Geregelte Futterzeit

  • Derzeitig kriegen meine Biester immer um 13 Uhr ihre gewogene Alleinfuttermischung. Gibt es bessere Zeiten für die Mahlzeit? Mache immer eine feste Mahlzeit, da ich vor einer ganzen Weile öfter gelesen habe, dass es gesund für sie ist.

  • Hallo

    Also ich mache es immer so:


    Morgens um kurz nach 7 füllt mein Freund die Körnermischung auf. Die Menge passt er dem an, was noch im Napf ist. So fahren wir relativ gut und es wird fast alles gefressen.


    Abends um 21Uhr lassen wir die kleinen in den Auslauf und danach gibt es eine grosse Portion Frischfutter. Dieses haben sie bis zum morgen immer komplett aufgefressen.


    Ab und zu gibt es SSSR Pellets als gesundes Leckerchen, aber natürlich nicht zu viel.


    Ob meine Futterzeiten gut sind weiss ich nicht, aber wir fahren sehr gut damit und die Ratten haben so 24/7 Körnerfutter zur Verfügung was wichtig ist da sie einen schnellen Stoffwechsel haben.

  • Hallo,


    was heißt, sie bekommen um 13 Uhr ihre Alleinfuttermischung?


    Statt es von einer bestimmten Tageszeit abhängig zu machen, ist es wichtiger, den Napf immer voll zu haben. Ratten haben einen sehr schnellen Stoffwechsel und brauchen 24/7 Zugang zu ihrem Körnerfutter.


    Zitat

    vor 1 Stunde schrieb everydayrat: Mache immer eine feste Mahlzeit, da ich vor einer ganzen Weile öfter gelesen habe, dass es gesund für sie ist.

    Das bezweifle ich, da die Uhrzeit irrelevant ist, wenn IMMER Futter zur Verfügung stehen muss.


    FriFu gibt es bei uns ein paar Happen morgens, nachmittags beim Kochen und immer üppig nach dem Auslauf.


    Grüße

    Ann-Ka

  • Hi,


    durch Beruf und menschlichen Rythmus bekommen meine Jungs morgens zwischen 7 und 8 Uhr Trockenfutter, welches bis zum Abend reicht. Meistens gucken mich die Jungs dann etwas verschlafen aus dem Haus an. Abends zwischen 19 und 20 Uhr bekommen Sie Gemüse und die Nacht-Portion Trockenfutter. Falls ich es mal nicht schaffe um diese Zeit Auslauf zu geben, was bei uns die normale Zeit ist wird das Gemüse schon eifrig am Käfiggitter erwartet. Trockenfutter ist immer verfügbar, das Gemüse wird über Nacht verputzt.


    Ein kleines bisschen passen sich die Nasen ja an und wenn man es immer zur selben Zeit gibt wissen sie auch ganz genau, wann sie drauf warten könnten. Da Ratten Gewohnheitstiere sind könnte ich mir schon vorstellen, dass es für ihr Gemüt gut ist einen Rythmus, also feste Zeiten zu haben (wobei für meine Jungs nur die Zeit des Gemüse interessant zu sein scheint - Trockenfutter gibt's ja sowieso durchgehend), aber das ist reine Spekulation von mir.


    VG

    ~ Ano

    Nicht verloren, nur vorausgegangen

    Rosa Ratte, Marlo, Quinn, Eric, Cosinus, Tangens, Sinus, Elektron, Neutron, Proton, Watt, Volt, Ohm


    Nicht vorausgegangen, nur weitergezogen

    Candela, Lumen, Ampere

  • Ich fülle morgens als Frühstück etwas frische Körnermischung in die Näpfe und schaue, daß ein anderer Napf mit sssr Pellets immer gefüllt ist. Nachmittags gibt es Gemüse und abends nach dem Auslauf gedünsteten Kürbis, Babybrei oder ähnliches. Es muß immer Futter zur Verfügung stehen, nachts gehen sie an die Pellets, wenn alles andere weg ist.


    Wobei ich sagen muss, dass die Alten das Körnerfutter lieber mögen und die Kleinen die sssr Pellets.

