Hey,
Wenn man lange Ratten hält, lernt man irgendwie damit umzugehen, auch wenn bei mir jedes Mal wieder die Tränen fließen und die Entscheidung zur Rinschläferung mich fertigmacht, da ich meistens grübel, wann es wirklich so weit ist. Es gibt natürlich auch immer wieder ein Tier, zu dem eine ganz besondere Bindung besteht. Das ist leider sehr heftig.
Das Einzige, was mich da noch irgendwie tröstet, ist, dass wieder Platz für ein oder mehrere Notfallratten bei mir ist. Dann hat der Tod wenigstens einen "Sinn".
Ansonsten sind Rituale die Regenbogenbrücke hier im Forum, bestimmte Lieder, die ich höre, eigentlich das Ausdrucken von Fotos, von denen ich 1 aufhänge (da hinke ich etwas hinterher im Moment). IdR begrabe ich sie im Garten meiner Eltern. So viel Geld für Urnen oder so möchte ich nicht ausgeben. Lieber gebe ich dann Geld für andere Notfälle aus. (Einen, der nicht bei meinen Eltern liegt, habe ich anonym unter Bäumen bestatten lassen, hat 50 Euro gekostet und eine schöne Urkunde gab es noch dazu). Es würde auch komisch aussehen, wenn ich ein Zimmer extra für Urnen meiner Ratten hätte. (Mittlerweile dürften es 28 verstorbene Ratten sein, davon 2 sehr kurz gekannt plus 6 Degus.)
Zum Einschläfern war ich bisher immer beim Tierarzt vor Ort oder in der Klinik. Einer ist an Altesschwäche gestorben. 3 hatten Herzinfarkte / Lungenembolien oÄ.. Die Mehrhei wurde also eingeschläfert. Sie gehen immer in Begleitung zu ihrem letzten Gang u zuhause zeige ich sie kurz dem Rudel. Wenn sie steif werden, lege ich sie eingepackt für 1 oder manchmal ein paar Tage ins Gefrierfach, es sei denn, sie sterben so, dass ich sie umgehend bei meinen Eltern beerdigen kann. Grabsteine gibt es dort nicht, wäre zu viel. Für mich sind auch die Erinnerungen im Kopf sowie die Bilder wichtiger. Der tote Körper ist nur eine Hülle, in meiner Erinnerung existieren sie alle noch) mit Namen, Aussehen, Eigenheiten etc.
Alles Gute für dich!