Auslauf - bei scheuen Ratten

  • Hallo zusammen,

    seit 1,5 Wochen sind drei Böckchen eingezogen. Sie fressen aus der Hand, sind jedoch noch sehr schreckhaft.

    Ich möchte sie jetzt in den Auslauf setzen - (Ebene & Häuschen lassen sich rausnehmen).

    Erst dachte ich, dass ich das erst tun sollte, wenn sie entspannt und "zahm" sind. Aber nach einiger Recherche habe ich entnommen, dass es besser ist, sie jetzt schon rauszulassen.

    Würdet ihr das bestätigen?

    So können sie sich austoben & werden zahmer. Habt ihr auch die Erfahrung gemacht?

    Ist das ein guter Plan?

  • Ja, würde ich definitiv bestätigen. Im schlimmsten Fall brauchen sie 6 Monate, um zahm zu werden oder bleiben immer schreckhaft. Dann sollen sie ja trotzdem nicht im Käfig verharren müssen.

    Zudem kann es bei der Zählung auch helfen.

  • Okay, danke.

    Wir haben ein großes und mir Fußbodenheizung beheiztes Bad. Dort soll der Auslauf stattfinden. Sollte ich - für den Anfang- den Raum verkleinern und wenige Häuser/Spielsachen anbieten oder ruhig gleich groß und voll lassen?

  • Hi, ich würde den Raum etwas verkleinern. Du kannst deinen Nasen beibringen, in ihre Transportbox zu klettern, mit der du sie ins Bad und wieder zurück bringst. Die Transportbox bleibt mit im Auslauf als vertraute Zuflucht. Da deine Jungs schon aus der Hand fressen, sollte das leicht zu lernen sein.

  • Ja das mit einer Transportbox habe ich schon öfters gelesen. Meine ist allerdings ziemlich groß... und ich stelle es mir unmöglich vor, alle drei gleichzeitig mit Leckerchen dort hinein locken zu können.


    Mein Gedanke war und ich freue mich über einen Austausch darüber: ich dirigiere sie liebevoll in ein Haus. Dies kann ich - mitsamt der Etage leicht und schnell entnehmen und bringe es in den Auslauf.

  • Hi, eine Frage, wie meinst du das mit der Etage? Persönlich würde ich nichts verwenden, wo die Nasen ungehindert runterfallen können, denn drei Raten kannst du nicht kontrollieren, wenn du beide Hände zum Tragen der Etage brauchst.

    Ich habe für meine Jungs eine normale Katzentransportbox gehabt (die Tür vorne hatte ich nur dann, wenn es zum Tierarzt ging) und diese ihnen mit unwiderstehlichen Leckerlis vor die offene Käfigtür gehalten, verbal gelobt, wenn sie reingegangen sind, bis alle ohne Probleme reingegangen sind. Sie lernen sehr schnell, was die Trabi bedeutet. Später müsste ich die nur auf den Boden stellen und kurz drauf klopfen, dann kamen die Nasen sofort an und sind selbständig eingestiegen.

  • Das ist so eine halbe Etage (mit erhöhter Umrandung) samt Haus. Man kann es leicht raus nehmen. Aber stimmt schon, man fasst sie mit zwei Händen an...

    Mit der Box - wenn man sie vor den Käfig stellt und mit Leckerchen füllt- erscheint mir das wie ein ewiger Prozess. Eine traut sich vielleicht, rennt mir Leckerchen weg etc. Das könnte sich ziehen.

    Anderseits - wenn man es nicht ausprobiert, kann es nie klappen....

  • Verstehe. Würde ich definitiv nicht riskieren. Wie geschrieben hast du schon einen guten Startpunkt, weil sie schon Futter nehmen. Probier es einfach aus. Was aus meiner Sicht ganz wichtig ist, ist gute Laune beim Training. Bleib positiv, Versuch es einfach immer Mal wieder.

  • Wir haben jetzt seit noch nicht ganz 4 Wochen 3 Mädels. Die haben es innerhalb von ein paar Tagen gelernt, mit einem Leckerli auf Kommando in eine Pappröhre zu klettern. Damit lassen sie sich - eine nach der anderen - gut umsetzen. Eine kommt inzwischen auch schon ohne Leckerli rein.

    Wir haben mit dem "Training" begonnen, als sie etwa 8-10 Tage bei uns waren.

    Ansonsten klappt es bei uns auch ganz gut, sie mitsamt ihrem "Sputnik" in den Auslauf zu bringen, wenn alle drei gleichzeitig drin liegen. Eine Öffnung halte ich gern meinen Oberkörper, die anderen beiden verschließe ich mit der Hand.

  • Man kann dafür auch das sog. Iglu Häuschen von Savic nehmen oder eine am Besten nicht durchsichtige Box in der man einen Eingang macht (achtet darauf das keine scharfen Kanten bleiben). Der Deckel bleibt permanent drauf.
    Beim Training hab ich eine Box in den Käfig mit Paste drin und dann das Kommando Taxi gegeben. Anfangs hab ich die Box gar nicht bewegt, dann nur mal hoch gehoben, dann die (sehr scheue) Ratte innerhalb des Käfigs versetzt bis ich dann sie tatsächlich transportiere. Es gibt Ratten wenn man die nur vom Käfig wegtransportiert, die lernen dass und steigen dann nicht mehr ein. Da hilft immer wieder mal die vorigen Schritte wieder einzubauen.
    Was ich noch mit auf dem Weg geben möchte, man kann auch eine kleine Fliese oder wenn man selbst einen Eingang in eine Box schneidet, den an einer Seite wie eine Tür dran lassen und damit den Eingang verschließen - es gibt auch Charaktere die wissen wo sie reingingen und sich anfangs versuchen beim Transport den Weg frei zu knabbern. Das ist mit einer Hand vor dem Eingang nicht so gut.