  • Ich habe abends den Napf voll gemacht (es gab nur SSSR-Pellets), morgens habe ich dann kontrolliert, ob die Pellets bis abends reichen, wenn nicht, gab es einen kleinen Nachschlag. Frischfutter gab es immer abends nach dem Auslauf. Damit bin ich immer gut gefahren.

  • Vielen Dank für eure Hinweise und Erfahrungen. Wieso muss immer Futter zur Verfügung sein? Wie gesagt schon etwas her und kann natürlich falsch sein, aber nibble-feeding sei wohl ungesund (oder zumindest nicht optimal). Daher auch meine Frage. Außerdem können Ratten doch eine ganze Weile ohne Futter. Bisher gab es keine Probleme und ich will natürlich nur das Beste für sie.


    Ich werde mir gewiss das ein oder andere abschauen, möchte sie aber wirklich ungern "nibble" füttern (sprich es soll nicht immer Futter verfügbar sein, sondern eine oder zwei feste Mahlzeiten geben. Danach kommt die Futterschale weg. Hilft wohl für Langlebigkeit und verhindert Übergewicht). Das sollten sie mittlerweile so oder so als Gewohnheit schon drin haben. Entsprechend essen sie ihre tägliche Portion auch in akzeptablen Zeiten. Ich stelle mal um auf morgens früh Trockenfutter und abends Gemüse und Obst. So komme ich trotzdem dazu die Schale noch wegzustellen bevor ich produktiv bin. Falls die Wissenschaft was Brauchbares zu der "natürlichen" oder gesündesten Esszeit und dem Thema nibble-feeding hat (und ich das finde) teile ich es hier. Dazu komme ich aber erst morgen.

  • Hey, Ratten brauchen 24/7 ihr Hauptfutter. Du musst keine Sorge haben, dass sie zu viel fressen, aber die müssen immer Zugang zum Hauptfutter haben, da sie einen sehr schnellen Umsatz haben. Ratten dürfen deshalb auch nicht nüchtern in eine OP. Da sind Ratten einfach anders als andere Nagetiere.


    Und, nein, mit Langlebigkeit hat das ABSOLUT nichts zu tun. Nicht bei Ratten.


    Ich verstehe auch dein Problem nicht. Probier es einfach aus. Hier haben sehr viele Halter gute Erfahrungen mit 24/7 gemacht.


    Welche wissenschaftlichen Quellen dagegen sprechen würde mich Mal interessieren. Meine Erfahrung ist definitiv eine andere.

    Meine Bunkerinos: Jin, Noah, BJ, Thom und Vince. Über die Regenbogenbrücke gegangen, aber unvergessen: Adam, Garrett, Joel, Corvo, Karl, Ryu, Daud, Arborn, Solas und Takkar.

  • Zitat

    vor 24 Minuten schrieb everydayrat: Ich werde mir gewiss das ein oder andere abschauen, möchte sie aber wirklich ungern "nibble" füttern (sprich es soll nicht immer Futter verfügbar sein, sondern eine oder zwei feste Mahlzeiten geben. Danach kommt die Futterschale weg. Hilft wohl für Langlebigkeit und verhindert Übergewicht).


    Das kannst du bei einem Hund machen, aber nicht bei einer Ratte. Wie hier schon geschrieben worden ist, haben Ratten einen schnellen Stoffwechsel und müssen immer die Möglichkeit haben etwas zu fressen. Deshalb müssen sie z. B. im Gegensatz zu Hund oder Katze auch nicht nüchtern sein, wenn sie operiert werden.

  • Übergewicht verhinderst du, indem du hochwertiges Futter gibst und Auslauf mit viel Anregung zur Bewegung anbietest.

    Das Futter sollte 24/7 zur Verfügung stehen.


    Liebe Grüße,

    Jemand, bei der momentan keine Ratte Übergewicht hat, obwohl sie wirklich immer Futter im Käfig haben


    Edit - naja ok, Edna war ganz schön dick, hatte bis ins Alter aber nicht mehr oder weniger Gesundheitsprobleme wie ihre dünneren Freundinnen

  • Zitat


    >> Ratten sind Allesfresser mit einem Schwerpunkt auf einer granivoren Ernährung. Rohfaser kann von den Tieren nur begrenzt aufgeschlossen werden, sodass Rohfasergehalte von 10 % in der Ration nicht überschritten werden sollten.

