich noch ein bisschen was besorge!


    In einem Tierheim hier in der Nähe gibt es auch viele kleine Rattenmädchen, von denen dann welche hier einziehen dürfen, vermutlich nach einer Woche Quarantänezeit. Ich habe viel überlegt und ich glaube, ich möchte die Kleinen dann nicht weitergeben. Die Tierheime sind alle so voll und die Vermittlungschancen so schlecht, dass ich das nicht übers Herz bringe. Dann sind es halt doch ein paar mehr Ratten hier als eigentlich geplant war;)

  • So,die beiden Süßen sind vorhin wohlbehalten hier angekommen! Sie sind doch schon 6½ Wochen alt, aber das passt ja für eine Babyintegration noch wunderbar. Sie sind zuckersüß und ganz wuselig und sie erkunden immer noch ganz aufgeregt den Käfig. Man sieht richtig, wie sie Spaß an so viel Platz haben! Und dabei haben sie erst ein Modul;)

  • Ich bin auch ganz hin und weg! Vor allem finde ich es auch schön, dass gestern dann noch so etwas Positives rausgekommen ist, nachdem wir ja in der Früh unsere Kika gehen lassen mussten.


    Jetzt war es im Zimmer auch heller und die Mäuschen waren müde, also beste Bedingungen für schöne Fotos:


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    Das sind sie, die beiden kleinen Zuckerschnuten <3

  • Huhu:)


    Hier ein kleines Update zu den beiden Mädels. Sie flitzen munter durch den Käfig und haben schon alles erobert. Der Hit ist die Doppelhängematte. Da hängen sie buchstäblich immer ab:) Sie haben heute auch ein paar Körnchen zu ihren Pellets bekommen und die fanden sie auch ganz Klasse. Und wir versuchen es heute mit einem kleinen Stück gegarter Karotte. Noch hatten sie da keine Lust drauf, aber die Nacht ist ja noch lang:)


    Sie sind auch sehr bestechlich. Haferflocken kannten sie schon und die mögen sie auch sehr gerne. Anfangs waren sie etwas zögerlich, aber jetzt sind sie schon gut aufgetaut. Wir saßen gerade vor dem Käfig und so schnell konnten wir gar nicht gucken, da sind sie schon auf unsere Hände und Arme gekrabbelt. Herrje sind die schnell, das bin ich von meinen alten Damen gar nicht mehr gewohnt! Hach, wir sind ganz verliebt!


    Sie haben jetzt auch Namen: Für die schüchternere hat mein Partner den Namen Moxxie ausgesucht und ich habe die kleine Draufgängerin Mink getauft:)


    So, jetzt bleibt nur zu hoffen, dass mit der Gesellschaft für die beiden alles klappt und dass sie nächstes Wochenende Ziehgeschwister bekommen!


    Liebe Grüße!

  • Hallo Kroko,


    das finde ich ja toll, das du den beiden Mädels eine zweite Chance gibst.


    Ich weiß ja nicht, wo du genau wohnst-hast ja im Dezember die beiden Einzelmädels- aus dem Th München geholt.

    Babys sind bei Tierfreunde Brucker Land aus dem Großnotfall zur Vermittlung frei, sonst weiß sicherlich Judith_München noch Tierheime, die Babys haben.


    ganz liebe Grüße

    Misaki

    unvergessen und noch immer geliebt meine Engelchen Misaki, Schoko, Brownie, Suki, Lilly, Schnuppe, Sunny, Hope und Miami

  • Hallo Misaki!


    Ja genau, ich wohne in München. Die Judith hat mich auch schon an die Tierfreunde Brucker Land verwiesen, aber danke für den Hinweis:) ich habe am Samstag kurz mit ihnen telefoniert und es sieht ganz gut aus, dass von denen welche hier einziehen dürfen. Allerdings hatte die Mitarbeiterin gerade schlecht Zeit und die Details konnten wir noch nicht klären. Momentan warte ich noch auf einen Rückruf, damit wir das alles organisieren können. Aber ich bin zuversichtlich:)


    Liebe Grüße!

  • Hey:)


    Ich habe vorhin den Anruf bekommen und am Sonntag bekommen meine zwei Süßen Gesellschaft! Die Kleinen aus dem Tierheim sind jetzt auch sieben Wochen alt, also passt das echt perfekt!


    Mink und Moxxie geht es auch sehr gut. Die Nahrungsumstellung vertragen sie bisher sehr gut. Mit der Karotte konnte ich sie gar nicht begeistern, aber ein Stückchen Gurke haben sie über Nacht gefressen. Und bisher habe ich keine Matschköttelchen gefunden.


    Vor allem die Mink wird immer mutiger. Sie krabbelt inzwischen ohne Furcht auf mich drauf, aber auch nur, weil sie ganz genau weiß, dass ich der Weg zum Boden und zur großen Freiheit bin;) auch die Moxxie kommt gelegentlich schon auf die Hand, aber sie ist allgemein ein bisschen schüchterner. Haferflocken nimmt sie aber dankbar an. Heute Abend gebe ich das obere Modul des Käfigs auch noch frei, dann können sie sich ein bisschen besser austoben.


    Hier noch ein nettes Foto, das zeigt, wie bestechlich die Moxxie ist;)


    IMG_20230313_071745.jpg


    Liebe Grüße!

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