  • Diese Iglu Häuser kann ich nur wärmstens empfehlen! So eins hab ich mir für meine Hawis auch angeschafft, als sie noch überhaupt nicht zahm (und eine extrem bissig) waren.

    Und um meinen Einzelkastrat Sumo, der durch die Erlebnisse in der Vergangenheit und im Tierheim extrem verängstigt war und ein Panikbeißer, zu transportieren, war es erneut sehr hilfreich.

    Bei mir ging es allerdings um den Transport zur jeweiligen Inti. Den Auslauf habe ich meistens vor dem Käfig.

    Man sieht, wie vielfältig nutzbar diese Häuschen sind.:)

  • Lenovo Nicht gleich hochheben, immer das Trainingsziel in die kleinstmöglichen Schritte zerlegen. Und ggf. mit Pasten arbeiten, also etwas was die Ratten nicht wegtragen können. Lies dir nochmal mein Beitrag hier von Samstag durch, da habe ich eine mögliche Vorgehensweise beschrieben. Das hochheben natürlich ganz sanft und anfangs kurz und nur einen cm - je nach Charakter und Reaktion kann man dann weitergehen oder wiederholt.

  • Wie lief das denn konkret ab? Leckerchen in die Röhre legen und dann langsam anheben?

    Ich stelle mir vor, dass sie dann panisch weg rennen.

    Ich habe mich vor den offenen Käfig gestellt, Leckerli in die Röhre, Röhre in den Käfig gehalten, so dass sie quasi einen Schritt nach oben zum Einsteigen machen mussten. In dem Moment, in dem sie rein sind, habe ich "Box" als Kommando gesagt.

    Nachdem das geklappt hat habe ich das gleiche Procedere gemacht - nur die Röhre direkt vor den Käfig gehalten, so dass sie von der Etage einen Schritt rüber in die Röhre gemacht haben. Jeweils auch immer mit dem Kommando.

    Der nächste Schritt war dann, dass in der Röhre kein Leckerli mehr lag. Also: Röhre hinhalten, Kommando, Ratte klettert rein und ich geben dann von der anderen Seite das Leckerli.

    Zum Transport die Röhre dann einfach auf beiden Seiten zu halten.

  • Tja, inzwischen habe ich das Problem, dass die ursprünglich gewählte Pappröhre zu kurz geworden ist. Die Rattis sind ordentlich gewachsen in den 2 Monaten, in denen wir sie haben. Jetzt kommen sie, wenn sie sich strecken, ganz hinten ans Leckerli ohne dass sie ganz in die Röhre müssen...in die neue, längere Röhre gehen sie (noch) nicht zuverlässig rein.

    Im Moment ist es also jeden Tag ein Glücksspiel, ob wir sie in den Auslauf kriegen oder nicht.

    Leider ist es von den Räumlichkeiten her bei uns so, dass wir den Auslauf nicht im gleichen Zimmer haben können wie den Käfig. Also muss die Transportbox her. 2 der 3 Mädels kletterm da auch freiwillig vom Käfig aus rein. Aber wenn Nr. 2 reinklettert, flitzt Nr. 1 wieder raus...oder klettert aus der Transportbox am Käfig außen hoch. Währenddessen sich Nr. 3 versucht an der Box vorbei zu quetschen und stiften gehen will. Ich bräuchte 8 Hände :-))

    Heute haben wir versucht, den kompletten Käfig in den Flur zu schieben und sie direkt aus dem Käfig aussteigen zu lassen. Das fanden 2 von 3 überhaupt nicht erstrebenswert und sind gar nicht raus gekommen. Nr. 3 hat gleich wieder eine halsbrecherische Klettertour auf den Käfig gemacht und wollte dann von dort oben auf den Türrahmen springen - also auch keine Option.

    Ich bin zuversichtlich, dass wir das Problem mit Training wieder in den Griff bekommen. Aber im Moment stresst es mich. Und auf der anderen Seite will ich die Mädels ja auch nicht stressen, bloß damit sie in den Auslauf gehen. Klar - die brauchen das eigentlich täglich. Aber ich will sie ja nicht durch den Käfig scheuchen und sie am Ende unsanft einfangen.

    Streicheln lassen sie sich, auf die Hand kommen 2 von 3, aber greifen geht nicht.

  • Wow, das klingt nicht ganz einfach. Persönlich glaube ich, dass ihr das mit Geduld so hinkriegt, dass sie in die Trabo steigen. Bei mir war der Auslauf auch in einem anderen Raum. Aber nur Abends im Auslauf gab es das Grünfutter und das war dann die Belohnung für die Jungs, der sie nicht widerstehen konnten.

  • Hallo,

    Am besten wäre es bei scheuen Ratten den Käfig dort hinstellen wo der Auslauf ist. Gerade für scheue Ratten ist es stressig wenn sie nicht ihre gewohnte Sicherheit (Käfig) haben. Auch hilft ein fester Rythmus.

    Und Käfig verschieben stresst sie enorm. Ich weiss wie anstrengend und stressig es mit scheuen Ratten sein kann und ich habe gemerkt wenn ich innerliche ruhe austrahle es sich auch auf die Nasen positiv auswirkt.

    Alles Gute

  • Hurra, Ellie war heute endlich wieder im Auslauf! Sie saß im Sputnik und wir konnten sie komplett damit in die Transportbox setzen.

    Sobald sie aus dem Käfig draußen ist, ist alles ok. Sie klettert, flitzt, ist neugierig und nimmt sogar Leckerli aus der Hand. Aber BIS sie mal draußen ist.....

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