    Die Tiere nehmen im Laufe des Tages viele kleine Mahlzeiten zu sich und verbringen viel Zeit mit der Nahrungssuche. >>


    aus dem Artikel "Haltung, Fütterung und häufigste Erkrankungen der Ratte" von Dr. Anja Ewringmann

  • Ich mache mir keine "Sorgen", dass sie zu viel fressen, aber nicht jeder kann sich kontrollieren. Übergewicht ist ein maßgebliches Problem und vor allem Gesundheitsrisiko bei Haustieren und ich möchte es mir deshalb nicht einfach machen und das ganze abhaken. Es gibt mehr als genug übergewichtige Hausratten, was auch die Lebensdauer beeinflusst. Es ist meine Entscheidung, kein Problem und ich gehe hier offen und ehrlich ins Gespräch. Finde Erfahrungen und Tipps von anderen hilfreich, aber diese sind nicht wissenschaftlich und nur ein Bruchteil der möglichen Ergebnisse (natürlich trotzdem in Maßen wertvoll). Entsprechend möchte ich mir viele Perspektiven einholen, selbst evaluieren und es reflexiv aushalten.


    Ich wiege regelmäßig und versuche nach Wissenschaft, Ermessen und meinen Daten die richtige Menge Futter zu geben (abwechselnd täglich mehr bzw. weniger), welche auch meist in circa 2 Stunden weg ist. Danach haben sie den Tag kein wirkliches Interesse an Futter und sind glücklich. Das mit dem Stoffwechsel stimmt, weshalb meine Überlegung wäre zwischendurch sehr kleine Portionen zu geben, falls jemand z.B. dringend etwas Zucker im Blut braucht. Scheinbar ist das ganze nicht einseitig - also nochmals danke für die ganzen Rückmeldungen. Allerdings verstehe ich die doch etwas selbstgerechte Standpunktlogik hier nicht - so holt man niemanden ins Boot oder gar auf seine Seite. Auf lange Sicht ist es mir bis jetzt weiterhin wichtiger sehr gesunde Mengen Futter zu geben und ich werde die Futterzeit nach erneuter Recherche auf den Abend verlegen. Fastperioden (trotzdem die angemesse Menge Futter, aber eben nicht über den Tag verteilt, sondern in einer Sitzung) haben wissenschaftlich belegt gute Ergebnisse erzielt (vor allem im Kontext der richtigen Futtermenge bzw. dem richtigen Fettbedarf/Gewicht der Ratte). Dies helfe bei Langlebigkeit, da Ratten sehr anfällig für Übergewicht seien. Laut der Quelle reichen die Ergebnisse bis hin zu 80% mehr Langlebigkeit. Dies wäre ohne Kontra nicht einfach auszublenden finde ich. Entsprechend schickt mir bitte eure Quellen, um das ganze kontrovers anzureichern. Hier einfach richtig oder falsch zu sagen halte ich gerade bei der unausgereifeten bzw. noch - in qualitativen Rahmen - sehr neuen Forschung bezüglich Ratten für unzureichend. Selbstredent ist es bei weitem nicht der einzige Faktor für Gesundheit und Langlebigkeit und ich freue mich für andere über gute Ergebnisse.


    Ich beziehe mich übrigens auf folgende und nicht einzige Quelle zu dem Thema:


    Ageing Res Rev. Author manuscript; available in PMC 2018 Oct 1.

    Published in final edited form as: Ageing Res Rev. 2017 Oct; 39: 46–58.

    Published online 2016 Oct 31. doi: 10.1016/j.arr.2016.10.005

  • Da wären dem Tippen noch Antworten rein kamen:

    Fettverbrennung und gesundes Futter sind auf jeden Fall wichtige Hinweise und bei Hausratten sehr relevant wie ich finde. Dies kann die Rechnung natürlich beeinflussen und ich muss diesbezüglich auch noch lernen.


    Nicht ausgedacht. Ist wie erwähnt lange her und musste auf einem anderen Gerät in den Literaturverlauf.


    in Natura suchen sie über den Tag Futter - auf der anderen Seite fasten sie dort ebenso. Zudem sind diese keine Hausratten und ich möchte das volle Potential meiner Ratten ausschöpfen, indem ich z.B. hier lerne. Halbwissen ist auch nicht in meinem Interesse! Erneut - mit Standpunktlogik oder wilden Vermutungen über mich hatte ich hier nicht gerechnet. Schade.


    Einzelerfahrungen seien vergönnt, aber eben nicht alles. Gibt auch Raucher die über 100 Jahre alt werden.

  • Hausratten. Hm. Viel Erfolg weiterhin. Ich bleibe definitiv bei 24/7. Macht für mich definitiv mehr Sinn.

    Meine Bunkerinos: Jin, Noah, BJ, Thom und Vince. Über die Regenbogenbrücke gegangen, aber unvergessen: Adam, Garrett, Joel, Corvo, Karl, Ryu, Daud, Arborn, Solas und Takkar.

  • Wenn du sowieso beratungsresistent bist, hat sich die Antwort deiner Frage ja erübrigt. Tut mir leid für deine Ratten.


    Für alle stillen Mitleser und Anfänger: Eure Ratten brauchen immer Zugang zu ausreichend Körnerfutter aufgrund ihres schnelles Stoffwechsels.

  • Für alle weiteren Leser - ich würde mich weiterhin über Rückmeldung und Quellen freuen, weil ich Übergewicht und die bis hin zu grausamen Konsequenzen dessen bei meinen Ratten nicht möchte. Auf der anderen Seite will ich ihren Stoffwechsel berücksichtigen und auch dort nichts falsch machen.


    War Hausratten ein falscher Begriff? Danke. Ich finde es ehrlich trotzdem komisch, dass du dich bei meinen Rückmeldungen daran aufhängst und auf einem Standpunkt beharrst statt auf irgendeinen Inhalt einzugehen.


    Ich bin nicht beratungsresistent und schon zu dem Schluss gekommen, dass so lange Fastzeiten wie ich sie gesetzt habe kritische Folgen haben können. Entsprechend habe ich geschrieben, dass ich zwischendurch kleine Mengen Futter bieten möchte (sollte es ja tun, da sie wie gesagt nach der Mahlzeit kein großes Interesse an Trockenfutter haben). Hast du wahrscheinlich überlesen. Ich denke immernoch drüber nach, ob mir alternative Lösungen einfallen die weder schwarz oder weis sind, da man solche Befunde (siehe Quelle) meines Erachtens als Tierliebhaber nicht ignorieren sollte. Könnte auch sarkastisch werden, verstehe aber nicht inwiefern das hilft.



    Habt ihr die Quelle ignoriert? So schnell konnte ich die zumindest nicht lesen bzw. gar in die Hand bekommen. Wenn ihr euch nicht damit befassen wollt, ist das vollkommen in Ordnung und eure Entscheidung.

  • Ich habe die Quelle grob überflogen.

    Vielleicht ist das Intervallfasten unter Laborbedingungen gut für die Gesundheit der Tiere - wir haben zuhause aber keine Laborbedingungen und keine speziell gezüchteten Ratten.

    Wir haben die Gesundheit der Tiere nicht so im Blick, wie es im Labor der Fall ist.


    Wir geben Auslauf, haben eventuell Ratten verschiedenen Alters, die wieder unterschiedlichen Bedarf an Nährstoffen haben, die Ratten schnappen sich unterschiedlich viel Futter, etc.


    Wenn du deinen Plan korrekt durchziehen möchtest, müsstest du theoretisch jedes Tier einzeln füttern. Puh.


    Ich bleibe dabei, den Tieren dauerhaft Futter anzubieten, sodass sie sich holen, was sie gerade brauchen. Ich möchte einfach nicht das Risiko eingehen, dass sie zu wenig Nährstoffe kriegen.


    Ach ja, unsere Ratten sind Farbratten und stammen von der Wanderratte ab. Hausratten sind noch einmal eine andere Wildratten Art.

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